"Solo für 2" mit Christian & Dominik Decker

Shownotes

„Solo für 2“ lautet das Motto der fünften Folge von „Filme unseres Lebens“. Hier begrüßt Dominique Schnizer gleich zwei Gäste, die nicht nur musikalisch, sondern auch familiär verbunden sind. Christian Decker, Bassist der Rockformation „Fury in the Slaughterhouse“, und sein Bruder Dominik Decker, Gitarrist der Sommerhit-Band „Marquess“. Gemeinsam widmen sich die beiden Musiker einem filmischen Klassiker voller Farben, Melodien und Emotionen, „Die Regenschirme von Cherbourg“. Der traumverlorene Gesangsfilm machte Catherine Deneuve einst zum Star und begeistert die Brüder bis heute. Besonders Michel Legrands durchkomponierter Score hat es ihnen angetan. Gastgeber Dominique hingegen hätte sich zwischendurch eine kleine Atempause gewünscht. Als Gegenstück bringt er „Die Mädchen von Rochefort“ mit. Ebenfalls von Jacques Demy inszeniert, wieder mit Deneuve und erneut mit Musik von Legrand. Auch hier gehen die Meinungen auseinander, wenn auch mit vertauschten Rollen. Eine Folge über die Schönheit des Musicals, familiäre Harmonie und kreative Reibung. Und über zwei Brüder, die erzählen, warum Rhythmus und Gefühl auch im Kino eine große Rolle spielen.

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00:00:04:

00:00:08: Und wie die Lady für dich richtig gesagt hat, hier ist Filme unseres Lebens.

00:00:13: Mein Name ist Dominik und es sind zwei Leute hier.

00:00:16: Einer hat den wunderschönen Namen Dominik Decker.

00:00:20: Richtig, hallo, aber mit K hinten ist doch herrlich.

00:00:23: So ist es, die Eltern mussten sparen, die konnten sich kein Kuh leisten,

00:00:26: weil

00:00:27: sie mussten...

00:00:28: You have used to the Max.

00:00:30: Ja, genau.

00:00:31: Weil sie mussten noch einen durchfüttern.

00:00:33: Und zwar den Christian.

00:00:34: Ja, hallo, das bin ich.

00:00:35: Da waren die nicht mehr ganz so kreativ.

00:00:37: Ja, genau,

00:00:38: da haben sie.

00:00:39: Herzlich willkommen, ihr beiden.

00:00:42: Dankeschön, hallo.

00:00:42: Hi,

00:00:43: guten Tag.

00:00:43: Hallo, guten Tag.

00:00:44: Also was wirklich lustig ist, ich muss jetzt mal kurz antiesern.

00:00:48: Ihr seid beide aus Hannover, ihr seid beide Musiker.

00:00:51: Richtig.

00:00:52: Alles schlimm genug.

00:00:53: Genau.

00:00:53: Und es wird jetzt noch krasser, weil ihr denkt euch so, okay, welche Musiker, welche Musiker, welche Musiker.

00:00:58: Und deswegen sage ich mal, das ist der Erkennungs-Chingle

00:01:04: von

00:01:04: Dominic.

00:01:18: So ist es.

00:01:19: Du bist der Gitarist und einer der Komponisten von Marquez.

00:01:22: So ist es, genau.

00:01:23: So ist es.

00:01:24: Und hast du eigentlich, bei Marquez hast du einen Künstlernamen, bist du da Don José, oder?

00:01:28: Das wäre vielleicht gut gewesen, nein, aber da heiß ich auch ganz normal, wie ich heiße.

00:01:32: Nämlich.

00:01:33: Nämlich.

00:01:34: Dem Wundersteunernamen Dominic Decker.

00:01:36: Dichtig.

00:01:36: Und du, Christian, du spielst auch in einer mega bekannten Band.

00:01:40: Jetzt bin ich mal gespannt.

00:01:53: Da habt ihr euch ja mehr da, wegen der von meinem Bruder das unbekannteste Lied ausgedrückt.

00:01:56: Nee, das...

00:01:59: Ich habe mich auch gewundert.

00:02:00: Du hast dich auch gewundert.

00:02:01: Aber jetzt mal ganz kurz, du bist der Bassist von Fear in the Slaughterhouse.

00:02:05: Korrekt.

00:02:06: Und warum, jetzt kommst du nämlich, Christian.

00:02:09: Wir haben ja uns schon mal drüber unterhalten.

00:02:11: Warum habe ich diesen Song ausgesucht?

00:02:13: Kannst du dir das raten?

00:02:15: Nee, da musst du mir jetzt ein bisschen auf die Sprünge nehmen.

00:02:17: Nee,

00:02:17: genau.

00:02:17: Also ich hätte natürlich No Time to Wander nehmen können.

00:02:20: Ja.

00:02:21: Aber du weißt, war das von dem ersten Album, wo ich dabei war bei der Band?

00:02:25: Genau.

00:02:25: Und das war dein erster Videodreh, hast du mir erzählt.

00:02:29: Ja, ja, stimmt.

00:02:30: Und war ein ziemlich skurrierer Videodreh, weil der ist nämlich, damals gab es ja noch große Videobudgets und wir sind tatsächlich dafür ins Monument Valley nach Amerika geflogen.

00:02:39: Ja, was wir aus allen Wunderbahnen schon fortwestern kennen.

00:02:42: Ja,

00:02:43: und ich will die Geschichte jetzt auch nicht zu weit packwalzen, aber da war das erste mal in zehn Jahren ein Schneesturm, den es da sonst nie gab und man konnte einfach überhaupt nicht gucken und man hätte eigentlich genauso gut das Video irgendwo hier in Langenhagen auf dem Feld.

00:02:58: Oder

00:02:58: ein Snowdome.

00:03:01: Das wäre super gewesen und diese schönen Blicke und Weiten des Monument Valley wurden uns leider versagt.

00:03:09: Ja, aber stimmt so, wenn ich widersprechen darf, ich weiß es immer unhöflich, den Gast zu widersprechen.

00:03:15: Aber ich habe mir heute das Video extra mal angeguckt, man sieht schon viel vom Monument Valley.

00:03:19: Ja, okay, das war nicht Stockmaterial.

00:03:21: Nein, ich wollte es auch beeindrucken, gerade der Schnee machte das Stockmaterial aus in der Atmosphäre.

00:03:28: Und du, Dominik, mit Marquez?

00:03:31: Ihr singt ja auf Spanisch.

00:03:33: Und es gibt ja so den falschen Vorwurf, dass ihr da irgendwie nicht so gut Spanisch könnt.

00:03:36: Aber mir ist ja aufgefallen, dass ihr ja so ein bisschen so ein europäischer Spanier und argentinisch-Spanisch unterhalten.

00:03:43: Also ich muss ganz ehrlich sagen, dass du das so beobachtet hast, beeindruckt mich jetzt tatsächlich, dass du diese einzelnen Idiomen unterscheiden kannst.

00:03:49: Toll.

00:03:49: Also tatsächlich, dass wir am Anfang uns teilweise so aus verschiedenen Ländern so ein bisschen bedient hatten und ohne das manchmal auch zu wissen, muss ich zugeben.

00:03:58: Und dann war der Vorwurf Das stimmt alles nicht.

00:04:01: Aber tatsächlich, wenn du aus Argentinien kommst, hast du manche Sachen verstanden, die der Spanier nicht verstanden hat und umgekehrt.

00:04:07: Das ist jetzt total frech von mir, weil ich bezeichne heute auf, aber vor zwei Tagen war ich bei Christian und Dominik in Hannover, die wohnen an derselben Straße gegenüber.

00:04:18: Und ich hab bei Dominik... Wird's

00:04:19: noch schlimmer.

00:04:21: Ja, genau.

00:04:21: Genau.

00:04:22: Sie sehen, sie machen alles so.

00:04:23: Nein.

00:04:26: Wie die Kessler-Zwillinge früher.

00:04:30: Und da hat mir Dominik das schon erzählt, weil ich das natürlich nachgeguckt habe.

00:04:33: Und dann, dass er immer irgendwo steht, ja, Marc Kehrs hat ja nicht, mit dem Spanisch habe ich dich gefragt, Dominik, dass du gesagt hast, das wäre nur in jedem Interview gefragt.

00:04:42: Ja, weil es bei Wikipedia steht und du kriegst das dann nicht mehr raus.

00:04:45: und viele Leute, die einmal so einen Erfolgs- und Schulkurs in Spanisch belegt haben, sind der Meinung, sie wissen genau, wie richtig es Spanisch geht und dann stand es auf einmal drin.

00:04:54: Aber es ist tatsächlich so, dass wir uns da aus unterschiedlichen Bereichen bedient hatten und dann hing das in der Luft irgendwann.

00:05:01: Jetzt kriegen wir sie mal raus.

00:05:02: Nee, jetzt ist so.

00:05:05: Ist ja auch so ein bisschen was markend sein, dann kann man immer gleich was für ein Small Talk.

00:05:09: Aber wir hatten tatsächlich damals haben viele spanisch Lehrerinnen, dass unsere Songs im Unterricht eingesetzt haben.

00:05:15: Das ist doch das beste Zeichen.

00:05:17: Ja,

00:05:17: absolut, absolut.

00:05:18: So, ich stoppe jetzt hier.

00:05:19: Was haben die falsch gemacht?

00:05:23: Und für uns ist Lord der Haus.

00:05:24: Wird das auch für Englisch-Unterricht verwendet, Christian?

00:05:27: Also, sobald ich weiß, wurde die Band, als sie damals vor meiner Zeit in Amerika getourt ist, sogar ausgezeichnet für die Texte.

00:05:34: Und niemand wusste, dass sie aus Deutschland kamen.

00:05:37: Krass.

00:05:38: Genau, du bist spät.

00:05:38: Aber

00:05:39: auch da gibt es da so ein paar Schlaumeier, die natürlich, also hauptsächlich deutsche, gar keine Native-Speaker.

00:05:45: Also, hab ich wirklich festgestellt, die ist dann besser wissen.

00:05:48: Und eigentlich, sobald es Native-Speaker gab, egal woher sie kamen, fanden das eigentlich immer ziemlich cool.

00:05:54: Fantastisch.

00:05:55: Die heutige Folge heißt Solo für zwei, weil Christian und Dominik sich zusammen auf einen Film einigen mussten.

00:06:04: Und bevor wir gleich drauf kommen auf ihre Filmwahl und meine Filmwahl heute, möchte ich, also ich tieße das kurz an, es geht heute natürlich um musikalische Filme.

00:06:16: Aber einmal möchte ich es kurz von euch wissen, wer von euch beiden, also ich kann jetzt Zwillinge wie die Kesslers, wer von euch ist der Jüngere?

00:06:23: Äh, das bin ich.

00:06:24: Du

00:06:24: Christian, du Christian.

00:06:26: Und Dominik, wie viel älter bist du?

00:06:27: Ich bin

00:06:27: dreieinhalb Jahre älter.

00:06:29: Dreieinhalb Jahre älter und ähm,

00:06:31: jetzt... Also gerade Mitte zwanzig jetzt.

00:06:34: Genau.

00:06:36: Und ähm, wir zeichnen an diese Folie, die

00:06:39: in dem

00:06:41: Jahr die Tonde vergraben hat in der Erde und irgendwann werden die außerirdischen sie sehen.

00:06:45: Ähm, aber was ich mit sich finde, ich... Was machen eure Eltern?

00:06:50: Die machen gar nichts mit Musik oder haben gemacht?

00:06:53: Mittlerweile geht es auch nicht mehr.

00:06:55: Die sind vor einigen Jahren gestorben, aber die waren mit...

00:06:59: Und plötzlich mit dieser Sendung sehr unangenehm.

00:07:01: Nein,

00:07:01: alles gut.

00:07:01: Das ist ja schon länger her.

00:07:04: Und nee, die hat mit Musik eigentlich so weit nichts zu tun.

00:07:06: Die haben blockflöte und Klavier gespielt in der Kindheit eigentlich so.

00:07:10: Und ich glaube, das war aber so, unsere Mutter dachte, für die Entwicklung der Kinder ist es gut, wenn sie ein Instrument lernen.

00:07:15: Ich glaube, das ist ja da eine Sache, die man heutzutage auch noch so meint.

00:07:18: Ja, das kam wahrscheinlich gerade in den Siebzigern da irgendwie so auf und da haben sie uns da zur frühmusikalischen Erziehung geschickt.

00:07:25: Und das heißt heute immer noch so?

00:07:28: Interessant, weil ich muss sagen meine Geschwister und ich, drei Geschwister, wir haben auch alle Instrumente gelernt.

00:07:32: Zwei, fast jede, jeder.

00:07:34: Und, ah gut, eine Schwester ist professionell in die Musik gegangen, aber wir anderen nicht.

00:07:39: Ich finde es schon sehr ungewöhnlich, dass ihr zwei Erstens, Beruf für Musiker geworden sein.

00:07:44: Und ich meine dann halt bei richtig, richtig bekannten Bands.

00:07:47: Also es ist ja eben nicht einer von euch jetzt Blockflüttener Vertreter geworden und der andere spielt bei einer bekannten Bands und er spielt ihr beide bei sehr bekannten Bands.

00:07:59: Vielleicht ist es kein Zufall.

00:08:04: Und wer von euch war eigentlich vorher sozusagen in der großen Band drin?

00:08:09: Also Christian war schon, ist ja schon sehr lange bei Fury dabei und zwar direkt nach dem Studium.

00:08:14: bist du da eigentlich.

00:08:15: Ja

00:08:15: genau, wir schreiben das Jahr, neunzehntzechsten, neunzehntzig.

00:08:18: Ach krass.

00:08:19: Ja, ist jetzt bald dreißig Jahre her.

00:08:21: Bring

00:08:21: me home.

00:08:22: Ja, ich erschrecke auch immer wieder, wie lange das hell ist, aber war eine gute Zeit und ist es auch immer noch.

00:08:30: Ja, geil.

00:08:31: Und wann ging's mit Marquez

00:08:33: los?

00:08:34: Ja, wir waren ja am Anfang zu viert eine Art Songwriter und Produzenten, Gemeinschaft so, die für unterschiedliche Leute auch Songs geschrieben haben, aber auch für Fernsehserien, auch teilweise für Werbemusik.

00:08:46: Und ein Song war für den Hannoverischen Flughafen.

00:08:50: Der bekannt ist, weil der kein Nachtflug verbot hat.

00:08:53: und ein Hamburger kennen den Hannoverischen Flughafen oft, weil das wurde mir erzählt.

00:08:58: Wenn man eine halbe Stunde zu spät ist und in Hamburg nicht mehr landen kann, dann geht es immer rüber nach Hannover.

00:09:04: Dieser Flughafen braucht ein tolles Lied, was international klingt.

00:09:07: Wir haben ein Song geschrieben, der hatte vier Sprachen.

00:09:09: Und der Song, irgendwie die Mitarbeiter des Flughafens, die haben den irgendwie geliebt, warum auch immer.

00:09:14: Und wir dachten mit, das ist doch eigentlich ein toller Song und lassen uns noch die Werbebotschaft runternehmen.

00:09:18: Und dieses Internationale mit den vier Sprachen haben wir dann auf eine Sprache komprimiert und weil wir fanden das Spanische Klang am besten.

00:09:25: Es war noch Italienisch dabei, Englisch dabei, Deutsch dabei.

00:09:28: Und dann haben wir den Song in der Plattenfirma geschickt und die hat den Untervertrag genommen.

00:09:32: Und dann ist das das Valle Temperamento statt Hannover Airport.

00:09:38: Und er wurde im kleiner Hit.

00:09:40: Und dann ging es weiter.

00:09:41: Verrückt, das heißt, ihr hattet eigentlich gar nicht geplant erst, dass ihr mal nicht so Leute werben, sondern ihr habt einfach professionell als Musiker gearbeitet.

00:09:49: Man

00:09:49: kann was sagen, es gab erst den Erfolg und dann gab es die Welt.

00:09:53: Also auf dem ersten Koffer ist auch nur der Sänger drauf, der aber, weil wir keine Zeit hatten, ein Bandfotos zu machen.

00:09:57: Und bis heute heißt es immer, wo ist denn der Marquez?

00:10:02: Aber gut, der Name ist auch so, dass man das eher mit einer Person als mit einer Band verbindet.

00:10:06: Natürlich.

00:10:07: Und Christian, wie kamst du, weil Führer in das Lotto hast, gab es ja dann schon ein paar Jahre?

00:10:13: Wie bist du da reingerutscht vom Studium?

00:10:15: Ja, die gab es schon neun Jahre und ich habe zu der Zeit eine Studio-Session gemacht mit einem Songwriter aus Hannover, Kirche, mit Christoph und Rainer von den Führers zusammen.

00:10:26: Und das war zu genau der Zeit, wo sie sich von ihrem Bassisten getrennt hatten und diese Stelle praktisch frei wurde und da wurde ein Bassist für einen Auftritt gesucht und da war ich zur rechten Zeit am rechten Ort sozusagen und habe mich da auch so so reingerutscht.

00:10:38: Und dann haben die Nachrichten gesagt, das war gar nicht so schlecht, komm noch mal.

00:10:42: Ja,

00:10:42: so ungefähr.

00:10:43: Erst mal ging es darum, tatsächlich einen Aufsatz zu spielen und jetzt auch das Album einzuspielen, was dann anstand.

00:10:47: Aber dann war ich dann relativ bald auf den Fotos drauf und etwa später dann auch vollwertiges Band mitglieden.

00:10:54: Okay, krass.

00:10:56: Und die Band hat sich entscheidend verjüngt dadurch, das darf ich vergessen.

00:10:58: Absolut.

00:10:59: Das stimmt.

00:11:01: Das stimmt.

00:11:02: So, Leute, jetzt ist ... Eine Sache müssen wir noch kurz besprechen, bevor wir in Medias Ries gehen, weil ihr seid ja beide Hannoverane Jungs, wie wir ja schon gehört haben.

00:11:13: Und es ist aber euch total wichtig gewesen.

00:11:15: Die Filme gucken war ein Hannover-Abde gesagt, aber die Sendung aufteilen müssen wir in Hamburg.

00:11:20: Ihr seid extra heute nach Hamburg gekommen, weil...

00:11:23: Einfach weil wir mal gerne wieder hier sind.

00:11:26: Also wir haben ja auch schon eine gewisse Geschichte.

00:11:28: Wir haben ja studiert, oder?

00:11:29: Wir haben so einen Kurzstürz, das nennt sich Kontaktstudium, Popularmusik klingt eigentlich ein gruselig so.

00:11:34: Der heißt

00:11:34: jetzt auch Popkurs, ne?

00:11:36: Also damals hieß es so.

00:11:37: Ah ja, das ist so ein kurzes Studium für... Junge

00:11:41: Musikmachende,

00:11:42: die zwei mal drei Wochen, glaube ich, dann in

00:11:44: einer ... Ja, immer in den Semesterferien.

00:11:46: Da

00:11:46: habest

00:11:47: du Huda Weg, da an der Alster.

00:11:49: Wo man sich trifft und Unterricht kriegt und von sehr bekannten Musikern eigentlich auch damals.

00:11:53: Und alle machen dann nachmittags Musik zusammen und es sind eigentlich ziemlich bekannte Bands damals entstanden.

00:12:00: Also wir sind Hellen zum Beispiel oder Revolver Held und wirklich ganz viele, also vor allem die Hamburger Leute, da waren eigentlich fast alle da irgendwie mal mit diesem Studiengang irgendwie verbunden oder irgendein Band mit Lied war da mal und das war eine gute Zeit und ich habe das sehr genossen.

00:12:16: Also man konnte wirklich einfach auch Leute kennenlernen.

00:12:18: Es waren von jeder Instrumentengruppe war jemand da und dann waren die Proberäume zur freien Verfügung und dann hat man zusammen Projekte entwickelt.

00:12:27: Das ganze gibt es immer noch genau.

00:12:29: Und kurz Zeit später studierte mein bester Schulfreund in Hamburg an der HFBK freie Kunst.

00:12:35: Und dann bin ich noch häufiger hier gewesen und habe dann Hamburg eigentlich noch viel mehr Schätzen gelernt als während der Ersten.

00:12:41: Ich habe aus der Zeit tatsächlich auch Bands gehabt noch einige Jahre und bin immer gependelt.

00:12:45: Also damals war die Bahnverbindung gefühlt und noch ein bisschen besser.

00:12:48: Und ich hatte sogar mal kurzzeitig einen WG-Zimmer in Ordnissen.

00:12:55: Okay, hier ist das Eck fast.

00:12:56: Ja,

00:12:56: ich bin ja gerne immer noch.

00:12:58: Genau, wir zeichnen in der Schanze auf, Lorde, deswegen.

00:13:00: All right, ich würde sagen, wir hören jetzt mal in den ersten Film rein und dann erklärt ihr mal, was ihr euch dann mal gedacht

00:13:12: habt.

00:13:15: Und zwar, es ist die Regenschirme von Jerburg.

00:13:25: Ein Film von Jacques Demy mit der

00:13:30: Musik von Michelin Cron

00:13:34: und in der Hauptrolle die wunderbare Katrin de Neuf.

00:13:46: Ja, Lorde, da habe ich das mit dem Hackeball abgesägt.

00:13:51: Das war etwas unsanft.

00:13:53: Ja, das war ein bisschen unsanft.

00:13:58: Wie ich es gesagt habe, die Regenschiffe von Scherburg, ein französischer Film aus dem Jahr nineteenhundert, ihr korrigiert mich vierundsechzig, dreiundsechzig.

00:14:03: Ja, also

00:14:04: wir haben beide Zahlen tatsächlich jetzt gesehen.

00:14:07: Auf der DVD stand irgendwie dreiundsechzig dann, als der Film

00:14:10: lief.

00:14:10: Genau.

00:14:10: Ich

00:14:10: meine, ich war ja dreiundsechzig schon fertig, ist aber so richtig groß

00:14:14: vermarktet

00:14:15: worden.

00:14:15: Seinundsechzig mit vier Ausgarnominierungen.

00:14:19: Genau, habe ich auch schon nachgelesen.

00:14:22: Und genau, und vielleicht ganz kurz nur erzählt, dieser Film ist eine Liebesgeschichte, die auch zu einer Trennungsgeschichte wird, zwischen Kathrin de Neuf und einem jungen Mann, der in den Agerenkrieg, er wird eingezogen in den Agerenkrieg und sie ist aber schwanger von ihm und irgendwann entscheidet sie sich dann doch einen anderen Mann zu harren, der das Kind mit ihr aufzieht.

00:14:47: und dieser junge Mann kommt zurück und verfällt dem Alkohol.

00:14:53: muss man sagen.

00:14:54: Kurzzeitig.

00:14:55: Und dann kommt er wieder auf die Füße.

00:14:58: Das klingt alles irgendwie so, das soll eine Handlung sein.

00:15:03: Aber darum geht es auch in diesem Film gar nicht, sondern wo um geht es?

00:15:08: Der Film hat ein ganz anderes Zentrum eigentlich.

00:15:11: Aber das ist doch eine Handlung oder nicht?

00:15:12: Doch, es ist eine Handlung.

00:15:13: Da ist ein Tragik drin steckt und so.

00:15:15: Absolut, aber ich wollte jetzt eigentlich darauf hinleiten, Das Besondere des Films ist, dass er durchgesungen

00:15:21: wird.

00:15:21: Ja, das ist wirklich was Besonderes.

00:15:23: Und vor allen Dingen was für Texte.

00:15:26: Also das geht ja mehr oder weniger gleich los, dass man ziemlich am Anfang den jungen Mann Mechaniker in der Autowerkstatt arbeiten sieht, sondern gibt es sich, ich weiß jetzt nicht mehr, worüber, aber so wird so Sachen gesungen, wie gibt mir mal den dreizehner Maulschlüssel.

00:15:39: Ja, hier ist er.

00:15:42: Und so Sachen, die man eigentlich normalerweise in Lieder nicht so unterbringen würde, so schnell.

00:15:46: Und das ist natürlich interessant.

00:15:48: Also als das, wenn das so losgeht, das finde ich, die fangen ja sofort an zu singen, denkt man, im ersten Mal, was ist das denn so?

00:15:54: Aber bei mir hat es nicht lange gedauert.

00:15:57: nicht lange gebraucht, dass man so drin ist im Film und dann hab ich das eigentlich, da sind wir vielleicht glaube ich auch nicht ganz einer Meinung gewesen, hab ich das eigentlich so als normale Kommunikationsmethode dann eigentlich erlebt.

00:16:06: Wir hätten

00:16:06: ja kurz überlegt, ob wir dieses Interview vielleicht auch durchsingen sollten.

00:16:10: Ja genau!

00:16:11: Wir müssten eigentlich kurz das mal so ansehen, damit die Leute für ein Gefühl haben.

00:16:16: Also das ist so... Und Christian, was sagst du zu diesem Film?

00:16:21: Ja, Dominik, ich weiß nicht genau, aber ich... Also falls wirklich... Ungewöhnlich ist es, die Musik läuft wirklich durch, also mit kurzen Zäsuren und es wird wirklich jeder wie Dominik.

00:16:33: Welchen

00:16:33: meinst

00:16:33: du jetzt?

00:16:34: Dominik und Dominik.

00:16:35: Ich meine natürlich Dominik, meinen wunderbaren Bruder, der mir gegenüber sitzt.

00:16:38: Vielen

00:16:40: Dank.

00:16:40: Also jedes noch so profane kleine Stück Konversation ist einfach vertont, so auf recitativ.

00:16:46: Aber

00:16:46: wirklich jedes.

00:16:47: Und das ist so aber witzig, dass man erst ein bisschen überrascht ist und dann aber merkt, weil die Musik so großartig, kunstvoll komponiert.

00:16:55: ist von Michel Legrand und der Film insgesamt auch so seine tollen Eigenheiten hat.

00:17:01: Zum Beispiel, das Farbkonzept ist auch wirklich irre.

00:17:04: Da sieht man den, die junge Kathrin Benöff, damals war sie, glaube ich, zwanzig, hatte mit dem Film übrigens ihren Durchbruch.

00:17:10: Und es ist insgesamt, ich geb dir recht, die Handlung ist so ein bisschen, ja, vielleicht für sich genommen nicht ganz so einzigartig, aber der Film als Gesamtkunstwerk ist wirklich absolut sehenswert.

00:17:22: Ja, es ist auch, weil du es gerade mit der Ästhetik angesprochen hast, Schaktemi hat auch gesagt, ich wollte unbedingt was mit Tapeten machen und wir müssen sagen, er hat

00:17:30: was mit Tapeten gemacht.

00:17:31: Er hat ja wirklich gesagt.

00:17:33: Ja, ja, in einem Interview.

00:17:34: Nein, ich habe das noch nachgelesen heute.

00:17:36: Und dass er mit diesem Szenenbildner, dass er da immer aus Zeitschriften Bilder ausgerissen hat und er wollte unbedingt diese Tapeten haben.

00:17:44: Hat geklappt, würde ich sagen.

00:17:45: Ja, ich würde sagen, es hat auch geklappt.

00:17:47: und es ist ja, es ist halt in so einem seltsam, nachempfunden, technikulär, ästhetik.

00:17:54: Der Film ist auf wirklich... Du hast zum Anfang gesagt, Christian, er spielt eigentlich mit den Komplementärfarben.

00:18:01: Ja, also ganz am Anfang gibt es so eine Szene, da hängen halt drei Fahrräder an der Wand, ein rotes, ein blaues und ein gelbes und der Hauptdarsteller schnappt sich das gelbe Fahrrad und fährt weiter.

00:18:12: später wird es ein bisschen aufgeweiht.

00:18:14: Es ist auch teilweise recht pastellig, relativ hier rosa.

00:18:18: Aber knallig,

00:18:19: knallig, pastellig.

00:18:20: Genau.

00:18:21: Und es ist interessant, aber trotzdem so Details sind interessant, die man fast in jeder Kamereinstellung so hat, dass eine hat eine bestimmte Farbe von der Krawatte und dann findest du genau die Farbe in der Türklinke wieder.

00:18:31: Und so gibt es immer so Entsprechungen eigentlich so permanent.

00:18:34: Das ist eigentlich sehenswert, finde ich.

00:18:37: Ja, absolut.

00:18:38: Es ist wirklich, also...

00:18:40: Bisschen psychedelisch vielleicht, was schon manchmal.

00:18:43: Ja, es grüßt so ein bisschen vorne weg, würde ich auch sagen.

00:18:48: Also, ich finde auch, es ist ein Film, wenn ich jetzt einen Film suche, wo ich sage, dass so spannend du bist, lauter Wendungen da, die siehst du nicht kommen.

00:18:56: Es ist der falsche Film.

00:18:58: Wenn du sagst, du kannst dich darauf einlassen auf ein filmisches Experiment.

00:19:05: dass es wirklich komplett über Musik geht, auch wirklich über so eine Einfachheit der Geschichte.

00:19:11: Und aber eben auch wie in so einem großen, opulenten Theaterabend, dass es auch visuell ein extremes Konzept verfolgt, dann ist der Film natürlich super.

00:19:21: Also mir ging es nur einfach so, das kann jetzt so, ich dachte mir so, ihr könnt jetzt auch mal kurz aufhören, das Ding in so einem Moment stille.

00:19:28: Aber das ist ja das, was ihr eigentlich total toll dran findet.

00:19:32: Ja, ich fand's toll, weil es hat mich wirklich so in den Bann gezogen und ich hab diesen Gesang dann gar nicht mehr so in dem Sinne empfunden.

00:19:40: Was singen die da oder so?

00:19:41: Man wurde so eingenommen von so einem Gesamtkonzept und das hab ich selten bei.

00:19:46: Also ich mag eigentlich nicht so Musikfilme in dem Sinne und Musicals auch nicht.

00:19:50: und trotzdem aber dieser Film überzeugt mich, weil wie gesagt er nimmt einen gefangen durch so mehrere Sinnes-Eidrücke, die permanent gleichzeitig auf einen einprasseln und ich fand es dann eigentlich gut, dass der sowas Fortlaufnis hat die ganze Zeit.

00:20:03: Ich habe eigentlich so Wiederholung nicht so wahrgenommen.

00:20:06: In der Musik sind wahrscheinlich trotzdem, ihr habt gesagt, aber doch, da sind eine Menge drin.

00:20:10: Nein,

00:20:11: also da bin ich.

00:20:13: Ich glaube ihr hört auch Feinheiten in der Musik, die ich unfähig bin.

00:20:17: Also ich kann nur, wenn ich mitgatschen kann, nein.

00:20:20: Aber es hat ja dieses Fortlauf, wie gesagt, es ist was Erzählerisches und dieses Erzählerische wird in die Musik umgesetzt.

00:20:27: Und die Arrangements sind natürlich auch fantastisch.

00:20:29: Der Legrand bedient sich ja allen, was er zur Verfügung hat.

00:20:32: Orchester, Big Band und das ist alles was unterschiedliches.

00:20:36: Und vielleicht muss man wirklich sagen, Michelin Legrand, ich habe es heute auch noch mal extra nachgeguckt.

00:20:40: Michelin Legrand hat ja wirklich für völlig unterschiedliche Sachen die Musik gemacht.

00:20:44: Du hattest ja schon gesagt vor zwei Tagen Dominic, als wir geguckt haben, oder warst du es Christian?

00:20:48: Er hat die Musik für Jentl komponiert.

00:20:50: Relativ lange mit Barbara Streisen auch viel zusammengearbeitet.

00:20:53: Ah, okay, mehrere Sachen.

00:20:55: Bist du ihrem Tod, glaube ich.

00:20:56: Bist

00:20:56: du ihr im Tod?

00:20:57: Bist du sein Tod mit mir zusammen?

00:20:59: Aber Streisand lebt noch zu mir.

00:21:01: Das

00:21:02: schneiden wir in die Nachher raus.

00:21:06: Und dann genau, Thomas Crown Affair mit Steve McQueen auch.

00:21:09: Ich dachte immer, es werden Lalo Schiffrin Soundtrack, aber es ist auch von Michel Legrand.

00:21:13: Zweihundert

00:21:14: Filme waren ziemlich krass.

00:21:17: Krass.

00:21:18: Das ist wirklich

00:21:19: viel, wenn man bedenkt, wie viel er jedes Jahr gemacht hat.

00:21:21: Ehm, ich meine, da muss er schon, vor allem wenn man bedenkt, dass der ja wahrscheinlich einfach bei Regenschämen von Scherburg, da konnte er ja nicht ins Soundtrick schreiben, muss der ja diesen anderthalb Stunden Film durchkomponieren.

00:21:31: Aber Visa, was sagt ihr?

00:21:31: Er ist, glaube ich, sechstenundachtzig geworden oder so, und er hat wirklich noch, also bis kurz vor dem Tod, hat er noch gearbeitet und Filmmusik gemacht.

00:21:37: So, das ist toll.

00:21:39: Ja, wow.

00:21:41: Genau, und wenn wir dann noch über das Farbkonzept auch sprechen, mal kurz aufs Visuellen noch kommen, sagt dem ihm.

00:21:46: hatte übrigens hervorgesehen, dass ... dass die Kopien seines Films, dass die nicht lange halten werden, weil natürlich das so schwer zu werden.

00:21:53: Und er hat extra eine schwarz-weiß-Kopie aufgehoben.

00:21:59: Ja,

00:22:00: das hatte ich auch gelesen.

00:22:01: Ja, ja.

00:22:02: Und

00:22:02: dann hat er damit... Oh,

00:22:03: du kannst es besser erklären.

00:22:04: Nein, das

00:22:04: kann ich nicht.

00:22:06: Übrigens, wenn ich das kurz unterbringe, Dominik war bei uns zu Hause zum Fernseher.

00:22:10: Ich mach den Fernseher an, er läuft eine Sekunde.

00:22:12: Oh, nein, nein, nein, so geht das nicht.

00:22:15: Denen muss man erst mal an.

00:22:16: Den Fernseher erst mal auf links gedreht und alle möglichen... Einstellung so übernommen, dass man auch vernünftig endlich Filme gucken kann.

00:22:21: Was uns nie aufgefallen wäre, aber dafür haben wir einen Filmexperten dabei.

00:22:26: Genau.

00:22:27: Das fällt mir auf, Dominik.

00:22:28: Das habe ich nur bei deinem Fernseher gemacht.

00:22:30: Bei deinem Christian in deiner Wohnung habe ich das dann gar nicht mehr gemacht.

00:22:33: Ja,

00:22:33: aber wir haben auch gar nicht geguckt.

00:22:35: Ja, aber für deinen nächsten Film, Christian.

00:22:38: Ja, okay, musst du nochmal wieder vorbeikommen.

00:22:39: Ja, kein Problem.

00:22:40: Das machen wir gleich.

00:22:41: Jetzt

00:22:41: habe ich unterbrochen.

00:22:42: Du hast ja eigentlich den Erzählstrich mit den Farben und

00:22:44: den mit der Bearbeitung.

00:22:45: Ja, wow.

00:22:46: Bist du ja Anfang der Sendung.

00:22:49: Der Vornamen ist echt ähnlich.

00:22:52: Nein, und dann hat er nämlich der Chaktemie, also genau, es ging darum, dass Chaktemie eben wusste, dass die Original-Kopien des Films nicht lange halten werden, dass die irgendwann sozusagen die Farben verlieren, etc.

00:23:03: Man hat sich Schwarz-Weiß-Kopien von dem Film ziehen lassen und diese ganze Fahrpalette notiert das, wenn diese Filme restauriert werden.

00:23:13: dass das dann sofort so wieder geht, dass es aussieht wie bei der Uraufführung.

00:23:17: Und Agnes Varda, seine Frau, die ja auch eine berühmte Regisseurin war, hat, glaube ich, so im Jahr vier oder so das restaurieren lassen.

00:23:26: Und dann haben sie dieses Filmfarbkonzept wieder eingesetzt.

00:23:29: Und übrigens, das ist auch diese Kopie, die wir gesehen haben, digital nochmal bearbeitet, das ist nochmal aufgefrischt, worauf Michel Lecron auch nochmal die Musik digital nachbearbeitet hat, dass die noch frischer ist.

00:23:43: Und alles.

00:23:43: Und wenn wir da sind, weil du sagtest, Christian, Catherine de Neuf wurde berühmt mit diesem Film.

00:23:48: Catherine de Neuf sinkt gar nicht in dem Film.

00:23:50: Nee, also komplett eigentlich niemand, der zu sehen ist, sinkt in Wirklichkeit auch.

00:23:54: Also das heißt, das ganze Ding wurde vorher aufgenommen.

00:23:57: Also...

00:23:58: Das Audio wurde aufgenommen

00:24:00: und dann erst der Film gedreht und praktisch Lip Sync performt.

00:24:03: Aber

00:24:03: Lip Sync sehr gut gemacht.

00:24:04: Ich habe nur wenige Stellen in der Hälfte, wo das jetzt nicht so passt und da kann es ja auch an was anderem liegen.

00:24:09: Genau.

00:24:10: Aber nochmal ganz kurz.

00:24:11: Du hast jetzt bei meinem Fernseher nicht die Farben, sondern die Bewegung.

00:24:15: Ja, auch ein bisschen die Farbgebung.

00:24:18: Der

00:24:18: hatte ich lange gesessen damals um die Einschätzung.

00:24:21: Ja, das stimmt, aber bist du umsonst gesessen Dominic?

00:24:25: Das kann ich fünf Minuten richtig machen.

00:24:28: Vielen

00:24:29: Dank.

00:24:30: Ja, es gibt einfach bei vielen Fernseher und viele Fernseher bei den Leuten zu Hause, haben die falschen Einstellungen, die haben dann Sport oder sonst irgendwas eingestellt.

00:24:38: Und dann sieht man bei vielen Szenen, sehen die Bewegungen aus wie in einer Sportveranstaltung oder wie making off.

00:24:44: Also die Bewegungen von Leuten im Filmen sind weicher.

00:24:49: Und es gibt auch nicht so einen großen Kontrast zwischen den Leuten im Vordergrund und den Leuten im Hintergrund.

00:24:53: Deswegen, wenn ihr euch eure Marvel-Filme dann auf dem Fernseher anguckt, dann denkt man halt so, wenn die im Vordergrund läuft, der läuft ja von der Greenscreen, was er auch tut, was aber im Kino eben nicht so wirkt, weil du dort sozusagen die Kontrast zwischen vorne und hinten nicht so extrem hast.

00:25:10: So, Leute,

00:25:11: Jungs auch machen.

00:25:13: Das musst du kurz nachwirken noch.

00:25:16: Aber jetzt lasst uns doch zurück zu den Regenschirmen von Gervour kommen.

00:25:19: Was mich so interessieren würde, ist, ihr habt ja diesen Film ausgewählt, wenn wir mehrmals vorher gesprochen, was übernehmen und dann habt ihr gesagt, der Film soll es sein.

00:25:28: Könnt ihr kurz beschreiben, warum dieser Film?

00:25:32: Also es hätte ja auch Tommy von The Who sein können.

00:25:35: Ja, kann man es beschreiben.

00:25:36: Also zunächst war ja auch, hattest du ja in Raum gestellt, wir sollten einen Film nehmen, der uns beide mit irgendwas verbindet.

00:25:43: Absolut,

00:25:44: genau.

00:25:44: Ich wollte einfach, dass ihr zusammen eines Films... Und

00:25:46: das war natürlich gar nicht so einfach, weil die Filme, die einen von früher verbinden.

00:25:51: Da hat man unterschiedliche Erinnerungen.

00:25:53: Und Christian war dreieinhalb Jahre jünger als ich.

00:25:55: Als ich so ins Filme guckend eingestiegen bin, also mit siebzehn, ich weiß noch, als ich mit siebzehn vom Feiern nach Hause kam, alle waren im Bett zu Hause.

00:26:04: Und dann konnte man endlich mal den Fernseher anmachen, ohne dass man gestört wurde.

00:26:08: Und dann liefen dann in ARD und ZDF einfach so alte französische Filme.

00:26:12: Und die hab ich nur mal alleine geguckt.

00:26:14: Das heißt, bei denen gibt's jetzt nicht so die Verbindung.

00:26:18: Ich hab mich aber gefreut, dass wir hier auf einen französischen Film gekommen

00:26:20: sind.

00:26:21: Und... Da war es natürlich die Musik, ne, Christian?

00:26:24: Ja, also in mich hat damals ein Theater-Regisseur Tom Kühnel auf den Film Aufmerksam gemacht und wir haben in der Recherche ein bisschen überlegt, erst mal hast du hier so einen francophilen Vornamen und einige Filme waren natürlich auch schon belegt, weil es ja nicht die erste Folge hier.

00:26:39: Und das ist einfach ein Ding, da konnten Dominic und ich sofort emotional andocken und wir fanden es super faszinierend und haben das dann ausgewählt.

00:26:47: Und ich kenne den Film auch nur von Christian, also ich habe den damals das erste Mal gesehen.

00:26:50: Ach so, der hat den... Du hast mir den Tipp gegeben, guck dir das mal an, das ist wirklich rund und ich war echt begeistert.

00:26:55: Aber sehr super, dass wir es zusammenbringen, dass du eigentlich deine Liebe zum französischen Kino betrunken nach wilden Nächten Hannover...

00:27:01: Betrunken hast du gesagt?

00:27:03: Ja, ich hab mit... Ich hab doch die Tagebüche deiner Eltern gelesen.

00:27:09: Aber das sind die Liebe zum französischen Kino kommt von dir Dominik und der Film aber Christian kommt von dir.

00:27:14: Und da dachte ich mir gleich, diese Liebe darf ich nicht zerstören und habe dann gesagt, so Leute, es gibt eine Quasi-Forsetzung von die Regenschimme von Scherburg.

00:27:26: Jacques Demy hat ungefähr drei Jahre später noch mal Michel Legrand und Catherine de Neuf zusammen gedrommelt.

00:27:34: und hat einen Film gemacht mit De Neuf und ihrer Schwester François Doliac.

00:27:40: Die beiden sind Schwestern und sie sind die Mädchen von Rochefort.

00:27:54: Und was das andere Art-Haus-Saison-Kunst ist, das ist Hollywood Musical wie ich es kenne.

00:28:08: Es sind flotte Musik, es wird nicht die Handlung durchgesungen.

00:28:11: Es gibt auch mal Zeit für einen Dialog.

00:28:14: Und dann wird in den Songs über Gefühle gesungen.

00:28:19: Die Mii hat dann zu den beiden Schwestern Doliak und den Öffnen noch.

00:28:23: Daniel Darøh, als ihre Mutter dazu gecastet und die beiden Hollywood-Musikgrößen George Shaqiris aus Western Story und den unvergleichlichen Gene Kelly.

00:28:33: Und es ist uns auch gleich positiv aufgefallen in einer Nebenrolle auch der Kult-Star des swedischen Kinos, Michel Picolli.

00:28:41: Ja, wunderbar, also als Musik.

00:28:44: Karljen Händler.

00:28:45: Genau, also Monsieur Damm, der verlassen wurde, weil seine Verlobte nicht Madame Damm heißen wollte.

00:28:51: Ja,

00:28:51: aber er klingt eigentlich viel schlimmer als Monsieur Damm.

00:28:56: Und genau, dann haben wir uns wirklich beide Filme hintereinander reingezogen und also es war nochmal eine Bonbon-Explosion an Farben und Musik.

00:29:06: Das stimmt.

00:29:07: Ach so, und übrigens erst bei den Regenschirmen wurde ja eigentlich nicht getanzt.

00:29:11: Das stimmt.

00:29:12: Das hat mir, fand ich, sehr wohltuend für

00:29:16: den Film.

00:29:16: Ganz im Gegenteil zu dem

00:29:18: Mädchen von Rochefort.

00:29:20: Da geht das wieder gleich.

00:29:21: Es geht

00:29:21: sofort mit einer Riesentanz-Szene los.

00:29:24: Es ist in Rochefort anscheinend, dass So ein Art Stadtwarzeichen ist irgendwie so, dass diese Fähre, und deswegen eröffnet der Film auch mit so einer Fährenfahrt, wo George Shaqiris und seine Truppe, die so Schausteller sehen in die Stadt, kommen gleich mal auf diesen Flustanz.

00:29:40: Auch

00:29:41: von oben gefilmt.

00:29:42: Und auch das Intro von Regenschirme ist ja auch von oben gefilmt, diese Hafen-Szene

00:29:47: mit den

00:29:47: Menschen, die da vorbeilaufen, mit ihren Regenschirmen.

00:29:50: Aber es gibt einige Analogien zwischen den Filmen.

00:29:52: Es ist praktisch in einer Reihe zu sehen, das ganze Ding.

00:29:55: Absolut, auch da ist die Handlung wahnsinnig schnell zusammenzufassen.

00:29:59: Es gibt verschiedene, also die beiden Schwessen sind auf der Suche nach Liebe, die Mutter ist auf der Suche nach Liebe, Monsieur Dame ist auf der Suche nach Liebe, Jean Kelly ist auf der Suche nach Liebe.

00:30:10: Ratet mal, was die finden in dieser Stadt, die Leute.

00:30:13: Sie finden die Liebe, genau.

00:30:15: Es ist ja fast schon so gesehen eine Komödie oder so eine Verwechslungs-Komödie fast.

00:30:19: Absolut, absolut.

00:30:20: Die Regenstimme, die große Tragik haben.

00:30:22: Ja,

00:30:22: genau.

00:30:23: Genau.

00:30:23: Es ist so ein Gegenstück und so eine Ergänzung trotz.

00:30:25: Ja, aber die Titel sind ja auch fast gleich.

00:30:27: Immer so ein französischer Stadtnamer am Ende von...

00:30:29: Ja, genau.

00:30:31: Im Grunde ist ja eine Trilogie, aber den ersten Teil mit Lola, das haben wir jetzt nicht gesehen.

00:30:35: Nee, das haben wir nicht gesehen.

00:30:36: Lola, das Mädchen vom Hafen.

00:30:38: Aber für Jacques Demy war dann quasi durch diese drei Filme dann so ein Abschluss in seinem...

00:30:42: Absolut.

00:30:43: In diesem Genre nenne ich es jetzt mal auch.

00:30:46: Er wollte eben bei Lola schon einen Farbfilm machen und es war, glaube ich, ein Schwarz-Weiß-Film und er wollte eben alle Dialoge, dass die gesungen werden in Lola und das ging halt alles aus budgetären Gründen nicht.

00:30:57: Und dann hat er das verwirklicht mit dem Regenschirm von Scherburg.

00:31:01: Zu Freude der Däckerbrüder.

00:31:02: Aber

00:31:03: sehr, aber sehr.

00:31:04: Nicht nur für unsere.

00:31:05: Aber das Konzept wurde dann in den weiteren Filmen irgendwie wieder

00:31:09: aufgeweitet.

00:31:09: Dann hat er eigentlich... Ja, der erste Film ist wirklich so fast so Nouvelle Vague Film.

00:31:14: Also nicht, dass ich jetzt meine, also es ist schon so... Es ist jetzt nicht total realistisch und nicht in Orten gedreht, aber es ist so... Die Nouvelle Vague hat ja also auch eine eigene Form gehabt, sich mit amerikanischen Genres auseinanderzusetzen, die weiterzuführen.

00:31:28: Und das, finde ich, passiert in Regenschirm und von Scherburg.

00:31:31: Und bei die Mädchen von Rochefort ist wirklich eine ganz offene Umarsch an das alte Hollywood-Musical eben mit Dialog, lustige Verwechslungen, Tanz-Szenen, Gesangs-Szenen.

00:31:43: Und ein Triebtäter noch zwischendurch.

00:31:45: Also das ist wirklich total absurd.

00:31:51: Also ein Film, der eigentlich da und nur, ah, und ich bin verliebt und ich weiß nicht.

00:31:55: Ja, vor allem alle Handlungen sind irgendwie ineinander verwoben, der Vater von der kennt dann wederum der und hat sich in den verliebt und der hat den Sohn von der ab und so.

00:32:03: Und diese Triebtäter-Mortgeschichte ist also völlig daneben, also mit nichts verbunden, hätte man auch weglassen können eigentlich.

00:32:11: Hätte man, glaube ich, sogar weglassen müssen.

00:32:13: Ja, und vor allen Dingen, wie die behandelt wird, als wenn es das Normalste der Welt wäre.

00:32:17: Ach so, ja, die ist vielleicht jetzt zerstückelt, aber geordnet.

00:32:19: Ja, immer hinnummeriert.

00:32:22: Man muss es kurz sagen, mitten in dem Film, aus dem Nichts, gibt es eine Zeitungsmeldung, dass ein Mörder gesucht wird, der eine Frau umgebracht und zerstückelt hat.

00:32:33: Und sie sagt, oh Gott, und wer ist es passiert?

00:32:35: und wie schrecklich.

00:32:35: Und dann sitzen sie in diesem Restaurant, dass die Mutter, die Daniel Dariödi, die die Mutter von den Nerf und Drolliak spielt.

00:32:42: Und dann sitzen sie so in der Runde mit den netten Worten aus dem Ort.

00:32:45: und dann sagen sie auch zu so einem älteren Herrn, können sie nicht irgendwie die Gans anschneiden oder die Torte, die gebrauchters Torte anschreiben?

00:32:52: Ja, ja.

00:32:52: Das ist eine richtig schöne Sahnetorte.

00:32:53: Und dann nimmt dieser Mann das Messer, so ein alter, französischer, gemütlicher Schauspieler.

00:32:58: Na, ich glaube, ich kann das nicht.

00:32:59: Der einzige ältere Mann da am Tisch auch,

00:33:00: ne?

00:33:00: Genau.

00:33:01: Und dann haben wir nämlich schon so gelässt, haben gesagt, ja, der ist sicher der Mörder, ha, ha, ha.

00:33:05: Und nächste Szene ist... Zeitungsschlagzeile, wer ist der Mörder, der alte Mann?

00:33:11: Und das ist dann auch so, die gucken sich dann auch so die Zeitung, ach, ach, der wartet und nur ein Tusk gibt's ja nicht und das ist ja was.

00:33:16: Das einzige,

00:33:17: was sich schön von wie reserviert, das Messernamen zum Torten, das war schon so ein bisschen, da soll ich das wirklich machen.

00:33:23: Ja,

00:33:23: das stimmt.

00:33:23: So, als wenn so ihr wisst, was daraus wird.

00:33:25: Das stimmt, aber es ist auch nicht, es ist also... Es ist ja auch keine schwarze Komödie.

00:33:31: Es ist so achtlos, finde ich, reingewohnt.

00:33:33: Ja, total.

00:33:34: Es ist, wenn man denkt so, wie du es auch gesagt hast oder wie ihr es gesagt hast, lasst es raus.

00:33:39: Es ist einfach, es ist nicht komisch.

00:33:41: Es ist geschmacklos.

00:33:42: Es zerstört euch auch die Atmosphäre des Films.

00:33:46: Vielleicht wollen sie kurz eine Zäsur haben.

00:33:50: Ich kann es mir kaum erklären.

00:33:52: Ja, ich weiß auch nicht, ob es dann auch so, weil irgendwie ... Also wenn es den Effekt haben sollte, wir erzählen nur heile Welt, heile Welt und wir brechen es so, indem wir was erzählen, was ganz Schreckliches passiert, dann müsste man es doch irgendwie größer machen.

00:34:08: Oder wenn man sagt, ja es ist so heile Welt, heile Welt und es passieren schlimme Dinge und wir tun aber immer so, als wäre das alles in Ordnung, weil wir sind in dieser Musikwelt, dann müssen mehr schlimme Dinge passieren, finde ich.

00:34:18: Also dann müsste ich sagen, noch ein schlimmes Ding, noch eine, die lachen drüber und tanzen trotzdem weiter.

00:34:24: Und das wirkt eigentlich wie ein Fehler.

00:34:26: Ja, finde ich auch, das finde ich auch.

00:34:28: Man fragt sich auch so, dass die so zusammensitzen und sagen, Leute, wir haben alles drin, wir haben Katrin, den Knöpfer drin, wir haben Jim Kelly aus Amerika eingeflogen und so.

00:34:35: Und der Choreograf ist super.

00:34:37: Und Michael Necron ist doch total schmissige Musik.

00:34:40: Irgendwas fehlt noch in dem Film.

00:34:42: Was kann man

00:34:43: machen?

00:34:44: So.

00:34:45: Ja, ich glaub, wenn man so einen Frauenmörder, einfach nur ganz kurz.

00:34:48: Das ist doch absurd.

00:34:49: Ja, aber wirklich.

00:34:50: Aber Sie haben auch die Szene, wo das Blut vom Bürgerscheig aufgewischt wird.

00:34:54: Die gibt's ja auch noch.

00:34:55: Also, ganz kurz ist es ja nicht.

00:34:57: Aber das macht

00:34:58: es besser.

00:34:58: Genau,

00:34:58: es ist da wirklich auch so, als wenn die Feuerwehr gerade Takte auf einer Tür hätte.

00:35:04: Aber dann stand die da, bitte gehen Sie doch zur Seite.

00:35:07: So was kam dann doch noch mal vor, ne?

00:35:08: Ja, ja, ja.

00:35:09: Es

00:35:09: gibt hier absolut nichts zu sehen.

00:35:10: Es gibt ja nichts zu sehen.

00:35:12: Ja, absolut.

00:35:13: Und jetzt, wenn ihr jetzt so mal den direkten Vergleich machen würdet, ich mein, klar, das kann ich jetzt so fragen, Regenschirm von Scherburg, aber stinkt da jetzt sehr ab, die Mädchen von Rochefort?

00:35:21: Oder findet ihr das?

00:35:22: Was ich noch mal sagen, also wir hatten ja am Anfang auch bei den Regenschirm die Farben so herausgehoben.

00:35:27: Und die kann man ja jetzt bei den Mädchen von Rochefort genauso hervorheben, denn sie sind anders.

00:35:32: Und trotzdem irgendwie auch trotzdem irgendwie sehr überzeugend.

00:35:34: Ich finde die eigentlich geschmackvoller sogar bei den bei den Mädchen von Roche vor als nicht ganz so knallig.

00:35:39: Ganz viele weiße Hintergründe.

00:35:40: Teilweise wurden an dem an diesen markanten Marktplatz wurden glaube ich auch viele Häuser nochmal neu eingeweist.

00:35:46: Die wurden alle komplett weiß gestrichen.

00:35:48: Hast du nachgelesen?

00:35:49: Ja

00:35:49: alle nicht.

00:35:50: Aber so also würde insgesamt.

00:35:51: insgesamt sieht man grundsätzlich sehr viele weiße.

00:35:54: Hintergründe, glaube ich.

00:35:55: Und das Pastellige ist noch ein bisschen pastelliger als in dem anderen, was ja sehr krass noch knalliger eigentlich ist.

00:36:02: Und das überzeugt mich immer schon bei den Mädchen von Rosch vor.

00:36:05: Also diese Farben habe ich auch sehr, sehr gern gesehen.

00:36:07: Also auch wieder so diese, dass man wieder Farben irgendwo anders wieder vorkommen lässt, das ist so detailliert, gearbeitet, dass allein das zugucken schon Spaß macht, auch ohne Ton wahrscheinlich.

00:36:18: Also glaube ich wirklich.

00:36:19: Ja.

00:36:20: Und bei dir, Christian?

00:36:21: Ja, also ich finde den Film auch absolut sehenswert und stinkt erstmal so ästhetisch nicht ab.

00:36:28: Für mich ist er letzten Endes nicht ganz so spannend, weil er... erst mal ein bisschen klamaukiger ist und eher eine Komödie und nicht in so eine emotionale Tiefe geht und weil er ja einfach so sehr viel diese Musical-Klischees hat, so eine kurze Dialog und so.

00:36:42: und was ich zum Beispiel fragt eine Schwester die andere Mensch hast du ihn getroffen wie war es denn?

00:36:47: Bring setzt die Musik ein und dann sitzt sie halt ihre Antwort und das ist diese Musical-Klischees, die kann ich überhaupt nicht leiden normalerweise.

00:36:54: Also ich genau der Meinung.

00:36:55: Genau, sie sind einfach natürlich erträglich weil es alles auf so einem geilen Humor vollen und super Top-Niveau komponiert und performt ist und getanzt auch großartig und so.

00:37:05: Deswegen kann man es gut ertragen.

00:37:06: Aber ansonsten finde ich eigentlich, also Regenschirme finde ich einfach den überzeugenderen Film für mich, weil er für mehr tieferen Folgen hat einfach eine Linie.

00:37:16: Er hat einfach ein Konzept, was so durchgezogen wird und was total bestechend ist.

00:37:21: Das stimmt.

00:37:21: Da gibt es so ein paar Sachen, wir sprachen ja gerade drüber, da zum Beispiel den Mörder und so, diese irgendwie dann nicht ganz so konsequent fahren, fand

00:37:27: ich.

00:37:28: Nee, das stimmt.

00:37:29: Der ist auch länger.

00:37:30: Die Mädchen von Rochefordet.

00:37:31: Geht zwei Stunden, die Regenstimme von Scherburg, knackige anderthalb Stunden sehen.

00:37:36: Und er hängt auch zwischendurch.

00:37:38: Also nicht nur wegen dieser völlig unpassenden Mörderpistole dazwischen, sondern auch irgendwie führen die zu viele Figuren ein und die wiederholen sich auch oft.

00:37:47: Also ich glaub, Michelle Piculli singt, glaub ich, dreimal, dass er irgendwie verlacht wird, weil er Monsieur Madame heißt oder so.

00:37:55: Also das denkt man so, ja.

00:37:57: Und dann natürlich singt dann die Mutter von den beiden.

00:38:00: dass sie einen Mann geliebt hat, der Monsieur Damm hieß, aber sie wollte nicht Madame, Madame sein.

00:38:06: Okay, ich hab's, I got it.

00:38:07: Ja?

00:38:10: Und lass es so ein bisschen filler, das find ich auch.

00:38:13: Das

00:38:13: stimmt.

00:38:13: Und alles ist natürlich so mega happy, ne?

00:38:15: Komplett der happy end, so jeder findet dann den...

00:38:18: Ja, ja,

00:38:19: aber das finde ich jetzt gar nicht so schlecht gemacht, weil ja gerade in der Geschichte von Kathrin de Neuf, man ja denkt, dass es nicht klappt.

00:38:27: Und wie die das lösen, finde ich, das finde ich ganz charmant, weil man es nur ahnt, dass sie sich treffen.

00:38:33: Aber man weiß es nicht wirklich, wenn ihr euch dann noch erinnert.

00:38:36: Das

00:38:37: war schon ziemlich eindeutig.

00:38:38: Es wird dann nur nicht mehr gezeigt eigentlich.

00:38:40: Aber gut, kann man so oder so sehen.

00:38:42: Ja.

00:38:43: Nein, also das Ende, finde ich, das muss auch so sein bei so einem Hollywood.

00:38:50: Umarschmusik,

00:38:51: die das, die sich alle kriegen.

00:38:52: Und das ist angedeutet wird, weil Katharina Neuf find ich, wie gesagt, ganz schön.

00:38:57: Aber ihr seid sowieso, ihr habt ja so gesagt, Christian, ihr seid ja keine... Musical-Fans, von diesen alten klassischen Hollywood-Musicles, Sing in the Rain, ist nicht euer Ding.

00:39:06: American and Paris ist nicht euer Ding.

00:39:08: Ich

00:39:08: sage mal so, ich habe damit sehr lange gefremdelt, habe dann aber irgendwann festgestellt, es gibt da so viele Facetten.

00:39:14: und gerade, wenn man dann irgendwann ein Genre irgendwie kennenlernt und plötzlich dann was einfach Filme oder Bühnenstücke kennenlernt, die einfach auf so einen tollen Niveau komponiert sind, dann kann ich mich auch dafür begeistern.

00:39:29: Obwohl es eigentlich ursprünglich ein Genre ist, mit dem ich gefremdelt habe.

00:39:33: Ja.

00:39:34: Das Ding ist so, Schaktemi hat noch Gene Kelly geholt und das Verrückte ist, also beide Filme gibt es ja nicht in deutscher Synchro, wie sonst ja fast jeden Film, sondern beide Filme sind natürlich im Original französisch gesungen.

00:39:47: Aber Gene Kelly, ein, zwei Sätze denke ich mir so immer beim Gucken, ah, das ist Gene Kelly.

00:39:52: Aber meistens, wenn er singt, ist das überhaupt nicht Gene Kelly.

00:39:55: Die haben Gene Kelly, der nun Welthit hatte mit Singin' the Rain haben die den einfach gesagt, fliegen dich nach Frankreich, aber Singern, das hat schon längst die und andere für dich gemacht.

00:40:06: Weil er kein Französisch kann?

00:40:07: Wahrscheinlich.

00:40:08: Also ein paar Sätze darf er ja auch Französisch sagen.

00:40:12: Aber ich weiß es auch nicht.

00:40:14: Christian, du hattest doch auch rausgefunden, wer einer der Sänger-Rinnern ist.

00:40:18: Ach so, ja.

00:40:19: Beiden Filmern.

00:40:20: Also

00:40:20: ja, es mir jetzt rückwirkend nochmal in der Recherche aufgefallen.

00:40:23: Und zwar ist ja ganz ruhig die Musikalienhandlung von Monsieur Damm gespielt von Michel Picolli.

00:40:29: Er ist erstmal sehr, sehr interessant.

00:40:31: Sehr, sehr ungewöhnliche Klaviere stehen da auch.

00:40:33: Die sind ja auch...

00:40:34: Stimmt, das hast du gesagt.

00:40:35: Diese Art aufrechter Flügel.

00:40:37: Irgendwie, ich weiß nicht, was es ist.

00:40:39: Dann ist dir diese Gypsy-Gitarre aufgefunden.

00:40:42: Maccaferri-Gitarre im Django-Reinhard-Style und Michel Legrand hat nämlich auch mit Django-Reinhard zusammen gearbeitet.

00:40:50: Ich weiß nicht, ob das deswegen da hängt.

00:40:53: Und jetzt kommt es auf den Tresen, steht ein Album von den Swinglesingers.

00:40:59: Und die große Schwester von Michel Legrand, die eben auch in beiden Filmen eine Rolle gesungen hat.

00:41:04: Ich glaube, das ist sogar die Hauptrolle, oder?

00:41:06: Ja, also im ersten Film ist es auf jeden Fall die Mutter.

00:41:08: Die textreichste Rolle.

00:41:11: Das ist ein Mitglied der Swinglesingers, eine ziemlich bekannte Sache in den Sechzigern, weil ich finde das mittlerweile so ein bisschen ölkig, aber muss aber auch zugeben, dass es sehr virtuos ist.

00:41:18: Sie haben auch so Bach und Mozart dann auf eingejäßt und immer mit so... Sehr gut.

00:41:28: Ja, das ist schon ziemlich lustig und dass da eine Verwandtschaft besteht, fand ich auch auf jeden Fall ein Fun-Fact am Rande.

00:41:35: Ja,

00:41:35: absolut.

00:41:38: Jetzt muss ich nämlich für den zweiten Film wirklich stark machen, weil was ihr als Schwäche da seht, das finde ich wunderbar.

00:41:45: Weil ich finde, euer ersten Film, ich habe schon gesagt, ist Durchsingern bei den Regensteigen von Scherburg.

00:41:52: Ich finde, es ist halt wichtig.

00:41:54: Es muss halt unterschiedliche Rhythmen geben in der Erziehung.

00:41:57: Und der erste Film, das fehlt mir so ein bisschen, weil es eben auch nie... Also in der Oper gibt es ja auch immer, der ist so kurz mal stille.

00:42:05: Und dann kommt nur so ein Instrument wieder rein.

00:42:08: Aber ich finde eher, auch wenn er sozusagen die Melodie ändert und auch den Rhythmus ändert, der Le Grand, es ist halt, ich werde permanent beschalt.

00:42:16: Und dann spielen die, machen ja noch so Anspielungen, dass dann der eine Mechaniker dann am Anfang sinkt.

00:42:21: Ich gehe heute in Europa und der andere, ach in Europa gehe ich nicht, da wird immer nur gesungen.

00:42:27: Ich gehe lieber ins Kino.

00:42:30: Auch französisch,

00:42:31: auch französisch natürlich.

00:42:33: Und dann diese Selbstreferenzielle.

00:42:36: Das ist, finde ich halt, es ist so selbst referenziell in diesem Film.

00:42:39: Und mit Zeiten finde ich es charmanter, weil es gar nicht so selbst referenziell so deutlich ist, sondern es sich vor etwas anderem verborgt, nämlich so vor diesem amerikanischen Genre, das ist trotzdem französisch löst.

00:42:52: So, und das hat mich mir erreicht.

00:42:55: Also jetzt gar nicht so, dass ich jetzt eben die ganzen Defizite der Handlung und dieser völlig deplatzierten Mördergeschichte... Bei Seite.

00:43:06: Und tanzen und so fand es dann auch gut.

00:43:07: Ich

00:43:08: fand das tanzen sogar richtig.

00:43:09: Ja, das fand es ja

00:43:11: auch gut.

00:43:13: Als der Film losging, meintest du auch, eigentlich wird getanzt.

00:43:15: Ja,

00:43:16: das fand ich super, weil es eben, weil es halt auch so was Expressives ist und also ein Kino ist ja auch Bewegung und das hat so fach auf mit so einer... coolen Bewegungen angefangen, mit George Chakiris mit seiner Truppe, wo wir so ganz lässig die Hüften schwingen auf dieser Fähre.

00:43:33: Das hat mich sofort gekriegt.

00:43:35: Ja, das ist so, das macht ich, also der erste Film ist ja die Umarge an Singen und der zweite Film ist die Umarge an Tanzen von Jack Demi, würde ich sagen.

00:43:47: Beim Seitenfilmen wird zwar auch viel gesungen.

00:43:50: Kann man vielleicht so sagen.

00:43:51: Ja.

00:43:51: Aber es ist schon, also, wenn Gene Kelly mit François Astoliac, wenn die da tanzen auf der Straße, das ist schon super.

00:43:59: Das finde

00:43:59: ich.

00:44:00: Also wie gesagt, das ist ja eben das Ding.

00:44:02: Es ist alles qualitativ so toll gemacht, dass man da schwer widersprechen kann.

00:44:07: Ich finde es halt auch Geschmack.

00:44:09: Film ist halt auch Geschmack, es ist normal.

00:44:10: Aber witzig ist doch, das Genre hat sich ja an sich gehalten.

00:44:13: Das gibt ja, was ich vor ein, zwei Jahren, Emilia Pérez zum

00:44:16: Beispiel.

00:44:18: Lala Land wird ja auch ein bisschen verstanden als direkte Hommage an diese beiden Schaktemiefilme.

00:44:23: Ja,

00:44:23: ich stelle jetzt ja Wicked gerade verfilmt in zwei Teilen.

00:44:27: Ja, genau.

00:44:27: Das ist wieder so fast klassisch amerikanisch, ja.

00:44:30: Wir verfilmern Broadway Musicals, ne?

00:44:33: Ja, es ist... Also ich finde halt auch, es gibt halt, es gibt ja in jeder Kunstform gibt es natürlich, sag ich mal, hohe Kunst und irgendwie vernachlässigt werde

00:44:44: Sachen.

00:44:46: Was natürlich auch interessant ist, finde ich, im ersten Film, den ich mit über dieser Perspektiv wechseln.

00:44:52: Also wirklich der erste Teil ist wirklich das Paar, wie die sich immer die Liebe

00:44:56: schwören.

00:44:57: Der zweite Teil ist, wie sie alleine mit dieser Einsamkeit

00:45:01: umgeht.

00:45:03: und der dritte Teil ist, sie hat die Stadt verlassen, er kommt zurück nach Scherburg und muss damit zurechtkommen.

00:45:10: Das finde ich auch interessant, weil es auch so theatral ist und das finde ich spannend.

00:45:15: Klassische

00:45:16: Gliederung.

00:45:17: Klassische Gliederung, ja.

00:45:19: Sie trägt ja das Kind von ihm

00:45:21: aus.

00:45:22: Der andere tut aber so, als sei es das Seins gewesen, im Grunde genommen, weil das dafür nicht rauskommt,

00:45:28: unter den

00:45:28: gesellschaftlichen

00:45:29: Bedingungen.

00:45:30: So ist es.

00:45:30: Ja, das ist auch ganz interessant.

00:45:31: Das erzählt, was diese Bikotterie da zahlt auch.

00:45:34: Auf jeden Fall.

00:45:35: Und am Ende... Geht ja Katharine Nürnhoff nochmal, tankt sie ja mit ihrem Nägelnagel.

00:45:41: neun oder zumindest sehr blieb, Mercedes, der immer mal wieder in einem Film aufkommt.

00:45:45: Das

00:45:45: stimmt.

00:45:46: Auch geheiratet wurde quasi.

00:45:48: Das war ja auch das Hochzeitsmobil.

00:45:49: In einem Meer.

00:45:50: Das stimmt.

00:45:50: Kleidet, war sehr reich geheiratet.

00:45:53: Ja genau, reich geheiratet den Diamantenhändler.

00:45:56: Das stimmt, aber was?

00:45:58: Und es wird eigentlich nie, es wird ihm ja nicht so richtig erzählt, dass es dein Kind, er weiß es ja nicht.

00:46:03: Und sie sagt ja nur den Satz, sie hat viel von dir.

00:46:07: Und das fand ich eigentlich relativ subtil

00:46:10: für die Zeit.

00:46:11: Ah, ja.

00:46:12: Willst du sie mal sehen?

00:46:13: Da sagt er ja nein.

00:46:14: Aber ich glaube nicht, weil er nicht, ich glaube, er hat nicht den Eindruck, dass er rafft, es ist sein Kind.

00:46:19: Ach, wirklich?

00:46:20: Denkst du nicht?

00:46:21: Ich dachte, das war's.

00:46:22: Ah, ich dachte immer.

00:46:24: Ja,

00:46:24: oder?

00:46:24: Sie habt ja jetzt alles

00:46:25: gesehen.

00:46:25: Interessante Frage.

00:46:26: Ich habe ja auch geschrieben, ob sie das irgendwie verschwiegen hat.

00:46:29: Ich weiß es nicht.

00:46:30: Nicht was auch nicht.

00:46:31: Ich dachte auch, sie hat sie nicht verschwiegen, aber du hast wahrscheinlich recht.

00:46:34: Nein, nein, sie hat ihm gar nicht geschrieben.

00:46:36: Also es wird nicht explizit gesagt, dass sie ihm was ihm schreibt, wenn sie ihm danach agieren.

00:46:42: Und es

00:46:42: wird halt auch erzählt, dass der Briefwechsel sehr sperrlich war.

00:46:46: Und sie war ja auch so ein bisschen enttäuscht, dass so die Briefe nicht so zahlreich waren von ihm.

00:46:51: Er

00:46:51: wirkte aber mit seiner neuen Frau, die quasi die Haushälterin, kann man glaube ich sagen, von seiner Tante war, auch nicht unglücklich dann.

00:46:59: Beide, ja, das kann ich gar nicht so richtig sagen.

00:47:03: Also, ich glaube, er ist glücklich mit ihr, ob Kathrin The Nuffs-Figur mit dem Ehemann, mit dem reichen Diamantenhändler.

00:47:10: glücklich ist.

00:47:10: Wirklich

00:47:11: nicht so.

00:47:12: Sie strahlte so eine sehr große Melancholie aus in der Szene.

00:47:14: Ja,

00:47:15: und sie war eigentlich auch so, dass sie eigentlich mit ihm kommunizieren wollte und eher war eigentlich

00:47:20: gar nicht.

00:47:21: Und sie ist ja eigentlich auch ein bisschen so durch ihre Mutter zu der Hochzeit gedrängt worden.

00:47:25: Das stimmt.

00:47:25: Die Mutter, der mal versucht den Diamanten hinter ihr schmackhaft zu machen und sie war eher so zögerlich dabei.

00:47:31: Und was nämlich interessant ist, weil du gerade diesen Mercedes, der ja auch so ein Hochzeitsautos erwähnt ist, weil dieser Film ja sehr farbenfroh ist.

00:47:38: Aber der Diamantenhändler ist immer in schwarz und weiß gekleidet.

00:47:41: Stimmt, genau.

00:47:42: Und

00:47:42: der Mercedes ist schwarz.

00:47:44: Und am Schluss, weil du gerade gesagt hast, Christian, sie hat einen Nerz an, sie ist auch ganz dunkel, glaube ich, gekleidet

00:47:50: am Schluss.

00:47:51: Gut,

00:47:51: ja.

00:47:51: Also sie verliert, also es ist auch so ein bisschen der französische Anarchismus in der Sechziger von so einem linken Künstler, dass er sagt, seht ihr, der ehrliche Tank war so, der ist glücklich, aber die reichen, die sind nicht glücklich.

00:48:08: Ja, mögliche Interpretation.

00:48:10: Ja, sehr spannend.

00:48:12: Ja, das ist irgendwie...

00:48:13: Weil vorhin sind die Frauen ja auch immer eher, also die Jüngeren eher rosa, die mit Alten eher rot, mit der Mutter.

00:48:18: Genau.

00:48:19: Und dann die ältere Tante, die im Sterben liegt, hatte so ein Lila an.

00:48:23: Genau, genau.

00:48:23: Und Kathrin, den Nöwsfarben, die verwandeln sich auch während des Films.

00:48:27: Ja.

00:48:28: Die werden auch immer dunkler mit dem Verlauf des Films.

00:48:30: Also sie ist auch im ersten Akt Wie du sagst, Christian, so ein bestellig rosa angezogen.

00:48:35: Und was rot ist, hat sie später auch anweendlich, oder?

00:48:37: Genau, genau, genau.

00:48:37: Dann hat sie nämlich auch so eine Zwischenfarbe an, der zweiten Teil, wenn er sozusagen nie so oft schreibt, der Freund.

00:48:45: hat sie dann so eine Jacke an sich schon so im Übergang ist.

00:48:48: Und dann hast du doch festgestellt, es war die Tankstelle, die er vor, oder hat ihr beide festgestellt,

00:48:52: als Modell

00:48:53: hatte.

00:48:53: Ja, das war ziemlich lustig, weil er nimmt sie mit nach Hause und das ist so wie so ein Kinderzimmer.

00:49:00: Er hat auch so zwei Boote und ein Flugzeug irgendwie auf dem Kamin und eben so eine Modellbau-Tankstelle.

00:49:05: Von ESSO.

00:49:06: Ja, genau, die er in so einem Revell-Bausatz wahrscheinlich selber zusammengeklebt hat.

00:49:11: Aber es wirkte, Katharina Neuf in ihrer Rolle wirkte er schon so.

00:49:14: als wenn sie so ein bisschen absichtlich, sie hat ja nochmal extra einen Umweg gefahren, glaube ich dann nach Scherburgr nochmal rein.

00:49:20: Ja, ja.

00:49:21: Und vielleicht hat sie dann extra auch diese Tankstelle angesteuert.

00:49:26: Ich weiß nicht, ob es das nicht irgendwie,

00:49:27: es wirkte so, weil

00:49:29: sie eben auch die Tochter vielleicht auch dann doch mal

00:49:31: ihm zeigen

00:49:32: wollte.

00:49:34: Ach

00:49:34: so, und die Boote tauchen natürlich ganz krass, nicht die Boote, aber... Nein,

00:49:37: absolut!

00:49:38: Im nächsten Film, wie wir die Woche schon haben, kamen diese Riesenboote und du...

00:49:41: Da kennst du auch immer...

00:49:43: Ihr habt das ja gemerkt, dass irgendwie... Man wusste nicht wofür, ne?

00:49:46: Die Boote wurden nur...

00:49:47: Genau, das müssen

00:49:47: wir jetzt kurz erklären, genau.

00:49:48: Also, wir schließen nochmal Regenschirme von Scherburg nochmal ab.

00:49:52: Also, ja, Junge hat eine Modell-Tankstelle von ESSO und am Schluss hat er die richtige Tankstelle von ESSO.

00:50:00: Und er hat in seinem Jugendzimmer neben der ESSO-Tankstelle Boote, die im zweiten Film Mädchen von Rorsch-Vor von den Schaustellern, die George Chakiris in die Stadt von Rorsch-Vor führt, haben die riesige Boote mit dabei, die sie als Schausteller anscheinend brauchen.

00:50:16: Wir erfahren aber nie, wofür.

00:50:20: Sie haben auch Motorräder dabei, die nie funktionieren.

00:50:22: Also es müssen wirklich mega, mega tolle Schausteller sein, die irgendwelche Stunts mit Booten und Motorrädern auf dem Hauptplatz von Rorsch-Vor machen, auf dem Frisch-Schweiz gestrichenen.

00:50:33: Aber wir wissen, der wär nie erfahren war's.

00:50:35: Nee, ne?

00:50:36: Das Motor hat, das wurde die ganze Zeit immer so gedreht, ne?

00:50:38: Auf so einer Tellerplatte.

00:50:40: Das wurde

00:50:40: auch von der Tellerplatte gedreht.

00:50:41: Ja, genau.

00:50:42: Das kam noch vor, weil die Brote...

00:50:44: Gar nicht, gar nicht.

00:50:45: Und es wurde auch nur, man denkt, warum kommt die mit so riesen Dingen?

00:50:48: Weil dann haben die nämlich auch George The Curious und sein Kumpel noch zwei Schaustellerfreundinnen, die dann auch irgendwie eine spektakuläre Nummer machten, die wir nie sehen werden.

00:50:58: Weil diese Mädchen... sich wie das halt in Roche vor, in den Jahre siebenundsechzig, so war sofort in zwei Matrosen verlieben und denen abhauen.

00:51:06: Und dann brauchen die ja einen Haupteckt

00:51:08: für ihre

00:51:10: große Show am Samstagabend.

00:51:11: Das war eine Motorrad Show, ne?

00:51:13: Ja, da waren ja die Motorräder... Ja, aber

00:51:16: das war irgendwie befestigt, keine Ahnung, wir sehen noch nichts.

00:51:19: Also anscheinend, ja wahrscheinlich, wahrscheinlich springen sie mit den Motorräden dann über die brennenden Schiffe, Boote, die sie da haben, keine Ahnung.

00:51:27: Aber die standen so fest, diese Motorräder, das sah ein bisschen, das sah ein bisschen spackig aus.

00:51:31: Ja,

00:51:32: es sah ein bisschen spackig aus.

00:51:33: War

00:51:33: noch nicht mal wie bei Judas Priest, wo der Sänger mit dem Motorrad dann auf die Bühne fährt, oder?

00:51:36: Nein,

00:51:36: nicht gar nicht, gar nicht.

00:51:39: Und so, und Judas Priest brauchte auch nicht François Doliac und Catrines,

00:51:44: die

00:51:45: noch sagen so.

00:51:46: weil Kathrin de Neufen von Sos d'Orlaig retten die Show.

00:51:49: Sie bringen dann eine Duet-Nummer.

00:51:52: Ich glaube, singen Sie sogar den Song, den ich vor einer halben Stunde kurz eingespielt habe?

00:51:56: Weiß ich gar nicht mehr.

00:51:59: Ich

00:51:59: glaube auf der Bühne...

00:52:01: Das zingern sie was anderes.

00:52:03: Aber dieser Song kommt mehrmals vor, auf jeden Fall.

00:52:06: Richtig, das fiel auf.

00:52:07: Und so was, solche Wiederholungen vielmehr nehme ich bei den Regenschirmen nicht auf.

00:52:11: Ich weiß nicht, ob euch das so ging, keine

00:52:13: Ahnung.

00:52:14: Na ja, bei Regenschirmen, es gibt ja dieses eine Thema, was

00:52:17: sich

00:52:18: da so instrumental sehr, sehr oft vorkommt.

00:52:20: Also, ich fand es fast ein Tick zu oft.

00:52:24: Bei den Ringschirmern.

00:52:25: Ja, diese eine Melodie wird schon sehr häufig wiederholt, auf jeden Fall.

00:52:29: Aber

00:52:29: durchaus unterschiedlich instrumentiert.

00:52:31: Ja, das reicht.

00:52:33: Ihr merkt, Leute, man muss sich, glaube ich, von beiden Filmen, wir sind sehr unterschiedlicher Meinung, dieses Mal, in dieser Sendung.

00:52:39: Also

00:52:40: ich bin mit meinem Bruder absolut einer Meinung.

00:52:41: Ja,

00:52:42: wir sind einer Meinung.

00:52:43: Die Familie hält zusammen.

00:52:44: Ja, das ist... Entschuldigung.

00:52:46: Ihr heißt beide Decker, ihr seid beide Musiker.

00:52:50: Und wenn ich die Initialen... Ich bin noch nicht mit meinem Pluditorier am Ende.

00:52:56: Wenn ich die Namen Christian und Dominik, die Anfangs Initialen nehmen, ergibt es das Wort CD.

00:53:02: Ja, richtig.

00:53:03: Also, das heißt, ihr seid natürlich eine musikalische Einheit, kompaktisk.

00:53:09: Das ist, fragt Opa, was das ist, Leute.

00:53:14: Was das war.

00:53:15: Nein, absolut, deswegen habt ihr auch gesehen.

00:53:17: Christian, sind ja die Initialien schon CD,

00:53:19: ne?

00:53:20: Ja, das stimmt.

00:53:22: Das stimmt.

00:53:24: So, Initialen Christian, wo kann man denn, wo kann man denn euer wunderbaren Film-Ringenschimmer von Scherburg sehen?

00:53:29: Hast du das auch?

00:53:30: Nachgeguckt.

00:53:32: Nee, da bin ich tatsächlich überfragt, weil wir hatten wirklich Probleme, den aufzutreiben.

00:53:37: Es ist eigentlich einfach nur so, dass du zufällig eine original verpackte DVD noch in deinem Regal hattest.

00:53:46: Genau, in meiner wahnsinnig riesigen DVD-Sammlung und Blue-Race-Sammlung habe ich die Doppelausgabe von den Regenschirmen von Scherburg und die Mädchen Frosch vor.

00:53:54: Aber das Gute ist, Die Ringschirme von Scherburg gibt es auf YouTube komplett zu sehen, im Original.

00:54:01: Aber ich hoffe, ihr könnt französisch,

00:54:03: weil es

00:54:04: ohne Untertitel, keine englischen, keine deutschen Untertitel dabei.

00:54:08: Ich wage aber zu behaupten, wenn ihr den Filmen wieder in tollen Texten seht, weiß ich gar nicht, ob das so der richtige Film ist.

00:54:19: Ja, aber man muss ja schon der Handlung folgen.

00:54:21: Ja,

00:54:22: meine Hörerinner sind gebildet, die können alle fließend französisch.

00:54:26: Ja, dann

00:54:26: haben wir nicht von überzeugt.

00:54:28: Ja, aber es ist wirklich wahnsinnig schwer zu finden.

00:54:32: Ich habe heute auch noch mal geguckt, auch weil ich bei den ganzen Portalen, wo man so gebrauchte Filmen kauft, Es ist wirklich total selten so.

00:54:41: Was sein kann, weil auch meine DVDs von Art House, dass er, wenn dieses Sendung läuft, dass er dann hoffentlich auf Mubi oder Art House Premium wieder verfügbar ist.

00:54:50: Sonst müsste er suchen.

00:54:51: Manchmal gibt es ja vielleicht auch irgendwelche rechtlichen juristischen Sachen, weshalb man eine Zeit lang irgendwas mal nicht kriegt oder so.

00:54:56: Das stimmt.

00:54:56: Und dann ist es wieder auf dem Portal.

00:54:58: Also sucht es, guckt es.

00:55:00: Und ich glaube, es gibt halt auch wahnsinnig viele, weil es wirklich ein toller Komponist war.

00:55:05: Es gibt wahnsinnig viele Soundtracks von Michel Decroix und die lohnen sich, glaube ich, auf jeden Fall zu hören.

00:55:11: Ja, die lohnen sich, das stimmt.

00:55:13: Aber er hat ja auch mit Jazzmusikern zusammengearbeitet, mit Dizzy Gillespie, mit Miles Davis, der auch außerhalb des Films Musik gemacht.

00:55:22: Tolle Instrumentarmusik.

00:55:23: Das geht?

00:55:23: Ja.

00:55:25: Instrumentarmusik wird übrigens sowieso manchmal unterbewertet.

00:55:29: Und da freue ich mich, dass Michel Legrand da wirklich auch einen schönen Beitrag nicht nur im Film, sondern auch so geleistet hat.

00:55:35: Also, da gibt es ja tolle französische Komponisten, nicht nur ihn.

00:55:37: Aber eigentlich ist es Wahnsinn, was der auch für mehrere Osten... Goldene

00:55:45: Globen?

00:55:46: Globen?

00:55:48: Genau.

00:55:50: Du hast mir auch gerade in unserer Technikpause nochmal kurz... Wir haben eine kleine Pause dazwischen gemacht zwischen den beiden Filmen.

00:55:58: hat mir Dominic noch einmal erzählt, du hast auch gerade ein, weil du gerade so lobst, ein Instrumentarprojekt.

00:56:04: Ne, Marquez am Laufen.

00:56:05: Vielen Dank, dass du mich darauf hinmerk, genau.

00:56:07: Wo

00:56:07: habe ich nicht geschrieben, aber das stimmt nicht.

00:56:09: Nein, tatsächlich hat es auch einen französischen Titel Balance Balance und Instrumentarmusik.

00:56:11: Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance

00:56:16: Balance Balance Balance Balance Balance Balance

00:56:17: Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance

00:56:18: Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance

00:56:19: Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance

00:56:20: Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance

00:56:25: Balance Balance Balance

00:56:25: Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance

00:56:27: Balance Balance Balance

00:56:28: Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance Balance.

00:56:36: Also im Auto.

00:56:36: Nein, also so, also auf allen Portalen.

00:56:37: Und gibt es das auch, also CD ist tot?

00:56:38: Bist du uns damit zu sagen?

00:56:38: Find ich ja.

00:56:39: Also für mich schon, muss ich sagen.

00:56:41: Vinyl ist interessant.

00:56:42: Vinyl ist interessant.

00:56:43: Aber es gibt auch Vinyl für die Vinyl-Liebhaber?

00:56:46: Nee, noch nicht, noch nicht.

00:56:47: Aber viel mit dem Gedanken.

00:56:48: Das ist interessant bei Konzerten.

00:56:51: Also finde ich diese Vinyl-Verkäufe immer toll, eigentlich auch.

00:56:54: Und man unterstützt die Die Künstler und Künstlerinnen dabei.

00:56:58: Und das ist an sich, also auch selbst, wenn man kein Plattspieler hat, ist es ein tolles Objekt.

00:57:02: Ja, das stimmt.

00:57:04: Also Balance Balance heißt das neue Album, das man überall streamen kann unter dem Namen Dominic Decker oder Dominic Decker.

00:57:13: Und Christian, du bist auch gerade im Studium mit Führers lauter Haus, richtig?

00:57:16: Und das kann ich gar nicht sagen, musst du mich interessieren?

00:57:18: Wir arbeiten an einem neuen Album, was vermutlich nächstes Jahr herauskommen wird.

00:57:24: Okay.

00:57:25: Und sind aber auch live unterwegs.

00:57:27: Und ja, aktuell bin ich gerade viel im Theater.

00:57:30: Genau, wir kennen uns wie so viele Gäste, die ich habe.

00:57:32: Wir kennen uns über das Theater aus dem schöneren Schauspiel Hannover.

00:57:36: Und Christian, wir müssen auch, glaube ich, dein Sohn hört ja auch mal einen heutigen Podcast, hast du mir gesagt?

00:57:42: Ja, das hoffe ich doch sehr.

00:57:44: Grüße

00:57:44: gehen raus.

00:57:45: Weil er gerade in Taiwan ist.

00:57:47: Ja, das richtig.

00:57:47: Hey Titus, schönen Grüße nach Taiwan von deinem... Onkel?

00:57:52: Ja, schöne Grüße, Titus.

00:57:54: Und deinem lieben Vater.

00:57:56: Genau.

00:57:57: Und vom lieben Dominik.

00:57:59: Genau.

00:58:00: Titus, wir wissen alle, was du auf diesem Schulfest gesagt hast, ne?

00:58:05: Biedermann und die Brandstiftler, das habt ihr zusammen gemacht.

00:58:07: Biedermann

00:58:07: und die Brandstiftler.

00:58:09: Genau.

00:58:09: Christian

00:58:10: hat Musik gemacht.

00:58:11: Genau.

00:58:11: Und mein Sohn war dabei, war ganz toll.

00:58:13: Titus hat mitgespielt,

00:58:14: ja.

00:58:14: Auf mehreren

00:58:15: Ebenen mich total glücklich gemacht.

00:58:17: Super, ja, war total cool.

00:58:19: Und... Dann noch Dominik Marquez.

00:58:22: Wir werden zwanzig nächstes Jahr und da wird bestimmt noch was kommen.

00:58:24: Ja.

00:58:25: Ach krass, ihr werdet es schon sagen.

00:58:26: Leute, die Zeit vergeht.

00:58:28: Ja, wir

00:58:28: haben in der Vorschule schon gemeinsam angefangen.

00:58:31: Wahnsinn.

00:58:32: Dieser Gag, den haben wir noch nicht tot geritten.

00:58:35: Ja, ja.

00:58:35: Das ist gut.

00:58:37: Leute, guckt einen guten Film.

00:58:39: Ohne, heute in diesem Fall gibt es, glaube ich, sehr viele Musikempfehlungen, hört Musik.

00:58:43: Wir haben auch wirklich unterschiedlichste Sachen reingehauen, glaube ich, an Musik.

00:58:49: Liebe, liebe Jungs, vielen, vielen Dank, dass ihr da wart.

00:58:52: Es war eine Freude.

00:58:53: Ja, ganz meinerseits.

00:58:56: Was soll ich erst sagen?

00:59:00: Also, in zwei Wochen gibt's wieder Filme unseres Lebens.

00:59:03: Bis dahin.

00:59:05: Bleibt sauber, bleibt weg von der Straße.

00:59:08: Tschüss, tschüss.

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