„Eine ganz normale Familie“ mit Carolin Fortenbacher
Shownotes
Carolin Fortenbacher ist nicht nur Musicalfans ein Begriff. Seit ihrem Durchbruch in der deutschsprachigen Erstaufführung von „MAMMA MIA!“ hat sie eine beeindruckende Karriere hingelegt – inklusive Auftritten bei „Wetten, dass..?“ und der Song-Contest-Vorauswahl. In dieser Folge tauscht sich die Mutter einer Tochter gemeinsam mit Gastgeber Dominique über Filme aus, die für sie „eine ganz normale Familie“ zeigen. Caros Wahl fällt auf das melancholisch-heitere Drama „Lass los“. Der von Hauptdarstellerin Josephine Bornebusche geschriebene und inszenierte Netflix-Film erzählt von einer Mutter, die auf einer gemeinsamen Reise ihre Kinder und ihren entfremdeten Mann wieder näher zusammenführt. Dominique hingegen ist ein großer Fan des Patchwork-Konzepts aus „About a Boy“, der Nick-Hornby-Verfilmung mit Hugh Grant und Nicholas Hoult – und zeigt, warum gerade diese besondere Familienkonstellation für ihn so faszinierend ist.
Transkript anzeigen
00:00:04:
00:00:08: Herzlich Willkommen.
00:00:09: und die neue Folge heißt... Eine ganz normale Familie und eine nicht ganz normale Frau ist bei mir im Studio.
00:00:17: Nämlich die großartige, ich, man möchte es fast sagen, Hamburger Institution, Caroline, ohne eh hinten dran, Fortenbacher.
00:00:25: Guten Tag.
00:00:26: Guten Tag, Fortenbacher.
00:00:28: Also, dass Sie uns sie her bemüht haben.
00:00:30: Die Welt-Uhr-Aufführungs-Erstbesetzung.
00:00:33: Auf jeden Fall.
00:00:34: Genau, also da sehen wir schon den Medias Rees.
00:00:36: Es heißt für deine ganz normale Familie, Caro und ich haben zwei, wie wir finden, für uns.
00:00:41: wunderbare Familienfilme rausgesucht.
00:00:44: Aber für die Leute, die sagen, wer ist denn diese Caroline Vordenbacher?
00:00:48: Ich habe das hier doch in Lettland gar nicht mitbekommen.
00:00:56: Du hast das jahrelang gespielt in Mamma Mia.
00:00:58: Ja,
00:00:59: mein Gott, schon ewig her.
00:01:00: Genau, aber ich wiederhole es immer sehr gern.
00:01:03: Ja,
00:01:03: das ist eigentlich, du wirst auch immer, glaub ich, darauf angesprochen.
00:01:05: Immer, immer natürlich.
00:01:07: Es gab ein Leben vor Mamma Mia, als danach.
00:01:09: Also, das Ding war, ich war die Donner in der deutschen Originalproduktion von Mamma Mia.
00:01:15: Vorher gab es nur auf Englisch in England.
00:01:20: Weil da reden die Englisch.
00:01:21: Ja, genau.
00:01:22: Ich glaube, das lief vorher auch.
00:01:23: Glaub ich, wenn ich mich nicht täusche, nur in London.
00:01:25: Ich
00:01:25: glaube auch.
00:01:27: Ich glaube auch, dass Deutschland das erste Mal, dass es so exportiert wurde.
00:01:30: Genau.
00:01:30: Und dann, glaube ich, in
00:01:31: Australien.
00:01:32: Dann kamen wir in Hamburg am Operettenhaus.
00:01:34: Und da hatte ich das Glück, eben die Donnerstränen zu können.
00:01:37: Die Mama in dem Stück.
00:01:40: Und es war, ich komme gleich direkt ins volle.
00:01:43: Ja, auch raus.
00:01:44: Und dann war, ich glaube, eine Woche vor unserer Premiere.
00:01:47: damals, das war November, zwei tausend zwei, war eine Woche vor der Premiere, sagte der Thomas Gottschalk, wir sollten gerne in seine Sendung kommen, zu wetten das.
00:01:57: und ja, dann hieß es aber, wir dürfen auf keinen Fall auf Deutsch singen und auch am besten nichts auf Deutsch.
00:02:07: Was?
00:02:07: Aber... Alle Songs singt ihr ja.
00:02:09: Ja, ein Stück.
00:02:10: Das war ja
00:02:11: gerade der Witz,
00:02:12: dass man das
00:02:12: in einem anderen Land jetzt in einer anderen Sprache, nämlich in unserer Sprache,
00:02:17: stattfinden soll.
00:02:17: Und weiß,
00:02:17: weil sie auch immer adaptiert ist auf die Handlung, auf diese ganzen Sprachen.
00:02:20: Richtig, richtig.
00:02:21: Sie musste einfach weitergehen und niemand, auch wir, die wir damit beschäftigt waren und vorher gedacht haben, wie bitte aber auf Deutsch?
00:02:29: Dann wird das ja schlager oder wird das pop?
00:02:32: Was ist es denn jetzt?
00:02:33: Aber waren wir auch alle sehr kritisch.
00:02:35: Aber es hatte, wir hatten dann bei den Proben gemerkt, dass es wahnsinnig toll funktioniert hat.
00:02:40: Und es auch richtig war.
00:02:41: Und Thomas Gottschalk sagte eben, ne, bei Wettendass müssen sie alles auf Englisch machen.
00:02:45: Das haben wir dann getan, diese Aufnahmen gibt es ja auch.
00:02:48: Und ungefähr eine Woche später, vielleicht zwei Wochen, ich weiß es nicht mehr, ist auch ein bisschen, sagte er dann, als wir in der Sendung waren, ne, quatsch, als er dann bei uns in der Premiere war.
00:02:59: Warum haben die denn bei mir?
00:03:01: Das alles auf Englisch gemacht.
00:03:03: Das werde ich auch nie vergessen.
00:03:05: Aber es ist doch eh relativ aktuell, dass Thomas Gottschalk ja ab und zu so Sachen sagt.
00:03:10: Ja, der ist einfach sehr spontan, das sage ich mal.
00:03:15: Genau.
00:03:16: Und wie viele Jahre hast du das dann eigentlich gespielt?
00:03:18: Tatsächlich war es, wenn man das jetzt zurückschaut, war es... Nur fünf Jahre mit tausend zweihundert Schoß.
00:03:24: Ja,
00:03:25: nur ist auch...
00:03:26: Also fünf Jahre sind schon für einen Long Run Stück, das ist schon echt viel.
00:03:30: Und ich würde es auch mit keinem anderen Stück, glaube ich, hätte machen können.
00:03:34: Würde hätte machen können.
00:03:36: Aber das war einfach mal bei mir, ist so positiv und die Rolle ist toll.
00:03:41: Es ist einfach ein positives Stück.
00:03:43: Ja, super.
00:03:44: Und es ist ja auch, und da sind wir schon im Thema drin, es geht ja immer mal mir auch um eine Familie.
00:03:50: Es gibt immer so eine Mutter-Tochter-Beziehung und wer ist Papa und so.
00:03:54: Und ich würde sagen, weil wir kommen immer wieder in der Sendung auf dich, weil ich glaube, ich da sich viel ergibt aus den Filmen, aber ich würde sagen, wir ziehen uns mal einen kleinen Teaser rein von unserem ersten Film, den du mitgebracht hast.
00:04:06: Nämlich, lass los von und mit Josefine Bornebusch.
00:04:21: Slepto...
00:04:26: Lasst los, Schweden, zwei, tausend, vierundzwanzig.
00:04:59: Wir haben in den Filmen getrennt voneinander geguckt und ich habe mir gestern Abend vor uns heute Morgen getroffen für den zweiten Film angeguckt und ich muss sagen, also ich habe ja die Vorne.
00:05:11: davor war Christina Ranzogast, eine Sportjournalistin und ich haben mit ihr geredet, ob sie auch geht, weil ich so seitdem ich vierzig geworden bin, muss ich immer ganz schnell weinen bei Filmen.
00:05:22: Und bei Lasslos hat es nicht lange gedauert, dass sich so drehen und aufgestaut haben.
00:05:29: Vielleicht erzählen wir mal ganz kurz, worum es in dem Film geht.
00:05:33: Und zwar Josefine Bornebusch, die diesen Film auch geschrieben hat und die Regie führt, spielt die Hauptrolle, nämlich eine Mutter, die von ihrem Ehemann gesagt bekommt, er möchte sich scheiden lassen.
00:05:45: Und sie sagt, du kommst jetzt noch einmal mit, unsere pubertierende Tochter.
00:05:49: Tant, was ja auch so ein skurriles Detail im Film ist, beim Pole Dance-Wettbewerb mit.
00:05:54: Und wir nehmen unseren kleinen Sohn, der ist so zehn Jahre, der immer so eine Wrestling-Maske trägt, den nehmen wir mit.
00:06:00: Und wir sind noch einmal Familie.
00:06:01: Und wenn du diesen Familienurlaub mit mir gemacht hast, dann werd ich in die Scheidung einbilligen.
00:06:07: Und was wir dann im Laufe des Films erfahren ist, dass die Mutter, ja, ich glaube, Brustkrebs hat, wenn ich das richtig gesehen habe.
00:06:15: Oder ist ein Krebs der schon streut und auch in der Brust.
00:06:18: Und sie möchte einfach nochmal diese Familie zusammenbringen.
00:06:23: Und es ist fast sozusagen ihre letzte Reise.
00:06:26: Und diese ganze Familie, die sehr zerstritten ist am Anfang, nehrt sich eben im Verlauf dieser Reise an.
00:06:33: Du hast natürlich jetzt schon den Platt
00:06:34: vorher.
00:06:35: Ich weiß, aber ich wollte es einfach sagen.
00:06:37: Ich weiß, ich habe jetzt schon einen an Spoiler nach dem anderen.
00:06:40: Ich finde
00:06:40: nur... Wie soll man darüber reden?
00:06:42: Ja, wie soll man darüber reden?
00:06:44: Und ich finde, das ist halt so ein Film.
00:06:45: Ich finde, da kann ich das von einem von dem Schluss erzählen.
00:06:48: Aber dieser Film ist so ein Gewinn.
00:06:49: Ich hätte nicht damit gerechnet, dass der so gut ist.
00:06:52: Also auch wenn ich die Handlung kenne, dass sie noch so viele Dinge drehen.
00:06:56: Man kann sich den gut angucken.
00:06:58: Und es ist auch wirklich so, dass die Schauspielerin, die es auch geschrieben hat.
00:07:02: ja so sensationell spielt und man gar nicht von diesem Mann so genervt ist, weil er so doof ist und dann irgendwann sich erstes auch vieles vieles ändert und das auch so klug erzählt ist.
00:07:18: und also ich kann es denen nur empfehlen.
00:07:20: und der ist mir über Netflix entgegengekommen und ich bin ich bin einfach reine gegangen in den film weil ich gedacht habe Der Titel, der hat mich so angesprochen.
00:07:31: Lass los.
00:07:32: Lass los, ja.
00:07:33: Was hatte ich an dem Titel angesprochen?
00:07:35: Ja, vieles.
00:07:37: Nein, also sag mal so, ja, das ist mein Problem.
00:07:39: Da gibt's das Film drüber.
00:07:42: Naja, jeder hat irgendwie so seine Problemchen, sag ich halt so.
00:07:47: Und oft wird einem ja gesagt, ah, man lass los, ja.
00:07:52: Was lässt man denn einfach los?
00:07:54: Was soll man denn eigentlich loslassen?
00:07:56: Und bei mir waren es natürlich auch viele, Trauer, ich hatte viel Trauer in mir.
00:08:02: Und meine Tochter, vor allen Dingen auch sehr, sehr große.
00:08:05: Und ja, irgendwann kam mir dieser Titel deswegen, glaube ich, vor die Nase.
00:08:11: Und ich habe es gesehen, dachte, das ist das ein Thema.
00:08:14: Auch die Verstorbenheit loszulassen.
00:08:19: Oder die Trennung.
00:08:20: Also, ich bin ja auch getrennt.
00:08:21: Ich habe ja auch eine Ehe hinter mir.
00:08:23: Zwei, by the way.
00:08:26: Und die eine war, es waren...
00:08:28: Sag mal, so nach der zweiten Scheinung hast du aufgehört zu zählen.
00:08:30: Da
00:08:30: hab ich ja aufgehört zu zählen.
00:08:33: Aber ja, genau, wenn man das erzählen darf, also du hast ja sozusagen, du hast eine Tochter in der Karo-Süffel schon an der Whiskey-Flasche.
00:08:41: Nein, das ist wirklich Kaffee.
00:08:44: Und zwar, du hast ja eine Tochter aus deiner ersten Ehe, die ist auch Tänzerin, was finde ich auch so eine... Interessante Parallel mit dem Film ist, weil ihr das Mädchen ja auch Tänzerin ist.
00:08:53: Sie ist nicht nur Tänzerin, aber sie ist auch
00:08:56: Performerin und
00:08:57: wie ihr Vater es war.
00:09:00: Genau.
00:09:00: Und dann der Vater von deiner Tochter, also ihr habt euch getrennt und der ist auch sozusagen wie die Mutter auslasslos verstorben.
00:09:09: Genau.
00:09:11: Dann würdest du auch sagen, dass ... Hat der auch geholfen dieser Film, das zu verarbeiten oder gut das zu sehen?
00:09:18: Ja, in jeglicher Hinsicht.
00:09:20: Also das, was damals mit dem Vater meiner Tochter mit Piotre passiert ist, dass er eben auch, also umgekehrt für ihn, er musste loslassen.
00:09:32: Und man kann das ja auch für jemanden Anders.
00:09:37: Der Satz gilt auch für jemand anders und nicht nur für einen selber.
00:09:40: Ich habe auch ganz viel an Ihnen gedacht bei diesem Satz.
00:09:43: Und dachte, er muss loslassen.
00:09:46: Und letztendlich hat er losgelassen und ist auch gestorben.
00:09:48: Und das unter schrecklichen Umständen.
00:09:53: Und ich hatte damals jetzt Tragik.
00:09:56: Komik liegt ja so nah beieinander.
00:09:58: Als ich mich getrennt hatte damals von ihm, war Selene acht, sieben, acht.
00:10:05: Und es war zur Mama-Mir-Zeit.
00:10:09: Und da habe ich ja jeden Abend gesungen, ich will nichts mehr hören, nicht mehr drüber reden.
00:10:18: Tut es mir auch weh aus, da traue ich mich.
00:10:20: Also da habe ich jeden Abend bei Mama-Mir losgelassen.
00:10:25: Also ich sage, ich mache mich ein bisschen lustig darüber, nicht lustig, aber ...
00:10:29: Du versuchst es mit Humor zu nehmen.
00:10:30: Ich versuche es mit Humor zu nehmen.
00:10:31: Und sehr viel Lichter, immer Humor, Lichter auch ganz viel Trauer immer.
00:10:36: Total, also das macht ja irgendwie guten Humor aus.
00:10:38: und das ist, finde ich eben auch, was diesen Film lastlos so auszeichnet, weil erst am Anfang dachte ich mir, ach, das ist ja so ein bisschen Lil Miss Sunshine und er hat ja auch so Parallelen, aber das ist natürlich das Skandinavische im Film gestattet, auch dunklere Töne.
00:10:59: Was ich so toll finde.
00:11:01: Ich liebe dieses gandienawischen Krimis.
00:11:04: Die Thriller.
00:11:05: Da könnte ich mich dumm und düsselig gucken.
00:11:08: Ja, das ist, die sagt man dann zu spät, Karo.
00:11:11: Ja, Mensch, was soll ich sagen?
00:11:15: Nein, absolut, die haben eine tolle Ästhetik, eine tolle Erzielweise.
00:11:20: Um jetzt auf diesen Film wiederzukommen, ich finde, es sind so wahnsinnig gute Sätze auch drin, die man auch so hört.
00:11:27: weil die auch der Wahrheit ja manchmal standhalten, manchmal auch nicht.
00:11:30: Also was wir im teaser gehört haben, das ist auch der erste Satz des Films.
00:11:34: Der Vater ist ja Partherapeut.
00:11:37: Ja, der nervt.
00:11:40: Ja, wahnsinnig nervt.
00:11:41: Und das ist schon so ein super Point, der am Anfang, weil man sieht in so einer Montage, in der sitzen mit diesen ganzen Paaren.
00:11:50: Und dann sagt er, ja, Kommunikation ist wichtig, Kommunikation ist das alles.
00:11:54: Dann sehen wir nach Hause kommen und die Mutter sagt zu den Jungen, der in der ersten Einschränkung im Umhang mit seiner Wrestlingmaske da im Garten steht und so wütend ging das.
00:12:03: Gartenhaus dritt, dann so, komm, manchmal ist man böse, das ist so in Ordnung.
00:12:07: Und dann sagt sie der Tochter, wie du hast mir eine Unterschrift gefälscht, du kannst nicht mir eine Unterschrift für die Schule, also für diesen Wettbewerb fälschen.
00:12:14: Also die Mutter ist voll in Kommunikation und sie sitzen alle am Abendessen-Tisch und alle streiten und schreien doch aneinander, der Junge ist ja auch Gluten.
00:12:23: Und
00:12:23: Verträglichkeit.
00:12:23: Hat ein Gluten und Verträglichkeit.
00:12:25: Es ist alles Wahnsinn.
00:12:26: Und der Vater sitzt nur schweigend daneben.
00:12:30: Und dann denkst du, ah ja, Kommunikation ist alles.
00:12:32: Und das Erste, was er dann sagt, wenn die Kinder raus sind, ist, was wir auch im Teaser gehört haben, ich will mich scheiden lassen.
00:12:39: Und mir ging es auch so, ich dachte mir auch, alter, der nervt, dieser Typ nervt.
00:12:44: Und das ist ja auch, bevor man so im letzten Drittel oder in der Hälfte erfährt, dass sie ja im Krebs hat.
00:12:51: Genau, und er sich auf einmal auch ganz anders entwickelt.
00:12:54: Ja.
00:12:55: Das finde ich dann.
00:12:56: Faszinierend.
00:12:57: Das ist wirklich faszinierend, weil er dann plötzlich, also er versucht sich ja Mühe zu geben.
00:13:04: Es gibt diese wunderbare Szene an der Tankstelle, wo die ja draußen stehen und er heimlich mit seiner geliebten telefoniert und sie dabei erwischt.
00:13:15: und die Kinder sitzen im Auto und sehen und sagen, von innen vom Auto ist auch wunderbar gefilmt, draußen die Eltern streiten und dann sagt sie ja so zu ihm, Ja, du kannst doch einmal irgendwie fröhlich sein und sympathisch sein und irgendwie die Sachen mal positiv nehmen.
00:13:32: Und dann macht er etwas, wo ich auch sage, oh Gott, das kenn ich auch von mir und wahrscheinlich erkennst du dich auch.
00:13:38: Weißt du, dann wird er ja so zynisch.
00:13:39: Dann setzt er sich und sagt, ich bin fröhlich, komm, wir fahren jetzt zum Hotel.
00:13:43: Das wird toll beim Hotel und so.
00:13:44: Und man merkt so, er meint es nicht so.
00:13:48: Er meint es so, er verarscht das eigentlich.
00:13:51: Und das fand ich in diesem Film so gut, weil ... Du wirklich diese Leute, die sind alle irgendwie sympathisch und nicht sympathisch.
00:13:59: Also es wird denen dann alles gestattet von der Regisseurin.
00:14:03: Das großartig.
00:14:04: Das großartig, absolut.
00:14:07: Aber er bringt sich auch mit diesem Satz und mit diesem Verhalten, bringt er sich ja letztendlich in die richtige Position.
00:14:15: Absolut, stimmt.
00:14:15: Er redet sich es irgendwie dann ein dadurch.
00:14:18: Genau.
00:14:18: Und das sage ich auch immer wieder.
00:14:19: Man kann sich sein Leben, wie man es haben möchte, Einreden.
00:14:26: Ah, Selbstsuggestion, Autosuggestion.
00:14:28: Ja, man kann, also das sagt man, wenn man es ins Universum immer was Positives schickt, dann kriegt man da auch was Positives zurück.
00:14:35: Das klappt vielleicht nicht immer, aber wenn man es wirklich meint und ja, Krankheiten sind Krankheiten, klar.
00:14:43: Aber ich habe das so empfunden in dem Augenblick vielleicht, weil ich aber auch so bin, weil ich mir das dann lieber die Dinge schön rede.
00:14:51: Aber hast du so eine Geschichte, wo du sagst, Da hat es für dich so geklappt, dass du sagst, du warst down, du konntest eigentlich durch Positives Denken so dahin bringen.
00:15:01: Ne, konkrete, ja, naja.
00:15:03: Kommt ein Gleichnis,
00:15:04: K.O.,
00:15:05: sprich zu
00:15:05: uns.
00:15:07: Ja, nee, ich kann das für mich nur auf meine Erlebnisse ziehen, beziehen.
00:15:13: Also, wenn ich... Wieso?
00:15:15: Ich weiß nicht, was da... Es gibt
00:15:16: so vieles.
00:15:17: Ja, ja, mir ist so eingefallen, du hast es mir mal erzählt.
00:15:21: dass das ja mit Mama Mia, also auch wenn du sagst, ich will mit Mama Mia reden.
00:15:25: Wir reden auch gerne über deine anderen Sachen.
00:15:26: Aber das war so interessant, weil du ja da eigentlich auch schon so sagtest, poh, ich weiß jetzt nicht, mit Bühne und mach ich das.
00:15:34: Und dann gab es ja einem Gemeinsam Bekannten von uns, Rishu, der zu dir sagte, Kau, du gehst da jetzt hin.
00:15:40: Das ist deine Rolle.
00:15:44: Ja, das habe ich dann... gemacht, das ist jetzt auf Mama Mia bezogen, aber eben ist noch was anderes eingefallen, wo ich mir das positiv geredet habe, beziehungsweise negativ.
00:15:55: und das hatte sich da, das war eine ganz gruselige Zeit und zwar ist die noch gar nicht lange her.
00:16:01: Ich habe ja in diesem Jahr mein vierzigjähriges Bühnejubiläum.
00:16:03: Ich mache einen Abente, heißt Best of Alles.
00:16:07: Das bedeutet, aus vierzig Jahren such mal die besten Songs und die besten Szenen oder die besten Geschichten oder oder oder raus aus meinem persönlichen künstlerischen Leben.
00:16:19: Was unglaublich schwer war, als ich mich mit meiner Vergangenheit beschäftigt habe, habe ich erst mal gemerkt, wie es mir überhaupt nicht gut geht.
00:16:29: ging und ich mir alles schlecht geredet habe und da hat das nicht geklappt, da hatte ich den Plattenvertrag, das hat nicht geklappt, denn das ist ja, Mama mir, ja klar, das hat geklappt, aber und danach, ja dann, also ich habe alles, alles was ich gemacht habe.
00:16:47: in so vielen Bereichen gearbeitet, musikalisch, in so vielen unterschiedlichen Stilen dazu, auch Klassik Heavy Metal, sage ich nur, oder überhaupt egal, was ich gemacht habe, künstlerisch, habe ich mir alles schlecht geredet und musste aber einen Abend machen, um zu sagen, das sind meine Lieblingssongs oder ich muss das Beste aus alles an einem Abend machen.
00:17:09: Das schaffe ich ja sowieso nicht, weil es ja viel zu lang geht, dann müsste ich ja drei Tage machen.
00:17:14: ein Konzert geben.
00:17:16: Also habe ich mir schlecht geredet und dann habe ich gedacht, ich kann gar nicht über mich selber sprechen, weil ich mich überhaupt nicht mochte.
00:17:21: Ich mochte mich einfach gar nicht.
00:17:23: Ich habe dann eine Moderatorin, Theresa von Tiedemann, bzw.
00:17:26: Theresa Pöls, heißt sie ja jetzt, mit dazugenommen, die, wo ich gesagt habe, die sollen mich interviewen.
00:17:32: Aber ich bin ja sehr improvisatorisch, also sie auch, da ist gar kein Problem.
00:17:37: Aber der Abend war nicht so, wie ich es mir gedacht habe.
00:17:41: Wo ich gedacht habe, jetzt hat sie mir leid, sie konnte gar nicht mich richtig was fragen.
00:17:46: Ich wollte auch gar nicht antworten.
00:17:49: Ich verhaspelte mich und habe nach diesem Abend gemerkt.
00:17:56: womit ich eigentlich wirklich Probleme hatte.
00:17:59: Nämlich mit meiner ganzen künstlerischen Laftbahn und mit den ganzen Trauerfällen, die ich eigentlich gar nicht verarbeitet hatte.
00:18:06: Die ja seit Jahrzehntausendsehnten leider sehr viel passiert sind.
00:18:12: Und danach habe ich gesagt, so, jetzt muss es anders laufen.
00:18:16: Ich muss mal den Dreh bekommen, wieder die Positivität zu bekommen.
00:18:21: positiv zu sein.
00:18:22: Das ist auch, was meine Beziehung tritt.
00:18:24: Also das wirkliche Privatleben auch.
00:18:27: Das Leben mit meiner Tochter, die ja gar nicht mehr bei mir ist, sondern woanders erlebt.
00:18:31: Alles zusammen, alles zusammen.
00:18:33: Jetzt geht es in eine andere Richtung.
00:18:36: Und seitdem ich das für mich, und ich bin jetzt zweiundsechzig und habe vierzig Jahre schon hinter mir, Bühnentätigkeit, jetzt erst merke ich, Wie toll ist das denn?
00:18:48: Was ist denn das für ein tolles Gefühl?
00:18:50: Und jetzt weiß ich, wohin ich will, ob das den anderen passt oder nicht.
00:18:54: Das ist mir doch egal.
00:18:55: Ich meine, das war schon immer meine Einstellung.
00:18:57: Aber das zu diesem Thema, ja?
00:18:59: Ja, super, super.
00:19:01: Das muss ich sagen.
00:19:02: Also man kann sich das Leben schwerer machen, wenn man eben zu andauernd negativ denkt.
00:19:07: Ja, super.
00:19:08: Jetzt muss ich, das hast du so viel rausgehauen, ich muss jetzt auch mal ordnen.
00:19:11: Jetzt wollen wir ja auch mal ganz kurz sagen, best of alles ist dein Bündnenjubiläumstour.
00:19:15: Genau.
00:19:16: Was aber nächstes Jahr weitergeht, weil es so viel Inhalt immer noch gibt.
00:19:21: Genau.
00:19:21: Und es kommt ja immer was dazu.
00:19:22: Also du hast jetzt einige Abente damit bestritten und bist aber auch sozusagen ab Januar on Tour und du hast, glaub ich, hast du nicht auch eine Homepage, Caro?
00:19:33: Aber ich hab auch eine Homepage.
00:19:34: Ich hab auch
00:19:35: Instagram.
00:19:38: Karo
00:19:39: hat doch Internet zu Hause und Festnetz.
00:19:41: Er hat sie alles.
00:19:43: Sag mal deine Email-Adresse, deine Website.
00:19:47: Ich glaube,
00:19:48: es ist www.kaolinfordenbaraminus.com.
00:19:51: Okay, googelt
00:19:52: einfach ihren Namen.
00:19:53: Einfach meinen Namen, da kommt die Website.
00:19:54: Die muss
00:19:55: auch unbedingt dringend, auch das, ne?
00:19:57: Die muss dringend überarbeitet werden.
00:19:59: Die ist immer mit Lange.
00:20:01: Nee,
00:20:01: das kommt
00:20:02: neu.
00:20:03: Also die ist okay, ja.
00:20:04: Aber ich möchte ja von neuem Foto sagen.
00:20:06: mich ja jetzt auch schon wieder verändert.
00:20:09: Du siehst genau aus wie vor vierzig Jahren auf deinem Bild und die Bühne.
00:20:13: Auf jeden Fall.
00:20:13: Also ich bin etwas verrückter und seriöser geworden.
00:20:16: Beides zusammen.
00:20:17: Natürlich.
00:20:18: Natürlich.
00:20:19: Also jedenfalls muss die Website ein bisschen...
00:20:22: Carolin Fortenbacher.
00:20:23: Seriös.
00:20:23: Ich verkaufe ihn auch in Gebrauchtwagen.
00:20:26: Und singe dann was dazu.
00:20:30: Die Termine guckt auf Chaos Website nach oder folgt ihr auf Instagram.
00:20:34: Wenn ihr das noch nicht tut.
00:20:36: Und jetzt, ich bin herrlich geworden, Heavy Metal.
00:20:40: Hast du eine Heavy Metal Band auch noch gehabt, Caro?
00:20:43: Ja, ich bin da, das war ungefähr, ich glaube zur Tabaluga-Zeit, da kurz danach.
00:20:48: Tabaluga, glaube ich, habe ich gemacht, zweitausend.
00:20:51: Das Tabaluga auch gemacht?
00:20:52: Tabaluga
00:20:52: habe ich auch gemacht, genau.
00:20:54: Und zur Tabaluga-Zeit kam, habe ich dann als zum Geburtstag von Tabaluga.
00:20:58: Hieß es von der Rockband, die damals ja gespielt hat bei Tabaluga.
00:21:01: Die hatten gesagt für uns, also ich hatte die schwarze Spinne gespielt.
00:21:05: im Theaterzentrum in Oberhausen.
00:21:08: Plätze fassen das Haus.
00:21:09: Toll, toll war das.
00:21:11: Tolle Stück, alles fantastisch.
00:21:13: Und die sagten dann damals, der, ich hab's ja auch nicht vergessen, der Bandchef sagte damals.
00:21:19: Wie hieß der Matz?
00:21:20: Nee, ich will den noch gar nicht, ich weiß, ich hab's ehrlich, ich hab's vergessen.
00:21:23: Achst du das vergessen?
00:21:24: Ich hab's
00:21:25: wirklich.
00:21:25: Irgendwo bricht ein Mettler Herz.
00:21:27: Nein, nein, nee, der nicht, der nicht.
00:21:28: Sondern es war immer erst mal ganz anders, der sagte, wir machen ein Rock-Konzert, also alle sollen sich ein Rock und Pop-Song aussuchen und ich so, ja, ja.
00:21:37: Ich mache König in der Nacht.
00:21:38: Und er sagte tatsächlich zu mir, ich meine Musiker, ja?
00:21:44: Von welcher
00:21:46: Band ist
00:21:46: das?
00:21:48: Ja, von welcher Ehrlich.
00:21:51: Das war ganz schlimm.
00:21:52: Und dann sagt er, du Mozart?
00:21:54: Ach, nee, das geht doch gar nicht.
00:21:56: Das geht doch nicht.
00:21:56: Ich sag doch, ich habe einen Arrangement.
00:21:59: für eine Band und versuch das doch einfach mal.
00:22:02: Und so habe ich mir in Hamburg hier ein vier Meter hohen Thron geliehen von Film- und Weltenausstattung hier in Hamburg.
00:22:07: Und einen riesen Kostüm machen lassen, ein Lederteil und da stand ich dann vier Meter in Höhe mit einer grünen Perücke, eine Seite Punk, eine andere Seite normal und habe diese Königin nacht in Heavy Metal geschmettert.
00:22:21: Und das war ein riesen Ding.
00:22:22: und dann habe ich ja damals meinen sogenannten Metalproduzenten kennengelernt.
00:22:28: Und der sagt, wir machen das mit der Metal Band mit meiner und die heißt Metallium.
00:22:34: Und der hat mit mir dieses Dingstage gemacht.
00:22:37: Ja, diese Königin der Nacht und Rock.
00:22:39: Das war ein Versuch damals.
00:22:43: Das
00:22:43: war vor Evanescence.
00:22:45: Was ist Evanescence?
00:22:46: Ich kenne mich
00:22:47: nur bei Filmen und Theaterausgauen.
00:22:49: Evanescence ist eine Metalband und ich finde die ganz toll.
00:22:53: Die sind auch bekannt, sehr bekannt geworden, aber erst viel später.
00:22:56: Und ich war ein bisschen früher, aber das war noch nichts.
00:22:58: Und die haben dann auch so klassische Musik als Metal gespielt oder was?
00:23:02: Nee, eben die nicht.
00:23:03: Aber ich hab immer gesagt, ich möchte Klassik Rock machen.
00:23:07: Aber das war nichts für Deutschland.
00:23:09: Das haben wir gesungen, ne?
00:23:10: Das war eben, wenn ich damals dachte, schon Warner, nee, das ist nix, nee, nee, nee, das ist nix.
00:23:15: Und dann haben wir es einfach nur probiert, aber dann ist nichts sonst geworden.
00:23:19: Und später hab ich ja noch mal einen Plattenvertrag gehabt.
00:23:22: Genau, und da hast du dieses Album gemacht, wo die FAZ habe ich jetzt nochmal gelesen.
00:23:26: Die FAZ hat deine Hymne drüber geschrieben über deinen Album und eben auch über deinen Beitrag für die Vorauswahl des deutschen Song Contests.
00:23:34: Hat
00:23:34: die FAZ eine Hymne geschrieben?
00:23:36: Ja, aber hallo.
00:23:36: Hab ich doch gleich gelesen.
00:23:38: Im Ernst?
00:23:39: Ja, total wirklich.
00:23:40: Ja, von damals ist das.
00:23:41: Aber siehst du, das gehört auch dazu.
00:23:43: Ich habe mir alles schlecht geredet, weil natürlich damals dieser Grand Prix vorentscheid, als ich dann dabei war mit dem Song hinterm Ozean, ja auch nicht geklappt hatte.
00:23:51: Das war aber damals...
00:23:52: Genau, und da haben die nämlich... Da
00:23:54: waren die New Angels...
00:23:55: Ja genau, die New Angels, die Bösen, die New Angels müssen nur... Aber gut, sie haben es auch gesagt, das sehen keine Engel.
00:24:01: Aber da hat die RFAZ eben geschrieben, dass dieser Song großartig ist und so, dass man da schon sah, wie toll du Musik machst und dann über dein Album das auch geschrieben.
00:24:10: Ja, das war
00:24:11: immer auf dicke Hose, habe ich immer gesagt.
00:24:15: London Symphonieorchester, Prager Symphonieorchester, also das ist schon.
00:24:20: Aber es war trotzdem nicht für mich, für die Performance auf der Bühne war es nicht das Richtige.
00:24:24: Ja, okay, okay.
00:24:25: Also jetzt wäre ich soweit.
00:24:27: Aber damals wollte ich mich einfach immer noch, also hier will ich immer noch, ich bin ein physischer Mensch.
00:24:33: Ja, es war immer nur die Diva in der Windmaschine, sag ich immer, ne?
00:24:37: Ja,
00:24:37: ich verstehe.
00:24:39: Hinter dem Onsen.
00:24:40: Und da bist du im Vorsitz.
00:24:42: gegen den New Angels, gegen wen bist du noch angetreten?
00:24:44: Bist du nicht auch, weil ich hatte nämlich auch als Gast hier den Gitaristen von Marquez.
00:24:49: Marquez war auch dabei.
00:24:50: Genau, weil ich hatte nämlich vom Paar sein, um Christian und Dominik Decker zu Gast.
00:24:54: Christian ist der Gitarist von Marquez und Dominik Decker ist der Bassist von Furious Lord der Haus und die sind Brüder.
00:25:01: Und wir haben eben auch hier über Filme gesprochen, da wo du sitzt, saß Dominic Decker.
00:25:05: Und der hat gesagt, ja, den Karo den Forten macht.
00:25:07: Das war ein großartiger Song.
00:25:09: Ich kann mich noch erinnern.
00:25:10: Genau, ah, die kommt auch.
00:25:11: Super cool und so.
00:25:13: Also du siehst so, ja, genau.
00:25:16: Das hätte ich auch nicht gedacht, dass wir Karo Fortenbacher hier aufbauen müssen.
00:25:18: Dann bin ich fertig, dann kommt
00:25:20: sie in meine Sendung.
00:25:23: Hat alles falsch
00:25:24: gemacht.
00:25:25: Nee, man muss sich... Manchmal ist man traurig und dann muss man sich selber wieder zusammenreißen.
00:25:30: Ich habe so viel gemacht und es war alles so schön.
00:25:34: Ja, man muss das wirklich positiv sehen.
00:25:37: Ich habe ganz viel Erfolg gehabt.
00:25:38: Das ist halt nicht dieser Erfolg, so was man sagt, der kommerzielle Erfolg über diese großen Massen an Stadien oder so.
00:25:45: Wenn man daran den Erfolg misst, dann sagt man natürlich, okay, also kein Erfolg gehabt.
00:25:50: Aber das ist ja falsch.
00:25:52: Ich meine, Tim Tarmusch ist einer der größten Filmemacher unbestritten.
00:25:56: Und der hat nie einen Blockbuster gemacht.
00:25:58: Also, das läuft auch eher im kleineren Programmkino als im Cinemax.
00:26:04: Und jetzt, weil wir auch sagen, positiv, dann lass uns noch mal zu diesem Film zurückgehen.
00:26:10: Weil diese Mutter ja eine unglaubliche Gestalt sind, lass los.
00:26:15: Weil die ja wirklich in diesem Bewusstsein sind, dass ... dass sie wahrscheinlich sterben wird, diese Familie wieder zusammenbringt.
00:26:23: Und was ja so toll ist, sie entwickelt ja, indem sie auch so schafft, diese Familie zusammenzubringen.
00:26:30: So eine unglaubliche Lebenslust, die wunderschön ist.
00:26:36: Und das bricht einem das Herz.
00:26:38: Ich sag das jetzt einfach, weil ich lieber Spoiler, weil ich weiß einfach, meine Leute sagen, oh Gott, ich kann es mir nicht angucken.
00:26:44: Weil es ist so traurig.
00:26:45: Und ich finde, man soll sich es aber trotzdem angucken, obwohl es so traurig ist.
00:26:48: Weil es wirklich traurig schön.
00:26:50: Weil der Film endet ja damit, dass sie dann ja später wieder losfahren zu dem Wettbewerb.
00:26:55: Und die Mutter nicht mehr dabei.
00:26:57: Richtig.
00:26:57: Und dass sie diese Kraft besessen hat, nichts zu sagen.
00:27:02: Das fand ich.
00:27:04: Ich würde das ja alles ausplappern, aber das ist ja eine riesen Stärke in dieser Rolle.
00:27:09: und das, was diese Frau gespielt hat und geschrieben hat.
00:27:12: Ja, unglaublich.
00:27:14: Ich habe auch gesehen, dass Josef in den Bornenbusch, die hat bald wieder, ich hoffe, ich spreche es richtig aus, die hat auch einen neuen Film auf Netflix bald.
00:27:22: Ich bin gespannt, der heißt The Storm.
00:27:25: keine Ahnung, also Gustav Skarsgard, einer von dieser Skarsgard-Familie, spielt auch mit.
00:27:29: Und demnächst auf Netflix, muss ich auch sehen.
00:27:32: Und übrigens, ich hab nachgeguckt, ich weiß nicht, ob du diese Miniserie gesehen hast, da hat sie auch ein paar Episoden inszenet.
00:27:38: Und zwar bei Rain Tier Baby.
00:27:41: Hast du noch nicht gesehen?
00:27:42: Oh, musst du sehen.
00:27:44: Das ist eine ganz tolle Miniserie.
00:27:46: Und du guckst ja ganz, ganz Serien, hast du ja schon gesagt?
00:27:49: Ja, ich habe eben jetzt auch ... Es
00:27:52: geht auch in Richtung Krimi ein bisschen.
00:27:53: Ich hab' jetzt auch
00:27:54: gerade so eine Krimiserie Schwedische gesehen.
00:27:59: Jetzt komm' ich nicht drauf auf die Titel.
00:28:01: Kuckuck's, irgendwann mit Krug.
00:28:02: Ja, du wolltest es mir vorhin schon sagen.
00:28:05: Kuckuck's, ur ich weiß nicht.
00:28:07: Dann bleiben wir einfach bei den Sachen, wo wir was sicher haben.
00:28:10: Ja, genau.
00:28:10: Was wir haben schon.
00:28:11: Ja,
00:28:12: was wir schon haben schon.
00:28:13: Also, lasst los.
00:28:15: Läuft auf Netflix.
00:28:16: Könnte dort sehen.
00:28:17: Ist eine absolute Seeempfehlung.
00:28:20: Und auch wenn das Thema ... Schwer und traurig ist, es ist wirklich ein Film, der auch immer eine gewisse Leichtigkeit und wirklich einen wunderbaren Humor hat.
00:28:30: Und apropos Leichtigkeit-Humor, jetzt kommen wir zu meinem Film.
00:28:35: Und zwar von den Brüdern Weitz mit Hugh Grant in der Hauptrolle und dem jungen Nikolas Hult, about a boy.
00:28:43: Mein Gott.
00:28:45: So gut.
00:28:49: Das Leben
00:28:50: eines Menschen ist wie eine TV-Show.
00:29:04: Genau, about a boy von Chris und Paul Weitz, die absurderweise vorher nämlich American Pie gedreht haben, was man Gott sei Dank in dem Film nicht ansieht, eine britische Komödie nach einem Bestseller von Nick Hornbillen.
00:29:19: Fantastisch.
00:29:20: Ja.
00:29:21: Ich fand es super, dass du ... Weil ich hab gesagt, das ist der Film für mich.
00:29:25: Erzählte einiges über Familie.
00:29:26: Und dann hast du gesagt, du kennst den gar nicht.
00:29:29: Nein, ich hab den noch nie gesehen.
00:29:30: Und ich finde den fantastisch.
00:29:33: Und es ist wieder so, dass ich sage, da ist so ein schöner Humor drin und so eine Leichtigkeit.
00:29:39: Und auf einmal packt es dich und ich weine.
00:29:42: Ja, das haben wir auch bei der Kräftigkeit gemacht.
00:29:44: Viel gelacht, sehr laut.
00:29:46: Das ist
00:29:46: wirklich irre, weil der so berührend ist.
00:29:48: Ja.
00:29:49: Das wirklich.
00:29:50: Wir erzählen auch mal ganz kurz, worum es geht.
00:29:52: Will, gespielt von Hugh Grant, ist, muss man einfach sagen, der egoistischste, oberflächlichste Mensch, den man sich vorstellen kann.
00:30:00: Er lebt von den Tantjemen seines verstorbenen Vaters, der mal so ein Weihnachtshit geschrieben hat.
00:30:05: Und hat eigentlich immer nur erfahren und lernt, weil er sich so gedacht hat, ah, wenn ich so Single-Mütter aufreiße, weil die sind ja dann irgendwie dann nicht bereit, dann muss ich nicht Schluss machen, sondern... Die machen Schluss, weil die so merken, oh Gott, nein, das war eine schöne Zeit, aber ich kann mich nicht auf eine neue Beziehung einlassen.
00:30:22: Und lernt das über Umwege einer kleinen Jungen kennen, nämlich Markus.
00:30:28: Markus ist die erste Filmrolle von Nikolas Hult, auf dem wir vielleicht gleich sprengen können.
00:30:33: Kau, guck ihn ganz überrascht an.
00:30:35: Wer ist Nikolas Hult?
00:30:36: Du hast den hundert Boar schon mehrmals gesehen.
00:30:38: Und sie freuen sich an.
00:30:40: Also eigentlich, was interessant ist, dieser Egoist beginnt, für diesen jungen Verantwortung zu übernehmen.
00:30:46: Und was auch so schön ist, der Junge übernimmt auch irgendwann Verantwortung für den Mann.
00:30:51: Und da gehen die beide, es ist ja bald Weihnachten, da darf er auch ein bisschen an das gute Menschen klauen.
00:30:58: Und beide reifen daran.
00:31:01: Mein Gott, diese Szene, wo sie zum
00:31:06: Schluss
00:31:13: am Weihnachtstisch sitzen, alle zusammen.
00:31:16: Da war ich lost.
00:31:18: Man muss sich neben dem Film einfach angucken.
00:31:21: Wir werden jetzt auch viel über diesen Film erzählen, aber trotzdem, es lohnt sich Leute, auch wenn ihr jetzt einzelne Sachen kennt.
00:31:26: Was du, glaube ich, meinst, ist, Will sagt ja am Anfang des Films, Jeder Mensch ist eine Insel.
00:31:31: Und ich bin glücklich, eine Insel zu zahlen.
00:31:33: Ich brauche nicht.
00:31:34: Ich bin Ibiza.
00:31:35: Ich bin
00:31:36: Ibiza.
00:31:38: Und am Schluss sagt er, wenn sie dann zu mehreren am Weihnachtstisch sitzen und eine Familie geworden sind im patchworkigsten Verständnis, sagt er so, manchmal kann man aber auch eine Insel sein.
00:31:52: Und es ist schön, dass man eine Insel in der Inselgruppe ist.
00:31:56: So, das ist ja großartig.
00:31:59: Das
00:31:59: ist ganz toll.
00:32:01: Aber du kennst, du hast den Junge gar nicht erkannt, Nikolas Hood.
00:32:04: Nein!
00:32:04: Wahnsinn, der ist jetzt so ein ganz arrivierter, wachsamer Schaunspieler, der... Was?
00:32:10: ...Ranfield hat er gespielt.
00:32:11: Er spielt Nikolas Cagecraft Dracula und er spielt Randfield, dann dieser neuen Loser.
00:32:15: Er scheint so ein Fable für ein Bierflügel.
00:32:18: Er spielt auch ein Nosferatu in einem neuen Mit.
00:32:20: Da spielt er Jonathan Harker.
00:32:22: Ja, die habe ich noch nicht gesehen.
00:32:23: Aber Frankenstein habe ich jetzt gesehen.
00:32:24: Aber der spielt er nicht mit.
00:32:25: Nee, das in einem Film hat er abgelehnt.
00:32:28: Und das wird ihm jetzt wieder ein... Nee, Nikolas Hult ist wirklich... Also, ich habe diesen Jungen gesehen und mein Herz ging auf.
00:32:33: Ach,
00:32:34: ist der toll.
00:32:35: Und was ja auch so interessant ist.
00:32:37: Und da habe ich mich so erkannt als Junge.
00:32:40: Er hat wirklich die uncoolsten Klamotten an, die man sich vorstellen kann.
00:32:44: Deswegen hast du dich so erkannt von früher?
00:32:45: Total,
00:32:46: von früher, total.
00:32:47: Und auch so seine Frisur, er hat so eine schreckliche Frisur.
00:32:50: Und ich weiß auch, also...
00:32:52: Und die wurde nicht verändert im Laufe des Films, sonst fand ich ihre nur einmal eine ganz kurze Szene.
00:32:57: Ganz kurze Szene.
00:32:58: Genau.
00:32:58: Da hat er dann so irgendwie sich seiner Mutter gegenüber durchgesetzt, dass er mal ein Gedel reintun darf.
00:33:04: Aber am Schluss ist er auch schon so ein bisschen in der Pubertät.
00:33:07: Vorher ist er ja so noch an der Schwelle davor.
00:33:10: Ich hatte auch so als Kind.
00:33:12: Ich hatte so eine Beatles-Frisur, aber die Beatles waren nun wirklich nicht mehr in den Achtzigern.
00:33:17: Und eben auch dieses Gehänseln, dieses Mobben in der Schule.
00:33:22: Gantest du?
00:33:23: Ja, das kannte ich.
00:33:24: Du, weißt du, wenn du... Also ich habe zum Beispiel bis heute eine Aversion gegen Chortosen.
00:33:29: Weil wir immer in Österreich sagen, wir schnüttelstammt.
00:33:31: So schnüttelstammtosen anhaben mussten.
00:33:34: Und die waren total uncool.
00:33:35: Man hat Li Weis jeans getragen.
00:33:38: Und so.
00:33:38: Und das ist irgendwie das Interessante auch in diesem Film.
00:33:41: Das Will You Grant, der dann irgendwann zu ihm sagt, als der so mitbekommt, dass der Junge ja so in der Schule gemobbt wird und sagt, okay, du musst ... Also, dann geht's ja erst mal so falsch an.
00:33:51: Ja, du musst irgendwie, du darfst nicht auffallen, wir kaufen dir mal ein paar coole Turnschuhe, so.
00:33:57: Und das ist aber auch so ... so schön, finde ich, in der Figur, weil er ihn ja total ernst nimmt, den Jungen, in dessen Nöten.
00:34:06: Und dann geht er mit dem Turnschuh erkaufen, dann werden die geklaut in der Schule, dann wird wieder fertig gemacht.
00:34:11: Aber trotzdem stehen sie weiter füreinander ein.
00:34:15: So, es ist wirklich eine ganz wunderbare Freundschaft in diesem Film.
00:34:19: Und das ist auch irgendwie toll, weil ich auch dieses inselhafte von Will auch verstehen kann.
00:34:26: Also, ich hoffe, ich bin nicht ganz so raufläglich wie diese Filmfigur, aber der zieht sich auch so gerne in sich zurück, in diese Welt, so weißt du
00:34:34: so.
00:34:35: Und ist ja so gerne für sich und so.
00:34:38: Und das ist ja auch, also das, was man ja auch so kennt von sich.
00:34:43: Oder dass man manchmal auch sich so zurückziehen möchte.
00:34:47: Absolut.
00:34:48: Absolut.
00:34:48: Also ich, absolut kenne ich das.
00:34:51: So nee, ich möchte hier jetzt gar nicht um mich herum irgendwelche Partner oder Menschen haben.
00:34:57: Lass mich einfach alleine.
00:35:01: Und?
00:35:02: Es gibt ja auch eine Supermusiknummer in dem Film, Karo.
00:35:05: Da muss doch dein Musiktheater herzhörslagen.
00:35:09: Ja,
00:35:09: das ist immer eine Fantastische Nummer, ein
00:35:14: fantastischer Song.
00:35:15: Und genau, es geht ja eben darum, dass Markus hat eine Mutter, die, ja, ich weiß nicht, sie ist manchdepressiv, also sie hat auf jeden Fall immer wieder depressive Schübe und er weiß auch, also sie ist auch alleinerziehend und er weiß auch, es ... dass es immer wieder sozusagen dazu kommen kann, dass sie versuchen, sich umzubringen.
00:35:36: Das ist ja auch das Tolle an dem Film, wie bei Last Loos, dass er viel Humor hat und trotzdem Raum hat für ganz ernste, erschreckende Momente.
00:35:46: Und dann sagt Markus eben, ja, deswegen ist es schwierig, nur einen Menschen zu Hause zu haben.
00:35:52: Man braucht immer jemanden in Reserve.
00:35:55: Was ja
00:35:56: auch wahr ist.
00:35:58: Man will
00:35:58: immer nur eine Weile kurz mal alleine sein, aber nicht andauernd.
00:36:02: Ich glaube, das ist der Mensch an sich.
00:36:04: Nicht für gestaffen.
00:36:05: Und das erzielt dieser Film, finde ich auch total wunderschön.
00:36:11: Ja, aber wie Marco sagt, plötzlich wurde mir klar, dass zwar einfach zu wenig sehen, man braucht immer einen Reserve.
00:36:17: Jetzt würde mich so ein bisschen interessieren, weil mir fiel es ja dann so auf.
00:36:21: Während wir den Film gucken,
00:36:23: oh,
00:36:23: Karo war ja auch alleinerziehende Mutter.
00:36:25: Oh, Karo, du musst ... Du musst dir am Anfang gedacht haben, das meint Dominik doch nicht ernst.
00:36:30: Da zeichnet ein Film über einen Typen, der alleinerziehende Mutter aufreißt, der irgendwie total uberflächlich und angeberisch ist.
00:36:38: Das soll jetzt irgendwie ... Das soll jetzt der Film sein, der mein Herz erwärmt.
00:36:44: Nee, der Film ist einfach toll.
00:36:46: Also, ich hab jetzt nicht unbedingt den Film mit mir verglichen, ehrlich gesagt.
00:36:50: Und ich war in dem Sinne auch keine alleinerziehende Mutter, weil ihr Vater war ja bis zu ihrem siebten Jahr und überhaupt, er war ja die ganze Zeit da.
00:37:01: Auch wenn er dann nicht mehr direkt da war, war trotzdem da.
00:37:05: Das war ja erst, wo sich Schönes jetzt erwachsen ist und das ist ja jetzt erst zwei Jahre her, dass er dann gestorben ist.
00:37:11: Aber ... Das ist Single-Mütter aufzureisen.
00:37:14: Das war diese Idee, dass auch die Single-Mütter oder die eine Mutter dann gesagt hat, ich möchte jetzt nicht mehr.
00:37:22: Ich bin noch nicht bereit für eine Beziehung.
00:37:24: Das konnte ich nachvollziehen.
00:37:26: Aber jetzt von ihm aus, dass er das so als Masche genommen hat, das war nicht mal sehr interessant.
00:37:33: Ich finde diese Szene auch so wunderbar, weil er ja ... Also er sagt, jetzt ist ja die Zeit, dass ich so merke, es wird so ein bisschen langweilig mit dieser ersten Single-Mutter, die er da aufgerissen hat.
00:37:46: Und jetzt muss er halt zu Schluss machen, weil ... Da heißt ja immer dieses Kind und dann muss sie zu Hause sein.
00:37:52: Das
00:37:53: ist zur Erklärung, ne?
00:37:55: Ja genau,
00:37:55: ihr macht die Erklärung, dann sieht man ja ihn so bei ihr und dann beschwert, dass sich in dem Voice-Ober an uns gerichtet, dass sie ja kein Kabel TV hat und so.
00:38:03: Und deswegen ist es total langweilig bei ihr.
00:38:06: Und dann denkt das ich, ja, dann macht er doch Schluss mit ihr und dann gehen sie ins Restaurant.
00:38:09: Und den Moment, wo er ansetzen will...
00:38:11: Macht sie Schluss.
00:38:12: Macht sie Schluss, weil sie sagt, sie ist noch nicht so bereit.
00:38:15: Und ich finde, Hugh Grant spielt das auch so fantastisch, weil er wirklich so das Gesicht hält sich auf.
00:38:23: Oh Gott, ich muss das nicht machen.
00:38:25: Aber sofort switcht darüber hin.
00:38:27: Es tut mir so leid.
00:38:30: Das finde ich ja in tollen Filmen, bei tollen Film-Schauspielern finde ich das immer so faszinierend, dass sie eigentlich so gut wie gar nichts machen.
00:38:39: Und es ist die kleinsten Bewegungen im Auge, die sagen schon so viel.
00:38:44: und alles oder ein kleines Kopfnicken.
00:38:50: Einfach dieses Schauspiel.
00:38:51: Fantastisch.
00:38:53: Toni Collette ist dabei.
00:38:55: Toni Collette ist dabei.
00:38:56: Genau.
00:38:56: Und da ist ja wieder die Brücke zu Caro.
00:38:59: Toni Collette wird ja in Australien berühmt in Murieles Hochzeit, wo es ja nur um Aber-Songs geht.
00:39:05: Ach so, ich dachte, das wäre der Bewusst gewesen.
00:39:08: Nein, ich finde die einfach
00:39:10: so toll.
00:39:10: Ja, ich finde die auch fantastisch.
00:39:12: Aber das war ja eher erster großer Film, Muriel's Hochzeit, wo sie so eine Frau spielt, die nur auf Amazon steht.
00:39:19: Und das war, glaube ich, ihr erster europäischer Film about a boy.
00:39:24: Sie spielt eben die depressive Mutter von Markus und spielt es auch großartig, weil man auch diese... Ah, diese Menschen kennen, so sie
00:39:33: ... Mit dieses Weinen, wie sie weint.
00:39:36: Das ist so echt und so faszinierend.
00:39:40: Also das ist fantastisch.
00:39:42: Ja, eben, es gibt diese Szene, wo Markus nach Hause kommt und ... ist sein Voice-Ober.
00:39:48: Es wird ja immer unterschiedlich von Markus und Will, von Nikolas Hult und Hugh Grant, dieser Film erzählt.
00:39:53: Und dann kommt nach Hause und dann wusste ich, es geht wieder los.
00:39:57: Und sie sitzt auf dem Sofa und weint und guckt ihn so an und versucht so zu lächeln.
00:40:03: Weil sie einfach depressiv ist.
00:40:04: Genau.
00:40:05: Und das ist ihm natürlich irgendwie, so zeigen wir es alles in Ordnung.
00:40:10: Und dann kommt es eben zu dieser wunderbaren Szene, wo wir beide wie kleine Kinder geholt haben auf dem Sofa bei mir zu Hause.
00:40:20: Weil eben der Junge, weil sie sagt zu ihm einmal, dass immer wenn du singst, dann öffnest du meinen Herz und machst mich sehr glücklich.
00:40:29: Und deswegen denkt der kleine Markus, ah, ich mach beim Gesangswettbewerb in einer Schule mit und singe von meiner Mutter, killing me softly, weil das ist ihr Lieblingssong.
00:40:40: Obwohl er nicht singen kann.
00:40:41: Obwohl er nun wirklich gar nicht, gar nicht singern kann.
00:40:46: Und dann kommt es ja zu einer der schönsten Szenen des Films, weil Jukrant sagt zu dem Jungen, du wirst dich für immer planieren, tust nicht, geh nicht raus.
00:40:55: Und der Junge sagt doch, ich tust, weil ich tust für meine Mom.
00:40:59: Und dann ...
00:40:59: Fische Wein.
00:41:00: Ja,
00:41:01: genau.
00:41:03: Herrlich.
00:41:04: Ja, und dann finde ich, ist das so, wo Ukraine's Figur will, endgültig mein Herz gewinnt in den Filmen.
00:41:11: Also, er hat's schon vorher gewonnen, muss man sagen.
00:41:12: Auch schon, wenn er ein Arschloch ist.
00:41:14: Aber dann ist er, weil er sagt, okay, wenn der Junge sich plammiert, dann helfe ich ihm und werde ich mich mitplammieren.
00:41:20: Und er nimmt sich eine E-Gitarre, geht auf die Bühne und begleitet sich.
00:41:24: So.
00:41:26: Und das ist wirklich so wunderbar, weil da muss ich sagen, da bin ich einfach so, da geht mein Herz auf, weil auch wenn das sentimental sein mag und alles, aber es ist so toll ist, wie dieser arrogante, oberflächliche Snob sagt, okay, den Jungen, den lass ich nicht allein da abkacken auf der Bühne, so.
00:41:46: Ach
00:41:46: so, er hat einfach einen Herz.
00:41:47: Ja, das ist wirklich... Oh Gott, ich muss jetzt auch gleich weinern, aber das Lassen war... Was nämlich auch so interessant ist, finde ich in diesem Verhältnis von dem Jungen und diesem Mann, weil will auch zu dem Jungen ja, sag kurz, wenn du nicht was du tust, kann deine Mutter glücklich machen.
00:42:07: Also zumindest nicht für immer.
00:42:10: Du darfst dich da, also auch da ist der Titel aus dem anderen Film.
00:42:16: Lass los.
00:42:18: Und das ist wirklich großartig erzählt.
00:42:22: Und was ich auch interessant finde, wenn ich noch kurz aufs Konzert gehen darf, du merkst bei mir Sprudel zu raus, auch dieser Schuldirektor, der diese Veranstaltung moderiert, der sagt dann auch zu Markus, so, komm raus, Markus, sing, du Pfeife.
00:42:38: Ja, dann hab ich auch gedacht, schlimm.
00:42:40: Ja, und das ist aber auch etwas, was ich total so kenne und erlebt habe in meiner Zeit als Schüler,
00:42:47: dass
00:42:47: es wirklich sehr viele Lehrerinnen und Lehrer gibt, die keine Pädagogin und Pädagogin
00:42:53: selbst.
00:42:53: Ja, ich hab die Pädagogeneltern.
00:42:56: Und die haben das auch immer wieder gesagt.
00:42:58: Ich finde das faszinierend, dass ein Lehrer sowas sagt.
00:43:02: Also du Pfeife oder dafür bist du halt zu dumm.
00:43:06: So ein lächerlicher Spruch da so hingeschmissen.
00:43:09: Auch als Elternteil.
00:43:10: Das darf man einfach nicht sagen.
00:43:14: Und das
00:43:15: war ein Schuldirektor?
00:43:16: Das
00:43:16: war ein Schuldirektor.
00:43:17: Und das ist aber auch nicht so erfunden, finde ich, diese Szenen, die Momente, sondern das ist wirklich, wo ich auch sein kann, ja.
00:43:26: Es gibt wirklich ein paar, ein, zwei, oder sagen wir mal drei, vier tolle Lehrerinnen, Lehrer, die ich hatte, aber viele waren auch im Sinn.
00:43:35: Ja.
00:43:36: Also schwierig, schwierig,
00:43:38: schwierig.
00:43:39: Hab ich auch gehabt.
00:43:40: Absolut, ja.
00:43:41: Aber deine Eltern waren tolle Pädagogen.
00:43:44: Meine
00:43:44: Eltern waren fantastische
00:43:45: Pädagogen.
00:43:45: Was haben die Unterrichte?
00:43:47: Das würde mich jetzt noch interessieren.
00:43:48: Mein Vater war tatsächlich Erdkunde, Deutsch.
00:43:52: Und das Allerwichtigste war Sport.
00:43:55: Er war Sportlehrer mit Erdkunde und Deutsche.
00:44:01: Und meine Mutter war Erzieherin.
00:44:04: Und hier in Hamburg?
00:44:06: Ja.
00:44:07: Und das heißt aber, dass dein Vater, Deutsch hat er so mitgemacht, aber wollte immer tolle Leichtathletinnen und Fußballer heranziehen oder
00:44:16: was?
00:44:17: Ja, tatsächlich.
00:44:19: Mein Vater hat ganz viel gemacht und hat auch für den deutschen Schul-Sport ganz viel gemacht und er hat auch eingeführt in die Skikurse.
00:44:29: dass die, sag ich mal, in den deutschen, in unseren Schulen, ja in der Hamburger Schule, Hamburger Schulen.
00:44:37: Schiekurse stattfinden.
00:44:39: Das
00:44:39: hat
00:44:40: mein Vater mit eingeführt.
00:44:41: Ja, weil wir immer zum Skielaufen gefahren sind.
00:44:44: Irgendwann hat er gesagt, warum
00:44:46: soll ich das immer eine Freizeit machen?
00:44:47: Das war ja doch beruflich.
00:44:49: Irgendwann war ich auch mal mit als Schielehrerin, weil ich ein kleiner Aufwärmerschieläuferin war.
00:44:55: Ich sollte sogar in den Schweizer Kader kommen.
00:44:57: Ich sollte in den Schweizer
00:44:58: Kader kommen
00:44:59: als Hamburger.
00:45:00: Ja,
00:45:01: nein, aber mein Vater hat ganz viel gemacht und er hat auch War Volleyball-Trainer und hat HSV Volleyball-Mannschaft, die haben sogar, ich glaube, deutscher Meister.
00:45:11: Da war mein Bruder auch dabei.
00:45:12: Squash.
00:45:14: Also ganz viel.
00:45:15: So, und ich war die dann später...
00:45:17: Ja, das musst du jetzt erzählen.
00:45:19: Komm, das willst du doch.
00:45:20: Ich hab die Keifu-Locke eröffnet als Trainerin, als Aerobik-Trainerin.
00:45:24: Ja!
00:45:24: Caroline Fortenbacher war nämlich die erste Aerobiktrainerin Hamburg.
00:45:29: So ist... Und?
00:45:33: In der Keifulotsch.
00:45:34: Ich habe die Keifulotsch eröffnet und sollte damals auch, das war bevor ich zum Theater gegangen bin, sollte ich damals auch das ganze Fitness-Teil übernehmen.
00:45:43: Aber dann bin ich rübergegangen zum Fitnesszentrum und Squash und Tenniszentrum in Wandsbick und da habe ich dann das Athletik-Sportstudio vier Jahre lang betrieben als Fitnesschefin mit meinem damaligen Freund zusammen.
00:45:59: Da bin ich aber parallel dazu zum Theater gegangen.
00:46:01: Aber wie parallel zum Theater?
00:46:02: Du hast dort, also du findest, und dann hast du eine Ausbildung hier, eine Theaterausbildung,
00:46:07: eine Schauspielausbildung,
00:46:09: ganz Ausbildung.
00:46:10: Ja, also was die heutige Stage-School oft jetzt in Drama ist, das war damals das Volker Ullmann-Studio.
00:46:17: Und Volker Ullmann hatte damals in Hamburg sozusagen die erste Musical-Schule aufbauen wollen, entstehen lassen wollen.
00:46:27: Und die war damals im Tummarkt.
00:46:31: Im Tummarkt beim Goldberg-Ufer irgendwie.
00:46:35: Also, es ist...
00:46:36: Man kann also, Leute, wenn ihr schreibt alles mit, dann könnt ihr die Caroline Ford machen, oder zuhör doch Hamburg machen.
00:46:42: Konenz,
00:46:42: Navi.
00:46:42: Tummarkt.
00:46:43: Ich kann ganz viel.
00:46:44: Genau.
00:46:45: Also ganz viel.
00:46:45: Keifolots.
00:46:46: Ja, das ist ganz viel.
00:46:48: Und dann... Ist daraus später, das hat er dann nicht ganz so...
00:46:52: Kannst du bitte dann
00:46:53: ein Handy
00:46:54: ausmachen, Kau?
00:46:55: Das ist mit Kau.
00:46:56: Die kommt hier mit an, mit
00:46:57: Hund,
00:46:58: Handy.
00:46:58: Ich hab doch schon auf lautlos.
00:47:01: Ja genau, ist schon auf lautlos.
00:47:02: Das hab ich schon auf lautlos.
00:47:04: Aber es ist mein Musiker, wir sind ja morgen auf Tour.
00:47:07: Ja, das tut mir leid, da muss
00:47:09: er warten.
00:47:10: Jetzt
00:47:11: ist jetzt,
00:47:11: Karo.
00:47:13: Und ich hab dann ... Wo war ich stehen geblieben?
00:47:15: Keine Ahnung.
00:47:17: Nein, du hast stehen geblieben.
00:47:20: Vorher gesagt, stage is cool.
00:47:22: Bei dem Uelmann-Studio,
00:47:25: was damals schon so Ausbildung hieß, das war noch nicht so wirklich Ausbildung.
00:47:29: Davor habe ich noch gemacht.
00:47:30: Also alles zusammen, das ist ja irgendwie so mein Leben.
00:47:33: Ich
00:47:33: bin auch ausgebildete Kosmetikerin und Visagist.
00:47:37: Wirklich?
00:47:38: Ja, dann habe ich gedacht, als es um die Fußpflege ging, habe ich gesagt, nee, das möchte ich jetzt nicht weitermachen.
00:47:42: Zu tief runter möchte ich nicht.
00:47:45: Und dann habe ich ja dieses Fitnessstudio gemacht, aber wie gesagt, das war, glaube ich, zweiundachtzig, dreinachtzig, dann habe ich auch vorgesungen bei, ich wollte, bei Katz, das erste in Hamburg im Operettenhaus.
00:47:55: Ja.
00:47:56: Aber dann hatte ich mich damals verletzt.
00:47:58: Ja, und so ist so mein Weg gewesen.
00:48:00: Und dann bin ich im Femundachzig und dann war noch dieses Fitnessstudio in Wandsbeck, aber dann bin ich in Femundachzig, hab ich dann vorgesungen und vorgetanzt, vor allem, weil ich eine Tänzerin war, in Kassel, am Stadts Theater Kassel.
00:48:10: Und da hab ich dann genommen worden und deswegen bin ich im Theater geblieben.
00:48:13: Fantastisch.
00:48:15: Hast du dir nach wahnsinnig vielen Stationen in kurzer Zeit dann wirklich richtig entschieden für was?
00:48:21: Ja, so zwangsläufig, weil das irgendwie dann doch mein Ding war.
00:48:24: Obwohl ich das gar nicht so wichtig genommen habe damals, wie soll ich jetzt in eine andere Stadt gehen und da ein Stück spielen am Theater, das muss ich dann... Ach nee, ich bleibe lieber hier in Hamburg, so war ich damals noch drauf.
00:48:36: Und mein damaliger Freund sagt dann, nein, nein, nein, das ist so dein Ding, das musst du machen.
00:48:40: Ich war aber auch vorher noch in einer Dance Company, in einer International Movers Dance Company.
00:48:45: Das habe ich alles noch vor diesem Theater, nur vor fünfundundachtzig gemacht.
00:48:50: Ach krass.
00:48:52: Du
00:48:52: bist ja hastlos gewesen.
00:48:53: Ja, ich bin auch immer, immer gefahren.
00:48:55: Ich war immer, immer unterwegs.
00:48:57: Und dann es änderte sich eigentlich erst.
00:49:00: Deswegen sage ich auch mal, es gab ein Leben vor Mama mir und eins danach.
00:49:02: Aber es davor fing ja fünfundundachtzig an.
00:49:05: Und das war im Prinzip, war ich nur unterwegs bis ... Selina auf die Welt kam und Selina kamen von der Welt.
00:49:13: Und die musste dann irgendwann mal in die Schule gehen, dann hast du auch gedacht, gut.
00:49:16: Und dann
00:49:16: zack, passt du das perfekt mit Mama Mia.
00:49:19: Ja,
00:49:19: super.
00:49:20: Und wenn ich das noch sagen darf, weil du da mit deinen Eltern gesprochen hast, weil wir haben ja nicht umsonst gesagt, wir sprechen über Familienfilme heute, so ein Teil dieser Trauerarbeit, über die du gesprochen hast, ist ja auch der toterne Eltern.
00:49:33: Ja, man glaubt es kaum, dass das jetzt nicht nächstes Jahr, ich hab jetzt noch mal so wirklich drüber nachgedacht, dass es im nächsten Jahr schon wieder zehn Jahre her ist, also es ist alles schon, also es ist aber in diesen Jahren von zwei tausendsechzehn jetzt bis jetzt ist so viel passiert in meinem Leben, so viel an Trauerarbeit, die ich aber nicht, die ich nicht hatte, also ich hab die mir nicht genommen, sage ich mal so und meine Eltern sind zwei tausendsechzehn gegangen, sind Siebenundachtzig Jahre zusammen gewesen.
00:50:04: Äh, siebenundachtzig, siebenundsechzig Jahre zusammen.
00:50:07: Mein Vater ist neunundachtzig geworden und meine Mutter, zweiundneunzig.
00:50:12: Ja.
00:50:12: Na, eine neunzig, die waren zwei Jahre aus, genau, einer neunzig.
00:50:15: Und sind im Abstand von vier Stunden unabhängig voneinander?
00:50:19: Ja,
00:50:20: wie kann das sein?
00:50:21: Also wie war das mit diesen vier Stunden?
00:50:22: Was, woran?
00:50:25: Das Universum.
00:50:28: Meine Mutter hatte zwei Jahre zuvor.
00:50:30: Sie hatte einen Oberschenkeleinsbrot.
00:50:32: Dann hat sie sich noch mal zwei Jahre erholt.
00:50:34: Und wir dachten schon immer damals, okay, das geht irgendwie zu Ende.
00:50:38: Nein, sie hatte sich komplett erholt.
00:50:41: Es war alles wieder gut.
00:50:43: Anfang des Jahres März hatte sie dann einen Sturz.
00:50:46: Dann ging es alles wieder von vorne.
00:50:47: Das ist ganz schlimm.
00:50:49: Und dann starb und starb sie nicht.
00:50:51: Ich habe in meinen Eltern so viel gelacht.
00:50:54: Über den Tod, über alles.
00:50:56: Wir haben einfach unglaublich viel gelacht.
00:50:58: Ich habe eine fantastische Kindheit gehabt.
00:51:01: Und ja, sie starb nicht.
00:51:03: Dann hieß es im Ende Juni ... Ich hab sie dann über X Stellen, hab ich dann endlich geschafft gehabt, sie nach Hause zu bekommen.
00:51:13: Und dann war meine Mutter zu Hause, kaum war sie zu Hause, endlich.
00:51:17: Das war aber auch gar klar, dass sie dann zu Hause sterben wird.
00:51:20: Hatte mein Vater dann gesagt, er muss ins Krankenhaus.
00:51:22: Dann hat er sich selber einliefern lassen.
00:51:25: Das hat dann anderthalb Wochen gedauert, er wurde noch einmal kurz operiert, weil er dann auf einmal Darmkrebs hatte.
00:51:31: Und ist dann an demselben Tagabend, wo meine ... Ich wollte immer zu meiner Mutter in die Wohnung und gleichzeitig aber eigentlich zu meinem Vater, weil der ja auch da schon im Gehen war, aber hatte mir immer Zeichen gegeben, dass ich zu meiner Mutter gehen sollte.
00:51:51: Dann bin ich noch zu meiner Mutter an diesem besagten Eintag im Juli und dann bin ich mittags da geblieben, vierzehn Uhr und abends erst habe ich gesagt zu meinem Bruder, komm bitte vorbei.
00:52:03: bei meiner Mutter zu Hause.
00:52:04: Und dann kam er rechtzeitig und zu meiner Tochter.
00:52:09: Habe ich gesagt, also er war eine drei, vier Stunden später da.
00:52:12: Und zu meiner Tochter habe ich gesagt, geh, zu Großvati, ich schaff das hier nicht.
00:52:16: Und dann starb meine Mutter mit meinem Bruder und mir an ihrem Kopfende.
00:52:20: Wir waren dabei und dann rief ich meine Tochter an.
00:52:23: Ich sagte, wo bist du jetzt?
00:52:24: Ich stehe gerade vor dem Zimmer von Großvati und habe gesagt, ja.
00:52:29: Großmodi ist gerade gegangen.
00:52:30: und dann sagte sie, was soll ich jetzt sagen?
00:52:33: Ich sag, weiß ich nicht.
00:52:33: Dann ist sie reingegangen und hat ihm gesagt, wenn du jetzt gehen willst, kannst du gehen.
00:52:37: Großfaddi.
00:52:38: Das war's.
00:52:39: Und dann ist sie raus, hat sich verabschiedet und dann ist sie zu uns gekommen.
00:52:44: Dann waren wir bei meiner toten Mutter.
00:52:48: Und dann zum Schluss waren alle weg und ich war alleine mit meiner Mutter.
00:52:52: und bin dann irgendwann bei meiner beste Freundin kam Barbara Krabbe, Schauspielerin, ganz
00:52:56: toll.
00:52:56: Ja, ich kenne sie, herzliche Grüße Krabbe.
00:52:59: Und sie kam dann noch, ich hatte die drei Monate nicht gesehen, auf einmal stand sie vor der Tür und wir haben uns dann an dem Totenbett meiner Mutter in Rotweinenglas eingeschüttet und haben auch ganz viel gelacht, ehrlich gesagt.
00:53:13: Ganz viel
00:53:13: gelacht.
00:53:14: Das
00:53:15: war ganz befreiend.
00:53:16: Ja, und dann bin ich eingeschlafen und weil ich aber das Telefon lautlos gestellt hatte, habe ich das nicht gehört, dass sie Krankenhaus angerufen hatte.
00:53:24: Und deswegen habe ich es nicht geschafft, rechtzeitig zu meinem Vater zu kommen.
00:53:27: Aber als sie mich angeriefen, da war er schon gestorben.
00:53:31: Und ich bin dann früh morgens um sechs Uhr, als ich das Telefon gesehen habe, habe ich gesagt, oh mein Gott, dann waren so viele Anrufe und dann bin ich früh morgens hin und da war er schon weg.
00:53:40: Und dann konnten wir sie aber ... eben gemeinsam begraben.
00:53:44: Das war wirklich magisch.
00:53:46: Das war total magisch und das war auch besser für mein Vater, weil was hätte ohne meine Mutter gesagt, was soll ich denn machen ohne sie?
00:53:54: Und so sind sie beide.
00:53:57: Und was du ja auch so beschreibst, ist ja, dass deine Mutter ja auch... und nicht loslassen wollte und konnte, bis sie auch das Gefühl hatte, jetzt ... Richtig.
00:54:04: Sie hat immer gesagt, Hugo, Hugo, komm zu.
00:54:08: Das hat sie immer gesagt, egal wo wir waren, er hat immer irgendwie noch schnacken wollen.
00:54:12: Und sie war immer schon auf dem Weg und hat gesagt, mein Gott, der Rede, der quatscht, ich will jetzt los.
00:54:19: Hm,
00:54:20: da frage ich mich ja von wem du mehr.
00:54:27: Ja, ich bin der Gute-Mischer, glaub ich.
00:54:28: Ja, absolut,
00:54:29: absolut.
00:54:30: Ja, ich würd sagen, du hast vom rätseligen Teil schon bisschen mehr.
00:54:35: Mein Vater war der energetische.
00:54:38: Meine Mutter ist immer so die Zauberin gewesen.
00:54:40: Ich war ... ja, eine Fee.
00:54:44: Wir haben immer gesagt, sie ist so eine schwebende Fee.
00:54:47: Wie schön.
00:54:48: Wie schön.
00:54:50: Ja, das war eine Folge, wie das Leben von allem was dabei, mal hier mal da, wir sind immer krass abgebogen,
00:54:56: aber immer wieder zurückgekommen.
00:54:57: Ja, aber es ist Familie, Familienthema.
00:54:59: Ja,
00:54:59: so ist es.
00:55:00: Lass
00:55:00: los und... Ich finde, wir haben zu zweit jetzt schon mal gemacht, was alle jetzt zu Weihnachten haben werden, weil wir zu zweit, wenn wir so bei Familie, wenn so zehn, zwanzig Leute im Raum sind und alles so zueinander geht.
00:55:12: Fußball dort und Sport oder so.
00:55:14: Weißt du, und weißt du, dass Rüdiger, wir lassen sich erscheiden.
00:55:17: Was Rüdiger?
00:55:18: Ja, natürlich.
00:55:19: So war für mich die Sendung ein bisschen was wunderbar.
00:55:22: Dein Studium Postmo guckt auch schon gerade hier rein durch die Studium Tür.
00:55:28: Ja, Karo hat auch die ganze Zeit.
00:55:31: Ich habe ein Teenie hier im Studio, immer das Hand in der Hand.
00:55:34: Das habe ich auch nicht so oft erlebt.
00:55:36: Und Leute, wirklich, ich hab dir keinen Alkohol gegeben.
00:55:39: Die Caro Fortenbacher ist
00:55:41: so.
00:55:43: Da kann man nix machen, ne?
00:55:45: Ja, das
00:55:46: hab ich ja auch gehört.
00:55:47: Das hat ein Fan-Mädel, beziehungsweise.
00:55:51: Der war Fan, der hört sich immer so doof an.
00:55:53: Nein, Caro, das ist
00:55:56: ganz... Nein, Fan ist auch... Aber
00:55:57: eine, die viele Sachen von dir anguckt.
00:55:59: Viele Sachen von mir an.
00:56:01: Fan ist blöd, mag ich nicht.
00:56:02: Ja,
00:56:02: was sie finde ich halt toll.
00:56:03: Das ist doch gut.
00:56:04: Nein, ich finde sie auch ganz toll, weil die ist eine ganz tolle Frau.
00:56:08: Céline
00:56:08: Dion, falls ihr euch fragt, wer das ist.
00:56:11: Die sagte zu mir irgendwann, sie hätte mitbekommen bei einem Konzert, dass da Leute drin waren, die mich nicht kannten.
00:56:17: Und dann gesagt haben wir eine Pause, mein Gott, sie hätte aber anfangen, sie mal lieber nicht den Prosecco so viel trinken.
00:56:27: Ja, das ist super.
00:56:29: Das beschreibe ich schon wunderbar.
00:56:32: Deine Grundenergie.
00:56:33: Das ist so.
00:56:34: Genau.
00:56:35: Gebt es nur Karo Fortenbaum.
00:56:36: In dieser Welt werden alle Prosecco-Kämpfterer pleite.
00:56:39: Weil Karo braucht das gar nicht.
00:56:41: Dauerheit.
00:56:42: Falls ihr was euch fragt about a boy, falls ihr auch so laut lachen wollt wie Karo und so heulen wie Karo, dann guckt euch auch noch about a boy an.
00:56:51: Den gibt es übrigens gerade kostenlos auf Join.
00:56:54: Und es gibt den zum Linen oder kaufen auf YouTube, Google, Apple TV, Rancourten TV und Amazon Prime Video.
00:57:02: Nicht auf Netflix, also ihr müsst einmal das Netflix-Abo und dann das andere.
00:57:06: Aber beide Filme lohnen sich und Familie lohnt sich sowieso.
00:57:11: Weil nicht jeder Mensch ist in der Insel.
00:57:14: sondern vielleicht auch einfach mal eine Busfahrt.
00:57:19: Und übrigens, das muss ich ja jetzt noch sagen, wir beide kennen uns, weil du mein Regisseur warst von einem Stück.
00:57:24: Ich hab's versucht.
00:57:26: Ja, von einem Stück, das heißt die letzten fünf Jahre.
00:57:29: Genau,
00:57:29: das haben wir in den Hamburger Kammerspielen gemacht und den wunderbaren Kollegen Tim Grobe zusammen.
00:57:34: Genau,
00:57:34: und das ist auch ein Thema von loslassen.
00:57:38: Das stimmt, da ging's um eine Scheidung.
00:57:40: Da ging's um eine Scheidung, das stimmt.
00:57:42: Das ist ja eben auch ein Thema gewesen bei Last Los eben, Scheidung.
00:57:47: Und ich weiß auch, wir haben damals auch schon einen Film zusammen geguckt, weil wir haben Hannah und ihre Schwester angeguckt.
00:57:54: Und ich dachte nicht, dass ich mit Caro mal einen ganzen Film gucke, weil Caro eigentlich ein Mensch ist, die nie lange sitzen bleibt.
00:58:02: Und da habe ich damals gewagt, dass ich den Team einen zweistündigen filmen.
00:58:06: gezeigt habe, wo K.o.
00:58:08: nach einer Stunde, ich renk da unten dann noch, weil ich sage, wie ist denn das?
00:58:11: Und wenn man rumgelaufen ist, dass Cosmo ihr Hund auch völlig wahnsinnig wurde.
00:58:15: Und dann dachte ich mir so, weil mit den meisten Leuten, die hier zu Gast sind, gucke ich beide Filme.
00:58:21: So, die sitzen dann vier Stunden bei uns zu hauen.
00:58:23: Ja, genau.
00:58:24: Da
00:58:24: fang meine Beine an.
00:58:25: Nee, genau,
00:58:25: da habe ich gesagt, das kann ich mit dir nicht bringen.
00:58:27: Das kann ich mit dir nicht bringen.
00:58:28: Deswegen haben wir ihm abgemacht, lasst los.
00:58:30: Gucken wir beide nochmal getrennt voneinander und wir gucken nur einen Film zusammen.
00:58:35: Und das war aber, du warst wirklich, du warst so gebannt von der Baudet Boy.
00:58:39: Total.
00:58:39: Du
00:58:39: warst voll drin, du warst voll drin.
00:58:41: Ich war voll drin.
00:58:42: Und ich liebe gerade diese Filme, dass da nicht so viel Action ist.
00:58:47: Also in dem Sinne, dass sie tiefgründig sind.
00:58:51: Ja.
00:58:51: Und gerade ich, die so für Power bekannt ist und
00:58:55: Stimmung.
00:58:56: Ja, für beide.
00:58:56: Ich habe genau die andere Seite, die lebe ich ja, und die steckt ja an mir.
00:59:00: Absolut.
00:59:00: Und du hast, finde ich, auch viel davon erzählt.
00:59:02: Und es ist auch, was in beiden Filmen so drin ist.
00:59:05: Weil, lasst los, beginnt ja mit einem ernsteren Ton immer wieder und kriegt dann trotz des Themas so eine Leichtigkeit.
00:59:12: Genau.
00:59:12: Das ist das, was ich so liebe.
00:59:14: Genau.
00:59:14: Das finde ich auch super.
00:59:15: Und der Bauder Boy beginnt eigentlich sehr leicht und flocker und gönnt sich dann diese Ernstmomente.
00:59:20: Genau.
00:59:21: Super.
00:59:22: Und unser Stück, was wir gemacht hatten die letzten
00:59:24: fünf
00:59:24: Jahre, hatte ja auch ... Ich meine, das ist ja wie aus dem Leben.
00:59:29: Da habe ich mich ja auch selber sehr gesehen in diesem Stück.
00:59:33: Auch ein Thema, natürlich wahnsinnig das Thema von den letzten fünf Jahren, auch von einer Künstlerin, die ... Kein Erfolg hat.
00:59:41: Genau.
00:59:41: Du hast ja eben eine Schausprung gespielt, wo die Jobs immer weniger wären, während Tim, dein Partner, der den Mann, spielt er eben einen Schriftsteller, spielt er plötzlich Erfolg hat.
00:59:50: Genau.
00:59:50: Und was das mit dieser Beziehung auch macht, das war hochinteressant.
00:59:53: Das war hochinteressant.
00:59:54: Und ich glaube, dass viele denken, Ford macht das dabei.
00:59:59: steht drüber im Musical, obwohl ich gar nicht mehr Musical wirklich in dem Sinne wirklich spiele, sondern es sind ja Ausnahmen wie dieses Stück und das ist aber kein komisches Stück.
01:00:09: Ich mache ja sehr viele komische Sachen und Humorvolle und das war es eben nicht und das finde ich ja gerade so interessant.
01:00:16: Ich habe auch ein Stück gespielt.
01:00:17: Next to normal, fast normal.
01:00:18: Ja, genau.
01:00:20: Auch
01:00:20: so ein Off-Broadway-Hit.
01:00:22: Absolut.
01:00:22: Und ich liebe diese Stücke und dass mir so was angeboten wird, da bin ich immer wahnsinnig dankbar.
01:00:28: Ja, weil ich kann mir auch so vorstellen, es ist ja irgendwie interessant, dass andere beherrscht.
01:00:33: Ich sag mal aus dem FF, das ist ja so gesagt, das ist ja auch harte Arbeit und so.
01:00:37: Aber natürlich ist es interessant, weil du auch so sagst, jetzt machst du die letzten vierzig Jahre.
01:00:43: Na ja, klar.
01:00:44: Ist natürlich interessant, was passiert als nächstes.
01:00:46: Also was für einen Schritt geht, man künstlerisch jetzt auch weiter.
01:00:48: Und vor allem
01:00:49: was, in welchem Alter ist man?
01:00:50: Und ich habe auch einen Abend gehabt, der hieß Vordenbärer, der nennt sich Tricent.
01:00:54: Und wunderschön war das das Ganze, auch von Bühnenbilden mit einem Drum und Dran, war im Schmitteater.
01:01:00: Und sag mal, was wäre jetzt so?
01:01:02: zum Abschluss wäre jetzt meine Frage?
01:01:04: Was wäre deine absolute Traumrolle?
01:01:06: Das ist wahrscheinlich auch schwierig zu fragen, aber wo du sagst, also in dem Sinne, das wäre Neuland.
01:01:13: Weiß ich jetzt gar nicht, ehrlich gesagt.
01:01:15: Also
01:01:16: sagen wir mal.
01:01:16: Im Musical?
01:01:17: Ja, oder was auch immer.
01:01:18: Also man kann ja sagen, Martha in Virginia Woolf oder normal bestmütig.
01:01:22: Also
01:01:22: ich glaube, Christoph Kuster-Spinnenfrau würde ich sehr gerne spielen.
01:01:25: Ah.
01:01:26: Das ja.
01:01:27: Jetzt frage ich dich, welche Rolle würdest du?
01:01:30: von mir gerne sehen wollen.
01:01:31: Ich denke, was, glaube ich, interessant wäre für dich ist, weil wir auch gerade bei dem Thema sind.
01:01:36: Es gibt ein riesiges Theaterstück.
01:01:38: Tracy Letts, eine Familie heißt das, eine Familie in Ossage Count.
01:01:42: Die ist ein riesen Ensemble-Stück.
01:01:43: Und da gibt es eine Materialarchin und die älteste Tochter und noch viele andere.
01:01:48: Und ich finde, die älteste Tochter wäre interessant für dich, weil Weil ich glaube, du könntest es gut in so einer Riesengruppe, die es durcheinander reden und sich durchsetzen müssen.
01:01:57: Berg, glaube ich, speichert als Figur.
01:01:58: Und es wäre natürlich ein bisschen krass, weil du keinen Song an dem anzingen würdest.
01:02:03: Aber würde mich auch total reizen, absolut.
01:02:05: Ist das das mit Madam Streep?
01:02:06: Genau, stimmt.
01:02:07: Madam Streep, Julia Roberts spielt die Tochter.
01:02:10: Genau,
01:02:10: finde ich ja fantastisch.
01:02:11: Und was mir noch einfällt, ist natürlich, wo ich immer gesagt habe, dass ich total gerne spielen möchte, Das sind zwei Sachen.
01:02:17: Wer hat Angst, wo Virginia Wohl?
01:02:18: Ja,
01:02:19: die Mafa.
01:02:19: Mafa,
01:02:20: wo es ja wirklich oft gespielt wird.
01:02:22: Aber daraus müsste eine musikalisches Stimulieren.
01:02:24: Das
01:02:25: würdest du gerne also sagen mit Songs.
01:02:26: Mit Songs, das tierisch gern.
01:02:28: Und eine Station Sehnsucht.
01:02:31: Ja, stimmt.
01:02:33: Gibt es das nicht sogar da auch ein Musical von?
01:02:35: Nee, aber eine Oper.
01:02:37: Oh, aber...
01:02:40: Mhm, aber das nicht.
01:02:41: Nein,
01:02:41: nein, nein.
01:02:42: Aber ich meine, der Film oder diese Rolle, ich finde das fantastisch.
01:02:46: Also, das habe ich immer gesagt.
01:02:47: Tennis
01:02:47: de Williams, wenn du Tennis de Williams sagst, was auch, glaub ich.
01:02:49: Katze
01:02:49: auf dem Blech.
01:02:50: Ja, aber was für dich auch interessant wäre, süßerful Jugend.
01:02:53: Dieser Filmstar, die sozusagen nicht mehr so groß aufträgiert und die fährt mit ihrem jungen Liebhaber in seine Heimat statt.
01:03:00: Ach, das hört sich so toll an.
01:03:01: Ja,
01:03:01: es ist wirklich Tennis und Williams hat großartige Figuren geschrieben.
01:03:04: Ja,
01:03:04: aber sowas.
01:03:05: Sowas
01:03:05: schwerst absolut für mich.
01:03:06: Und
01:03:06: das ist auch so bisschen wie, was so unsere Oberfläche lauert.
01:03:11: Ja, genau.
01:03:11: Und nicht diese absoluten kommerziellen Stücke, Musical, eher die anderen.
01:03:19: Ein bisschen darunter sind.
01:03:21: Ja, genau.
01:03:21: Die so in die Richtung gehen Off-Broadway.
01:03:25: Absolut.
01:03:26: Absolut.
01:03:26: Ja, hat auch meine große Liebe in vielen Dingen.
01:03:29: Caro, großartig, dass du da warst, dass du Cosmo mitgebracht hast.
01:03:32: Cosmo, du warst sehr, sehr brav.
01:03:35: Vielen Dank, lieber Dominik.
01:03:36: Ja, sehr gerne.
01:03:37: Dann alles Gute für die weitere Tour von Best of Alles.
01:03:40: Ja,
01:03:41: danke schön.
01:03:42: Und für alle anderen
01:03:42: Projekte.
01:03:43: Man kann
01:03:44: das dann, wie genau?
01:03:44: Ja, sag mal, da
01:03:45: kann man auf der Homepage dann sehen.
01:03:47: Irgendwie, ihr Name, irgendwann.de, ne?
01:03:50: Genau.
01:03:50: So.
01:03:51: Und Leute, wenn ihr nicht zu Caro geht, zu Best of Alles, dann guckt ein guter Film.
01:03:56: Zum Beispiel einer von den beiden, die wir euch heute empfohlen haben.
01:03:58: Ja.
01:03:59: Vielen Dank und Tschüss und wir sehen uns irgendwo.
01:04:04: Ich bin nur ein Pistern.
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