„Das Leben ist ein Wunder“ mit Lars Jessen

Shownotes

„Das Leben ist ein Wunder“ lautet das wundervolle Motto dieser Folge von „Filme unseres Lebens“, für die sich Dominique Schnizer den wunderbaren Lars Jessen eingeladen hat. Der Regisseur, Produzent und Drehbuchautor, der u.a. an Produktionen wie „Micha denkt groß“, „Mittagsstunde“, „Dorfpunks“ und „Fraktus“ mitgewirkt hat, gibt Einblicke, wie er durch positive Setzungen Geschichten in neue Richtungen lenkt und was diese Haltung für neue Möglichkeiten erschafft. Passend stehen im Zentrum dieser Folge Filme, die von großen und kleinen Möglichkeiten erzählen. Detlev Bucks Debütfilm „Erst die Arbeit und dann?“ zeigt einen Jungbauern (Buck höchstselbst), der nach getaner Arbeit mit dem Mercedes des Vaters nach Hamburg fährt, um im angesagten Lokal „Cadillac“ einmal einen „Eskimo" zu trinken. Lars berichtet, wie dieses Kinoerlebnis während seiner Jugend in ihm den Wunsch weckte, Filmemacher zu werden und verrät, wie es für ihn war, als er Jahre später mit seinem großen Idol Detlev Buck arbeiten durfte (Tipp: „Legend of Wacken“ auf RTL+). Ausschließlich mit Laien besetzt, begeistert der Kurzfilm Dominique und seinen Gast mit dem Können der Darstellenden, trockenem Humor und Formbewusstsein. Die Filmauswahl von Dominique fällt diesmal auf „Mein Essen mit André“ von Louis Malle: In dem fast ausschließlich an einem Restauranttisch spielenden Dialogfilm treffen sich der Theaterregisseur André Gregory und der Schauspieler Wallace Shawn (beide als sie selbst - oder sind sie Fiktionen ihrer selbst?) zum titelgebenden Dinner und sprechen über Gott und die Welt. Während Lars in dem Film einen Vorboten des Formats „Podcast“ sieht, reflektiert Dominique sein Filmerlebnis als Schauspielinszenierung und erzählt, was dies für seinen Start als Theaterregisseur bedeutete. Außerdem beantwortet Lars die Frage von Lars Rudolph aus Podcast-Episode 10, warum dessen Rolle in „Fraktus“ dem Schnitt zum Opfer fiel und am Schluss wird die Sendung noch von Jessen-Kumpel Piet Fuchs gecrasht...

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00:00:04:

00:00:08: So, und da sind wir wieder.

00:00:09: Und wie vor zwei Wochen angekündigt ein ganz besonderer Gast einen wahnsinnig tollen Regisseur der uns Dorfpunks geschenkt hat, Fraktus geschenked hat dann Mittagsstunde und mich erdenkt groß um nur einige zu nennen.

00:00:25: hier ist niemand geringerer als Lars Jessen!

00:00:29: Grüß Gott.

00:00:31: Vielen Dank Lars, das ist immer sehr beruhigend in Hamburg.

00:00:34: Wenn die Leute fremden gegenüber so viel Respekt haben, dass sie mit einem Heimatgruß begrüßen.

00:00:40: Wir müssen noch etwas auflösen weil wir haben einen richtigen Cliffhanger bei der letzten Folge gehabt.

00:00:45: Lars Rudolf ganz liebe Grüße von uns!

00:00:47: Lars Rudolf hat nämlich, als ich dich angekündigt gesagt... Ja?

00:00:51: Ich habe ja mit dem Fraktus gedreht und er hat mich komplett rausgeschnitten.

00:00:56: Komplett stimmt nicht.

00:00:57: Ah!

00:00:58: Er ist noch drin.

00:00:58: Ich kann mich aber nicht erinnern, ich habe den Film gesehen.

00:01:01: Ja, der ist voll drin in dem Film.

00:01:02: Aber es war ein Interesse, soll ich was dazu sagen?

00:01:04: Ja bitte

00:01:05: unbedingt!

00:01:06: Die Entstehungsgeschichte

00:01:07: von Fraglos war ja natürlich sehr turbulent und wir mussten einen Drehbuch schreiben obwohl das ja ein improvisierter Film ist Und das hat dazu geführt dass wir am Ende einen Drebuch hatten, aber die Art und Weise wie wir es gefilmt und gespielt haben lebt halt extrem von dieser Improvisation.

00:01:20: Die Stolio Braun Leute sind ja sehr, sehr spezielle Persönlichkeit und am Ende hat sich das so diese Spielweise.

00:01:27: Diese realistische Spielweise also alle sind immer im Moment... ...hat dazu geführt dass das Schauspiel, das klassische Schauspiel dazug gar nicht mehr gepasst hat.

00:01:36: Also wir haben im Grunde nicht nur Lars Hudorf sondern eigentlich alle Schaus Spieler die das so können innerhalb einer Szene eben eine dramaturgische Verdichtung auch ihres eigenen Textes in ihrer eigenen Art zu arbeiten vornehmen können.

00:01:49: Diese Verdichtung passt dann nicht mehr zu diesem Linearen im Moment sein von den Studio Braunen Darstellenden.

00:01:55: Insofern war das überhaupt keine abwertende Frage, dass es nicht gut gewesen ist sondern für sich sehr gut was Lars Rudolf und viele andere Schauspieler an dem Film gemacht haben.

00:02:04: aber es passte eben nicht so dem Stil der darstellenweise... Ja

00:02:09: es ist ja wie so eine Mocumentary.

00:02:14: Du musst ja auch Tonnen Material gehabt haben weil ich

00:02:17: weiß... Neun Monate Schnitt

00:02:19: Nein, sag mal so wie lange hast du sonst Schnittzeit?

00:02:24: Klassischerweise dreizehn Wochen für einen klassischen Film.

00:02:29: Das war eben länger.

00:02:31: Ich weiß auch auf der DVD sind ja Unmengen an geschnittener und entfallenen Szene allein Heinz Strunk die Geschichte des Arschgewahls zum Beispiel.

00:02:39: Oh ja da ist viel rausgeflogen aber das ist dann eben auch die Art und Weise der das geschuldet ist.

00:02:43: also wir haben das hier alles gefilmt wie ein Dokumentarfilm.

00:02:46: Es gibt keine sogenannten Gegenschüsse, also es ist nicht aufbereitet wie eine fiktionale Erzählung sondern es wirkt wie ein dokumentarfilm das auch genauso gedreht und insofern kann man dann natürlich sehr viel Material produzieren.

00:02:58: Ja ach krass!

00:02:59: Und sag mal, das finde ich immer interessant.

00:03:02: gab's für dich eigentlich mal so einen Schlüsselmoment dass du gesagt hast Ich will Film-Regisseur werden und Drehbuchautol werden?

00:03:09: Ja, die Bookbox liegt da vorne ja schon.

00:03:12: Das war tatsächlich der Film als die Arbeit und dann...

00:03:16: Wow!

00:03:16: Da kommen wir jetzt gleich zu.

00:03:18: Und ähm Die heutige Folge heißt übrigens das Leben ist ein Wunder und du Lars hast dem Ganzen einen sehr, sehr schönen, sehr schönes Motto gegeben.

00:03:27: Magst du das kurz sagen?

00:03:30: Kannst dich noch erinnern?

00:03:31: Ne kann mich nicht erinneren.

00:03:32: was hab ich gesagt?

00:03:33: Genau also die Mail, die ich von dir bekommen habe, stand drin Breit Geschichten vom Gelingen.

00:03:37: Okay dazu kann ich etwas sagen In meiner Arbeit, das war damals auch bei Studio Braunschneimer zu diskutieren.

00:03:44: Die haben mich immer den gute Laune oder den Happy End Onkel mehr oder weniger diskriminierend genannt und ich war aber mal darauf gedrungen dass der Film Faktus gut ausgeht weil ich nichts Schlimmeres finde als wenn wir als Erzähler unserer Zeit uns noch mehr darüber erzählen wie schlecht wir sind, wie schlimm alles ist und uns immer noch tiefer ins Sofa drücken und immer stärker in die Appatit drängen.

00:04:07: Meine Meinung nach müssen Geschichten nach vorne gehen, Möglichkeiten räumen in der Zukunft zu öffnen von denen wir noch gar nichts wissen.

00:04:13: Weil wir können Sachen ausdenken die es noch nicht gibt.

00:04:16: Können wir übrigens als einzige Spezies auf der Schwelte nehmen?

00:04:19: Ja stimmt, Fantasie!

00:04:20: Das ist so...

00:04:21: Fantasiedinge ausdenkend die's noch nicht gibt und dahin dann eben auch einen Weg zu entwickeln wo wir eigentlich hin wollen.

00:04:26: Und das war bei Fragtus vielleicht der letzte Take dazu.

00:04:29: Wir haben uns eine Band ausgedacht die es nicht gibt und am Abschwann war ein Tourplan Von Konzerten vor an einer Band, die es nicht hiebt.

00:04:38: Und am Ende ist diese Band erfolgreicher gewesen bei Gratur als der Film selbst!

00:04:43: Das heißt wir haben im Grunde den Erfolg von Fraktus uns vorher ausgedacht und wenn der Film negativ ausgegangen wäre als komplettes Scheitern glaube ich hätte auch keiner Bock gehabt sich dieser Bänder zu gucken.

00:04:54: Ja wow was für eine totale Vision.

00:04:57: und jetzt pränen wir natürlich darauf den ersten Filmkennens, welcher dann den Lars mitgebracht hat und Lars hat das schon angekündigt.

00:05:05: Es is nämlich Der wunderbare Film.

00:05:09: erst kommt die

00:05:10: Arbeit.

00:05:10: Und dann von und mit Detlef Buk!

00:05:15: Du hast schon angedeutet, es gibt eine spezielle Geschichte dazu... ...und ich verbinde etwas mit diesem Film.

00:05:23: Wenn du Lust hast, dann leg jetzt einfach los über den rai-kuderartigen Klängern des Filmtitels.

00:05:30: Ich bin ähnlich wie Detleif Buk in den Achtziger Jahren.

00:05:32: Ersten Tucken älter als ich in Schleswig-Holstein aufgewachsen.

00:05:36: an der Nordseeküste und wir hatten dort einen Lehrer in unserem Gymnasium, der in einer Projektwoche ein Film mit uns gedreht hat.

00:05:44: Wir konnten uns da anmelden und ich hatte das Glück schon in der siebten Klasse dabei zu sein.

00:05:47: Und wir haben da einfach so ... Mit der VHS-Kamera aus der Biologie-Sammlung, mit dem wir normalerweise mikroskopiert haben, haben wir Filme gedrehen im sogenannten Aditivverfahren also nicht geschnitten sondern immer wenn eine Szene fertig war die nächste, dann hat der VSS-Rekorde eingeschädelt... Stopp

00:06:02: gemacht!

00:06:03: Stopped gemacht und nichts weiter.

00:06:04: Ah

00:06:04: geil okay

00:06:05: Also in der Kamera geschnitten, wenn man so will.

00:06:08: Aber wir haben das alle sehr schön gefunden und aufregend.

00:06:12: Und ich wollte auch mal Schauspieler sein.

00:06:13: Ich wollte einer von den Geheimagenten sein, die wir parodiert haben.

00:06:17: Aber die ganze Zeit haben wir festgestellt, ich hab da eigentlich nicht so ein Talent wie die anderen.

00:06:20: Aber ich spürte irgendwie etwas, was als ich einen Talent dafür hatte ... Ein gemeinschaftlichen sozialen Kunstprozess irgendwie zu steuern, kanalisieren, zu managen.

00:06:30: Das war mir schon so in der zehnten Klasse dann innerlich so bewusst, dass ich dazu irgendwie eine Begabung habe.

00:06:35: Und Film ist ja ne soziale Kunstform kann man nicht alleine machen.

00:06:38: und dann gingen wir ins Kino bei uns ein ... Wir haben einen Zwerzehrkino in Meldorf.

00:06:43: heißt das sind Tippmarschen mit einem angeschlossenen Eisdealer also das einzige mir bekannte Kino in dem man während der Vorstellung ein Banansblit bestellen kann?

00:06:52: Ja Heute noch,

00:06:54: frage ich dich.

00:06:54: Auf jeden Fall heute noch.

00:06:55: Man macht einen Alltag Fußballkumpel von mir.

00:06:58: Der ist immer noch da am Start und es ist ein tolles Kino.

00:07:01: man kann knopfdrücken dann wird einem alles gebracht was man essen und trinken kann.

00:07:06: Ja und dort saßen wir und sahen diesen Film.

00:07:08: erst die Arbeit und dann Ein fantastisches Porträt eines zeitgenössischen Dorfes.

00:07:16: Detlef Borg spielte Den Hauptfigur der letztlich Job, wenn es Landwirt Azubis da machen muss.

00:07:27: zur Besamung muss er sein Eber bringen.

00:07:30: und dann Hauptspruch ist, ich will noch mal nach Hamburg hin.

00:07:34: Also er will einmal nach Hamburg und will den Ausflug machen...

00:07:36: Und ins Cadillac!

00:07:37: ...und er wird ins Cadilac und dort ein Eskimo-Flip also einen Wasser mit Eiswürfeln trinken und lernt tatsächlich jemanden kennen und die fragt ihn ob er noch mit dem Abend fortsetzen möchte und antwortet auf den Holzen komme ich noch

00:07:52: mit hoch.

00:07:54: Und dieser Film, wir saßen im Sessel in den Sessel gepresst nachdem wir uns die ganze Zeit so unglaublich amüsiert und gelacht hatten.

00:08:04: Und wir dachten also zwei Sachen sind im Nachhinein da glaube ich ein Scheiben gewesen.

00:08:07: Erst mal wir fühlten uns gesehen durch den Filmemacherdurch den Film Also einen Film über uns über das ländliche Schleswig-Holstein der düsteren Achtzigerjahre In der Genauigkeit wie es erzählt wurde vom Kopfschleimpflaster bis hin zu Das Klopapier ist.

00:08:22: alle Wir haben das alles weiße Sprüche, aber nicht im Sinne von abgehoben sondern wirklich uns im Kern in unserem Herztreffen und auch unsere Comic zu ein hundert Prozent abbilden.

00:08:33: Und inspirierend!

00:08:34: Das war der zweite interessante Punkt zum Gucken.

00:08:36: also wenn man auf seine eigene Heimat oder das Wein umgibt die Kamera auf eine Art und Weise richtet und erzählt bekommt es, was man vorher schrecklich und langweilig und verstörend empfindet mit einmal eine Größe einen Wert.

00:08:50: Das heißt ich bekomme ein Gefühl für meine Heimat das was mich umgibt und kann es ganz anders wertschätzen als nichts etwas Normales sondern und das passiert eben durch die filmische Arbeit durch die Kamera dient darauf zu richten kann.

00:09:02: Etwas banales, kann mit einem was so einen großen erhabenden komischen sein.

00:09:07: und der dritte Effekt, der sich dann kurz danach einstellt weil man mit diesen Zutaten Schweinestahl das Klopapier ist alle immer nach Hamburg hin eine Kinoerzählung hinbekommen kann Dann könnten wir das vielleicht auch schaffen.

00:09:18: Das war

00:09:19: für mich diese

00:09:20: Keimzeile zu sagen okay jetzt ähm es war mir bis heute ist das ganz tief in meinen Knochen drin dieses Gefühl Vielleicht könnte das klappen dass wir sowas machen

00:09:31: Und ich hab was für ein Scheiacus gesagt, das ist mir gerade durchgerutscht.

00:09:34: Wie alt warst du da?

00:09:34: Hast du diesen Film gesehen als?

00:09:36: du weißt du so?

00:09:36: Ich glaube, sechszehn.

00:09:38: Okay und da... Herzklick gemacht.

00:09:40: Ja, Bukwe ist ja wie gesagt ein bisschen älter.

00:09:42: Wir haben uns erst relativ vor Kurzem wirklich kennengelernt weil ich immer so wahnsinnig Respekt habe und im jedem Interview hab' ich immer wieder gesagt Dwayt Lefbock.

00:09:51: ohne Dwayte Lefbrock hätte ich niemals die Mut gehabt in diese Richtung zu gehen.

00:09:56: er hat den Acker bestellt den ich dann weiter bewirtschaften konnte er hat das alles aufgerissen.

00:10:00: also er war der Pionier der hat angefangen und insofern habe ich eben so wahnsinnig viel zu verdanken.

00:10:06: Aber jetzt uns für den letzten zwei, drei Jahren wirklich kennengelernt und angefreundet.

00:10:12: Er hat dann in einer Serie von mir mitgespielt The Legend of Wacken und hat da den Bauertrede gespielt.

00:10:17: Eine legendäre Figur!

00:10:18: Und das war für mich natürlich irre, dass ich meinem großen Vorbild mit ihm arbeiten konnte.

00:10:22: und dann macht doch jemand eine Pause und er geht auch da mal ein bisschen tiefer rein als der D-Lifebook inszeniert.

00:10:26: Das wäre so wie für andere wahrscheinlich Robert De Niro

00:10:29: oder so...

00:10:30: Und dann hat er mir auch die Geschichte dieses Films erzählt und das war so unglaublich.

00:10:34: Das Buch mit achtzehn, neunzehnt schon einen unglaublichen Weitblick hatte den ich vielleicht mit fünfunddreißig hatte.

00:10:40: also wusste schon wie Kino funktioniert dass man dafür alles braucht Verleier, Kinokopien, Promo all das wusste ja schon und hat eben diesen Film finanziert und auch das Buch schon umgeschrieben.

00:10:50: Es war vorher erst in der Drama und wusste in die Komödie umgeschreiben und ich dachte manchmal das kann ja auch sein dass einem das so mein meins eigentlich ernst in der Würze komödien sagen Das wird lustig, aber es war alles geplant.

00:11:01: Es war alles von lange Hand so eingefädelt und er hat während des Films also die während des ersten Kinofilms der weiß ich hunderttausend Zuschauer gemacht oder noch mehr.

00:11:11: Ich weiß gar nicht genau, peinlicherweise hatte auch seine Lehre zum Landwirt gemacht und seinen Zivideens gemacht.

00:11:16: Wow!

00:11:17: Parallel?

00:11:18: Alles parallel

00:11:19: Wahnsinn Und bin jetzt falsch informiert.

00:11:21: Aber wenn ich das richtig nachgelesen habe dann ist dieser Film Sogar danach ist er überhaupt erst auf die Filmhochschule?

00:11:28: Danach ist er erst auf T-Filmhoch-Schulen.

00:11:30: Da

00:11:30: muss man sich mal

00:11:31: alles so zwischendurch und dann gibt es ja diese Legende, da gefragt wurde, das haben sie bisher gemacht und hat unser Kartoffeln mitgebracht.

00:11:40: Sensationell!

00:11:41: Und jetzt muss ich einmal kurz, weil fast ihr den Film nicht kennt, ihr müsst es nachher nachholen, einmal kurz das Gespräch zwischen Fördern und Gerhard kurz einspielen, weil mich als Österreicher habt vorhin einen Dialog gehört und zumindest emotional verstanden.

00:11:55: Wie gut, oder?

00:11:55: Wann kommen wir da dann?

00:11:57: Mit dem Mercedes.

00:11:58: Ja mit dem Mercedes!

00:12:01: Morgens, wenn du dich umrückst und schiffst das... Und wir können es vorab kühlen,

00:12:05: ne?!

00:12:06: Einmal!

00:12:09: Das Schöne ist, Leute.

00:12:10: Man merkt das Lastfilm, wo er schon zu über ist, weil du hast dir sehr viel komische Filme auch schon gedreht und du bist aber sofort als wir jetzt diesen Trailer gehört haben.

00:12:18: Du wolltest sozusagen nicht die Aufnahme zerstören, also sofort die Hand vor das Gesicht damit dein Lachen, obwohl man so sieht dass du so lachen musst und dich so froh ist für den Dialog Dass du ja nicht, dass da nicht irgendein Tontechniker nachhängt.

00:12:31: Herr Jessen!

00:12:32: Wir müssen jetzt diesen Take noch mal machen weil man hört sie lachen auf der Tonsprung.

00:12:36: Nein dann muss man natürlich auch dem haben.

00:12:38: halt das Momentstributzäulen sensationell alle auch.

00:12:41: dann auf Plattdeutsch auf Niederteutsch.

00:12:43: Das war der Teil die du nicht verstanden hast.

00:12:44: vielleicht also diese Frage.

00:12:45: Dann müssten wir ja mit einem Fahrrad fahren wenn er mit dem Mercedes in Hamburg ist.

00:12:49: Ah so.

00:12:51: Ja modern.

00:12:51: Also

00:12:52: sagt ihr nicht?

00:12:53: Wenn wir schon wieder beim Fahrradfahren sagen.

00:12:56: Das kann man nicht erklären, das ist einfach unglaublich authentisch und lustig.

00:13:01: Wahnsinnig lustig!

00:13:02: Das meine ich eben mit den Mitteln die auch Bauern noch zu verhanden sind einen Kinofilm zu machen.

00:13:06: der berührend und lustige ist also

00:13:09: total.

00:13:09: Und jetzt ist es wirklich lustig weil meine Frau ist Norddeutsche die kommt aus Otterndorf Und dann erzähle ich ihr natürlich immer, wer jetzt zu Gast ist und welche Filme wir gucken und so.

00:13:19: Und dann hat sie gesagt, was super

00:13:21: auf der Detlefo!

00:13:22: Mega mega mega weil sie nämlich auch, was du so beschreibst, auch so beschrieben hat von dem Film dass man sich wirklich unglaublich als norddeutsche Blume gesehen fühlt.

00:13:33: Ja ja das ist eine größere Leistung kann man ja nicht schaffen als Filmerzähler.

00:13:37: Ja und dann ist jedenfalls also Gerhard kriegt an den Mercedes schnoordt sich bei Oma auch noch Geld.

00:13:44: Auch ein wahnsinnig super Dialog mit Oma.

00:13:46: Ja, Wahnsinn!

00:13:46: Die Oma ist auch so unglaublich gut.

00:13:47: Das

00:13:47: ist auch unglaublich.

00:13:49: Weißt du das eigentlich?

00:13:50: Ich meine... Das sind doch

00:13:53: alles Leinen.

00:13:53: Alles

00:13:53: Leinen und das sind wir also... Auch

00:13:56: aus dem Dorf da wo er wohnt.

00:13:58: Wo er auch immer noch wohnt.

00:13:59: Ach der wohnt ja immer noch Aber das ist aber nicht der Hof seiner Eltern oder?

00:14:04: Doch doch es ist alles authentisch.

00:14:05: Ah krass!

00:14:07: Und das war das die echte Oma.

00:14:09: weißt du was?

00:14:10: Ich glaube nicht Ich bin nicht sicher.

00:14:12: Also ich hab mich diese ganzen Fragen noch nicht getraut, weil die sind ein

00:14:15: bisschen besser kennengelernt.

00:14:16: Ja, großer Respekt!

00:14:17: Ach krass.

00:14:18: und also ich bin fast fertig ins Cadillac und lernte eine junge Dame kennen.

00:14:24: und es ist auch schon so eine tolle diese Alltagsbeobachtung, weil der ja ganz stumpf diesen paar Mal anlauert und sie ihn ignoriert und irgendwann fragt sich nach Feuer und dann nimmt er so sein ÖOH-Wisch, nehmt so seinen Feuerzeug aus und dann geht das nicht des Feuerzeuges ... so ewig nicht.

00:14:42: Ja, das ist ja demutigend.

00:14:44: Aber es ist eben... Das ist nämlich irre, weil deswegen habe ich dann, wenn später kommt man auf mein Essen mit einem Dreh, aber da hat's bei mir ein bisschen Klick gemacht und ich dachte, es ist so toll!

00:14:53: Es gibt zu viele wunderbare Filme die gar nicht spektakulär sind, aber in ihrer Einfachheit spektakkulär sein.

00:15:00: Da finde ich gehört der total dazu, weil was du auch schon gesagt hast diese Alltagsbeobachtungen Eigentlich ganz unaufwendig, sehen aber hochkommisch sind.

00:15:09: Weil ich bin jetzt nicht am Land aufgewachsen, aber dieses im Lokal rumhängen und halt ein Eskimo-Flip bestellen oder das ist nur Wasser mit Eiswürfen... Aber halt dann irgendeinen Kontakt kommen mit anderen und so.

00:15:21: Das zeigt ja wirklich so wahnsinnig gut!

00:15:24: Ja und es ist auch ein Zeitzeugnis dass denn bestanden hatte?

00:15:27: Es gibt ja viele Filme die man dann.

00:15:29: Ich hab z.B.

00:15:30: in Norddeutsch noch mal Fischen am Svanda geguckt, ein Film, der ich wahnsinnig komisch fand.

00:15:34: Ganz schlecht gealtert also ganz behinderten Gags...

00:15:40: Meinst du das?

00:15:40: Stotters-Marchipelden und so?

00:15:42: Ja, total

00:15:43: chauvinistisch.

00:15:43: Also ich konnte dann mit dem Film überhaupt nichts mehr anfangen.

00:15:46: Und konnte auch nicht mehr verstehen warum ich den mal gut gefunden hätte haben können.

00:15:49: aber bei Buk gerade die ersten drei Filme sind einfach echt gut gealterd und kann man immer noch gucken und auch ein Gefühl von dieser Zeit bekommen.

00:15:57: Ja und das ist nicht gut, dass du da sagst weil wir müssen unbedingt Werbung machen.

00:16:01: Weil Lars hat sie in seiner Filmkollektion und ich auch um zwar auf die Dreier meiner Ehe vor, will ich das sagen?

00:16:08: Da habe ich die Bookbox bestellt schon vor Jahren.

00:16:12: deswegen als Lars gesagt hat Wir können erst die Arbeit und dann gucken konnte ich schon reingreifen.

00:16:19: Und auf jeden Fall sind die BookBoxen ersten drei Filme Als Arbeit und dann Kanickels, und wir kommen noch anders.

00:16:24: Und zahlen ja hier Kurzfilme!

00:16:26: Wir lassen ganz kurz Deadlift Book selber zu Wort kommen weil niemand anderes kann so schön seine Box bewerben wie der Meister höchst selbst.

00:16:35: Herzlich willkommen zur DVD-Box.

00:16:38: Ich muss Ihnen sagen die Filme sind leider etwas minderwürdig in der Qualität nicht im Inhalt.

00:16:44: Aber Sie werden sehen, dass sie inhaltlich alle Einflüsse der Großmeister von Fred Cinnemann zu Zempfola, zu Chavo, zu Sitfield und Norbert McKee, Kudrebo-Groß.

00:16:55: Alle großen Leute vereint haben und kanalisiert sind in diesen Werken.

00:16:59: Da hat Inhaltlich

00:17:01: sehr, sehr wichtig

00:17:03: Filmhistorisch aber leider nur manche aufstehen.

00:17:07: Andere Mono, Filmspritzer drauf, sechzehn Millimeter eigentlich ein bisschen schrott, aber es geht um Inhalt.

00:17:14: Ja, es geht um Inhalt.

00:17:15: Und das kann man bei seinen Werken auf jeden Fall sagen!

00:17:19: Also ich kann nur ganz kurz die Werbung.

00:17:21: erst die Arbeit und dann könnt ihr Linen oder kaufen auf Freenet Video, auf Videobust, auf Maxdom.

00:17:26: aber wahre Kondenseure des Films kaufen sich die DVD-Box?

00:17:30: Oder Lars?

00:17:30: Auf jeden

00:17:30: Fall DVD Box kaufen.

00:17:32: Bist du jemand der Filmanalog sammelt?

00:17:35: Habe ich ja, aber hast dazu überhand genommen dass die mussten jetzt alle...

00:17:39: Das kenne ich!

00:17:40: ...mussten archiviert werden.

00:17:42: Das heißt, du hast die digitalisiert als einfach

00:17:44: alle?

00:17:44: Ich hab ganz viel digitalisiert.

00:17:45: Aber ich habe natürlich auch nicht die DVDs im Karton, falls es mal sehr doll brennt.

00:17:50: Kann ich immer noch... Ist auch wichtig dass man die alle noch behält finde ich.

00:17:53: weil stellen wir vor irgendwann entscheiden wir uns davon das Prime Video doch nicht so gut in unsere Leben passen ist alles weg

00:18:01: absolut.

00:18:02: und was sich auch eben gerade so festgestellt haben bei der erste Arbeit und dann das kannst Du halt irgendwie leihen also warst Du für vier Euro Kann ich mir den Leid digital oder für zehn Euro kaufen?

00:18:13: Dann hab' ich den für mich gekauft, aber wenn du dir jetzt ausleiden willst, kann ich ihn überhaupt nicht geben.

00:18:19: Das finde ich halt auch das tolle Anhaltungssachen, dass man die Hand nehmen kann und es gibt ein Booklet dazu.

00:18:25: Ja, das geht dann nicht weg!

00:18:28: Das ist einfach ...

00:18:30: absolut.

00:18:31: Und was würdest du sagen, wie viele Filme hast du?

00:18:34: Zuhause?

00:18:35: Ja,

00:18:35: so daumen mal Pi.

00:18:36: Tausend vielleicht?

00:18:37: Ja okay, ja gut.

00:18:39: Wir können uns mal gegenseitig die zeigen weil ich weiß nicht bist du auch so schwierig im Herdlein von den Filmen?

00:18:48: Ich leihe gerne und ich verleihe auch gerne.

00:18:51: Wir passieren auf viele schlimme Dinge, ich habe auch häufig ... Scheiße, hab ich noch von dem seit elf Jahren nicht zurückgegeben, peinlich!

00:18:58: Ah okay, aber selber das Ausland?

00:19:00: Das weiß man ja, dass mir das so was toll

00:19:01: ist.

00:19:02: Aber ich hab' von Rocco Chamoni ausgeliehen die große erste Ken Loach Box Wenn du das hörst, ich hab sie noch in drei bis vier Jahren zurück.

00:19:11: Sonst, Rocco Chamonio, du kannst auch gerne in die Sendung zu Gast kommen.

00:19:15: Echt Ahnung von Filmen Und teilweise mehr als ich.

00:19:18: Also wenn du dich mal richtig gepflegt über Filme unterhalten möchtest, dann musst du den eigentlich eher einladen?

00:19:23: Nein aber das Tolle ist dein trockener Monisär sehr gerne ein.

00:19:27: Aber das Tole ist ja eben... Du bist der elfte Gast und bis jetzt wurde ich noch nie enttäuscht weil jedem jeder eine Geschichte zu ihrem oder seinem Film hat.

00:19:38: Das finde ich das tolle und das Wichtige, weil das ist ja auch sollte Detlef Buch jemals sich in in die Weiten des Internets verirren.

00:19:46: Und das Hören ist es auch einfach für ihn schön zu hören, dass sozusagen du Peter Bodgenowitsch bist und er war dein Orson Welles?

00:19:53: Auf eine Art schon ja!

00:19:54: So... Würde dich das eigentlich interessieren, wenn wir fragen, weil Peter Bodgienowitsche so viele Filmbücher gemacht hat, als du zum Beispiel wie jemanden wie Detlef Buch eben auch so ein Gesprächsbuch machst wie Bodgenovicsch mit Orson-Welles?

00:20:05: Ich habe ehrlich gesagt wichtigere Sachen zu tun, als sich immer über uns selber zu drehen.

00:20:10: Ich glaube, das ist ganz schön, dass man das tut aber Die Zeiten, in denen wir leben sind nicht mehr angezeigt.

00:20:17: Ich finde es schön, dass wir in der Stulle über Filme reden.

00:20:20: Aber ich finde, die Filme haben auch eine Bedeutung in der Gesellschaft und in den Zeiten, wo wir jetzt leben.

00:20:25: Und das ist mir wichtiger, Daru zu sprechen als über

00:20:28: Unselst.

00:20:28: Das ist nämlich genau richtig im Thema.

00:20:30: Weil dein Motto Bride Geschichten vom Gelingern, das hast du ja einen bestimmten Grund vorgeschlagen?

00:20:38: Wenn ich das richtig recherchiert habe über dich, bist du einerseits arbeitest du auch gerne mit so einem autoriten Journalistin zusammen oder hast du mindestens eine Verbindung zu dir der Maren Urner?

00:20:50: Maren-Urner ist ne Norgewissenschaftlerin.

00:20:52: Genau!

00:20:53: Die hat tatsächlich wirklich mein Les verändert.

00:20:57: Ja, erzähl mal was hat die bei dir verändert?

00:21:00: Also

00:21:00: im Grunde den ganzen Blick auf meine Arbeit und auch die Kommunikation von uns.

00:21:04: Maren Urna hat verschiedene Bücher geschrieben in denen sie herleitet wie unser Gehirn funktioniert und wie unsere Gehirnen mit Geschichten resoniert.

00:21:13: Und das Interessante an ihrem Forschung, das sind jetzt auch natürlich nicht Sachen die sie alleine erfunden hat oder herausgefunden hat.

00:21:20: Sondern es ist tatsächlich Stand der Wissenschaft ist dass wir viel viel stärker mit Angst resonieren also in der Steinzeit wenn wir da am Lagerfeuer gesessen haben Wenn der Sebelzahntiger um die Ecke war.

00:21:31: Das ist natürlich das Schlimmste gewesen.

00:21:32: Also ist das so tief in uns fast den DNA eingebrannt Und in dem Moment wo's easy ist wenn wir ohne aufmerksam ist alles gut.

00:21:40: Deswegen funktionieren Thriller und Krimi so gut Kenne ich selber.

00:21:43: Ich habe über hundert Krimis gemacht Kleiner Junge rennt die Straße rund, dass wir Dunkelstreichersetzen ein.

00:21:48: Wir sind sofort damit unsere Aufmerksamkeit.

00:21:51: Und das wissenschaftlich hergeleitet zu bekommen fand ich erstmal sehr interessant.

00:21:56: aber das als Erkenntnis reicht natürlich nicht.

00:21:58: Die zweite Erkenntniss war, wir Menschen verfertigen uns Realität über Geschichten.

00:22:03: Das ist eine andere Eigenschaft, die nur wir als Spezies haben und dieses Geschichten erzählen.

00:22:10: zwei Freunde von mir haben darüber in den Buch geschrieben Samira Al-Wazil und Friedemann Karik.

00:22:13: Das Buch heißt Erzählende Affen Und deren Herausfindung ist, wenn wir uns Geschichten so gut erzählen überleben werden.

00:22:22: Also im Grunde ist deren These die Stämme in der Steinzeit haben überlebt, die am besten eine Geschichte von dem Sebelzahntiger, der jetzt gerade an dem See ist und das man auf gar keinen Fall hingehen sollte.

00:22:33: diese Stämmer haben überlebten.

00:22:34: also die Menschen, die die beste Geschichte erzählen konnten, haben überlegt bis in die Gegenwart.

00:22:39: So ist es heute auch noch Stichwort Klimakrise.

00:22:43: sagen, das ist nicht erreicht, bedeutet es nichts.

00:22:47: Oder zu sagen wir haben so viel und so viel BPM Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre?

00:22:52: Nichts!

00:22:53: Wir müssen diese Fakten in Geschichten übertragen damit sie überhaupt bei Menschen verfangen.

00:23:00: Also dieser Form von Emotionalisierung ist unglaublich notwendig.

00:23:04: deswegen die zweite zentrale Erkenntnis die dann wiederum maren in ihrer Arbeit den konstruktiven Journalismus erst mal überführt hat.

00:23:13: Es gibt dort einen Newsletter als Perspektive Daily, also die Kritik am konventionellen Journalismus immer nur darüber zu schreiben was alles schlimm ist und keinerlei Angebot zu machen oder hinleitung dazu zu machen zu etwas Erstrebenden.

00:23:24: Also deswegen konstruktiver Journalismus.

00:23:27: Wo sind dann vielleicht auch die Sachen, die gelingen an denen man sich orientieren kann und nicht immer nur aufeinander oben zu hacken?

00:23:34: Und das geht aber nicht im Sinne von gute Nachrichtenkatzen vom Baum gerettet sondern tatsächlich wo sich gesellschaftliche Prozesse in eine Richtung zur Behörden über Lebenswahrscheinlichkeit hin entwickeln.

00:23:45: haben wir versucht mit unserer Initiative Planet Narratives auf den Film, auf den fiktionalen Filmen zu übertragen.

00:23:52: Also uns zu fragen welche Art von Geschichten müssen wir eigentlich wie erzählen damit wir ins Handeln kommen und nicht weiterhin immer wieder die selbst erfüllende Prophezeigenform der Bösartigkeit oder Schlechtigkeit des Menschen?

00:24:04: Das heißt das ist jetzt nicht unbedingt dann Roland Emmerich... ... in dem man sagt The World is a Dance, sondern wenn ich das jetzt richtig verstehe geht es auch darum, eben wenn du sagst zu erzählen die Möglichkeiten.

00:24:16: Wie kann man konstruktiv die Welt verändern?

00:24:19: Es geht nicht um apokalyptische Dinge, weil ich sage, das gehe nicht zum See, dass der See wird zantiger.

00:24:26: Er ist immer alles negativ.

00:24:27: aber es geht darum, wenn ich es richtig verstehe, Filme zu erzählten also deswegen auch Geschichten über das Gelingen um zu zeigen, was wir eigentlich als Menschen für Möglichkeiten

00:24:38: haben.

00:24:38: Ja aber Emmerich ist natürlich ein gutes Beispiel.

00:24:40: also wenn du dir mal alle Zukunftsfilme so die du einem so kennt wahrscheinlich sind alles dystopische Filmen

00:24:45: ja auch Literatur Literatur

00:24:47: Alles ist irgendwie mehr.

00:24:49: ich bin der Mad Max Generation Also alles war immer schlimmer es wird von hier aus immer schlimer und Das ist natürlich auch erstmal so, weil das viel einfacher zu erzählen ist.

00:24:59: Also das wissen wir wie gesagt aus der Neurowissenschaft.

00:25:02: Ich bin sofort da mit meiner Aufmerksamkeit.

00:25:05: Aber was ist das für ein Weltbild und ich finde es auch auf eine Art billig-und verantwortungslos wenn wir noch als Geschichtenerzähler dazu beitragen?

00:25:14: Die Menschheit oder uns selbst noch weiter zu lämen in einer existenziellen Situation, der die Menschheit jetzt drin ist.

00:25:19: Das haben wir eine Verantwortung als Geschichtenerzähler auch einen Weg aufzuzeigen und sei es nur ein Emotionaler.

00:25:24: Es geht nicht darum dass sich jetzt alle müssen jetzt Klima- und Weltrettungsfilme machen überhaupt nicht.

00:25:29: Aber eben zu schauen wo ist dann am Ende auch nochmal Ein Blick der uns aus dem Sessel heben kann Der uns vielleicht dazu anstiften kann nun mal wieder den Nachbarn anzurufen und zu fragen wie geht's dir eigentlich gerade?

00:25:41: Also das geht auch um kleine Dinge aber Es ist die große Erzählung, wo die Menschheit hin soll, hin kann.

00:25:49: Welche Optionen sich bietet?

00:25:51: Die sehen wir am Montag ja nur in Raketen, die zum Maß fliegen und die können sich nur wenige

00:25:55: leisten.".

00:25:57: Ja, das sind wir jetzt wieder bei der Dystopie der Literatur Philipp K. Dick oder auch Filme.

00:26:02: weil was mir so aufgefallen ist wenn du es so beschreibst, wenn ich jetzt die Originalgeschichten von Blade Runner lese also Präumantorien von elektrischen Schafen

00:26:10: etc.,

00:26:12: dass natürlich diese Geschichten immer eine Warnung enthalten.

00:26:15: Aber ich habe immer das Gefühl, dass Leute wie Bassos und Mask das hören – nicht gerade die unbedingt aber exemplarisch – und dann sagen so ein Transponderer, dass ich mich über den Kontinent biebern kann.

00:26:29: Und diese Gefahr, die eigentlich das Ding beschreibt, diese Geschichte beschreibt total ausblenden, sondern einfach zu sagen, ah, diese Möglichkeit ist toll!

00:26:38: Die Möglichkeit der totalen Überwachung.

00:26:41: Ja, es gibt das ganz viele Beispiele wo Fiktion die Realität vorweggenommen hat.

00:26:48: Aber wenn man eben darüber reden möchte was ist dann eigentlich erstrebenswert?

00:26:54: würde ich hier so ein Buch empfehlen wie The Ministry for the Future also wo eben nicht die Realitet ausgeblendet wird dass wir in einer unfassbaren Krise uns befinden.

00:27:05: Die Wahrscheinlichkeit dass in wenigen Jahren keine Menschen mehr auf der Erde sein werden sehr hoch Und man sollte das nicht ausblenden und sagen, ist alles gut oder überhaupt nicht.

00:27:13: Aber immer wieder schauen welche Ableitung ins Positive können wir dann eben da auch machen.

00:27:18: Und deswegen ist die Fiktion eben so wichtig.

00:27:21: natürlich kann sich Bezos irgendwie ein Quatsch davon abschneiden Das kann man nicht verhindern.

00:27:25: aber bei mir geht sowas anderes nicht um die sozusagen die superreichen mit irgendwelchen Ideen zu versorgen wie sie möglichst schnell aus dem Staub machen können sondern eher zu gucken Wie kriegen wir eine gesellschaftliche Entwicklung in der Debatte darüber wo wir eigentlich hin wollen?

00:27:39: deine Filme machst oder den Serien entwickelst, etc.

00:27:42: Versuchst du da auch immer wirklich jedes Mal drauf zu achten?

00:27:45: Oder das ist wahrscheinlich gar nicht möglich?

00:27:46: Ja also es geht... Wir machen ja viele Workshops mit diesen Planet Narratives-Ding bei Fernsehsendern beim Filmvateren aber auch noch Workshopts mit unseren Kolleginnen und Kollegen Und da ist am Anfang immer etwas Reservierte Haltung da nach dem man jetzt wollte uns wieder erzählen was wir alles machen müssen und gab der wahrscheinlich noch eine Checkliste.

00:28:03: Und das ist überhaupt nicht unser Ansatz, sondern wir wollen eigentlich die Kreativität von unseren Kolleginnen Kollegen entfesseln darüber nachzudenken etwas zu erfinden.

00:28:13: Das muss nicht immer gleich sein im Gegenteil dass diese eine Film erzählt er alles im Abdeck, sondern es kann einfach auch manchmal eine Kleinigkeit sein wo die Realität schon viel weiter ist als die Wahrnehmung des Statusquo den wir oft haben.

00:28:27: Der Status Quo muss sich für nichts rechtfertigen.

00:28:29: aber ich mache mal ein Beispiel aus dem Film den ich letztes Jahr fürs ZDF gedreht habe hier gleich um die Ecke bei vor Mr.

00:28:34: Kebap am neuen Pferdemarkt.

00:28:36: das ist ne Fahrradstraße.

00:28:37: da gibt's ne Szene Schauspieler.

00:28:40: die Figur kommt mitm Fahrrad an und schließt das Fahrrad ab und geht in den Mr.Kebabladen rein.

00:28:46: Und dann kommt man ja in der Postproduktion ins Tonstudio und dann, man nimmt den Ton immer sehr trocken auf.

00:28:52: Dann kommen die ganzen Atmosphären dazu.

00:28:55: Der Sounddesigner hatte als Default von Start Autogeräusche darunter gelegt.

00:29:00: Das heißt du hast die ganzen Autos gehört?

00:29:03: Im Bild war aber kein einziges Auto zu sehen weil es war gerne Fahrradstraße.

00:29:06: Ja!

00:29:06: Da war das klar.

00:29:08: mit der filmischen Erzählung können wir eben auch abbilden was es schon gibt an Dingen die sich positiv entwickelt haben nämlich dass man da Heim im Fahrrad rumfahren kann, auch als fünfjähriges Kind.

00:29:18: Und es

00:29:20: spielt in Hamburg und vor allen Dingen auch in der Gegenwart nicht.

00:29:22: Das ist nicht irgendwo an einer europäischen Stadt in dreißig Jahren.

00:29:26: Einfach da zu gucken wie die Realität ist oder wenn man ein Weihnachtsfilm macht das man nicht nach Norwegen fährt nur um diese super weiße Situationen zu haben, die es hier eigentlich fast nie gibt.

00:29:37: solche Dinge einfach... Mitzudenken in der Filmarbeit, das finden wir schon erstmal wichtig und normal auch.

00:29:43: Weil wir da Meinung sind des Klima ist eben nicht der Elefant im Raum.

00:29:47: Das Klimas der Raum.

00:29:49: Alles was wir erzählen hat damit zu tun wenn der Kommissar mit dem Auto durch die Stadt fährt.

00:29:54: es ist ein fossiles Narrativ Punkt.

00:29:56: Und dann kann ich sagen ja ich mache... Ich will mich jetzt nicht so einmischen in die Welt oder ich bin ja einfach nur eine Filmemacherin.

00:30:04: Das ist einfach nicht wahr, weil man kann eine Geschichte nicht erzählen.

00:30:08: Wenn ich sie so erzähle, ist es klar... Ich erzähle diese Geschichte zu wie sie ist.

00:30:11: jetzt in diesem Moment fährt der Kommissar mit dem Auto zum Einsatzort.

00:30:17: Also ist das für mich eben auch genauso eine bewusste Entscheidung wie sich vielleicht mal was anderes zu überlegen?

00:30:22: Ja, war nicht David Strieso der erste Fahrradfahrer der Tag-Kommissare ins Auto?

00:30:26: Genau!

00:30:26: David ist damals im Saarland mit einem Fahrrad rumgefahren, Axel Prahl fährt gelegentlich durch Münster mit dem Fahrrad.

00:30:32: Einfach dann nicht darüber reden und nicht gleich ein großes Ding draus machen, sondern sagen das ist ein Teil der Normalität um uns herum.

00:30:39: Wir fahren alle in den größeren Städten mit öffentlichen Verkehrsmitteln rum weil es viel zu anstrengend ist.

00:30:43: im Auto wird in Filmen, finde ich viel zu wenig abgebildet.

00:30:48: Das stimmt!

00:30:48: Ein schönes Beispiel für ein Hamburg-Film war Soul Kitchen von Fatih Arkin.

00:30:53: Weil das sehr... Also die sitzen sehr oft an der Bushaltestelle stehen sie oder fahren in der S-Bahn zwischen Holstenstraße und Altenau.

00:30:59: Genau ganz normal?

00:31:00: Ja

00:31:01: genau ganz normal und das ist natürlich auch wunderbar weil über so einem Bustekuss liegt dann auch nur die beiden Sitze so ja großartig.

00:31:09: Ich würde gerne wenn es okay ist den zweiten Film mal mit rein nehmen.

00:31:13: man weil ich jetzt sehr gespannt bin Was du da jetzt so zu sagst, weil ich hab das ja einfach mal so knallhart reingeworfen.

00:31:20: Und zwar hören wir gerne ... Genau!

00:31:44: Louis Mal.

00:31:45: Lars Rudolf hat er letztes Mal auch ein Louis-Mal-Film mitgebracht und mich fahrstuhlt zum Schafort.

00:31:50: Dann hat mein Film Paris Blues von ihm so... böse Schläge bekommen, dass ich mir gedacht habe jetzt dieses Magie auf Nummern sichert nämlich auch.

00:31:59: Nein!

00:31:59: Ich finde das ein Film ganz großartig.

00:32:01: der bedeutet mir viel aus verschiedenen Gründen.

00:32:04: aber mich würde es sehr interessieren weil du gleich gesagt hast ja den habe ich gerade erst frisch auch wieder unabhängig davon was wir gesagt haben das wird drüber sprechen gesehen und Passt der für dich jetzt ein bisschen zu dem Thema rein?

00:32:17: Ja, ich finde das interessant.

00:32:19: Also filmisch ist es natürlich eine große Herausforderung den Film zu sehen weil zwei Leute sitzen und reden.

00:32:26: Es ist eigentlich wie ein Podcast gefilmter Podcast aber manchmal gedacht so was würde man heute wahrscheinlich als Podcast produzieren?

00:32:32: Das stimmt ja, immer zehn Minuten Häppchen

00:32:36: Genau.

00:32:36: und kann man mal ausmachen ob der nächste Gedanke Und ich muss sagen Ich musste mich echt richtig motivieren da dran zu bleiben Ja, die Atmenweile.

00:32:44: Die Seegewohnheiten, die ich selber mir angewöhnt habe, erfordern natürlich irgendwie mehr Aufmerksamkeit und mehr Bildrate... Das hat sich extrem

00:32:51: verändert ja!

00:32:53: Damals war der schon anstrengend oder?

00:32:55: Der ist auch

00:32:56: anstreggend, musste auch die ganzen Gedankengänge da folgen.

00:32:59: aber was ich toll fand als ich mich dann doch fest gesessen hatte daran diese diese Türen die da aufmacht also das Weltbild so verändert dass man die ganze Zeit denkt Realität ist auch etwas, was man sich ausdenken kann.

00:33:14: Also Realität muss nicht immer nur die Perspektive sein, die ich jetzt gerade habe und der Film macht so viele verschiedene Perspektiven aus.

00:33:21: Das fand ich total schön, wenn man sich darauf einlässt, macht das was mit deinem Namen deswegen...

00:33:26: Ein Film wie der Meditation Fast würde ich sagen?

00:33:28: Ja,

00:33:29: total!

00:33:29: Meditator über das Leben, über sich selbst.

00:33:31: und wer will ich eigentlich sein, was kann ich überhaupt noch aus meinem Leben machen?

00:33:36: Am Ende leben wir ja hier in einer extrem privilegierten Form.

00:33:40: Wir wohnen in Hamburg, eine sehr schöne Stadt der zweitgrößte Stadt und drittgrößt ne Volkswirtschaft der Welt.

00:33:45: also wenn wir uns noch beklagen würden dann haben wir echt ein großes Problem und deswegen sollten wir lieber diese Kraft so habe ich den Film verstanden eben zu gucken.

00:33:54: es gibt auch noch andere alternative Szenarien von Leben als einfach sich hier so in seinen angeblichen Schicksal zu fühlen.

00:34:01: Also der Filmtitel ist eigentlich schon die Handlung.

00:34:05: Theaterautor und Schaunspieler, der auch wirklich von dem wahren Schauspielern und Theaterautoren Wolles Jean gespielt wird trifft André Grégory einen Theater-Regisseur.

00:34:14: Der auch wirklich Theaterregisseur war.

00:34:16: Und der ganze Film ist eigentlich nur ein Gespräch zwischen den beiden weil André Gregories Figur oder ist er selbst über seine Lebenskrisen erzählt und wieder rausgefunden hat und das Leben und die Welt wie soll ich sagen, eigentlich mit größeren positiven Augen plötzlich betrachtet durch seine Erlebnisse.

00:34:36: Ja also er wird eigentlich eingeführt als loser, als jemand der richtig arbeitet und dann Karriere irgendwie weggeschmissen hat.

00:34:44: und in dem Gespräch wird eigentlich sehr deutlich klar dass dieser Gedanke von Karrieremachen müssen bestimmte Zwängen zu unterliegen, bestimmte Dinge zu erfüllen in einem Lebensentwurf weil die vollkommen egal sind.

00:34:55: Es geht um viele andere Dinge und erzählt ja sehr viel von der Gemeinschaft, von Menschen die er trifft.

00:34:59: Und die auch seinen Blick aufs Leben verändern und ihn bereichern.

00:35:03: Mit denen man zum Beispiel manchmal gar nicht die sehr besprache spricht und ist davon so erleuchtet.

00:35:07: Das trifft sich dann ja auch wieder mit vielen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

00:35:11: Die langläufzendste Studie der Welt – das war eine Harvard-University, da geht es darum was ist wichtig für ein langes gesundes Leben?

00:35:19: Und da würde man ja immer denken, gute gesundheitliche Versorgung.

00:35:23: Gesundes Essen!

00:35:24: Viel Sport oder so... Aber das ist nicht der Punkt.

00:35:26: Das was wirklich zu einem langen gesunden Leben führt sind soziale Gemeinschaft und soziale Kontakte Freundinnen und Freunde.

00:35:32: Und das habe ich auch in dem Film immer wieder gelesen.

00:35:35: gegen die Vereinzelung

00:35:37: Ja, das finde ich ganz wunderbar.

00:35:39: In diesem Film gibt es einen Teil.

00:35:41: Ich hab jetzt vergessen diese Gemeinsicht geht's wirklich irgendwo in Irland?

00:35:44: Oder gab es zumindest zurzeit als das Drehbuch geschrieben wurde wo in dieser Gemeinschaft allen Dingen auch Namen gibt.

00:35:53: Weil sie sagen, wenn es den Dingern auch Namen geben behandle ich sie mit viel größeren Respekt.

00:35:59: Deswegen hat der Kühlschrank auch in unserer Gemeinsschaft einen Namen weil man dann diesen Kühl schrank auch ganz anders behandelt und auch sozusagen das was er einem gibt dass er die Sachen kühlt umso dass du ihm eine größere Wichtigkeit gibst.

00:36:12: und das klingt jetzt wahnsinnig wahrscheinlich esoterisch so Aber der Film hat auch was exoterisch, weil ich finde mir ging es auch so beim Gucken.

00:36:19: Dass man sagt boah jetzt muss ich mich drauf einlassen und das ist wirklich nur und es ist nur Schnitt gegen Schnitt und wirklich nur die zwei wie sie... Man sieht ja auch komplett sie ihr Essen essen ist ein Restaurant in Echtzeit eigentlich!

00:36:32: Aber es ist dann, finde ich, wie an die Meditation diesen Film zu sehen.

00:36:36: Ja und wie gesagt?

00:36:37: Ich habe mich dann abends irgendwie den Film geguckt, wie ich einen Podcast hören würde... ...und dann war das ein Modus, den ich

00:36:41: irgendwie... Also du hast da neben gekocht oder

00:36:43: was?!

00:36:43: Nein,

00:36:43: ich hab nicht neben gekrocht!

00:36:45: Ich koche nicht immer nur meinen Podcast, sondern ich...

00:36:47: Was machst du, wenn du einen Podcast hörst?

00:36:48: Meistens laufen.

00:36:50: Ah!

00:36:51: Du bist auf dem Laufband?

00:36:52: Nein, da hab' ich tatsächlich auch im Sofa gesessen, aber ich hab' versucht in diesem Modus zu

00:36:55: bringen.

00:36:58: Und weil das Verrückte ist, wenn ich da war, ziehe ich mal kurz meine persönliche Geschichte

00:37:02: zu.

00:37:02: Wie bist du draufgekommen?

00:37:05: Also, und zwar bin ich ja ein Theater-Regisseur eigentlich.

00:37:10: Und also... Ich mach vor allem Theater!

00:37:12: Ich mache das hier nur nebenher schönerweise.

00:37:16: Als ich ein ganz junger Regisseur war, war auch so am Scheideweg, werde ich es schaffen oder nicht machen.

00:37:20: Und wie geht's weiter für

00:37:21: mich?!

00:37:23: Dann haben die im Hamburger Schauspielhaus, da hab' ich gerade als Assistent aufgehört, habe so eins, zwei Sachen gemacht selber als Regisseur, aber wie gesagt ich war so ein bisschen am Scheideweg.

00:37:32: Dann habe ich diesen Text in die Hand bekommen und mein Essen mit ondre und hab das als Theaterstück gemacht mit zwei Schauspielern Und mich hat das total so bestärkt weiterzugehen.

00:37:43: also auch für mich ist es eine Geschichte des Gelingen weil ich wahnsinnig in diesem Text eingetaucht bin in dieses Stück und Es gibt am Anfang dieses Textes das scheint dem Film nicht auf Aber es sind Zitat von André Grégory der hat mich geschrieben dieser Text ist für alle Menschen, für die die Verbindung zwischen zwei Punkten keine gerade Linie ist.

00:38:05: Und das fand ich unglaublich schön und das musste ich halt vorstellen.

00:38:09: Ich meine man macht ja sonst natürlich Theaterproduktion mit mindestens acht Leuten und ich weiß nicht Drehbühne oder was es ist ich und so... und das mache ich natürlich wahnsinnig gerne!

00:38:19: Das war aber so toll das zu machen weil es auch eben war wie diesen Film sehen.

00:38:23: Es war sehr meditativ diese Arbeit zu machen irgendwie auch eine Herausforderung zu machen, weil ich damals wirklich noch ganz, ganz junger Regisseur war und das hast du ja auch erzählt.

00:38:32: was heißt also sozusagen Menschenführungen, Menschen zusammenzubringen.

00:38:37: Aber dadurch dass dieser Inhalt so stark war, dass es so viele Gedanken drin waren... Und was so verrückt war, das war nun so ne kleine Spielstelle im Hotel Reichshof.

00:38:45: in der Hotelbar haben wir das gestartet.

00:38:48: Die Leute saßen drum rum Und plötzlich tauchten da und es ist beim Ruhwald Verlag, Reinbeek verlegt.

00:38:54: Daher kamen die Leute vom Verlag immer welcher, weil sie sich im Verlag das immer weiter erzählen.

00:38:58: Ach du musst dir Essen mit an Dreh angucken!

00:39:00: Jetzt kann man Leute, die Fans von dem Film waren, aus anderen Städten angereist... ...und dann haben wir gesagt ach toll dass man mit so einer kleinen Geschichte irgendwas bewegen kann.

00:39:09: Das erste war eines Tages spricht uns, also ich war dann immer wieder da nach der Vorschläge.

00:39:17: Dann sprich die beiden Schauspieler und mich Eine ältere Amerikanerin an und sagt, sie ist die nicht von Wallace Shorn.

00:39:25: Ach, wie schön!

00:39:26: Und dann saßen wir da und haben getrunken... ...und dann hat er erzählt, dass sich noch genau in diese Sommerferien erinnern kann,... ...dass die der Aussage von New York waren und die Kinder im Garten haben gespielt.... ...und es wurde ihnen aber gesagt, das soll nicht leise sein weil Wally und Andrew... drin am Sitzen im Haus und dieses Drehbuch für diesen wahnsinnig wichtigen Film schreiben.

00:39:47: Das war mein Essen mit André.

00:39:48: Wie

00:39:49: schön, das ist wirklich toll!

00:39:50: So... Und da dachte ich mir halt der Film über's Gelingen.

00:39:54: weil eben einerseits ich mir so denke wow jetzt gucke ich irgendwie zurück und ich arbeite als Regisseur und es macht mir total Spaß und ich kann mich sozusagen noch leisten daneben und sagen tolle Leute wie dich einzuladen und eben über Filme und das Leben zu sprechen.

00:40:09: Und deswegen dachte ich mich so, ich muss mit dir sozusagen zurückreisen zu diesem Erlebnis.

00:40:15: und es war für mich auch so irre.

00:40:17: Weil in diesen Filmen einfach so tolle Sätze auch vorkommen die ich ganz unbewusst irgendwie abgespeichert habe.

00:40:24: Nämlich zum Beispiel ist das so dass André Grégory gleich am Anfang dieses Gesprächs Aber das Schauen hat es gehört, dass irgendjemand ihn gesehen hat.

00:40:36: Dass er in einer Seitenstraße Heulen stand und diese Person den angesprochen hat.

00:40:42: Und der hat gesagt ich war gerade im Herbst zur Nahte von Ingurg Bergmann.

00:40:46: Man musste so weinern.

00:40:49: Weil Ingrid Bergmann den Satz sagt Ich konnte immer in meiner Kunst leben aber nie in einem Leben Schrecklich.

00:40:59: Ja, schrecklich!

00:41:00: Aber ich finde das ist halt in unserem Beruf oder in unserer Branche... Ich mach jetzt... Das ist so eine große Hake, weil ich hau jetzt einfach Fernsehen, Streaming, Kino, Musik, Theater, Film, haue ich jetzt alles an einen Topf.

00:41:13: also wir sind Leute die ja irgendwie in der Gemeinschaft was erschaffen.

00:41:17: und das ist aber auch so gefährlich find' ich und darum geht's finde ich auch in diesem Film dass es so gefährlich ist, dass du halt wirklich abtriften kannst.

00:41:25: Dass du eigentlich nur noch Kunst der Kunstwillen machst und nicht das was du beschreibst und sich total wichtig finde, dass man sagt ich mache einen Film wo's einfach darum geht, dass ich nach einem des Films sage ja er las jetzt nicht recht.

00:41:37: ich ruf mal wieder meinen Nachbarn an

00:41:40: Ja und nicht immer nur sagen ich mach den film nur weil es eine geile Geschichte ist.

00:41:44: und ich glaube wir müssen uns immer fragen warum?

00:41:46: einsehen will diese geschichte jetzt irgendwie.

00:41:48: aber das kann man nicht abkoppeln.

00:41:50: also das ist auch Ein Lernprozess gewesen für mich.

00:41:53: Manchmal wünsche ich mir auch, dass es wieder zurückzulangen.

00:41:56: Ich mache jetzt einfach nur einen Film weil es eine geile Geschichte ist und ich habe da auch viele Fehler gemacht.

00:42:00: Sie haben zum Beispiel mal ein Polizeiruf gemacht.

00:42:03: Da geht es um so Kinder die viele Probleme haben, die gefährlich sind und die dann von ihren Eltern weggenommen werden.

00:42:11: Und dann ging's mir darum auf einen Sachverhalt hinzuweisen das Kinder oft für Familien ins Ausland verschickt werden, die dafür wenig Geld bekommen.

00:42:20: Das Geld vom Jugendamt aber bei den Trägern bleibt in Deutschland.

00:42:24: Also ich wollte auch so ein Fanal machen und sagen, guck mal wie schlimm das ist die Kinder werden da.

00:42:28: Und der Film ist wirklich ganz traurig und auch auch wirklich beruhigend.

00:42:31: Aber im Nachhinein weiß ich es viel einfacher solche Filme zu drehen als eben danach einen Film zu machen, der mit diesem Problem einen Ansatz gibt, damit man sich darum kümmern kann.

00:42:41: Ich war damals immer noch nicht lange her vielleicht vor sechs, sieben Jahren.

00:42:46: Ich zeige, wie schlimm die Welt ist und dann wird sich die Welt schon ändern.

00:42:49: Und das ist glaube ich ein Fehler den viele Künstlerinnen und Künstlern machen auch Journalisten zu sagen dass das reichen würde einfach nur den Finger in die Wunde zu legen.

00:42:58: und ich bin so der Kritiker und wir müssen da mehr liefern als einfach nur zu kritisieren das zu billig ja.

00:43:04: und dann noch am Politiker einen hacken die das alles nicht hinkriegen.

00:43:07: lass es einfach eine wahnsinnig bonnierte Haltung.

00:43:10: Ja das ist wahrscheinlich auch das direkt radikalen Parteien auch mehr Zulauf kriegen, weil es natürlich wenn du sagst, wenn jetzt keine Vision gibt, keine Perspektive.

00:43:20: Ja wer wollen wir sein?

00:43:22: Wir reden ja immer über Demokratie-Schutz und das alles.

00:43:25: aber was ist denn die Story von der Demokratie?

00:43:28: Warum ist das nicht so toll?

00:43:30: Können wir das alle erzählen?

00:43:31: Gibt es das Theaterstück, den Film, dieses Musikstück dass die Demokratie nicht nur als etwas beschützenswertes darstellt sondern proaktiv definiert, was ist das eigentlich?

00:43:41: Das Gute daran.

00:43:42: Oder wie können wir sogar auch die Demokratie wieder aktualisieren?

00:43:46: Also reicht es für alle vier Jahre zu wählen oder brauchen wir eigentlich andere Sachen der Partizipationen wo Leute mitmachen können an den Willensbildungsprozess?

00:43:54: und das haben wir total verlernt weil man dann natürlich dem Populismus die Möglichkeit gibt alles schlecht zu machen alles zu vereinfachen weil wir gar nicht positiv definieren können was an unserem Leben in diesem Land überhaupt das Tolle ist weil vieles einfach so selbstverständlich geworden?

00:44:09: Ja, das kann man auf jeden Fall sagen.

00:44:13: Weil wir ja auch gerade über unsere Film-Sammlungen gesprochen haben... Ich meine ich weiß als Kind in meiner Güte wie lange hat man auf ein neues Mickey Mouse Heft gespart?

00:44:21: Und wenn man sich gefreut und ich weiß nicht wie oft ich mein erstes Mickey Maus Heft gelesen habe, weil es so...

00:44:26: Ja alles ist dadig.

00:44:27: Du kannst im Runde mit für drei neun neunzig alle Filme der Welt gucken und hast sie in zwei Minuten

00:44:32: Genau, und dadurch sind sie dann in dem Moment ja auch nicht mehr so viel wert.

00:44:36: Wenn Sie berühren, dann schon!

00:44:37: Aber das ist jetzt... Ich will auch nichts von der dummen Modernismus-Kritik machen.

00:44:42: Das finde ich auch langweilig.

00:44:44: Es gibt auch viele positive Dinge, dass man die gesamte Musiker wählt.

00:44:47: Deswegen bist

00:44:47: du ja jetzt auch hier Lars um zu sein uns das positivere herein zu kloppen.

00:44:53: Nein!

00:44:55: Ich versuche, den Gedankengang natürlich mitzugehen.

00:44:58: Ganz interessant ist das Demokratie und was es möglich ist.

00:45:02: Was ich ganz interessant finde im alten Griechenland in der Demokratie war sehr vollender Maßen dass du nur einmal gewählt werden konntest und du wurdest perlos bestimmt.

00:45:12: Ja Scherbengericht super alles!

00:45:13: Genau

00:45:14: so was ja auch eine interessante

00:45:16: Form ist.

00:45:17: Da gibt's ja auch viele aktuelle Sachen wie Bürgerräte zum Beispiel.

00:45:20: In Irland ist das modernste Abtreibungsgesetz der Welt verabschiedet worden über einen Bürgerrat.

00:45:26: Also das ist eben keine zufällige, also die Leute werden zufältig ausgelost aber es ist eben nicht eine direkte Demokratie.

00:45:32: die Menschen im Bürgerrad werden dann in verschiedenen Workshops mit Fachleuten diskutieren und sie sprechen tatsächlich miteinander.

00:45:39: Es ist eben nicht nur aufeinander eindreschen, und solche Dinge meine ich also so darüber mal zu erzählen einen mitreißenden Film über ein Bürgerrat oder wo überhaupt ein Bürgerrad irgendwie nebenbei mitspielt!

00:45:49: Also all diese Dinge darüber müssen wir uns jetzt wirklich auf den Hosenboden setzen und ich kann alle Kolleginnen und Kollegen dazu aufrufen herzlich bitten gemeinsam damit drüber zu nachzudenken und zu fantasieren Was eigentlich unsere positive Story ist?

00:46:05: Weil sonst definieren die anderen.

00:46:09: Ja, also jetzt würde ich fast ganz einfach sagen total richtig aber nicht angemessen.

00:46:16: Aber weil du das so sagst mir fällt ein Filmklassiker ein der eigentlich ein Fernsehspiel ist und auch auf der Bühne gemacht wurde Der finde ich zumindest im Ansatz Und zwar die zwölf geschworenen weiß doch darum geht Zwölf leutes in einem Raum.

00:46:31: Es geht darum, ob der Junge... Also ein Junge ist sozusagen angeklagt mit einem Mordbegangen zu haben.

00:46:37: Mit einer Messer und alle elf ... also von den zwölf Elfläute sagen ja er war es Und teilweise sagen sie auch nur, dass wir schnell nach Hause wollen und der Zwölfte sagt Nämlich die Geschwauer unter Nummer acht.

00:46:49: Nein das ich glaube nicht.

00:46:51: Lass es uns noch mal durchgehen!

00:46:52: Und er schafft wirklich und er redet sich nicht sondern überzeugt sie wirklich in der Handlungsverlauf von ein dreiviertel Stunden dass man zumindest betracht ziehen muss, als die Jungen jetzt nicht war.

00:47:04: Und die sprechen ihnen dann frei den Jungen weil sie sagen es gibt zu viele Zweifel dran ist und das ist auch nicht am Schluss geklärt, war erst, war er's nicht.

00:47:11: aber es ist höchstwahrscheinlich, dass es nicht weiter reicht nicht aus und das finde ich ist zum Beispiel etwas was mir jetzt spontan einfällt als als Debattenbeitrag.

00:47:20: Und zwar für den Angeklagten.

00:47:21: also warum ist das so?

00:47:23: Das sind ja oft so Kernsätze die uns normal erscheinen aber wir so eine Geschichte erzählen können, wie du sie eben gerade es gezielt

00:47:31: hast.

00:47:31: Ja und jetzt, das heißt natürlich nicht aus deiner Schublade erzählen aber kannst du antworten bist du grade dran arbeitest du gerade an solchen Geschichten?

00:47:42: Wir haben ja letztes Jahr den Film Micha denn groß gemacht auch ein Film der eigentlich fürs Fernsehen gedacht war mit Charlie Hübner und dann Jan Georg Schütte.

00:47:49: mit dem habe ich das zusammen inszeniert.

00:47:51: Und da ist eine Dorfgemeinschaft in Sachsen-Anhalt und das ist wie ein Gesellschaftsspiel ein Stück weit.

00:47:56: Die Figuren sind alle Archetypen der Zivilgesellschaft nachempfunden, so der Ökoschäfer, der durchgeknallte Verschwörungstheoretiker die linke Masurin, der neoliberale Typ, der eigentlich Game Designer ist und auf dem Land sozusagen dort aufbauen möchte – das ist dann Schali!

00:48:13: Und die hacken sich alle, jeder bekommt da seinen Fett weg.

00:48:16: Auch der Ökoschäfer, also alle dürfen sich in diesem Film lächerlich machen und aufeinander losgehen.

00:48:22: In ihrem Betstreben die Realität zu leugnen dass das Wasser weg ist.

00:48:25: Wir sehen das ja jetzt gerade hier an Hamburg auch wir haben heute glaube ich den vierten April seit zwei Monaten nicht geregnet.

00:48:30: Waldbrandgefahr, die Oberflächengewässer sind alle es ist alles Knochen trocken.

00:48:35: man kann jetzt kein Bauer kann irgend etwas aussehen in einer existenziellen Krise und denkt noch ein schönes Wetter.

00:48:41: Und so ist es im Film auch, und alle versuchen individuell die Realität wegzuhalten indem sie mit dem Finger auf andere zeigen sowie wir das Gesamtgesellschaftliche auch sehen.

00:48:49: also ich habe Existenzängste ja wahrscheinlich sind dann die Ausländer schuld.

00:48:53: Darf

00:48:53: ich nur ganz kurz einfach erzählen kann ich weiter?

00:48:55: Nur falls ihr denkt dass Lars Jesen jetzt total besoffen wieder angekommen ist Es ist der vierte April wo wir's aufzeigen und werden erst bis hin später ausdenken.

00:49:03: Also nur das Bescheid, nicht dass du jetzt böse gerüchtet

00:49:06: bist.

00:49:06: Seitdem hat sich er zu hoffentlich gerechnet.

00:49:09: Der Punkt ist, dass am Ende des Films anerkannt werden wird von allen Figuren okay.

00:49:16: So geht's nicht!

00:49:17: Mit Köppe einhauen wäre mir das Problem, was hier offensichtlich nahezu nicht lösen.

00:49:21: und dann stellt die Figur von Charlie Hübner am Ende eine Kiste Bier auf den Tisch und macht sie auf und wir bekommen das Gefühl, dass die Leute jetzt einfach sagen ok das machen wir jetzt mit der Situation hochgebrokert gewesen, aber es ist eben auch nicht sagen jetzt weiß ich wie's geht.

00:49:39: Sondern lass uns einfach ehrlich in die Augen gucken und schauen was machen wir denn jetzt aus der Suche?

00:49:43: Das haben wir letztes Jahr im Kino gehabt und das kann man jetzt immer noch an eine ARD-Mediathek angucken.

00:49:47: Sehr gut da gehen wir alle rauf!

00:49:48: Und was ich so toll finde ist weil sonst gibt sie ja bei so großen Filmern gibt sich dann so ne Kinotour dass man bei irgendwelchen Sinneblechsten ist... Super ist.

00:49:56: Aber wenn ich das richtig gesehen habe, ihr seid auch so richtig in kleine Bürgersäle gegangen und habt ihr diesen Film gezeigt?

00:50:02: Du und Jank Georg Schütte...

00:50:04: Ja wir sind überall rumgefahren.

00:50:07: Wir haben das immer begleitet mit Panel-Diskussionen, mit Leuten von vor Ort und wir waren vielen in Westdeutschland, Süddeutscherne aber vor allen Dingen natürlich in Ostdeutschen in den zwei Wochen vor den Landtagswahlen Ja, aus dem letzten Sommer.

00:50:21: Und wir waren in Gegenden, wo ich vorher noch nie war an der Lausitz oder im Erzgebirge und natürlich sind da verheerende... Wahlergebnisse.

00:50:30: Aber trotzdem ist es nicht so, dass da ein hundert Prozent der Bevölkerung in Gestapo-Uniform rumläuft.

00:50:34: Überall gibt es tolle Leute die die Fahne des Rechtsstaats hochhalten und die tolle Sachen machen.

00:50:41: Und das war für uns alle ein total schönes Erlebnis mit dem gemeinsamen Demokratieort Kino zu sein einen Film zu gucken danach zu streiten zu diskutieren und uns auch ein Stück weit gegenseitig zu unterstützen und festzuhalten in diesem Kampf gegen den Faschismus.

00:50:56: Und davon träumt man ja.

00:50:57: also das ist ja beim Theater genauso wie was du vom Kino beschreibst, wenn man im gemeinsamen Saal ist und etwas ringt.

00:51:04: Und hast Du eigentlich das Gefühl gehabt dass auch Leute... kamen die so, ja das gucke ich mir jetzt mal an.

00:51:10: Ja die kommen dann schon wegen der berühmten Schauspieler und wollen den Hypnomein echt sehen und es ist natürlich auch wichtig dass sie Schauspieler vor Ort sind.

00:51:17: aber was gibt es denn schöneres?

00:51:19: Warum machen wir das dann?

00:51:20: Absolut!

00:51:20: Aber dass man merkt, das verfängt da noch bei den Leuten und das ist jemand kommt kritisch rein und nicht dass man sagt zu dir geht raus und sagt dich will nur noch die Grünen, aber dass der rausgeht und sagt ja doch ah jetzt verstehe ich sowas die meinen oder so.

00:51:31: Das

00:51:31: haben wir oft gehabt

00:51:33: weil

00:51:33: wir auf viele Expertinnen dabei hatten schlaue, fundierte Sachen sagen konnten und nicht nur so Filmdolis wie wir.

00:51:40: Wir haben uns schon auch ein bisschen bewaffnet mit Wissen und Kompetenz.

00:51:44: Das waren immer interessante Diskussionen und es war jede Vorstellung aber auch anders.

00:51:47: also manchmal war das sehr zurückhaltend.

00:51:49: dann haben die Menschen direkt untereinander sofort angefangen zu diskutieren.

00:51:52: Manchmal wurde einfach der Film nur gefeiert.

00:51:54: Also manchmal waren die Leute verunsichert frustriert durch den Film und manchmal waren sie motiviert.

00:51:59: Das war je nachdem wo wir waren in Deutschland manchmal nur einen Kino weiter anders.

00:52:07: Ja toll.

00:52:08: Und ich denke jetzt gar so ein bisschen, wenn ich jetzt sozusagen die ganzen Themen dir beschäftige in deinem Werk... Wenn ich dann über Detlefbuk jetzt auch wieder bei meinem Essen mit André lande.

00:52:19: also was all sozusagen diese Geschichten ja eint, weil man das jetzt so will ist dass wir einfach einen Bewusstsein für unser Leben und für unsere Umwelt haben müssen.

00:52:30: Also es klingt jetzt so Das Wort zum Sonntag, aber weil das ist halt finde ich so was bei Deadlift Book.

00:52:35: Man kann ja auch sagen also es ein charmanter witziger Film Aber all diese Filme feiern ja irgendwie das Leben oder etwas heißt die feiern das Leben?

00:52:45: Aber sie rufen auf in der Hutsamkeit für unsere Mitmenschen und für unser Umwelt.

00:52:50: Ja, ich finde wenn wir das schaffen da eine größere Sensibilisierung hinzubekommen man hat vielleicht noch kleine Chance das Ding nach zu drehen

00:53:02: Bist du, aber jetzt würde ich dich gerne zum Abschluss noch fragen.

00:53:06: Bist Du ein Optimist oder ein Pessimist?

00:53:07: Ich bin absoluter Optimist und ich finde auch es ist eine Frechheit wenn man in der Situation in der wir in diesem Land sind und ich persönlich als erfolgreicher weißer Amane die Arbeit machen zu dürfen die ich mache die unfassbare Privileg in diesem land zu leben dieser schönen Stadt zu leben.

00:53:26: Wenn ich jetzt auch noch pessimistisch wäre Was sollen denn Leute an der Elfenbeinküste denken?

00:53:31: Oder meinetwegen auch in Mümmemannsberg.

00:53:33: Die Bonniertheit von Leuten aus unserem Wohlstands-Niveaubereich zu sagen, mir geht es ganz schlecht nicht.

00:53:40: Das wird sowieso alles scheiße!

00:53:41: Das ist eine Frechheit.

00:53:44: wenn man diese Haltung hat finde ich.

00:53:47: Es sei dann man hat psychischen ... Krankheitssymptome, das meine ich natürlich nicht.

00:53:51: Aber dieses permanente Gemäckere auf dem hohen Niveau in dem wir hier liegen wie schlimm alles ist... Natürlich wird es weniger!

00:54:01: Wir werden vor allem bezogen auf unseren Geschäft mit weniger Geld bessere Filme machen müssen.

00:54:06: Ja natürlich so ist es aber auch in anderen Wirtschaftsbereichen.

00:54:09: Wir müssen uns eben auch veranderte Situationen einstellen und das Beste draus machen.

00:54:15: Super vielen Dank Lars dass du hier warst

00:54:19: Ein Zuschauer.

00:54:20: Ja, Lars hat nämlich Silas Beister mitgebracht.

00:54:25: Mein Freund Pete Fuchs aus Köln ist hier und hat mich hergebracht und

00:54:28: fit

00:54:28: gemacht für die Sendung.

00:54:29: Und wenn ich es richtig verstehe, hat Pete Fuchs mehr Screentime in Fraktus als Lars Rudolf.

00:54:35: Kann das sein?

00:54:39: Vini Figur, Vini.

00:54:55: Also alle bitte noch mal reingucken in die DVD von Fraktus?

00:54:58: Ja,

00:54:58: ich muss jetzt eh, Leute, ich müsste jetzt eh in alle Lars-Jessenfilme nochmal reing gucken.

00:55:02: Mein Essen mit André genau so, falls ihr den noch sehen wollt gibt's auf Apple TV oder auf Ataus Plus.

00:55:08: aber genauso wie der Dettel Buchbox rate ich natürlich zur DVD Box, zur Louis Mal Collection.

00:55:14: da ist er vom Lars Rudolf heiß geliebte Fahrstuhl zum Schafott auch drauf.

00:55:19: Habe ich schon über Lars Rudolf geschmackt?

00:55:22: Ich

00:55:22: leite dich nie wieder raus.

00:55:26: Das haben wir jetzt auf Barmtier Lars, also wenn's hart auf Bart kommt dann ruft bei Ahoi Radio an.

00:55:33: Liebe Leute das war wunderbar!

00:55:35: Das war die elfte Folge von Filme unseres Lebens und wir gehen jetzt in eine kleine Break.

00:55:39: Ich möchte sagen Lars, ich fahre nämlich jetzt nach Österreich um da zu proben ein neues Theaterstück.

00:55:46: Nicht gearbeitet, muss man es nie auf die Schulter klopfen.

00:55:48: Aber selbst nach Österreich fahre ich mit dem Zug.

00:55:53: Also er hat mir doch auf den Schultern geklopft.

00:55:56: Ja

00:55:58: das ist immer mein Bild.

00:56:00: Ich bin geflogen und weiß so viel.

00:56:02: Mir auch scheißegal!

00:56:05: Ich muss noch eine Geschichte erzählen von Las Essen.

00:56:08: Und ich habe uns mal getroffen vor Jahren zufällig... Und das ist nur um zu sagen, warum ich mich so gefreut habe, dass Lars heute da ist.

00:56:17: Weil es wirklich nicht nur einer der Thorsten Regisseurs, die's im deutschen Meinraum gibt, sondern auch einer der nettesten.

00:56:23: Wir haben uns uneinander vorgestellt bei ner Filmprämie und dann sag ich, ah lass sie jetzt!

00:56:30: Natürlich kenne ich dich also... Ich finde Magical Mystery Tour ist eine Magical Mysteries, ein meiner Lieblingsfilme.

00:56:38: Der ist so lustig.

00:56:39: und was hast du gesagt Lars?

00:56:41: Weißt Du's

00:56:41: noch?!

00:56:42: Ich richte Arne Feldhübsen, schöne Grüße

00:56:44: raus.

00:56:46: Genau!

00:56:46: Und das müsst ihr mal vorstellen diese Größe Lars ist trotzdem zu mir in die Sendung gekommen und hat mich nichts verprügelt.

00:56:53: Also Leute jetzt gibt's eine kleine Pause.

00:56:55: Schlimmere Singe als mit Arnefeldtussen verwechselten.

00:56:57: Nein

00:56:57: großartig Ja aber trotzdem es ist ja trotzdem dass man denkt so Digalistin vorspannen kann man ja auch sagen.

00:57:03: Arne Feldhüssen hat mehr Filmen mit Minuten mit Piane Mädel verbracht als ich

00:57:08: weil der

00:57:09: ich habe mehr mit Charlie Hübner.

00:57:12: Das ging nach einer Battle.

00:57:14: Und hat Lars Rudolf dann eigentlich mit Anna Feldhusen mal gedreht?

00:57:17: Weiß du nicht, ich glaube es...

00:57:21: Wahrscheinlich rausgeschnitten.

00:57:24: Es gibt jetzt eine kleine Pause, Leute im Herbst kommen wir wieder mit Film unseres Lebens bis dahin guckt gute Filme und ich glaube wir haben jetzt wirklich mehr als genug empfohlen dass man das gucken kann.

00:57:34: es gibt dann wieder tolle Gäste und tolle Gastet.

00:57:36: dann und ich hoffe ihr seid wieder dabei Und falls ihr totale Panik habt, dass ihr es vergesst.

00:57:42: Wenn's wieder losgeht, dann meldet euch an bei unserem Newsletter.

00:57:46: Filme unseres Lebens at ahoiradio.de.

00:57:48: Herzliche Grüße!

00:57:51: Vielen Dank!

00:57:54: Vielen dank Lars!

00:57:55: Servus!

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