"Für eine Handvoll Dollar" mit Gereon Klug
Shownotes
Gereon Klug – Schriftsteller (zuletzt „Staying Alive“), Songtexter („Leider geil“ von Deichkind), Werber („Vom Austrinken bedroht“ für Aldi) und Biograf („Drei Farben Braun – Das große Studio-Braun-Buch“) – besucht Dominique, um mit ihm über den besonderen Zauber von Low-Budget-Filmen zu sprechen. Seine Wahl fällt auf den Mittelteil der Hamburg-Trilogie des Kultregisseurs Klaus „Rocker“ Lemke: „Paul“ (1974). Darin führt der schnoddrige Ex-Häftling Paul ein Ehepaar aus der Schickeria in die Halbwelt von St. Pauli. Der weitgehend mit Laien besetzte und größtenteils improvisierte Film besticht durch seine unverstellte, hemmungslose Darstellung eines völlig aus dem Ruder laufenden Besäufnisses. Dominique steuert mit „El Mariachi“ das Langfilmdebüt des mexikanischen Filmemachers Robert Rodriguez („From Dusk Till Dawn“, „Sin City“) bei: eine wilde Ballerballade, die mit einem Budget von nur 7.000 Dollar sowie mit Hilfe von Freunden und Verwandten realisiert wurde.
Diese Folge liefert damit den Beweis, dass auch „für eine Handvoll Dollar“ großartige Filmerlebnisse entstehen können.
Transkript anzeigen
00:00:04: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge mit dem Titel für eine Handvoll Dollar.
00:00:14: Und Leute, es geht nicht um Italo-Western diesmal.
00:00:17: Keine Angst, das Thema ist durch.
00:00:20: Aber es ist ein neuer Schärf in der Stadt und er sitzt mir gegenüber und sein Name ist Gerion Gluck.
00:00:27: Gluck.
00:00:28: Geri und Klug, ich verbesser den Host, ist mein Name mit K.
00:00:33: Ja, dass du mir leidest, ich bin Österreicher.
00:00:35: Und wir Österreicher sind dafür bekannt, die Konsonanten manchmal etwas zu weich auszusprechen.
00:00:41: Deswegen sagt man auch in Österreich, mein Name ist Deodor mit einem harten D am Anfang.
00:00:48: Ah, okay, dann ... Aber
00:00:50: wir fangen noch mal an.
00:00:50: Ich lasse
00:00:51: dir das nach.
00:00:52: Wir fangen noch mal an.
00:00:53: Und hier ist er.
00:00:54: Das Fönton ... Das Mensch geworden ist.
00:00:58: Literatur auf zwei Beinern.
00:01:00: Der Beaumont mit Brille und Schnurrbart.
00:01:03: Hier ist Gerion Gluck.
00:01:06: Sagenhaft.
00:01:07: Besser?
00:01:09: Ja, bis auf den Text.
00:01:10: Das ist alles gut.
00:01:12: Aussprache ist jetzt gut.
00:01:13: Aussprache stimmt.
00:01:14: Ja, aber ich weiß gar nicht.
00:01:15: Ich habe schon die ganze Zeit überlegt, wichtig vorstelle.
00:01:18: Aber
00:01:18: dass du mich gleich ins Film-Tor verortest, finde ich schon
00:01:20: bedenklich.
00:01:21: Ja?
00:01:23: Also, sagen wir mal so, du bist Autor.
00:01:26: Aber du hast auch einen Musikladen hier gehabt, einen Plattenladen hier in Hamburg.
00:01:30: Ja, das ist richtig.
00:01:31: Du bist auch Podcaster, du hast ein trockischer Moni zusammen Podcast gehabt.
00:01:37: Das ist auch richtig, ja.
00:01:38: Du bist Biograf, du hast nicht nur Elektristik geschrieben, du hast auch die Studie Braun Biografie geschrieben, korrekt?
00:01:45: Ja, ich habe den großen Sammelband und Riesen-Schinken mit den Originalwerken herausgegeben und teilweise kommentiert natürlich.
00:01:53: Editor bist du, also du bist alles.
00:01:55: Das stimmt, ich bin sehr viel.
00:01:58: Und dein aktuelles Buch ist nämlich gerade im Handel.
00:02:01: Staying Alive.
00:02:02: Ja, es gerade erschien ein Buch über Tote.
00:02:05: Und zusammen mit dem heimischen Genie der Hamburger Kunstszene, den aber kaum jemand kennt, Alex Solnmann.
00:02:12: Alex Solnmann ist ein begnadeter Zeichner, der viele, viele Jahre für den Goldenpudelklub die Plakate gezeigt hat und sich vor ungefähr zehn Jahren anlässlich des Todes von David Bowie vorgenommen hat, die in aller Welt seitdem sterbenden Künstler und Künstlerinnen zu prototieren.
00:02:29: Da sind dann über die letzten zehn Jahre, vierhundert Porträts, die alle fantastisch sind, entstanden.
00:02:35: Und zweihundert von denen haben wir versammelt in einem Buch.
00:02:37: Ich hab die mit achtzig längeren Texten und zweihundert kürzeren Texten versehen.
00:02:42: Und darum geht's.
00:02:45: Ja.
00:02:46: Ist der Inge live.
00:02:47: Gut.
00:02:48: Und du bist auch, dann hauen wir das gleich alles am Anfang raus.
00:02:50: Ja bitte.
00:02:51: Du liest ja immer wieder aus dem Buch bis auf Tour und du hast mir gerade gesagt, drei Termine stehen aktuell an, die könntest du auch gleich raushauen.
00:03:00: Ah, Jaren guckt jetzt ganz nervös, er hat nämlich vollmundig gesagt, also wir waren nämlich noch ein schnelles Superessen, bevor wir hier in der Aufzeichnung gingen, hat Jaren gesagt, weiß ich alles auswendig.
00:03:11: Jetzt hat er einen ganz erschreckten Blick wie Bambi.
00:03:13: Er
00:03:13: ist aber ganz einfach.
00:03:15: Ja.
00:03:15: Also am Ende des Monats, wir sind ja am Januar, am neunzwanzigsten Ersten sind wir in Berlin im Fahimi, am dreißigsten Ersten bei einer quasi Privatveranstaltung.
00:03:24: Aber da kann man sich irgendwie reinwandsen in Göttingen.
00:03:27: Ja, macht ja nur Spaß bei so Privatveranstaltungen, sich irgendwie reinzuwandsen in Göttingen und Sachen.
00:03:31: Bei einem Menschen namens Burkhardt, in dessen Wohnung.
00:03:34: das wird man dann schon in Göttingen mitkriegen.
00:03:37: So Entschuldige, ich kenne Göttingen, so klein ist das nicht.
00:03:40: Im reichen Ostviertel ist das.
00:03:42: Okay,
00:03:42: das ist ja schon mal eine Eingrätzung.
00:03:44: Ist Burkhardt davor da der Nachname?
00:03:46: Das ist der Vorname.
00:03:48: Kannst du uns den Nachnamen noch geben?
00:03:49: Nein, weiß ich nicht.
00:03:50: Ich hab das in meiner Verankündung Burkhards RK genannt.
00:03:54: Wir sind bei ihm.
00:03:55: Also, neunzwanziger Berlin, dreißigster Göttingen und ein dreißigter Erfurt.
00:04:00: Bei dem fantastischen Laden Franz Mehlhose, wo ich schon oft war, ein Vater-Sohnpaar betreibt einen ... Kulturladen dort, inklusive Kaffee.
00:04:10: Besser kann es einem einer Stadt nicht
00:04:13: tun.
00:04:14: Nee, das stimmt.
00:04:14: Sei denn, du bist in die Wohnung von Burghardt in Göttingen gekommen, dann kannst du es auch nicht weiter.
00:04:19: Das
00:04:19: wollen wir mal sehen, ob da Kultur zu finden ist, oder ob da nur Geld zu finden ist.
00:04:26: Im Idealfall beides.
00:04:27: Aber, apropos Geld, das sind wir schon beim Thema.
00:04:30: Heute, wie ich schon sagte, heißt es für eine Handvoll Dollar.
00:04:32: Warum heißt es für eine Handvoll Dollar?
00:04:35: Weil Wir beide uns Filme rausgesucht haben, die wirklich nicht für mehr als für eine Handvoll Dollar gemacht wurden.
00:04:43: Ein bisschen ungenau in der Titel, weil mein Film D-Mark gekostet hat.
00:04:46: Deiner hat wahrscheinlich Pesettos gekostet oder sowas.
00:04:48: Aber grundsätzlich ist die Tendenz richtig.
00:04:50: Die Filme haben nicht viel gekostet.
00:04:52: Das stimmt.
00:04:52: Und wir hören mal rein, welcher Typ denn wohl Geryons
00:04:57: Filmwahl
00:04:58: gemacht hat.
00:05:00: Sie sehen jetzt mich und fragen sich vielleicht, Was will denn der Wegserler?
00:05:07: Aber ich kann's ja auch sehen.
00:05:09: Denn das ist mein Job.
00:05:10: Ich bin Magistral.
00:05:12: Ja, wer ist das, Gerion?
00:05:17: Diese sonore Stimme.
00:05:18: Das
00:05:19: ist Klaus Lemke.
00:05:20: Genau, der Kultfilmer Klaus Lemke.
00:05:23: Sehr bekannt durch seinen Film Rocker.
00:05:25: Er hat aber noch ein paar Dutzend andere Filme gedreht.
00:05:28: Ein paar
00:05:28: Hundert Dutzend, muss man sagen.
00:05:31: Achtung, Bela, wenn du zuhörst, wir besprechen schon wieder nicht Rockers, sondern wir besprechen einen anderen Film, nämlich Paul von Klaus Lemke.
00:05:39: Aber bevor wir da reinkommen, glaube ich, wird Geryon aus seinem Buch Staying Alive den Nachruf auf Klaus Lemke lesen.
00:05:48: Mir ist das gerade eingefallen, deshalb war ich kurz abwesend und hab mein Buch aus meiner Fasche gekramt.
00:05:52: Da fiel mir ein, Klaus Lemke ist leider nämlich auch tot.
00:05:55: Also dem zufolge natürlich auch in so einem Kompendium der Toten, Staying Alive.
00:05:59: Und der hat auch einen längeren Text gekriegt.
00:06:02: Denn Klaus Lemke ist ... ... ist ... ... ist ... ... ist
00:06:09: ... ... ist ... ... ist ... ... ist ... ...
00:06:27: ist ... Ein Rebell mit mehr als einem Grund.
00:06:32: Verstehst du diese Anspielung eigentlich?
00:06:34: Rebel Without a Cross.
00:06:35: Ja, natürlich.
00:06:35: Ja, meine Elektorin hat's auch verstanden.
00:06:37: Das
00:06:38: ist sehr gut.
00:06:38: Und ihr versteht's auch da draußen.
00:06:40: nur für meine Mutter.
00:06:42: Ja.
00:06:43: Der Film heißt auf Deutsch, denn sie wissen nicht, was sie tun.
00:06:46: Was sie tun.
00:06:48: Du merkst das mit Konzernanten.
00:06:50: Ist
00:06:50: einer dieser drei Hauptrollenfilme mit James Dean und heißt im Original.
00:06:54: Rebel without the cause.
00:06:56: Also Klaus Lemke, ein Rebell mit mehr als einem Grund, ein Straßenhund ohne Leine.
00:07:00: Der Feind des Unentschiedens.
00:07:03: Niemals wollte er Teil des deutschen Films sein.
00:07:05: Der war für ihn immer massengrab, gute Absichten.
00:07:08: Und Wim Wenders nicht mehr als nur ein Mistkerl.
00:07:11: Den hat er wirklich gehasst.
00:07:13: Seine Meister-Realität abgekauften Schauspieler bezahlte alle gleich.
00:07:16: Fünfzig Mark, später fünfzig Euro am Tag.
00:07:20: Mehr gab's nur dann, wenn der Film wieder erwartenden Erfolg wurde und mir an einen Namen flossen.
00:07:24: Aber glaub mal ja nicht, dass er irgendwie vom Staat, von Gott oder von reichen Arschgeigen Geld nahm.
00:07:30: Fakti Hennen, nein.
00:07:32: Seine Küße im Dunkeln waren der Schnee von morgen und Splitter vom Paradies.
00:07:38: Und lustigerweise hab ich da schon gesagt, bester Film, Paul von hier.
00:07:43: Das wusste ich schon vor einem halben Jahr.
00:07:45: Wow.
00:07:45: Und wir haben uns den heute wieder ...
00:07:47: Vorgenau.
00:07:48: Genau.
00:07:48: Und wir haben uns in Gemeinsam angesehen.
00:07:50: Und ich hab von Klaus Lemke nämlich, ehrlich gesagt, bis jetzt nur Rocker gesehen.
00:07:55: Und ich war ganz, ganz erfreut, jetzt mal einen neuen Film, also keinen neuen Film zu sehen, aber einen anderen Film von ihm zu sehen, der ja auch... Ist das der Film, der spielt dir auch in Hamburg?
00:08:06: Ist der vor Rocker gedreht oder danach?
00:08:08: Bitte frag mich keine biographischen Fakten ab.
00:08:11: Ich glaube, er ist danach.
00:08:12: Ich glaube, er ist danach.
00:08:13: Meinst du?
00:08:14: Oder ist er vor?
00:08:15: Eines von beiden.
00:08:17: Ich
00:08:18: dachte, du hättest jetzt Wikipedia-mäßig aufgerufen.
00:08:21: Entschuldigung.
00:08:22: Das ist eine Beleidigung, mir Wikipedia zu unterstellen.
00:08:26: Nee, das ist eine ganz normale Stütze, die man...
00:08:29: Nee, erstes im Jahr nineteen-vierundsiebzig, das kann ich sagen.
00:08:31: Ja, ja, war denn Rocker.
00:08:33: Und
00:08:34: das weiß ich nicht.
00:08:35: Ja, wahrscheinlich.
00:08:35: Ich kann denn nur ganz kurz so Rocker was sagen und zwar... Am Hamburger Schauspielhaus gab es einen Gatoruba, der hat einen Anker tätowiert auf dem Arm gehabt.
00:08:43: Der hieß Struppi.
00:08:45: Und Struppi war Statist in Rockhaar.
00:08:48: Und als Cleo Kretschmar am Hamburger Schauspielhaus gastierte, hat er sich von ihren Autogramm geholt und gesagt, wir haben ja beide mit Klaus gearbeitet, nicht?
00:08:57: So, aber ich... Ja, ich krabbs im Internet als Brigitte Bardot gestorben ist noch mal.
00:09:01: Ja.
00:09:02: Die schöne Foto von Klaus und Brigitte.
00:09:04: Genau.
00:09:05: Die mal in München war bei ihm.
00:09:07: Und das wer davon nichts mehr wissen wollte, dass sie immer mit ihm einen Tag verbracht hat.
00:09:14: Ich weiß nicht genau, was ich genommen habe.
00:09:16: Ja, ich habe es nur eben nachgelesen, vor der Folge und zwar die Bildzeitung, die ja immer eigentlich sehr seriös berichtet, hat geschrieben, dass Brigitte Bardot irgendwie in München war und die haben zusammen gefeiert.
00:09:30: und Klaus Lembke hat angeblich so gesagt, du spielst immer im nächsten Film mit.
00:09:34: Ja.
00:09:35: Und dann hat sie gesagt, weißt du was, wir spielen Poker, wenn ich gewinne, dann nehme ich das ganze Budget für diesen Film mit, ich weiß nicht, so zwanzigtausend Mark.
00:09:44: Und wenn du gewinnst, dann spiel ich in dem Film kostenlos mit.
00:09:47: Und ich, Arne?
00:09:49: Ja, gibt es einen Klaus Lemke-Film mit Brigitte Fatou?
00:09:52: Nee,
00:09:52: aber ich könnte mir auch vorstellen, dass er gewonnen hat und sie das nicht eingelöst hat?
00:09:58: Nee, angeblich hat sie gewonnen, dann hat er Kohle mitgenommen
00:10:01: an.
00:10:02: Aber ich meine, das ist halt einfach...
00:10:03: Aber es gibt ein... Belegt ist wirklich, dass sie sich getroffen
00:10:06: haben.
00:10:06: Genau, es gibt ein schönes Foto von denen, das... Genau.
00:10:08: Und ich glaube, sie haben sich auch so zweimal getroffen oder so.
00:10:12: Aber...
00:10:12: Holala.
00:10:14: Was hat ihres Berben dazu gesagt?
00:10:16: Das weiß ich nicht.
00:10:17: Aber wenn ich sie jemals in die Sendung kriege, ist es das Erste, was ich sie frage.
00:10:22: Nein, das Zweite.
00:10:23: Wie
00:10:23: sie das hassen wird, immer auf Klaus Lempke angesprochen zu haben.
00:10:26: Das stimmt.
00:10:27: Aber ich meine, man muss einfach sagen, er hat ja all diese Leute entdeckt.
00:10:30: Gliok Retschmann, Wolfgang Fierig, ihres Berben.
00:10:33: Also... Das stimmt.
00:10:34: Man muss ja jetzt einfach für Leute, die vielleicht Klaus Lempke nicht kennen, mal kurz erzählen, wie Klaus Lempke gearbeitet hat, bevor wir auf den Film kommen, Wendt Klaus Lehmke hat einfach immer nur Leinen gekastet.
00:10:47: Weitgehend,
00:10:48: ja.
00:10:49: Ein, zwei Schauspielerinnern sind vielleicht auch dabei, aber der hat einfach auf der Straße interessante Leute angesprochen und gesagt, durchdrehend filmen.
00:10:57: Das kann mal klappen, kann mal auch mal schiefgehen.
00:10:59: Ja,
00:10:59: das können wir ja gleich in diesem wunderbaren Film, wo wir jetzt einen ganz winzigen Ausschnitt hören, nämlich den Hauptdarsteller Paul in dem gleichnamigen Film.
00:11:18: Was ist
00:11:18: denn hier wieder los heute Morgen?
00:11:25: Paul heißt der Film und der Hauptstadt heißt auch Paul.
00:11:28: Der nun sehr oft und sehr herzhaft in diesem Film lacht.
00:11:32: Der
00:11:32: Schauspieler heißt auch Paul.
00:11:34: Der Schauspieler
00:11:34: heißt auch Paul.
00:11:35: Verrückt.
00:11:36: Und die Figur heißt Paul, alles heißt Paul.
00:11:37: Also ich dachte, du meinst die Figur.
00:11:39: Also im Film heißt Paul nach der Hauptfigur.
00:11:41: Genau.
00:11:41: Und das ist irgendwie der Darsteller, der kein Schauspieler war.
00:11:45: Nee.
00:11:45: Heißt
00:11:46: auch Paul, nämlich Paul Lüß.
00:11:48: Genau.
00:11:48: Und du hast schon ein bisschen was erwähnt, dass nämlich Paul Lüß eben ein Leier ist, der ... sich selbst spielt oder eine Figur, die erfunden wurde.
00:12:00: Und vielleicht sollten wir ganz kurz mal reinwerfen, zu grob, wenn man das in der Handlung nennen kann, so worum es in diesem Film geht.
00:12:10: Also Paul wird in der ersten Sequenz aus dem Gefängnis entlassen, nach sieben Jahren.
00:12:14: Er ist offensichtlich dort gelandet, weil er aber... ein paar Brechen begangen hat, gutmaßlich einen Raub, denn der wird von seinen alten Kumpanen und Kumpaninnen empfangen vom Kiez und Bahnspruch gleich Geld aus der eventuellen Beute, die es wohl mal gab.
00:12:32: Für sich, da sind die aber gar nicht mit einverstanden, die alten Kumpel nach dem... sehr herzlichen Empfang mit Champagner, Prostituierten und schönen Essen.
00:12:41: Auf der Kegelbahn?
00:12:42: Auf der
00:12:42: Kegelbahn geht es dann gleich um die harten Sachen, nämlich das Geld, und die versuchen ihn umzubringen.
00:12:47: Das scheitert.
00:12:48: Er mehr andert dann Richtung ...
00:12:52: Hamburg, Teufelsbrück.
00:12:53: Teufelsbrück, das ist eine ehrreiche Gegend, nämlich oben an der Elbschusssee Richtung Blankenese und landet in einer sehr reichen Villa, wo eine Kunstparty gegeben wird.
00:13:03: und ändert die einfach mir nichts dir nichts.
00:13:06: Die reichen, begüterten Pfeffersäcke finden das alle erstmal toll, dass da jemand aus dem realen Leben auftaucht und lassen ihn auch gewähren mit seinem Irrsinn und seinem Saufen.
00:13:21: Ja, da hat man das Lachen noch gehört vorhin in deinem Ausschnitt.
00:13:24: Das ist ein richtiger Signature-Move.
00:13:26: Ja, absolut.
00:13:27: Die kräscht eher, um auf Neudeutsch zu sagen, die Party und dann geht's ein bisschen hin und her, Er will auch wieder in den Knast, weil er offenbar da auch nicht angeht.
00:13:36: Er kommt bei seinen alten Spießgesellen nicht an.
00:13:38: Die von uns Leder, die reichen, behandelt ihn auch beschissen.
00:13:42: Dann will er wieder in den Knast abgewiesen, weil das ist kein Obdachlosenheim, wie der Werder sagt.
00:13:48: So geht's auch nicht.
00:13:49: Und zwischen diesen beiden Welten, nämlich der begüterten Welt und der Kiezwelt, die alle viel Dreck am Stecken haben und auch nicht zimperlich sind, die einen sind nicht zimperlich mit den Gefühlen, die anderen sind nicht zimperlich mit der Gewalt.
00:14:02: Ich will ja nicht spoilern, wie es ausgeht.
00:14:04: Aber das ist grob die Story.
00:14:07: Und Paul, man muss sagen, die Rolle ist, wenn man davon reden kann, dass es eine Rolle ist, ist ihm auf den Leib geschnitten, denn Paul spielt sich offenbar wirklich selbst.
00:14:16: Ein genialer Darsteller von sich selbst, ein impulsiver, ausufernder, wahnsinniger Charakter mit einem Naturtalent aus meiner Sicht in Bewegungen.
00:14:30: Und auch in Improvisation.
00:14:33: Der weiß man natürlich nicht, ich hab das auch jetzt nicht mal nachgeforscht und nachgelesen, aber mit Teilchen geredet.
00:14:40: Wie viele Prozent davon improvisiert sind von dem Film.
00:14:43: Es ist ...
00:14:44: Also, was man halt von Klaus Lemke sozusagen, was der in Interviews auch erzählt und was Leute, die mit ihm gedreht haben, erzählt haben, ist, dass der natürlich immer nur so kurz gesagt hat, worum es so grob in der Szene geht und dann haben die Leute so drauf losgespielt.
00:14:58: Und das merkt man, weil es ist so, weil die haben halt auch einen... Super Schnack, weil das sind ja wirklich authentische Charaktere, also die alle vom Kids, diese Prostituierten und Zuhälter und Kneipenwirte und Kellnerinnen, die sind alle echt, also die reden doch so wie sie reden.
00:15:15: Ja, glaube ich auch.
00:15:16: Also da ist niemand bei, der das nicht macht und die könnten das auch gar nicht so nachsprechen, aber die haben halt wirklich einen, wie in Österreich sagen, Original-Schmäh.
00:15:29: Und ich glaube, es ist auch so, es gibt ja so eine riesige Szene, die wir ja sehr genossen haben, relativ im letzten Drittel des Films, die eigentlich ja fast der Hauptteil des Films ist, nämlich in das dann nämlich dieses reiche, gelangweilte, hanseatische Pfeffersäcker-Eepaar, diese ganzen Leute vom Kiez, von der Kneipe, von Paul, inklusive Paul, zu sich nach Hause einladen.
00:15:52: Und ich meine, das geht ja zwanzig Minuten dann, diese große Festzene mit dem Diener Ewald.
00:15:59: Und das läuft ja dann völlig aus dem Ruder.
00:16:02: Völlig aus dem Ruder.
00:16:02: Da haben wir uns auch tatsächlich beim Sehen jetzt nochmal gefragt, wo haben denn die heute Begüterten und Reichen?
00:16:09: Wo kriegen die denn ihre Spannung her?
00:16:10: Denn hoffen wir, war das damals ja noch, haben wir ja gesehen, in dem Film möglich.
00:16:15: Willenparty einfach zu ändern.
00:16:18: Die Zäune war noch nicht so hoch und das war alles noch nicht so hermetisch abgeriegelt wie heute.
00:16:23: Und man sieht auch deutlich, dass da die Erzählungen stattfindet.
00:16:28: dass die oberen Zehntausend fasziniert sind von dieser Kiezwelt, von dem Proletariat, von St.
00:16:35: Pauli, was damals noch richtig Nogo-Area war.
00:16:38: Genau, das hast du auch gesagt, weil Frau Murnau, also die Millionärsgartin, fährt den ja erst am ersten Morgen, also ...
00:16:44: mit dem Rolls-Royce.
00:16:45: Mit dem Rolls-Royce
00:16:47: nach St.
00:16:47: Pauli und lässt den dort am Hans-Albers-Eck aussteigen.
00:16:50: Und da hast du schon gesagt, so, das war eigentlich wirklich, also, ja, wie du gesagt hast, Nogo-Area.
00:16:55: Also, man ist da nicht einfach hingefahren.
00:16:57: Nee.
00:16:58: Nee, also, man sieht das auch an den Blicken, dann den Passanten, die da einfach so mitgefilmt wurden.
00:17:04: Die Straße war ja nicht abgesperrt.
00:17:06: Bei Klaus Lemke gibt es keine Straßenabsperrung und Inszenierung von Passanten oder Statisten.
00:17:11: Die werden da so genommen, wie sie da rumloggen.
00:17:13: Ja, genau.
00:17:14: Die gucken
00:17:14: manchmal relativ vertutzt in die Kamera.
00:17:17: Was auch super ist, weil manchmal in dem Film auch Leute mit üblichen Waffen durch die Kiezstraßen laufen, was jetzt natürlich für die Leute nicht so irritierend war, aber dass da noch jemand mit einer Kamera steht, das
00:17:29: scheint
00:17:30: zu irritieren.
00:17:32: Aber das ist natürlich ein Kläsch der Kulturen und der Erwartungen und das ist sofort Britzels da.
00:17:38: Total.
00:17:38: Weil die einen natürlich das gerne hätten.
00:17:41: Also die Millionäre hätten gerne die... Unwendige Freiheit, die da offenbar herrscht.
00:17:47: Das Gefährliche hätten sie gerne, weil sie suchen eigentlich die Gefahr.
00:17:50: Finden sie aber natürlich nicht in den Bilanzen, sondern nur im richtigen Leben.
00:17:53: Und dann erschöpft sich das irgendwann, weil es natürlich alles safe ist.
00:17:57: Ihr Reichtum ist ja safe.
00:17:59: Macht sie ja auch safe und macht sie auch dementsprechend langweilig.
00:18:02: Natürlich langweilig sich das Pärchen, das Hauptmillionärs-Pärchen auch gegenseitig, findet sich irgendwie öde und ist aber so großzügig, dass sie auch fremdgehen erlauben.
00:18:12: Ja.
00:18:12: Oder fremd rumflirten.
00:18:15: Und da passt Paul natürlich fantastisch rein, weil er ... Also in jeder Sekunde performt.
00:18:20: Ja.
00:18:21: Das ist eine ... Der Typ ist ein Show.
00:18:25: Total.
00:18:26: Mehr geht nicht.
00:18:27: Und du hast auch angedeutet, dass Paul wohl nicht ganz nüchtern beim Trier war.
00:18:32: Das hast du jetzt mal gesagt vorhin.
00:18:33: Das wurde mir korrektortiert von kundigen Leuten.
00:18:36: Und das sieht man auch.
00:18:38: Man sieht das an den ... Also der war permanent besoffen.
00:18:42: Er spielt aber auch einen permanent besoffenen.
00:18:44: Insofern passt das.
00:18:46: Aber ... Ich glaube, ich habe ja nicht viel Ahnung von Schauspielern, aber wenn ich das mir so ansiehe, kann man das nicht spielen.
00:18:55: Es sind zwar Schauspieler
00:18:56: dabei, die spielen.
00:18:57: Manchmal sieht man das, dass die spielen.
00:19:00: Wenn man ganz genau hinguckt, Paul spielt fast nie, sondern ist das.
00:19:05: Und das ist natürlich... Bei dem Film, für mich das ganz große Faszinosum.
00:19:10: Mich hat er schon gesagt, er ist ein Bewegungstalent.
00:19:12: Und natürlich auch ein Schnackartalent.
00:19:14: Wahnsinn, ja, ja.
00:19:16: Sehr,
00:19:16: sehr lustig, was er da alles aus sich rauslässt und seine Lache ist.
00:19:19: Also, wenn man das heute unter dem Verwertungsgedanken sehen würde, dann hat er so vier echt Signature-Moves.
00:19:26: Das ist so ein kediges Lachen, dann so ein Gezeige mit den Zeigefingern und der Blick.
00:19:32: den er manchmal abfeuert.
00:19:34: Wenn du den wiederholen würdest mit heute Instagram-Ability versehen würdest, dann wär das genauso berühmt wie die Robotinirus-Szene.
00:19:42: Ja, das stimmt.
00:19:44: Du redest mit mir?
00:19:46: Das, da könntest du aus diesem Film problemlos fünf Szene rausschneiden, die memes würden.
00:19:52: Total, ja, ja.
00:19:53: Den Film kennt aber keiner.
00:19:54: Das ist schade.
00:19:54: Andererseits ... Schön auch gut, weil ich stehe auf Sachen, die nicht jeder kennt.
00:19:58: Ist ja eh klar, weil es auch vielleicht nicht so langweilig ist.
00:20:02: Aber das Schönste ist einfach, Paul dabei zuzusehen.
00:20:06: Und das betrachte ich nicht unter Mitleitsaspekten, dass er mir irgendwie Leid tut, so richtig gar nicht.
00:20:11: Er ist schlimm geendet.
00:20:13: Im Endeffekt hat er in seinen Suf dahingerafft.
00:20:15: Der hat ja auch nicht mehr lang gelebt.
00:20:17: Das ist auch schade.
00:20:18: Aber in dem Film ist er eine Urgewalt.
00:20:22: Total.
00:20:23: Und wir wissen alle, ich weiß nicht, Ich hab mir da noch mal Gedanken gemacht, wie geil das, ich würd mich nicht als Bewegungsfan sehen, aber da werd ich zum Bewegungsfan.
00:20:32: Da guck ich mir die Bewegungen an, weil die Kamera das alles mitnimmt, weil die Kamera immer einfach dabei ist und auch die Schnelligkeit nicht durch Schnitte erzeugt wird.
00:20:41: Sondern die Szenen sind so energiegeladen, dass du mit zwei Kameras alles mitnehmen kannst, ohne dass du permanent hin und her schalten müsstest oder kürzer schneiden müsstest.
00:20:51: Das hat eine irrsinnige Power.
00:20:55: Ich rede jetzt vor mich hin.
00:20:57: Ist das okay?
00:20:57: Nein, super ist das.
00:20:59: Meine Frau, wenn die die Sendung hört, findet eh, dass ich manchmal zu viele rede.
00:21:03: Das bringt mich wieder in den Plusbereich bei ihr.
00:21:06: Gut.
00:21:07: Dafür will ich jetzt gerne verantwortlich sein.
00:21:10: Rettemis, Jorion, Rettemis.
00:21:13: Was wollte ich sagen?
00:21:13: Ach so, wie schwierig es ist für Schauspieler, ein Kleinkind zu spielen.
00:21:19: Stelle ich mir genauso, weil man kann diese Bewegung eigentlich kaum nachmachen bzw.
00:21:26: man hält es nicht lange durch.
00:21:27: Ein Kind kann das aber stundenlang vollkommen willkürlich.
00:21:32: Bewegungen machen, die man echt nachbauen muss.
00:21:35: Und wenn man sie nachbauen muss, hat man Gedanken im Kopf, wie man sie nachbaut.
00:21:40: Das hindert einen normalerweise schon daran, das hinzukriegen.
00:21:43: Und so ist das mitunter bei Besoffenen auch.
00:21:46: Besoffenes Schauspiel.
00:21:47: Das ist ganz schwer zu spielen.
00:21:49: Kannst du auch aus dem Lehrbuch nachspielen, wie du die Füße hältst, wie du deinen Körper entspannst, den Kopf hältst,
00:21:55: etc.,
00:21:56: die Sprache sowieso.
00:21:58: Aber auch das ist
00:21:58: gerade sehr schwierig.
00:22:00: Besoffen, Sprechen, wirklich.
00:22:01: Da wird es nicht zu viel ist.
00:22:03: Genau.
00:22:04: Aber es gibt da so eine Art Koordinatensystem, wahrscheinlich, und ein Lehrbuch.
00:22:09: Und hier wird davon nichts angewenden.
00:22:12: Wir müssen auch nicht angewenden werden, weil Paul ... Paul das einfach so macht.
00:22:16: Genau, weil Paul ist einfach Paul.
00:22:18: Aber weil das auch so schön, finde ich, gesagt hast, wie Kinder das dann auch einfach instinktiv machen, weil einer, der Film ist, obwohl es eben kein reales Drehbuch gab, voller schöner Sätze, in einem ein Lieblingssätze ist, als Paul relativ am Anfang.
00:22:33: in diese Villa kommt und diese ganze Kunst da sieht und dann so besoffen und sagt, was ist denn das alles?
00:22:37: Das ist ja überhaupt nichts Besonderes.
00:22:39: Was ist denn besonders dran und so?
00:22:40: Und das ist ja das naiv gemalt und so.
00:22:43: Ja, aber das ist ja, das ist von einem Bewachsenen sieht ja aus wie ein Kind.
00:22:46: Und dann sagt, dann sagt dieser, dieser Kunstzeichen und sagt, naja, es ist ja eben die Kunst, das als Erwachsener auszuführen und so.
00:22:54: Und das finde ich, trifft ja auch ein bisschen das auf das Spiel.
00:22:57: Es ist halt die Kunst.
00:22:58: Also für den Schauspielenden wäre es total Kunst, das zu kriegen.
00:23:02: und Klaus Lemp gekriegt, aber die Leinen dazu, irgendwie diese Kamera teilweise zu vergessen, sondern einfach so loszulassen.
00:23:10: Offenbar.
00:23:11: Ich mutmaße, die Party war auch ganz gut.
00:23:14: Also die war ganz
00:23:15: gut.
00:23:15: Die da vielleicht ein paar Wochen ging.
00:23:17: Und das ist auch wirklich ja, die ist krass, diese Party.
00:23:20: Und da ist es nämlich auch, da zieht es uns doch auch so auf, dass es zwei, drei Mal so Leute in die Kamera schauen, auch gerade von den Professionellen von St.
00:23:27: Pauli so.
00:23:29: So, direkt der Blick, nehmen die Kamera, dann können wir, sollen wir jetzt weitermachen, oder ist jetzt nicht mal gut?
00:23:35: Ja, exakt.
00:23:35: Und dann hast
00:23:36: du halt so gemeint, dass wahrscheinlich Klaus Lempke hinten neben der Kamera steht, ne, ich mach zwei, so, bewegen wir nach, macht weiter.
00:23:44: Also, ihr seht, wir sind begeistert.
00:23:46: Ich wollte nämlich eh jetzt fragen.
00:23:48: Ja.
00:23:48: Wie hat er dir denn gefallen?
00:23:50: Du kannst es sehen.
00:23:50: Ja,
00:23:51: mir hat er wirklich total gut gefallen.
00:23:54: Unter dem Aspekt, er hat mich so ein bisschen... Ich hab Klaus Lemke, ich hab Rocker gesehen und ich fand den gut so, aber ich war jetzt nicht so neugierig auf die weiteren Sachen.
00:24:04: Und jetzt, Paul hat mich irgendwie noch mal neugieriger gemacht, weil es so wie bei Fassbinder, da hab ich auch mal einen Film gesehen, ich muss nicht noch mal einen sehen.
00:24:14: Und dann hatte ich einen Gast hierzu, Hier in der Sendung Helmut Zuber, der hat mir Faustrecht der Freiheit vorgeführt.
00:24:22: Und das ist auch teilweise ähnlich.
00:24:24: Da kommt auch so ein Politarier in so eine höhere Gesellschaft und nimmt das auseinander.
00:24:28: Da ist natürlich unter vielen Dingen auch ganz anders als jetzt der Lemke Film.
00:24:33: Aber er hat irgendwie eine große Freiheit dieser Filme.
00:24:37: Das hat mir total gefallen.
00:24:40: Konventionen pfeift.
00:24:41: Also es gibt natürlich gewisse Genre-Dinge, die Klaus Lemke da einfach machen möchte.
00:24:47: Aber es gibt auch einfach so, dass er sagt, Leute, das ist so geil, wie wir jetzt gerade hier freitregen und hier eine Party machen und alle trinken und eine meiner Lieblingsfiguren, den Dina Ewald, der dann plötzlich von Stife immer mehr auftaut werden dieser Party, nur im Schluss ein ganz zentraler Teil dieser Party wird.
00:25:06: Und das kann nur entstehen, wenn Leute richtig Spaß miteinander haben, einander sehr vertrauen, weil die machen ja schon heftige Sachen miteinander, aber man merkt so, es ist irgendwie so ein Vertrauen zwischen denen da.
00:25:19: Und das macht dann wirklich eine irre Szene.
00:25:22: Und dadurch gefällt es mir total gut.
00:25:26: Und ein Aspekt, der mir auch sehr gefällt, dieses alte Hamburg, also dass man so St.
00:25:31: Pauli so richtig Also richtig original sieht, wie das eben bevor es eine richtige Touristenmeile wurde, wie das so gezeigt wird.
00:25:41: Das hat mich echt beeindruckt.
00:25:43: Gut, das ist natürlich jetzt ein gratis Effekt.
00:25:46: Wenn ein Film so gedreht wird, ist das ein Gepreist.
00:25:51: Ja, aber das Ding ist, es gibt ja auch einfach Filme.
00:25:53: Das wussten
00:25:53: die ja damals nicht.
00:25:54: Ach so, das war dir dann gar nicht bewusst.
00:25:56: Na ja, Klaus Lemke hat schon gewusst, dass er Filme für die Ewigkeit dreht.
00:25:59: Aber es gibt ja auch einfach langweilige Filme oder Fernsehserien, wo du dann was von früher siehst.
00:26:05: Und dann guckst du es dir aber nicht gerne an.
00:26:08: Weil das ist nicht gut eingefangen, weißt du, was ich meine?
00:26:10: Es gibt einfach Filme... die dann auf St.
00:26:13: Pauli drehen, aber sie fangen uns nicht gut ein, weil sie eben nicht diese Wildheit haben, weil Klaus Lämke hat den richtigen Geist für St.
00:26:19: Pauli, der Siebzigerjahr.
00:26:21: Der geht mit der Kamera dahin, der sagt zu den Leuten, so, und jetzt die Knarre raus und jetzt mach einfach um Sachen das.
00:26:27: Und jetzt gehen wir hier in den Keller und dann tanzt ihr da und feiert.
00:26:31: Und die zeigen sich unverstellt, diese Leute.
00:26:34: Und das kannst du nur bei einem Film sehen von jemandem gemacht, der diese Qualität besetzt.
00:26:40: Weißt du, was ich meine?
00:26:41: Also deswegen ist es so, nur dann ist es authentisch.
00:26:44: Okay, stimmt.
00:26:47: Da stehe ich mit dem Firmologen hier zumal zu.
00:26:50: Aber du hast natürlich einen interessanten Aspekt.
00:26:52: Es gibt auch sehr viele schlechte Klaus Lemke.
00:26:54: Es gibt wahrscheinlich auch sehr viele schlechte Fassbinder.
00:26:57: Vielleicht auch ein paar gut.
00:26:59: Je nach Sichtweise.
00:27:01: Da hast du halt ein... Sprich
00:27:02: da, sprich da der Fassbinderfein.
00:27:05: Das ist in der Natur der Sache, dass du halt bei so einem Riesenwerk wie bei Klaus Lemke... Jetzt hab ich's auch wieder nicht nachgeguckt, wie die Filme der gemacht hat.
00:27:15: Da hast du auch viel Schrott dabei.
00:27:17: Denn mit dem Risiko, mit dem der Filme offenbar angeht, nämlich mit diesen Leihendarstellern und einem nicht vorhandenen Drehbuch und einer starken Unterfinanzierung.
00:27:27: Und dem schönen, im Endeffekt dem schönen Spruch, die eigentlich von Herbert Feuerstein geklaut haben, wenn man nichts plant, kann auch nichts schiefgehen.
00:27:35: Und mit der Einstellung geht er ja offenbar ran.
00:27:37: Und das zeigt natürlich die tollsten Ergebnisse.
00:27:40: Aber auch die schlimmsten Ergebnisse und Sachen, die man ... die sind scheiße.
00:27:45: Die sind leppisch, die sind langweilig vielleicht auch und komplett spannungsarmer.
00:27:49: Aber wenn du natürlich in den Himmel kommst, wie bei Paul, mit deiner Form, das so zu machen, dann erreichst du ein anderes Fähren.
00:27:58: Und ich halte Paul für einen outstanding Komplettfilm, nicht nur deutsch.
00:28:03: Ja, genau.
00:28:04: Ihr Lieben, wenn ihr Paul sehen wollt ... Wir haben ihn auf einer wunderbaren DVD geguckt, die Gernerin heute mitgebracht hat.
00:28:11: Und diese DVD kann man online kaufen.
00:28:14: Die kann man auch in der Hanse-Platte in Hamburg kaufen.
00:28:16: Weil derjenige, der mich dankenswerterweise auf diesen Film aufseigern gemacht hat, Thorsten Stegmann, Gnat Stickel, einer einer der größten Filmologen in Hamburg, hat ... mit Klaus Lemke so viel zu tun, dass er mit Klaus Lemke so viel zu tun hatte, dass er Sylvie, der Nachfolgefilm, wo Paul auch mitspielt, Paul wieder Paul und Sylvie wieder Sylvie.
00:28:41: Wo es noch eine legendäre Szene gibt und der wir gleich noch mal kommen können, weil das für jeden Zenersten vielleicht irgendwie interessant ist.
00:28:47: Der hat irgendwie machte diese DVD.
00:28:51: Ich weiß auch nicht genau wie, aber er darf es auch.
00:28:54: Und die vertreibt er in der Handelsplatte, kostet auch nicht viel.
00:28:56: Er ist auch nicht viel dran im DVD, außer ein Kavar und ein DVD.
00:28:59: Das Kavar ist auch
00:29:01: kopiert, wenn ich das richtig sehe.
00:29:02: Das bestimmt ist, das kopiert.
00:29:04: Und es findet sich hinten das schöne Zitat aus angeblich der Fatz drauf.
00:29:08: das Dogma-Meisterwerk zehn Jahre vor Dogma.
00:29:12: Angeblich
00:29:13: ein Zitat aus Erfatz.
00:29:15: Glaubst du es?
00:29:16: Ich glaube alles, weil ich glaube, dass weder die Hanse-Plate noch Klaus Lempke wissen, wie Lügen geht.
00:29:22: Ich glaube auch, dass das Variety-Zitat, das Hollywood-Françian-Plat, mit hilarious auch stimmt auf jeden Fall.
00:29:30: Ich glaube auch, dass der in Amerika gelaufen ist.
00:29:32: Und Silvi Winter spielt die Frau Murnau.
00:29:35: Ist das Silvi?
00:29:36: Oder wer ist Silvi?
00:29:38: Ja, ah, das ist Silvi.
00:29:40: Und... Das heißt, Klaus Lemke hat gesagt, Leute, jetzt haben wir doch in drei Tagen super Film gemacht.
00:29:44: Jetzt machen wir noch ein Film, oder wie war das jetzt?
00:29:46: Weil du sagst, es gab den Nachfolge für den Sylvie.
00:29:49: Wenn eine Mannschaft funktioniert, sollte man sie zum zweiten Mal spielen lassen.
00:29:52: Genau.
00:29:53: Dann halt
00:29:54: die Fußballregel.
00:29:55: Ja,
00:29:55: auf jeden Fall.
00:29:56: Und da im nächsten Film, also im Sylvie gibt es tatsächlich die, ich hatte das eigentlich die angekündigt, dass wir das heute sehen.
00:30:02: Das ist ein totaler Quatsch.
00:30:03: In Sylvie gibt es eine, in der Filmgeschichte, einmalige Szene, nämlich als das World Trade Center gebaut wurde.
00:30:11: durfte offenbar Klaus Lemke mit dem Helikopter zwei Stunden um das World Trade-Steller rumkreisen, wo oben dann die beiden Hauptdarsteller innen.
00:30:22: Paul und Silvia.
00:30:23: Und da oben Trumptouren.
00:30:27: Man sieht, dass das noch Baustelle ist.
00:30:30: Aber nie in Hollywood hat das nicht gedurft.
00:30:33: Ich weiß nicht, was an dem Tag los war bei der Behörde.
00:30:36: Das müsste man meinen Filmologen, Thorsten Stegmann, mal fragen.
00:30:40: Wer weiß das nämlich alles?
00:30:41: Den solltest du vielleicht auch
00:30:42: mal eins haben.
00:30:43: Ja, das mache ich gerne.
00:30:46: Der weiß nämlich viel mehr als ich.
00:30:48: Ich bin nur User.
00:30:49: Aber der ist Experte.
00:30:52: Ja, ich habe mich nicht gleich an die Hohe selbst getraut, weil ich habe dich als Mittelsmann hierher gebeten.
00:30:58: Ich habe die Verbindung hier mit dich hergestellt.
00:31:00: Ja, fantastisch.
00:31:02: Und wahrscheinlich war es so, würde ich jetzt mal einfach laut denken, wahrscheinlich Silvi und Paul sollten einfach Klaus Lemke-Styler schnell auf die Baustelle schleichen.
00:31:10: Und er hat einen Helikopter, einen Overflight gebucht oder so.
00:31:14: Wahrscheinlich ist das gesamte Geld für den Helikopter draufgegangen.
00:31:17: Und für die Flugtickets.
00:31:19: Ja, was auch ganz schön ist bei dem Film, weil das ist ja echt wirklich für eine Handvoll Demarkt gedreht.
00:31:25: Es gibt auch immer nicht immer einen Schnaps trinken, wenn ihr den Kameramann in einem Spiegel oder einem Fenster seht.
00:31:30: Also, weil sonst seid ihr sehr schnell bedrunkener als Paul.
00:31:35: Das ist dir oft aufgefallen, ne?
00:31:37: Ja, aber bei so einem Film, finde ich, hat es einen großen Scham.
00:31:40: Dieser Film lebt nicht von... von Hochglanz.
00:31:44: Sondern wir haben uns ja heute im Vorgehend nochmalen Filme, die von einer gewissen, soll ich mal sagen, fast amateurhaften Begeisterung leben.
00:31:54: Und das würde mich jetzt, ich würde jetzt gerne noch meinen Film in den Film werfen.
00:31:57: Wie geht es dir denn grundsätzlich, wenn du so low-fi, low-Budget-Filme siehst?
00:32:01: Ist das eine, geriert das dann zur Lebenseinstellung?
00:32:07: Also ich hab zum Beispiel spontan heute bei Paul nochmal gesagt, was braucht es irgendein Budget?
00:32:13: Idee schlägt Geld, Ausführung schlägt Geld immer.
00:32:18: Warum gucke ich mir überhaupt irgendein Film an, der irgendwie sechsstellig oder achtstellig kostet?
00:32:23: Ist natürlich Quatsch, ist ja klar.
00:32:24: Aber wenn man von irgendetwas begeistert ist, kennst du das vielleicht diese Methode, dass man denkt, alles andere ist Quatsch.
00:32:32: Ja, total.
00:32:33: Also ich verstehe es total, wenn manche viele Filme, die sehr viel Geld gekostet haben, sind dann ab irgendeinem bestimmten Punkt auch seelenlos.
00:32:42: Und das merkt man dem Film Paul schon an, dass er eine große Seele hat.
00:32:46: Und das ist natürlich klar.
00:32:48: Also jetzt, wenn ich gern Exkurs machen darf, von Nolan fand ich am Anfang ganz toll.
00:32:54: Also dieser Film Memento, der einen fünf Personen cast hat, der einen ganz begrenzten Orten spielt, ist für mich bis heute ... einer der großartigsten Filme, die er je gedreht hat.
00:33:05: und jeder Film, der immer teurer wurde und wo man auch so gemerkt hat, das Drehbuch schlägt immer genialere Haken wie bei Tenet.
00:33:13: oder das ist ich, wo ich dann auch schon halt weiß oder ich hatte manchmal das Gefühl, ich weiß schon, welche Haken es schlägt und das finde ich, das hat er nicht mehr erreicht.
00:33:22: nach Memento und das würde ich jetzt auch mal sagen, da Das hat einfach ein bisschen in gewisser Weise korrumpiert, diese unendlichen Möglichkeiten.
00:33:32: Hast du dich in deiner eigenen Arbeit auch mal korrumpieren lassen?
00:33:35: Oder bist du gerade?
00:33:37: Oder wenn ich gerade jetzt in diesem Moment korrumpiere?
00:33:40: Ich bin so auf dem Wege zur Verfeistung.
00:33:44: Das ist am Theater, glaube ich, nie die Gefahr, weil Theater, also was ich sehr am Theater mag, ist auch ein gewisser Zeitdruck.
00:33:51: Also es muss ja irgendwann fertig werden.
00:33:53: Irgendwas ist die Premiere.
00:33:54: Das rettet dich.
00:33:55: Das rettet mich, weil das ist wirklich toll.
00:33:57: und was ich aber auch sehr, sehr gerne in der Arbeit mag, ist, du bist zwei Tage vor der Premiere und merkst zum Beispiel, Aber die erste Szene, die müssen wir anders machen, das ist, glaube ich, besser.
00:34:08: Man kann das wirklich einen Tag, zwei Tage von der Premiere noch ändern.
00:34:13: Und du musst nicht alle zurückbestellen, nachtrehen machen.
00:34:15: Das ist ja bei Dreharbeiten viel komplizierter.
00:34:18: Und das, finde ich, ist einfach toll, dass halt während dem Machen entsteht die Kunst.
00:34:23: Und wenn dann die Premiere raus ist und ich als Regisseur abreise, dann entwickelt sich sehr trotzdem weiter die Vorstellung.
00:34:31: Also so, das ist wirklich lebende Kunst.
00:34:33: Also deswegen würde ich jetzt mal behaupten,
00:34:35: dass du letztendlich auch egal, ob du jetzt Schnee regnen lassen kannst oder eine Hebebühne hast, das macht es nicht steifer.
00:34:43: Nee, ich glaube nicht, weil das natürlich, das ist ja dann trotzdem am Theater immer noch ein großer Unterschied zu einem Low-Budget-Film wie Memento zum Weg zu Tenet zum Beispiel oder Dunkirk.
00:34:56: Nein, in den absoluten Zahlen natürlich, aber jetzt, ich rede jetzt von den Verhältnissen.
00:35:00: Also wenn du plötzlich am großen Haus alles machen kannst, weil technisch alles möglich ist und dir eine unglaubliche Personal zur Verfügung steht.
00:35:08: Das schon, aber ich habe einfach das Gefühl, also das ist jetzt nur die Eigenbeobachtung.
00:35:14: Ich glaube halt einfach, wenn man viel machen kann, dann ist das natürlich toll, wenn du mehr Möglichkeiten hast, eine Geschichte anders zu erzählen oder noch mittel rein zu bekommen.
00:35:23: Also wie gesagt, ich glaube es ist trotzdem anderes Niveau.
00:35:25: Es ist natürlich, weißt du, wenn Leute ins Theater gehen, Also dann schauen die, wer spielt mit, worum geht's in dem Stück, ist es eine Komödie, ist es nicht.
00:35:34: Ich mach auch als Regisseur sehr unterschiedliche Sachen.
00:35:37: Also ich mach sowohl Uraufführungen als auch Komödie und klassiker moderne Sachen.
00:35:42: Das heißt, ich hab da auch nicht so ein festes Ding.
00:35:44: Christopher Nolan, also jetzt denken wir jetzt, jetzt dreht er hier durch in seinem kleinen Pango-Radio-Studio.
00:35:53: Aber ich wollte nur sagen, Also, ich glaube, wenn du so bekannt bist, dass du da natürlich auch sagst, mein Name steht für eine gewisse Sache.
00:36:02: Das heißt, ich muss sozusagen ja das Gleiche bringen und ist aber trotzdem immer wieder steigern.
00:36:07: Das ist natürlich ein ganz anderer Druck.
00:36:10: Tja, mach's wie Daniel Day-Louis und werd Schuster in Italien für drei Jahre.
00:36:15: Ja,
00:36:15: das halte ich auch für Coquetterie.
00:36:17: Meinst du, der war gar nicht Schuster?
00:36:19: Also ich glaube nicht, dass man irgendwie in Italien, in Florenz, in der Schusterwerkstatt ging.
00:36:24: Und sagen wir, die Typen kenne ich doch aus, mein wunderbarer Waschsalon.
00:36:28: Also das glaube ich nicht.
00:36:30: Kannst du mal recherchieren.
00:36:32: Ich weiß, dass er ein Interview gegeben hat, wo er sagte, dass er eine Schusterausbildung gemacht hat dazwischen und dass das so toll war.
00:36:38: Aber ich glaube, wie Antonia Banderas eine Zeit lang Modedesign studiert hat.
00:36:44: Antonia?
00:36:45: Antonio Banderas, was hast du denn mit meinen, also du bist der erste, der so offen meine Nuschelei in der Radiosendung so anspricht, für mich gedemütigt.
00:36:55: So, jetzt komm mal auf meinen Filmen.
00:36:57: Bitte, so.
00:36:58: Was mag das jetzt
00:37:00: sein?
00:37:01: Dann kannst du, dann kannst du gleich dich weiter zerreißen.
00:37:05: Also, dieser Film ist... El Mariachi,
00:37:14: Mariachi.
00:37:27: So ist es, El Mariachi von Robert Rodriguez, also wie wir gerade gehört haben im Trailer, der Jahre alt war.
00:37:35: Ein inzwischen sehr etablierter mexikanischer Regisseur, der große Filme gemacht hat wie Sin City oder Alita Battle Angel, die vielleicht jetzt nicht mehr die besten Filme an der Zeit werden.
00:37:49: Aber ich finde, er hat ein ganz fantastisches Frühwerk.
00:37:52: Und dies war sein erster langen Film.
00:37:55: Und auch der wurde für eine Handvoll Besos gemacht.
00:38:00: Besos, ja.
00:38:02: Es macht maßlich, weil er in Mexiko gedreht wurde.
00:38:04: Genau, nein, aber man kann es relativ genau sagen.
00:38:08: Robert Rodriguez hat selber erzählt, er hat den Film, der Film hat fünf bis höchstens sieben tausend Dollar gekostet.
00:38:16: Er hat ihn finanziert, dadurch, dass er sich Also für medizinische Medikament-Experimente, die sich zur Verfügung gestellt hat.
00:38:26: Und das Geld, das er dafür bekommen hat, das hat er gespart, bis er die Kohle zusammen hatte für diesen Film.
00:38:31: Er hat übrigens vor ein paar Jahren auch einen Fuller gedreht über seine Medikamenten-Experimente.
00:38:36: Also er hat auch diese biografische Note verwurstet.
00:38:40: Aber eben... Es ist ihm anscheinend nichts Gruberes passiert damals.
00:38:44: Er hat dieses Geld zusammenbekommen und hat mit seinem besten Freund und Hauptdarsteller des Films Carlos Gallardo diesen Film geschrieben und produziert.
00:38:56: Vielleicht erzählen wir jetzt dieses kleine Nichts-Anhandlung, das in diesem kleinen Film ist.
00:39:04: Also
00:39:04: ähnelt, in der Ausstattung offenbar, der Lemke-Film und in der Handlungsarmut.
00:39:11: Auch?
00:39:12: Ja.
00:39:12: Wahrgezeichnen?
00:39:13: Doch, auf jeden Fall.
00:39:14: Es ist eine sehr, sehr simple Geschichte.
00:39:17: Ich würde sogar fast sagen, dass die Geschichte bei Lampke fast komplexer rüberkommt als bei Rodriguez.
00:39:22: Ja, glaube ich auch.
00:39:24: Aber Robert Rodriguez hat viel mehr Schnette verwendet.
00:39:26: Worum geht's?
00:39:28: Es geht darum.
00:39:28: Ein El Mariachi, also ein herumfallender Gitarrenkünstler.
00:39:34: kommt in ein mexikanisches Städtchen und wird dort mit einem Killer verwechselt, der ihm einen Gitarrenkoffer voller Waffen hat.
00:39:42: und der örtliche Mafia-Boss fühlt sich bedroht und schickt seine Killer-Druppe, diesen Mariachi auf den Hals, der es schafft durch interessante Situationen, immer wieder den Killern zu entkommen und die teilweise sogar relativ brutal aus dem Weg zu räumern.
00:39:59: Und dann werden auch
00:40:01: noch die Koffer vertauscht.
00:40:03: Und es endet in einem großen Showdown bei der Villa des Gangsters.
00:40:07: Eine Vertauschungsverwechslungskomödie.
00:40:10: Genau, genau.
00:40:11: Auch ... auch ... Die Leute gucken dann nicht in die Kamera, aber es hat einen ähnlichen Charme.
00:40:20: Wir haben dazwischen auch gesagt, man hat das Gefühl, wie Jugendliche einen Film drehen.
00:40:26: Man sagt, an der Bösewicht, du setzt dich da in so weißen Hose mit einem weißen Strohhut auf die Veranda und zündest in eine Zigarette an und siehst total gefährlich aus dabei.
00:40:35: Das ist komplett Kinderdenke.
00:40:37: Der ganze Film ist Kinderdenke.
00:40:38: Der eine Gangster ist weiß gekleidet, der andere schwarz gekleidet.
00:40:42: Genau.
00:40:42: Und dann wird das der eine verwechselt, weil er zufällig mal seinen Jackett auszieht und dann weißes Hemd hat.
00:40:48: Genau.
00:40:50: So ist es wirklich.
00:40:51: Es gibt
00:40:51: wirklich wortwörtlich
00:40:52: die Szene in dem Film.
00:40:54: Das sind die ganzen Sachen in dem Film, die mit taffandrächtigen Bilder sind Kinderdenke.
00:41:00: Total.
00:41:00: Eine Schildkürte kreuzt den Weg.
00:41:04: Wir zum Symbol für Langsamkeit.
00:41:08: Der Film beginnt mit dem Satz, Kokos nüsse gratis.
00:41:12: Schon fing die Stadt mir an zu gefallen.
00:41:15: Und die ganze Zeit kommen solche Sätze, wo ich erst gar nicht glauben konnte, dass das vielleicht nicht komplett als Parodie angelegt ist.
00:41:24: Ist es einerseits?
00:41:26: Klar.
00:41:26: Aber die hatten natürlich auch ihren Real Spaß daran, sich paar neue Sachen auszudenken.
00:41:31: Total.
00:41:33: Es ist ein bisschen das Parodie, aber man hat schon manchmal das Gefühl, dass sie es schon sehr ernst meinen.
00:41:37: Also sie kommen sich schon gefährlich vor oder auch in dem Sinne, dass sie sich auch mal poetisch vorkommen.
00:41:44: Exakt.
00:41:45: Poetisch vorkommen, gefährlich vorkommen.
00:41:47: Genau.
00:41:47: Wie
00:41:47: Kinder.
00:41:48: Darf ich kurz den Voice-Over vom Mariachi einspielen?
00:41:51: Ich
00:41:52: bitte darum.
00:41:52: Ja.
00:41:54: Seit meiner Kindheit wollte ich immer ein Mariachi sein.
00:42:10: Genau.
00:42:11: Ob das passiert, wird er mit seiner Gitarre in der Hand sterben?
00:42:14: Das wollen wir nicht verraten.
00:42:15: Wir wollen euch nicht die Spannung nehmen.
00:42:19: Aber was ich halt wirklich toll finde, bei Klaus Lempke und auch bei Robert Rotrieger und deswegen war ich auch wirklich ... sehr, sehr lange ein großer, großer Fan von Robert Rodriguez.
00:42:28: Weil ich finde auch, der hat ja, also El Mariachi ist ja der Auftakt seiner, seiner Mexiko-Trilogie, die er damit Desparado fortgesetzt hat und irgendwann in Mexiko.
00:42:38: Und man merkt halt diesen Filmern immer an, dass, dass er, dass die mit so viel Liebe gemacht sind, mit so einem Spaß.
00:42:44: Und ich finde halt auch bei Robert Rodriguez, auch wenn die Budgets größer werden, so bis auf die letzten Filme, die ich ein bisschen frage stelle, wie A Little Battle Angel, aber Diese Begeisterung, diese kindliche Begeisterung bleibt in diesen anderen Filmern.
00:43:00: Und zum Beispiel irgendwann in Mexiko hat jetzt so eine Riesen-Star-Besetzung.
00:43:03: Und trotzdem, ich hab dann so Making of mal gesehen, da hat er bei diesem dritten Film trotzdem immer wieder so Momente gefunden, mit denen zu improvisieren, Szenen zu improvisieren, die er dann so eingebaut hat.
00:43:19: Und das finde ich einfach, das zeichnet diesen Mann aus.
00:43:22: Und das zeichnet auch diesen kleinen Billigfilm El Mariachi aus.
00:43:27: Weil der Film geht ja los mit so einer Szene in so einem Gefängnis.
00:43:32: Und das, glaub ich, das einzige Gefängnis in der Film, das ich je gesehen habe, das nur drei Zellen hat.
00:43:38: Und der eigentlich der gefährliche Gitarrenmörder ist, sitzt ja Anfang ein in dieser Zelle und hat so ein Telefon und ein Faxgerät.
00:43:47: Und man merkt, ah, okay, der hat sich das erkauft, ist das Privileg.
00:43:52: Aber als er dann sozusagen fast ermordet werden soll, kann er eigentlich ohne große Probleme aus diesem kleinen Gefängnis raus, wo man so denkt.
00:44:00: Ja, warum bist du da nicht früher gegangen?
00:44:02: Also logische Fehler gibt es galore in dem Film.
00:44:05: Das stört aber niemanden.
00:44:07: Nein.
00:44:07: Es gibt natürlich auch vielleicht auch Schneidefehler etc.
00:44:11: Das ist natürlich alles vollkommen unwichtig.
00:44:12: Total unwichtig.
00:44:14: Der gesamte Eindruck.
00:44:14: Aber es läuft keiner am Spiegel vorbei als Kameramann.
00:44:17: Das ist nun dann doch nicht.
00:44:19: Ja.
00:44:19: Aber
00:44:20: die meisten schießen merkwürdigerweise aus einem Meter.
00:44:24: vorbei.
00:44:24: Das stimmt.
00:44:25: Und interessanterweise...
00:44:26: Hat was Asiatisches.
00:44:27: Ja, das stimmt.
00:44:28: Aber ich möchte sagen...
00:44:29: Also Hongkong Kino.
00:44:30: Absolut.
00:44:30: Es schießen aber nicht alle aus einer Meter vorbei, weil die Leute, die sonst nicht Waffen bedienen, wie unser unschuldiger Mariachi, der trifft aus drei Metern.
00:44:39: Selbstverfaltig.
00:44:39: Aber
00:44:39: die Profikiller, die verfehlen aus einer Meter...
00:44:43: Ja, ist doch ihr Gewerk.
00:44:44: Gewerk.
00:44:45: Ja.
00:44:45: Aber jetzt verfehlen.
00:44:47: Ja, genau.
00:44:48: Das ist halt die Aufgabe, wenn du halt... Wenn bei dir im Drehbuch Killer drei steht an deinem ersten Drehtag, dann wirst du wissen, dass du keinen zweiten Drehtag haben wirst.
00:44:58: Aber wie hat dir denn jetzt dieser Film gefallen?
00:45:00: Was würde mich jetzt interessieren?
00:45:02: Ich war ein bisschen skeptisch, muss ich zugeben, weil ich von grundsätzlich der Ausrichtung von, ich kenne den Typen gar nicht, außer vom Dastildon kenne ich natürlich, halt ich so im Nachklapp jetzt für mich das... Das größte Werk der Welt hat mich natürlich als Heranwachsender irgendwie begeistert.
00:45:20: Großen
00:45:20: Spaß gemacht.
00:45:22: Ich meine, Entschuldigung, wann kriegst du zwei Filme in einem?
00:45:25: Erste Hälfte, Groteske, Gangster-Story, mittendrin, Dreh zum Vampir-Film.
00:45:30: Stimmt.
00:45:31: Das
00:45:32: Dumme ist nur, dass ich überhaupt null auf Vampir-Filmen stehe.
00:45:34: Ja,
00:45:34: aber das ist dein Problem.
00:45:36: Da musst du doch mal deinen Seelen-Doktor fragen, was mir dir da falsch läuft.
00:45:41: Wie kann
00:45:41: man Vampir-Filme nicht mögen?
00:45:43: Ich hab damit nix mit Fantasie, nix zu tun.
00:45:46: Vampir-Filme sind doch keine Fantasie.
00:45:48: Ach, die
00:45:49: gibt's wirklich?
00:45:50: Ja.
00:45:52: Für mich ist das alles Fantasie.
00:45:55: Sie haben hier ihren Finger aufgeschnitten, Herr Klug.
00:45:58: Darf ich das Blut abschleppen?
00:45:59: Entschuldigung, wir schweifen ab.
00:46:01: Ja, wo
00:46:02: war ich stehengeblieben?
00:46:03: Also, wie war diese Verbindung zu dem Tarantino?
00:46:07: wo es eigentlich um nichts geht, außer am Effekt immer ein bisschen suspekt.
00:46:12: Und so habe ich ihn eingeordnet in Vogel.
00:46:14: Und Desparado habe ich auch mal irgendwann gesehen und habe schon ein bisschen Brüche da gesehen.
00:46:20: Also richtig geil finde ich, dass alles nicht im Vergleich zu einem Sparkettifestern.
00:46:25: Und das sind ja eigentlich ... Alles Spaghetti-Western.
00:46:27: Auch das heute war wieder ein Spaghetti-Western.
00:46:29: Absolut.
00:46:29: Ich glaube, sowohl Rodriguez als auch Tarantino sind große Fans von diesen Spaghetti-Western.
00:46:35: Das
00:46:35: sind Tortilla-Western.
00:46:37: Was ist man denn in Mexiko?
00:46:39: Das stimmt, Tortilla-Western.
00:46:42: Und mir hat dann aber der totale Trash-Faktor, weil man das ja auch nicht mehr so... Ich habe es früher super gern geguckt, Trash-Filme.
00:46:51: Ich müsste das alles mal wieder wiederholen, weil ich auch einen Filmkucker bin, der alles vergisst und Filme gerne dreimal sehe, wo ich mich schon zweimal gesehen habe und gar nicht mehr das Ende erinnern kann.
00:47:01: Aber es ist doch super, da bist du ideal.
00:47:02: Ideal.
00:47:03: Und diese ganze Trashwelt, diese Welt der B-C-D-Movies, mit der hatte ich lange nichts mehr zu tun.
00:47:12: Und da muss ich mal wieder rein.
00:47:13: Und das ist eigentlich der Anlass gewesen, mir das mal alles wieder anzusehen.
00:47:17: Musikalisch wie film ich diese Sleez, Cramps, Tex, Max, Trash, Sixties, Seventies-Welt wieder mal mir was anzusehen.
00:47:30: Denn der Film ist ja aus den Neunzigern.
00:47:32: Genau, der ist so von zwei Neunzigern.
00:47:35: Ja.
00:47:37: Ich fand den total unterhaltsam.
00:47:38: Ich musste auch öfter lachen.
00:47:40: Ja, absolut.
00:47:41: Ich würde sagen... Aber ich kann da jetzt kein tieferes Fass aufmachen.
00:47:44: Ja.
00:47:45: Ja, vielleicht doch.
00:47:47: Ja, ich wollte mal kurz den Begriff Trash, weil Trash ist, finde ich, ist halt Wortworte übersetzt Müll.
00:47:53: Und da, finde ich, tust du El Mariachi unrecht?
00:47:56: Ich finde, das ist ein billig gemachter Film, das ist ein sehr naiver Film.
00:48:01: Aber ich finde, Trash klingt nach Miss Lungern.
00:48:03: Und ich glaube, dieser Film ist nicht Miss Lungern.
00:48:06: Nein, das ist natürlich nicht so gemeint.
00:48:07: So,
00:48:07: ja.
00:48:08: Genau, das wollte ich nur so.
00:48:09: Weil nach dem Vampir-Faux-Pas, jetzt muss ich mal hier mal grenzen zu ziehen gehen.
00:48:15: Ja, kein Problem.
00:48:16: Und was ich so wunderbar in diesem Film finde, ist... Diese Villa von dem Mösewicht, die hat ja auch nicht so großen Eindruck auf dich gemacht, ne?
00:48:24: Die
00:48:24: Villa, nee.
00:48:25: Die war ja auch in Sparthaufen.
00:48:26: Ja, jetzt muss ich was sagen.
00:48:28: Weißt du, was so toll ist?
00:48:29: Diese Villa ist das Haus von den Eltern des Hauptdarstellers.
00:48:33: Also die Eltern, das finde ich so toll, weil Rodrigo selber gesagt hat, er hat halt geguckt, er wusste, er hat einen Pick-up.
00:48:43: Bekannte von ihm, die arbeiten mit der Polizei, die sagen, wir können einmal mit dem Polizeivagen vorbeikommen.
00:48:48: Er wusste, er kann bei der Villa von denen drehen.
00:48:51: Und er hat darum herum sein Drehbuch geschrieben.
00:48:55: Und das finde ich total sympathisch.
00:48:57: Die haben ja auch alles selber gemacht.
00:48:59: So Rodriguez geht ja siebzehn Mal in diesem Vorspann ungefähr.
00:49:03: Wir haben irgendwann aufgehört zu zählen.
00:49:05: Und was sie auch gemacht haben, also... Es sind ja alles Leihen, die da mitspielen.
00:49:10: Es sind alles Verwandte und Bekannte von Kajos, Gallardo und Robert Rodriguez.
00:49:15: Also die ganze Family, die spielt da mit.
00:49:17: Was ich finde schon sympathisch finde.
00:49:19: Und was nämlich auch super ist.
00:49:21: Weil natürlich jetzt da ist zurecht niemand für den Oscar nominiert worden.
00:49:26: Für den Film oder... Aber die haben immer nur... Also, die haben wirklich aufs Sechzehn Millimeter gedreht, diesen Film.
00:49:34: Und die haben immer den ersten Take genommen.
00:49:36: wenn nicht total was schiefgegangen ist, um halt Filmmaterial zu sparen.
00:49:41: Und was auch noch ist, was ich eine total schöne Geschichte finde, ist, dass sie auch kein Geld hatten.
00:49:47: Also wie gesagt, sie mit dem Tausend Dollar ist ja nicht so viel, dass sie ihnen auch kein Catering geben konnten.
00:49:52: Deswegen haben die gesagt, lass uns gucken, dass wir zum Mittag fertig sind, weil dann können die alle nach Hause fahren essen.
00:50:01: Und trotzdem halt immer ein paar Wochen.
00:50:03: dieses Werk gedreht.
00:50:04: Das Schöne daran ist ja, dass man sieht, dass sie es wollen.
00:50:07: Total.
00:50:08: Sie
00:50:08: wollen den Film machen.
00:50:10: Sie wollen den Film machen und alle wollen gern mitspielen.
00:50:12: Und auch die, die schon mitspielen, aber nicht spielen können, sind auch dabei.
00:50:18: Ja,
00:50:19: das stimmt.
00:50:20: Es gibt so ein wunderbares Szene, wo dann einer der Killer weggeht und seine Truppe folgt.
00:50:27: Man merkt, dass die Truppe dann irgendwie, die haben so keine... keine Körperspannung und Kamerapräsenz.
00:50:34: Also man sagt, die wissen einfach, wir sollen ihm dann hinterhergehen.
00:50:38: Ja,
00:50:38: ja,
00:50:38: stimmt.
00:50:38: Und das sind so Sachen.
00:50:39: Aber das macht halt, finde ich, auch total Spaß, das zu sehen.
00:50:42: Und dann...
00:50:44: Er hat mich mal stark an meinen ersten Film geändert.
00:50:46: Ja, sag
00:50:47: mal.
00:50:47: Denn Sie wissen nicht, welches Huhn.
00:50:50: Wo ich eine Doppelrolle hatte.
00:50:52: Ja,
00:50:52: erzähl doch mal von diesem Film.
00:50:54: Nein, der ist nicht verschollen.
00:50:57: Wirklich?
00:50:57: Wie alt warst du, als du den gedreht hast?
00:50:59: Ich hab den mitgespielt.
00:51:01: Ja?
00:51:01: Ich hab
00:51:01: einen Regisseur.
00:51:03: Wer war der Regisseur?
00:51:04: Entschuldige.
00:51:05: Peter
00:51:06: Hintertür.
00:51:07: Peter Hintertür.
00:51:08: Was macht Peter Hintertür heute?
00:51:10: Filmmusik.
00:51:11: Wow, okay.
00:51:13: Der ist Bassist geworden bei einer Popband, kurzzeitig zum Star geworden.
00:51:17: Mit welchem Popband?
00:51:18: Kultured
00:51:19: Pearls.
00:51:19: Ein Neosoulband.
00:51:21: Leider ist die Sängerin auch gestorben.
00:51:23: Ich glaube, er macht jetzt viel Musik.
00:51:24: Und er hat, glaube ich, mal schon mal mit den Ärzten.
00:51:27: Mit den Ärzten?
00:51:28: Ein
00:51:28: Streicher Angement.
00:51:29: Ah!
00:51:29: Oder so.
00:51:32: Ich weiß es.
00:51:36: Ich weiß nicht, wie viele Platten.
00:51:37: Äh, musst du mal deinen Freund Bela fragen.
00:51:39: Ja,
00:51:40: da rufen wir die aus der Sendung an.
00:51:44: Denn Sie wissen nicht, welches.
00:51:45: Hohen ist mein erstes Film, wo ich mitgespielt habe, da habe ich einen Wissenschaftler gespielt oder einen Hippie oder so.
00:51:49: Was
00:51:49: denn sonst?
00:51:50: Ich bin
00:51:50: auch gestorben und musste mich hinschmeißen, so wie bei Themen heutigen Filmen.
00:51:55: Und
00:51:55: warum ist dieser Film verschollen?
00:51:57: Also natürlich, weil er verloren gegangen ist.
00:51:59: Den Gag brauchst du, kannst du schon mal liegen lassen, Geryon, aber... Kannst du die Geschichte erzählen, wie er verschollen ist?
00:52:05: Das weiß ich, ich müsste mal einen Peter fragen.
00:52:08: Vielleicht ist er gerne verschollen.
00:52:09: Wenn Peter denn zu Hause, hast du ihn jemals gesehen in den Filmen?
00:52:12: Ja, ja.
00:52:14: Also, doch,
00:52:15: doch.
00:52:15: Ist sehr schlecht.
00:52:17: Ja?
00:52:17: Ja, ja.
00:52:22: Das ist die Ende der Sackgasse.
00:52:23: Kriegen wir den vielleicht in einem Laden bei deinem Kumpel?
00:52:27: Im gar keinen Fall.
00:52:28: Nee, also das würde mich da... Also
00:52:30: Leute... Ich
00:52:30: finde den Titel guter, aber der Rest ist nicht gut.
00:52:32: Sag
00:52:32: bitte nochmal, wie du Laden hast.
00:52:34: Denn Sie wissen nicht, welches Huhn?
00:52:35: Nein, den Laden,
00:52:36: nicht den Filmtitel.
00:52:36: Welchen
00:52:37: Laden?
00:52:37: Ja, wo wir den Klaus-Lemke-Filmen bekommen.
00:52:40: Achso, Hansel-Platte?
00:52:40: Hansel-Platte.
00:52:41: Leute gehen bei Hansel-Platte rein und sagst so, ja, ich hätte gern Paul von Klaus-Lemke und auch die DVD von Sylvie.
00:52:47: Oder Rocker.
00:52:48: Und
00:52:49: Rocker auch.
00:52:49: Und dann sagen... Und haben Sie nicht unter dem Ladentisch, denn Sie wissen nicht, was die Huhn
00:52:55: und... Welches Huhn?
00:52:57: Denn Sie wissen nicht, welches Hohen ist ein Witz.
00:53:00: Ach so, du ne Leidung greifst so hoch ins Regal, da komme ich gar nicht hoch, da sehe ich nicht mal.
00:53:06: Darf ich zurück zu Robert Rodriguez kommen?
00:53:08: Selbstverständlich.
00:53:09: Ja.
00:53:10: Bitte.
00:53:12: Haben
00:53:12: wir noch was zu beraten, was den Film angeht?
00:53:14: Ja, oder Robert Rodriguez, weil ich möchte, du hast von Dust to Dawn schon Bauschumbogen verurteilt?
00:53:21: Nein, das habe ich nicht, aber ich... Ja, gut.
00:53:24: Das ist kein Fan.
00:53:26: Kein Problem.
00:53:27: Ich bin großer Robert Rodriguez Fan.
00:53:30: Was ich so sympathisch an Robert Rodriguez finde, weil seine Kinder irgendwann mal zu ihm gesagt haben, ah, weißt du, Papa, du drehst immer nur Filme, die wir nicht sehen dürfen.
00:53:40: Und dann hat er gesagt, ah, da haben sie einen Punkt.
00:53:43: Und dann hat er die Filme sehr Spy-Kids entwickelt.
00:53:46: Und er hat so Kinderfilme gedreht, damit er auch Filme dreht, die seine Kinder auch sehen können.
00:53:52: Also, ich weiß nicht, wenn das nicht sympathisch ist, was dann sympathisch ist.
00:53:57: Gerion.
00:54:01: Siehst du?
00:54:02: Da fällt ihm auch nichts ein, weil er kein Argument dagegen hat.
00:54:05: So ist es.
00:54:06: Leute, was Rokko Schamone nicht geschafft hat, was Bela Benic geschafft hat, hab ich geschafft, wie er im Klug schweigt und sitzt, errötet vor mir.
00:54:17: Wieso hat das Bela nicht geschafft?
00:54:19: Was hab ich denn getanzt?
00:54:20: Das weiß ich nicht.
00:54:21: Das musst du dir
00:54:22: fragen.
00:54:24: weil sie mich gewarnt haben und gesagt, der Gerion Klug, der wird dich fertig machen.
00:54:28: Der ist so schnell und so scharf.
00:54:29: Haben
00:54:29: sie nicht, haben sie nicht.
00:54:32: Lieber Gerion.
00:54:35: Jetzt müssen wir noch kurz sagen, El Mariachi, ich hoffe, wir haben euch auch auf diesen Film Lust gemacht.
00:54:40: Gibt es
00:54:41: Bonusmaterial?
00:54:42: Es gibt Bonusmaterial.
00:54:44: Das ist doch das Interessante an DVDs.
00:54:46: Das Bonusmaterial, wo der Regisseur in der Villa in Italien sitzt, Man sieht dann die Kamin, man sieht das Gesteck und man sieht vielleicht noch so einen, irgendeinen Preis, den er mal bekommen hat und er erzählt von den Dreharbeiten.
00:54:59: Dann schnitt so einem alternden Schauspieler, nämlich dem Terenzill haben sie dann nicht gekriegt zu dem Interview für das Bonusmaterial, sondern den... Den zweiten Hauptdarsteller von hinten.
00:55:09: Und der erzählt auch noch mal ein paar Schnurren.
00:55:11: Das ist das größte für mich.
00:55:12: Kochmedia zum Beispiel, die DVD-Firma.
00:55:15: Ja, ich weiß.
00:55:16: Macht
00:55:16: so wunderbare Boxen über Jallos.
00:55:19: Ja, ich weiß.
00:55:20: Und ich genieße nichts mehr als das Bonus, sehr oft sehr viel längere Bonusmaterial, als der Film muss filmst.
00:55:28: Absolut.
00:55:29: Und dass das größte, dann schneiden die natürlich sehr gerne auch aus Szenen rein oder lassen Szenen drin, die in der deutschen Synchronisation irgendwie dem Rotstift zum Opfer fühlen, tauchen in deiner deutschen Synchronisation plötzlich italienische Stellen auf oder Sprache.
00:55:44: Also, was hat hier die DVD uns zu bieten?
00:55:49: Also lieber Gerion, du wirst begeistert sein.
00:55:52: Weil Robert Rodriguez ist nämlich...
00:55:54: Hymnself.
00:55:55: Hymnself, der sorgt wirklich bei all seinen Filmen, den man kauft, persönlich fürs Bonusmaterial.
00:56:00: Das stimmt wirklich.
00:56:02: Also ich habe hier, und zwar weil ich hier High Definition liebe, auf Blue Ray die El Mariachi Trilogie, die Mexiko Trilogie von Robert Rodriguez.
00:56:09: Du
00:56:09: stehst auf High Definition, das habe ich heute nicht gesehen auf deinem Fernseher.
00:56:12: Ja, war das nicht auflösend genug?
00:56:14: Entschuldige, weißt du, dass beide Filme... Aber das kommt ja auch aufs Grundmaterial an.
00:56:20: Ja, ja, okay, stimmt.
00:56:22: Aber warum, dann immer jetzt hier auf Blu-ray?
00:56:25: Ja, das ist natürlich... Wieso gibt's
00:56:26: das überhaupt?
00:56:27: Ja, das weiß ich auch nicht.
00:56:28: Weil sie einfach die Mexico-Trilogie rausgebracht haben und die anderen beiden Filme sind natürlich Big-Budget-Filme.
00:56:35: Und Robert Rodriguez sorgt immer bei seinen Filmen selber für das Bonusmaterial.
00:56:39: Also... Es gibt immer seine Film-Schnittschule drauf.
00:56:42: Was ist
00:56:43: eine Film-Schnittschule?
00:56:45: Er zeigt in zehn Minuten, wie man effektiv eine Szene schneidet, zum Beispiel.
00:56:49: Das erklärt er in zehn Minuten.
00:56:51: Wie er wird bildern.
00:56:52: Ja,
00:56:53: genau.
00:56:53: Wie man das macht.
00:56:54: Und er zeigt auch in seinem Studio, wie er sitzt und arbeitet, weil er komponiert auch im Musikselber zu seinen Filmen.
00:57:00: Er hat in Ost und Texas selber, wo er lebt, ein Studio.
00:57:03: Also wirklich eine Stage, wo er auch filmt.
00:57:06: Zum Beispiel Sin City hat er dort komplett gefilmt.
00:57:10: Er schneidet selber, er führt selber Kamera, heute noch in vielen Filmern.
00:57:14: Er komponiert selber die Musik.
00:57:15: Das macht er, dann hat er so einen großen Arbeitsraum daneben.
00:57:17: Dann zeigt er, wie er komponiert, etc.
00:57:19: Und es gibt immer eine Kochschule.
00:57:21: Also er zeigt immer zehn Minuten lang ein Gericht, das zu dem Film passt.
00:57:27: Was hat er hier?
00:57:28: Das habe ich jetzt nicht geschafft.
00:57:30: Nee, das habe ich jetzt nicht.
00:57:32: Hätte ich eigentlich überhaupt dabei essen müssen.
00:57:35: Das stimmt, das hätten wir da da essen müssen.
00:57:39: Ja, aber wir haben ja den Sekt getrunken zu taulen.
00:57:44: Oder fällt mir ja die Gitarre um.
00:57:46: Und was ich noch kurz sagen wollte, es gibt auch Sin City, hat er auch getreten.
00:57:52: Das habe ich gerade erwähnt.
00:57:53: Öfter schon, ja.
00:57:56: Der ist wirklich nicht schlecht, der erste Sin City.
00:57:59: Und dass er so irre ist, der hat eine riesen Star-Besetzung.
00:58:01: Weißt du, wie er das gemacht hat?
00:58:03: Wenn wir das geschafft haben, er hat die Leute gefragt, wann sie Zeit haben.
00:58:06: Und dann hat er die Eingeflogen nach Ostien.
00:58:08: Und so, weil Mickey Rourke hat ganz viele Szenar mit Jessica Alba.
00:58:12: Aber die haben sich nie getroffen.
00:58:13: Weil er hat das Alpha- oder Green-Stream gemacht und hat dann immer so sagen, die Rollen reinlesen lassen von den anderen Personen.
00:58:20: Und hat das dann im Zusammenhang verfertigt am Schluss.
00:58:24: Was?
00:58:25: Man kann sagen, okay, das hört alter Hut, aber das ist ja jetzt auch schon fast achtzehn Jahre her, dass er das gemacht hat, also sehr innovativ damals.
00:58:34: Und was ich noch sagen wollte, um mein Lobeliter für Robert Rodriguez nun endlich zu vollenden, was ich einfach so toll finde, ist, dass er sich dachte, ach, mit den siebtausend Dollar und dreh ich El Mariachi und er und Carlos Gallardo dachten, ja, dann verkaufe ich das nach Spanien für den Videomarkt.
00:58:55: haben die das ein bisschen eingereicht mit ein paar Verleihen.
00:58:58: Und Columbia Pictures hat das gesehen in unserem kleinen billigen El Mariachi und haben gesagt, das ist ein super Film.
00:59:06: Kommen in den Pendant-Kinos angesagt, wir bringen den groß raus.
00:59:09: Die haben ihn zum Sundance Festival geschickt, die haben ihn in mehrere Kinos gebracht.
00:59:13: Und dadurch war Robert Wood wie es dann plötzlich halt der neue Kommande-Regisseur und konnte ein Desparado drehen etc.
00:59:20: Da hab ich mal was Halbkritisches sagen.
00:59:22: Ja, du
00:59:23: kannst auch was Vollkritisches sagen, kein Problem.
00:59:25: Kann das zum Beispiel jetzt nicht sein, wenn diese Riesenfirma das sieht, kann das nicht sämtlich an den Gewaltdarstellungen liegen.
00:59:32: Das lag in der Luft und das wird quasi immer benötigt und das findet jeder sechzehnere Geil vor allem Männer.
00:59:40: Und da wird halt viel geschossen.
00:59:41: Insgesamt kommen wie viele Leute oben sechzehnt oder so.
00:59:45: Und das hat er einfach mit sehr wenig Mitteln sehr gut hingekriegt.
00:59:49: Diese Blutschuss, ich fall um, wilden Zähnen.
00:59:55: Das ist ja kein guter Film.
00:59:57: In dem Sinne, dass das ein großer Verleih, ein großes Regitalent in Storytelling entdeckt.
01:00:04: No.
01:00:05: Also, wir haben keinen großen Autor in dem gesehen.
01:00:08: relativ sicher nicht.
01:00:08: Aber sie haben jemanden gesehen, der offenbar sehr fleißig ist und an die Sache glaubt.
01:00:13: Was finde ich jetzt schon nicht wenig
01:00:14: ist?
01:00:15: Nicht schon wenig, aber die gibt es darauf am Meer, solche Leute.
01:00:21: Aber der in einem Segment arbeitet oder was geschaffen hat, was so relativ erfolgsrechtlich ist.
01:00:28: Ja, ich kann jetzt nicht die Motive von, also, dass ein Studio will immer Geld verdienen.
01:00:31: Und das ist total klar.
01:00:32: Da möchte ich jetzt überhaupt nicht sagen, ich habe ein Kolamia-Picture, das ist der Heiligen so.
01:00:36: Aber was Sie gesehen haben, was man nur vermarkten kann, ist natürlich eine Fertigkeit.
01:00:41: Also, das kannst du schon vermarkten.
01:00:43: Und das ist trotzdem... Kannst du ja auch sagen, ach, wir machen mit dem auch ein paar mal.
01:00:47: Also, es ist für dich was anderes, den zum Sundance-Festival zu schicken, so was ja ein angesehenes Independent Kino-Festival ist.
01:00:54: Also, die hätten ja auch sagen können, komm, wir bringen den aufs Video raus, dann machen wir auch viele Marken.
01:00:58: Das stimmt.
01:00:59: Videos mit Dolph Lundgren oder schon Klub von Damas.
01:01:01: Aber sie haben ja schon mehr dran geglaubt, sie haben zu Festivals geschickt.
01:01:04: und eben in verschiedenen Kinos rausgebracht, was glaube ich schon ein Vertrauen ist, dass da jemand noch mehr drauf hat als das, was er in diesem ersten Film zeigt.
01:01:13: Da frage ich mich, wo haben die das gesehen?
01:01:14: Es gibt so ein paar Artifizielle Szenen?
01:01:16: Also ich finde diese Traum-Szenen, du hast gesagt, oh Gott, jetzt kommt wieder die Traum-Sequenz.
01:01:21: Mir haben die ja richtig gut gefallen, weil die auch nicht erklärt worden sind.
01:01:24: Und Kinderräume.
01:01:26: Also eine kindliche Darstellung von Träumen eher so.
01:01:31: Kindliches Gefilme, wie man so.
01:01:33: Dann wird er bald zum abgesägten Kopf.
01:01:35: Das stimmt.
01:01:35: Aber du
01:01:35: sagst
01:01:36: kindlich, du sagst nicht kindisch.
01:01:37: Also kindlich ist ja nichts, finde ich jetzt, was ich per se schlecht finde.
01:01:43: Nein, ich finde das auch nicht schlecht.
01:01:44: Also diese
01:01:45: Nervität finde ich auch, ja.
01:01:47: Ich
01:01:47: fand, wollte die artificiellen Szenen waren, dass sie manchmal so Gags eingebaut haben, wie schneller laufen lassen, Bilder schneller laufen lassen.
01:01:55: Die Kamerasperspektive ist tatsächlich sehr ungewöhnlich, weil sie irgendwie im Schuhkarton am Boden die Kamera irgendwie montiert haben, weiß ich nicht.
01:02:05: Die Bildausschnitte sind... teilweise fast bizarr,
01:02:09: weil
01:02:09: die Gesichter über den Rand hinausragen, unerklärlich.
01:02:13: Und manchmal auch so Vergrimmungen in der Lense.
01:02:16: Ja, das ist das.
01:02:18: Und wenn das alles Absicht ist oder eine Idee ist von einer Visualität, dann verstehe ich diesen Gedanken von dem Verleih oder Sundance.
01:02:25: Dann schnall ich das.
01:02:27: Das wird mir jetzt erst gewahr, wo ich noch mal drüber nachdenke und drüber labere.
01:02:33: Das stimmt, es sind ein paar Sachen, die den Film ein bisschen herausragen lassen von ganz normalen Brutalo, schießt mich tot, mexikanischen Treschwestern.
01:02:41: Ja, und ich finde auch, also natürlich ist der jetzt nicht, der ist jetzt nicht für Kinder geeignet, dieser Film.
01:02:48: Ich finde ihn jetzt auch nicht explizit brutal.
01:02:50: Es gibt einfach Filme, die Brutalität feiern, wo es dann so Brutalität zum Selbstzweck ist.
01:02:57: Und diesen Eindruck, muss ich sagen, hatte ich bei diesem Film eigentlich nicht.
01:03:02: Da hab ich ihn so ein bisschen hingesteckt.
01:03:04: Auch wegen vom Dastildon.
01:03:06: Und wegen der mir vergleichsweise unsympathischen Tarantino-Note.
01:03:11: Nämlich, wenn ich eine Sache bei Tarantino bescheuert finde, dann die vom Dastildon-Ära.
01:03:18: Die eigentlich ja kein Ära ist.
01:03:19: Die Filme wurden
01:03:21: eigentlich immer nur besser.
01:03:24: Äh ... Ja, das ist ein längerer Streit.
01:03:28: Wir
01:03:29: waren beim Bonusmaterial und du hast gesagt, es gibt einen Kochkurs, es gibt einen Schneidekurs.
01:03:32: Genau.
01:03:34: Was gab es noch?
01:03:37: Was willst du denn noch mehr?
01:03:38: Immer deren Variante kommt rein mit einer DVD ohne irgendein Bonusmaterial.
01:03:43: Und dann Roger Rodriguez, der hat das persönlich moderiert.
01:03:47: Da ist er so toll.
01:03:48: Ich finde das super.
01:03:48: Richtig, richtig
01:03:49: gut.
01:03:49: Das ist
01:03:50: unironisch
01:03:51: gut.
01:03:51: Aber das ist, das zeignet wirklich all diese Filme aus.
01:03:54: Also man kann die natürlich auch auf diversen Portalen wie Rakuten TV, Apple TV, Amazon Prime und so kann man sich den Line so oder diverse Rodriguez Filme leiden.
01:04:04: Leiden Leute, den müsst ihr wieder zurückgeben.
01:04:07: Ja, da laufen die halt ab.
01:04:09: Aber man kann sich ... Das heißt
01:04:10: vielleicht nicht mehr Leyen.
01:04:12: Muss das nicht eigentlich Filme Liesen heißen?
01:04:14: Ja,
01:04:14: wahrscheinlich.
01:04:15: Aber ... Ich kann da jetzt auch nicht, also du weißt ja schon, ich hab mich jetzt mit Columbia Pictures schon
01:04:21: auf
01:04:21: wirklich ein Teufelsküche gebracht.
01:04:23: Also auf Gerion Gluck's Verhörstuhl, da kann ich jetzt nicht noch weiter diskutieren.
01:04:29: Mit dem Mann des Wortes, mit dem Autor von den Nachteile von Menschen, mit den Gruppe Oil, Naturdrück oder Low Fidelity.
01:04:37: Da kann ich doch nicht, da kann ich doch nicht
01:04:39: drüber machen.
01:04:40: Gerion, da bin ich jetzt plan.
01:04:44: So Garen guckt schon auf die Uhr, ist dann jetzt die Sendezeit.
01:04:47: Ich kann auch ewig weitermachen, aber du hast auch die Uhr geguckt.
01:04:50: Ich habe auf die Uhr geguckt, ja.
01:04:52: Weil lieber Garen, wir kommen jetzt langsam zum Ende.
01:04:56: Das ist so immer eine Stunde lang?
01:04:58: Das ist völlig richtig.
01:04:59: Und
01:05:00: wer durfte schon mal richtig, richtig überziehen bei dir?
01:05:02: Boah, wir haben schon ein paar überzogen.
01:05:04: Also du kannst uns gut machen.
01:05:07: Du fuchst, du hast einfach mal die Episodenliste durchgeguckt und nach den Zeiten gelinzt.
01:05:12: Nein.
01:05:13: Ach so, es wirkte jetzt so.
01:05:15: Bei dir muss man glaube ich auf alles gefasst sein.
01:05:17: Ich
01:05:17: vermute aber, dass...
01:05:19: Ja, das stimmt, das stimmt.
01:05:22: Dass da welche bei sein, die durften das.
01:05:24: Nee, du darfst das auch, also
01:05:26: bitte.
01:05:27: Ja, wir haben uns ja bei jetzt hier eine schöne Sackgasse.
01:05:29: Guck doch mal auf deinem Zettel.
01:05:30: Vielleicht hast du noch irgendein Punkt von Ehemar Yatschi.
01:05:33: Paul, da haben wir, glaube ich, abgefriestet.
01:05:35: Hm, das habe ich gesagt, das.
01:05:38: Haken drunter, Haken da.
01:05:40: Eine schöne Sache wollte ich noch sagen, aus Paul, die mir aufgefallen ist.
01:05:44: Ja, vielleicht
01:05:44: schließt das den
01:05:45: Bogen.
01:05:45: Vielleicht schließt das den Bogen.
01:05:47: Wobei, ich habe den... Also, was wirklich sehr schön ist, ist, dass in dieser Villa, in Teufels Brück, oder an der Elbschuhsee oder wo die da wohnen, die Murnaus, da hängt er sowohl kurz und ein Bild, das hinter dem Tisch hängt, da steht Action.
01:06:05: Und dann dachte ich mir, das ist ja super, weil das ist irgendwie die Klammer für beide Filme.
01:06:10: Stimmt.
01:06:11: Habe ich genau dasselbe, habe ich auch gedacht.
01:06:14: Liebe Hörer.
01:06:17: Und
01:06:18: in dem gleichen Augenblick.
01:06:21: Und dann möchte ich erstens dir lieber gerne danken.
01:06:25: Ich danke dir für die Anladung.
01:06:26: Hat mir sehr viel Spaß gemacht.
01:06:28: Mir auch.
01:06:29: Auch wenn Sie sich nicht so anhören.
01:06:31: Nee, doch.
01:06:35: Nein, wir haben wirklich viel Spaß.
01:06:36: Was ich auch sehr sympathisch fand, das ist dir klar, ich bin bei uns richtig gemütlich gemacht.
01:06:40: Das hat mir sehr gefallen.
01:06:41: Es war auch schön, die beiden Filme zu gucken.
01:06:44: Mit dir zusammen.
01:06:45: Und wir sehen uns spätestens in Göttingern bei Burkhardt.
01:06:48: Ich werde auf jeden Fall eine sehr Wohnungskrescher sein.
01:06:50: Ich werde da sein.
01:06:52: Ist es so?
01:06:53: Ja.
01:06:53: Warum nach Göttingen?
01:06:54: Willst du nach Göttingen fahren?
01:06:55: Ich habe schon mal ein paar Sachen in Göttingen gemacht und da komme ich gerne wieder hin.
01:06:59: Und ich will einfach das Eis brechen, weißt du?
01:07:01: Weil vielleicht viele Hörerinnern sich jetzt nicht trauen, da hinzugehen.
01:07:04: Ja.
01:07:05: Woraus du viel mit Burkhard wohnt.
01:07:06: Hast du so viele Hörer in Göttingen?
01:07:08: Bestimmt.
01:07:11: Und verächtlicher Lacher.
01:07:15: Ich hab mir noch ein Zitat aus Paul aufgeschrieben.
01:07:17: Dann würde ich mal beschließen.
01:07:21: Super.
01:07:21: Du beschließt mit dem Zitat aus Paul und ich schieße das Endzitat so Mariachi raus und dann ist die Sendung zu Ende.
01:07:28: Toll.
01:07:29: Elze macht die Sense klar.
01:07:31: Wir gehen in den Klee.
01:07:34: Sagt Paul mal irgendwann vergleichsweise Sinn entleert in den Raum.
01:07:38: Ich hab's vergessen, was der anders war für diesen.
01:07:41: Schönen, aphoristen, ne Marik.
01:07:44: Ich glaube, selbst Paul wusste es im Moment nicht.
01:07:47: Wir können ihn wie gesagt leider nicht mehr fragen.
01:07:49: Also ich, meine größte Empfehlung, Paul von Klaus Lempke.
01:07:53: Meine Empfehlung, El Mariachi von Robert Rodriguez.
01:07:56: und weißt du noch, wie dieser Film endet, mit welchem Satz?
01:08:00: Nein, tatsächlich nicht.
01:08:02: Aber
01:08:03: mit dem Hund und den Waffen bin ich gerüstet für die Zukunft.
01:08:11: Film ab.
01:08:13: Danke.
01:08:13: Danke.
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