"Schiff der Träume" mit Justin Hibbeler

Shownotes

Der Musiker, Schauspieler und Podcaster Justin Hibbeler geht bei „Filme unseres Lebens“ an Bord. Gemeinsam mit Dominique sticht er in See – als Passagiere auf dem sprichwörtlichen „Schiff der Träume“. Als Produzent und Co-Moderator des beliebten Podcast „Traumschiff Ahoi“ begeistert Justin eine treue Fangemeinde mit spannenden Hintergründen und kuriosen Fakten rund um den wohl beliebtesten Ozeandampfer der Deutschen. Passend dazu haben die beiden Filme ausgewählt, die sich dem Kosmos der Schifffahrt und ihrer Gesellschaften widmen. Justins Wahl fällt auf Ruben Östlunds vielfach ausgezeichnetes Meisterwerk „Triangle of Sadness“. Besonders faszinieren ihn und Dominique die subtil wiederkehrenden Motive, die herausragenden Schauspielleistungen und die immer wieder überraschend brachial durchbrechenden grotesken Momente. Dominique bringt den Klassiker „Das Narrenschiff“ mit Simone Signoret und Oskar Werner ins Gespräch. Der Film verhandelt das Erstarken des Naziregimes – verlegt auf die beklemmende Enge eines Dampfers. Auch wenn Heinz Rühmanns Mitwirkung bei beiden einen unangenehmen Beigeschmack hinterlässt, zieht der Film Justin und Dominique nachhaltig in seinen Bann. Außerdem erzählt Justin von seinem gefeierten „Jerry Lee Lewis“-Abend und verrät, welche besondere Überraschung die Fans in der neuesten Folge von „Traumschiff Ahoi“ erwartet. Also: Leinen los!

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00:00:04: Und die heutige Folge heißt Schiff der Träume.

00:00:12: Und zu Gast ist der Schauspieler, Musiker und Podcaster, Justin Hibberlar.

00:00:17: Halli,

00:00:17: hallo.

00:00:18: Halli, hallo, Hallöchen.

00:00:19: Lieber Justin, wir gehen es jetzt mal chronologisch durch.

00:00:23: Schauspieler, warum seit wann?

00:00:27: Seit ... zweitausend ... Zwanzig, hauptberuflich.

00:00:32: Ja.

00:00:32: Also, im Jahr Jahrzehnte habe ich angefangen, in Hannover zu studieren.

00:00:35: Ja.

00:00:37: Und warum?

00:00:39: Vorher habe ich auf Lärm studiert.

00:00:41: In Oldenburg.

00:00:41: Was denn?

00:00:42: Germanistik und Philosophie.

00:00:44: War das nur so ein Überbrückungsding, bevor es bei der Schauspielschule klappt?

00:00:47: Oder wolltest du wirklich Lehrer werden?

00:00:49: Ich wollte

00:00:49: wirklich Lehrer werden und habe dann parallel zum Studium in Oldenburg angefangen, am Uni-Theater tätig zu werden.

00:00:56: Ja.

00:00:57: Hat er also in der Schule noch gar nicht so viel mit Schauspielern Hut?

00:01:00: Und dann wurde die Leidenschaft größer als das eigentliche Studium, und dann hab ich da aber noch fertig studiert.

00:01:06: Ah!

00:01:06: Er hat ein Master.

00:01:07: Ja?

00:01:08: Wow.

00:01:08: Dann war aber die Vorsprechzeit, und das hat dann in Hannover geklappt und so.

00:01:14: Aber als Schauspieler muss man ja relativ jung sein, also das war dann sicher auch, oder?

00:01:18: Also da bei Aufnahmsprüfung, oder warst du schon ein siebzehnjähriger Lea Absolvent?

00:01:22: Nee, das nicht, aber ich war, naja, ich gehörte zu den Älterinnen in unserem Jahrgang, aber ich war, glaube ich, Ich war nicht der Älteste.

00:01:36: Du bist auch Musiker.

00:01:37: Du machst einen großen Cherry-Lilouis-Abend, den man gerade in Kassel sehen kann, wo wir gerade zusammenarbeiten.

00:01:45: Du spielst aber auch schon seit Jahren vor vollen Häusern.

00:01:49: Ja.

00:01:49: Wie lange machst du dieses Projekt schon?

00:01:51: Seit ziemlich genau drei Jahren jetzt.

00:01:53: Also in Tubings... Also ich sag mal so, das hat sich... Das lässt

00:01:56: es aber schon sehr oft gespielt.

00:01:58: Das hat sich sehr entwickelt, ja, das ist wahr.

00:01:59: Also ich habe angefangen schon in Oldenburg, da war das noch so ein Bandprojekt.

00:02:03: Da habe ich das konzipiert.

00:02:05: Die

00:02:05: Lehrerband.

00:02:06: Die

00:02:06: Lehrerband, nee, nicht gar nicht.

00:02:07: Aber ich habe mir so drei andere nette Kollegen zusammen gesammelt und ja, das war auch schon so ein biografischer Abend, aber im Grunde stand die Musik da im Vordergrund und dann... Also, der nächste Schritt hab ich dann gedacht, wie könnte man daraus irgendwie so ein Solo-Ding schneidern?

00:02:22: Braucht

00:02:22: ihr anderen Garneln?

00:02:23: Genau, reine Ego-Stoff.

00:02:25: Die stören nur.

00:02:27: Und dann ... Ja.

00:02:28: Es

00:02:28: heißt ja auch Tja-Re-Li-Luis und nicht die Tja-Re-Li-Luis-Band.

00:02:32: So sieht's aus.

00:02:32: Ja, verstehe.

00:02:34: Dann wollte ich damit so durch Kneipentingeln, hab da ne Fassung geschrieben und so weiter.

00:02:38: Und war eigentlich kurz davor, dass es damit losgeht, dann kam Corona.

00:02:42: Und dann lag das erst mal auf Eis.

00:02:45: Und dann habe ich angefangen, am Landesteater Tübingen zu arbeiten.

00:02:49: Und dann hat sich irgendwann durch eine Freirunde da ergeben, dass die kleine Bühne da frei war.

00:02:54: Und dann habe ich gesagt, ich hätte da was in der Schublade.

00:02:57: So

00:02:57: eine musikalische Solo-Abend ist ja auch immer gern genommen.

00:03:02: Und dann kam es dazu.

00:03:04: Ah, super.

00:03:04: Und jetzt machen wir das Bates-Projekt über die Punkband-Debates.

00:03:09: Und hier am Startseller Kassel und du hast einen Podcast, den Traumschiff Podcast, zusammen mit einem Freund und Kollegen.

00:03:18: So ist das.

00:03:19: Und ich hab's... Zwei Hundert Folgen?

00:03:21: Oder wie viele habt ihr davon schon?

00:03:23: Nee, wir haben noch nicht zwei Hundert Folgen.

00:03:25: Hundert Folgen?

00:03:25: Nee, nee, nee, auch noch nicht.

00:03:26: Wir sind im Grunde noch ganz am Anfang, es gibt's ja.

00:03:30: Aber auf Apple-Podcasts hat man das Gefühl, es sind unendlich viele Folgen.

00:03:35: Naja, wenn man runter scrollt, kommt dann recht

00:03:38: schnell.

00:03:38: Ah, der geschwindelt.

00:03:39: Wir haben geschwindelt, nein.

00:03:41: Aber im Grunde ist unser großes Vorhaben einmal chronologisch durch das ganze Traumschiff Archiv zu gehen.

00:03:47: Und es gibt über hundert Folgen davon.

00:03:50: Da gibt es noch über vierzig Folgen von Kreuzfahrt ins Glück.

00:03:53: Das war

00:03:53: ein Ableger.

00:03:54: Wenn

00:03:56: wir das Schiff schon

00:03:56: da haben.

00:03:57: Genau.

00:03:58: Es gibt mir noch ein paar Crossoverfolgen mit Notrufhafenkante und so.

00:04:00: Also das wäre so tief.

00:04:03: Und weil es dazu noch keinen Podcast gab, haben wir dann gedacht, okay, das machen

00:04:07: wir.

00:04:09: Wir sind

00:04:09: der erste und einzige Traumschrift-Podcast.

00:04:11: Ja.

00:04:12: Und

00:04:12: sind aber genau, weil wir uns wirklich mit sehr viel Liebe zum Detail den Folgen widmen, sind wir jetzt bei Folge zwölf.

00:04:21: Und er macht es komologisch.

00:04:22: Er fangt wirklich mit der ersten Folge an und dann, also es ist jetzt nicht, oh, es war jetzt... Weihnachten und Silvester gibt's immer hier was, eine neue Folger, oder?

00:04:30: Genau,

00:04:30: und an Ostern.

00:04:32: Aber das macht nicht so, jetzt ist die neue Folger raus, jetzt besprechen wir

00:04:35: die.

00:04:35: Das machen wir auch.

00:04:37: Wir haben so ein kleines Nebenformat, das heißt, der morgen danach.

00:04:41: Und das ist dann so ... Dann wird ganz schnell

00:04:43: kurz gesprochen.

00:04:43: Dann wird ganz schnell kurz gesprochen.

00:04:46: Was fällt uns auf, was

00:04:47: ist

00:04:47: los?

00:04:49: Aber genau, diese tiefen Analyse dieser deutschen Fernsehgeschichte, das ist eigentlich unser Hauptanliegen.

00:04:56: Und also ... Ich krieg ja schon gesagt, dass mein Podcast total nisch und nördlich ist.

00:05:02: Aber eurer ist ja noch mal mehr.

00:05:06: Wie kommt man auf die Idee, einen Traumschiff-Podcast zu machen?

00:05:11: Was ist da bei der Erziehung?

00:05:12: Schief gelaufen oder so?

00:05:14: Gute Frage, danke für die Frage Dominik.

00:05:17: Ich hoffe, ich habe sie möglichst offen und gar nicht so stimmungsmäßig.

00:05:21: Das

00:05:21: ist klar.

00:05:24: Also ... Die etwas längere Antwort wäre, ich habe in Tübing angefangen mit ein paar Kolleginnen da zusammen Baywatch zu gucken.

00:05:33: Die große Kult-Serie aus den USA.

00:05:35: Und dann hast du gedacht, mehr Wasser, was steckt da hinter dem Horizont?

00:05:39: Dann habe ich angefangen.

00:05:42: Wir haben dann immer so ein Ding rausgemacht, dass wir so einen Bewertungsbogen für die Staffel ausgedruckt haben.

00:05:46: Und dann pro Folge haben wir dann immer bewertet nach den Folgen.

00:05:49: Beste schauspielerische Leistung, schlechteste schauspielerische Leistung.

00:05:52: Beste Zitate.

00:05:54: Und die Folgen insgesamt bewertet.

00:05:57: Das war so ein schöner Spaß.

00:05:58: dass ich dann irgendwann angefangen habe ein Baywatch Podcast zu hören aus den USA und darüber kam dann so der Gedanke okay was erfüllt vielleicht im deutschen Raum eigentlich so eine ähnliche Funktion im Sinne von schönen Bilder?

00:06:11: ja gut Baywatch war glaube ich eher auch so ein Vorabendding.

00:06:15: aber So was geht da in die Richtung?

00:06:19: Und dann habe ich mich erinnert, dass ich mit besagtem Freund mal schon vor Jahren immer mal so zwischendurch mal eine Folge Traumschiff, so einfach so aus Gag zu gucken.

00:06:27: Habt ihr euch das angeguckt?

00:06:29: Haben wir das mal geguckt?

00:06:30: Und dann habe ich halt geguckt, es gibt keinen Traumschiff-Podcast.

00:06:32: Und da habe ich gedacht, das wäre doch mal witzig,

00:06:35: einen Format

00:06:36: zu untersuchen, was es seit über vierzig Jahren jetzt gibt, was durch... so viele Zeiten durchgegangen ist in einem Zeitfenster, wo am Anfang ja noch Kalter Krieg, DDR und was nicht auch alles.

00:06:50: Weil ich finde, oder das hat sich dann so ein bisschen ergeben, dass eigentlich, wenn man das unpolitischste Format, das eskapistischste

00:06:57: Format

00:06:58: sich anguckt, er reflektiert es auf eine Art, der dann doch auch immer wieder die Zeit.

00:07:02: Absolut,

00:07:02: ja, interessanter

00:07:04: Ansatz.

00:07:04: Und das ist so, deswegen... Schalten wir auch immer in diesen Analysefolgen so ein bisschen

00:07:09: vor.

00:07:10: Was ist gerade in der Woche der Ausstrahlung?

00:07:13: Zum Beispiel, damit man also im Grunde ausgeht, wovon wollten denn die Leute entkommen?

00:07:19: Zu dem Zeitpunkt so.

00:07:21: Interessant.

00:07:22: Und eigentlich spannend finde ich das Traumschiff aus einem ganz tollen Bogen von Deutschland, Nachkriegszeit, so der Heimatfilm dieses wie.

00:07:32: Wie schafft man sich eigentlich wieder irgendwie Hoffnung oder was braucht man vielleicht auch manchmal, dem der tristen Welt irgendwie zu entkommen?

00:07:43: und da ist ja das Traumschiff immer noch im Jahre, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, Auf dem Weg, trotz aller Diskussion, auch über Klimasünder und was nicht.

00:07:58: Also dieser Pot ist ja so ein bisschen unsinkbar.

00:07:59: Jetzt hat Florian Silbereisen bis zum Jahr

00:08:00: zwanzig

00:08:00: zwanzig noch unterschrieben.

00:08:01: Also man weiß auch, es fährt noch weiter.

00:08:03: Ist Barbara Wussow eigentlich noch am Board?

00:08:05: Die ist auch noch dabei.

00:08:06: Ja, okay, ich verstehe.

00:08:08: Und wer ist denn Lieblingstraumschiff Kapitän?

00:08:12: Ich muss sagen, der allererste Günther König.

00:08:14: Der war nur sechs Folgen lang dabei.

00:08:16: Aber weil wir natürlich auch so am Anfang angefangen haben, der ist schon bei mir weit vorne.

00:08:21: Aber Siegfried Rauch, der es dann ja auch sehr lange war, der ist auch immer

00:08:26: in meinem Herzen.

00:08:27: Ja, ich verstehe.

00:08:28: Ja, Siegfried Rauch kenne ich so aus, siebziger Jahre Söldnerfilmen hat er auch gemacht.

00:08:34: Der war nicht immer so friedlich wieder auf der Kommande Brücke.

00:08:38: Wie heißt der andere Günter

00:08:39: König?

00:08:39: Günter König war der Erste.

00:08:40: Oder hast du es ein bisschen geguckt?

00:08:43: Stimmt, Heinz Weiß war auch... Aber Günter König, weißt du, vom Schauspielchen Ulvore, ist er noch für was anderes bekannt?

00:08:49: War der in einem großen Theater oder hat der in Italo-Vestern gedreht?

00:08:52: Also,

00:08:52: größtenteils waren das alles so Theater-Leute.

00:08:55: Gerade die, die in den Achtzigern damit angefangen haben.

00:08:58: Aber auch Heinz Weiß, das ist jetzt interessant, weil du das mit Kitzfilmen sagst, weil sie wohl Heinz Weiß als auch Günter König hatten das, glaube ich, in ihrer Vita, dass sie so ein bisschen feststeckten in diesem Soldaten-Image und sich dann total gefreut haben, als dann so eine Rolle angeboten wurde.

00:09:12: Ich habe jemand in einer anderen Uniform gemacht.

00:09:16: Super.

00:09:17: Wir haben uns ja heute vorgenommen, weil du ja den Schiffen verfallen bist, den großen Kreuzverdampfern.

00:09:24: Wir nennen die Vollgeschichte Träume und haben uns jeweils einen Film vorgenommen, der eben die Gesellschaft wie im Traumschiff auch unter dem Brennglas zeigt.

00:09:35: Und ich würde sagen, du sagst mal, wie dein Film heißt.

00:09:40: Mein Film heißt ... Triangle of sadness

00:09:43: und hier ist der Trailer.

00:10:15: Das ist

00:10:29: wirklich ganz schlimm.

00:10:34: So, man kann ja einfach sagen, großartiger Film.

00:10:40: Einer der besten Filme, finde ich, die je gedreht wurden.

00:10:42: Trotzdem, auch wenn ich jetzt schon in unserem Vorschuss laufe, warum dieser Film?

00:10:46: Warum dieser Film?

00:10:47: Ich hab den vor drei Jahren gesehen.

00:10:50: Und als es jetzt um unser Sendungsthema ging, Filme mit Schiffen, kam der auch direkt wieder in den Sinn.

00:11:00: Und ich hatte jetzt auch wieder großen Spaß, ihn noch mal zu sehen.

00:11:03: Weil er ja so schön gegenüberstellt, diese ... ja, Wohlstandsverwarloste ... Klientel, die da auf diesem Luxus, auf dieser Luxusjacht unterwegs ist.

00:11:17: Und wie sich dann die Verhältnisse auf dieser Insel wiederum so umkehren.

00:11:20: Ja.

00:11:21: Und ... ja, ich find, ja immer sind, wie du es eben schon gesagt hast, so Schiffe.

00:11:28: Man kommt ja eigentlich fast automatisch in die Bridulier, dass Filme auf Schiffen irgendwie immer so was Parabelhaftes haben.

00:11:35: Weil es so wie so ein Kamerspiel ist.

00:11:38: Und ... ich finde einfach, der Film ...

00:11:41: Weil er auch

00:11:42: an den richtigen Stellen die Extreme aufträht.

00:11:45: Also auch dieses ganze übergeben dann und wie sich da

00:11:50: der Ekel

00:11:52: mit dem Reichtum mischt.

00:11:54: Oder auch dieses Element von der Fliege.

00:11:56: Der Reichtum

00:11:56: ist

00:11:57: eklig.

00:11:57: Weißt du, wenn die da anfangen, auf der Yacht zu sein, dann hört man immer so eine kleine Fliege.

00:12:03: Wenn die auf den

00:12:04: Deck lesen?

00:12:05: Ja,

00:12:05: genau.

00:12:06: Das hat mich so gestört, auch als ich das gesehen hab.

00:12:08: Weil ich direkt gedacht hab,

00:12:10: das ist

00:12:10: gut, weil man so untergründig zeigt, hier stimmt was nicht.

00:12:17: Ja, absolut.

00:12:18: Es ist unter der Hochglanz-Oberfläche fault.

00:12:21: Ja, genau.

00:12:23: Der Film ist in drei Akten unterteilt.

00:12:26: Erst beginnt sozusagen das Leben vor dem Schiff, dann das Leben auf dem Schiff und dann das Leben nach dem Schiff.

00:12:31: Du hast ja schon angedeutet, es gibt der dritte Teil, spielt noch ein Schiffbruch auf einer vermeintlich einsamen Insel.

00:12:39: Und was mich auch noch mal, ich habe auch noch mal großen Spaß gehabt, den gestern zu sehen und muss echt sagen, ich hatte mir noch mal besser gefallen als beim ersten

00:12:49: Mal,

00:12:51: weil was man beim... Was mir beim zweiten Mal noch mal so ging, wie Meisterhaft Ruben Östlund und sein Team Themen des Films immer schon ankündigen und dann wieder aufgreifen.

00:13:02: Zum Beispiel, am Anfang gibt es diese Modenschau und da wird ja schon ganz klar, was dann im Schiff in der Hierarchie die Leute, die sich amüsieren und die Leute, die dafür arbeiten, damit die anderen sich amüsieren können.

00:13:14: Diese krasse Hierarchie wird schon im ersten Teil vorbereitet.

00:13:18: Bei dieser Modenschau werden ja Leute umgesetzt, dass die VIPs vorne sitzen können.

00:13:22: Und Karl, eine der männlichen Hauptfiguren, ein junger Model, der verliert seinen Sitzplatz an und dann... Da wird schon gezeigt, du bist drin, dann wird alles für dich getan.

00:13:35: Wenn du nur so ein bisschen dazugehörst, bist du auch ganz schnell raus.

00:13:39: So, das finde ich, das zieht sich so durch diesen Film.

00:13:43: Weißt du noch, wenn das im Mund schon losgeht, geht das doch mit so einer Videoprojektion los.

00:13:49: Everyone is equal.

00:13:51: Und alle klatschen, oh, wie toll.

00:13:53: Dann geht es noch um Umwelt.

00:13:54: There's

00:13:55: a new climate in fashion.

00:13:56: Genau, so ist es.

00:13:59: Und alle klatschen und jubeln.

00:14:01: Und wie verloren das halt auch ist, dass das immer so wohlfeile Argumente sind für, ah, ist ganz schön und ist ganz toll.

00:14:09: Ist ja eh so ein bisschen sein Hauptthema eigentlich, um das Square und so.

00:14:12: Genau.

00:14:14: Ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe der Square schon ganz lange zu Hause hingegen.

00:14:18: Ich habe es immer noch nicht gesehen.

00:14:19: Ich habe ihn auch noch nie gesehen.

00:14:21: Ich weiß nur, dass das

00:14:22: so ein Lebensthema

00:14:23: für ihn ist.

00:14:24: Ich will ihn jetzt natürlich sehen, weil Twilight of Sadness wirklich ein Meisterwerk ist.

00:14:31: Was auch nämlich toll ist, weil die Themen, die wieder aufgreifen, zum Beispiel ist ja ein ganz großes Thema der Gender Pay Gap.

00:14:41: Und was er war, finde ich, meistens macht er das umdrehen, dass in der Modelszene die weiblichen Models drei Mal so viel bekommen wie die männlichen Models.

00:14:50: Und Carl ist ja mit Jaya zusammen.

00:14:52: Jaya ist ein hochbezahltes weibliches Model und er ist das halt etwas schlechter bezahlte männliche Model.

00:15:00: Und dann gibt es die ganze Zeit die Diskussion, dass er ja nicht so viel verdient wie sie und eher aber sozusagen diese gesellschaftliche Erwartung, gerade in dieser Rich-Scene auch so, er als Gentleman soll die Restaurantrechnung übernehmen.

00:15:15: Und das finde ich ist schon so brillant eingeführt.

00:15:18: Und treibt sich ja dann weiter durch den Film.

00:15:21: Weil wenn es dann, wir können also hier dieser Film, ihr müsst ihn sehen, ihr müsst ihn einfach sehen.

00:15:29: Also, wenn ihr noch nicht gesehen habt und nicht alle Überraschungen genommen haben wollt, dann bitte jetzt ausschalten, weil wir spoilern ab jetzt.

00:15:36: Extrem.

00:15:37: Noch extremer als bisher.

00:15:40: Weil das ist ja auch auf dieser Insel, übernimmt hier dann diese Haushälterin

00:15:45: die Apigain.

00:15:46: Die Apigain.

00:15:47: Ja, dann das Regiment.

00:15:49: Weil sie zufällig quasi mit einem Rettungsboot angeschwemmt wird oder sich halt irgendwie in Soinsicherheit gebracht hat.

00:15:56: Genau.

00:15:57: Und aber nicht nur deswegen, sondern sie ist ja auch die einzige, die sozusagen fähig ist, außer ihr Handy zu betätigen.

00:16:05: Also die hat ja die ganze praktische Farbe.

00:16:07: Das heißt, die Gruppe ist auch von ihr abhängig.

00:16:09: Sie kann Feuer machen, sie kann Fische fahren.

00:16:11: Genau, sie weiß, wie man ein Tier zerlegt, etc.

00:16:15: Und dadurch baut sie also einen krassen Machtapparat auf.

00:16:21: Und plötzlich ist es eben ja, das finde ich auch sehr interessant, weil er ja, weil sozusagen Übergriffe, die von Männern gesellschaftlich als normal angesehen werden, zeigt noch ein Brennglas, aber wenn er eine Frau das macht, und das macht es ja irgendwie, treibt sie noch, also öffnet einem die Augen noch viel mehr, weil es sehr ungewöhnlich ist, dass eine Frau in so einer Geschichte das macht.

00:16:43: Ja, weil das ist ja dann, man weiß nicht genau, was für eine lange Zeit die da verbringen.

00:16:48: Das sind auf jeden Fall einige Wochen.

00:16:50: Ja,

00:16:50: absolut, absolut.

00:16:52: Und also, weil dieser russische Olli-Gearch, der kriegt ja dann auch so einen richtigen Karl-Marx-Bad.

00:16:56: Ja,

00:16:56: genau.

00:16:57: Stimmt.

00:16:58: Aber sie hat ja dann wie so in ihrem Rettungsboot auch wie so eine Kommandozentrale aufgebaut.

00:17:04: Ja.

00:17:04: Und nimmt sich ja den jungen Karl dann auch als Lava so.

00:17:09: Also sie nutzt ja dann auch ihre Stellung.

00:17:13: Voll krass.

00:17:14: Ja, total.

00:17:16: Deswegen zeigt es genau das, was du ... Aber ich find's dann vor allem diese Ebene so toll, dass ja dann ganz am Schluss rauskommt.

00:17:24: dass es eben keine unbewohnte Insel ist, dass auch direkt ums Eck irgendwie so ein Luxus-Relax war.

00:17:28: Ja genau, dass sie jetzt so sagen, dass sie die Saison erst eröffnet.

00:17:33: Ja, und das das ja auch noch mal einerseits zeigt, wie wenig die dann ja doch in dieser Situation über ihren Tellerrand hinaus schämen und aber auch die Abigail, die ja dann am Schluss so in die Ecke getrieben ist von wegen, okay, jetzt

00:17:48: verlieht sie alle ihr Reich, ihre

00:17:49: Macht, ihre Position.

00:17:52: weil sie vielleicht dann auch irgendwie geblendet war von ihrer Macht oder nicht weitergucken wollte oder jetzt.

00:17:59: Absolut, und das ist so das Interessante, wenn ich zurück zum Boot gehe, also zum Schiff gehe, nicht zum Boot, oh Gott, oh Gott, und das ist eine Hamburger Sendung, ich muss die Stadt verlassen.

00:18:09: Das Schiff, also wir gehen zurück aufs Schiff.

00:18:11: Weil Abigail wird auf dem Schiff schon eingeführt.

00:18:14: Das ist mir auch beim zweiten Mal erst so richtig aufgefallen.

00:18:16: Weil sie, die Zimmer-Service macht was.

00:18:18: Genau, sie macht Zimmer-Service.

00:18:19: Karl und Jaya liegen noch im Bett und dann kommt sie und sagt, sorry, cleaning, cleaning.

00:18:24: und dann na, come later, come later, have an hour, in an hour, later later, also okay, sorry, also und man vergisst sie aber, weil das ist ja oft so in Filmen, es wird in den... keine Nebenfigur eingeführt und es wird signalisiert, Achtung, wichtig, wichtig, merkt den Mann mit dem Mut oder so.

00:18:42: Und das wird aber, macht Ruben Östlund bei ihr nicht.

00:18:44: Und das finde ich brillant.

00:18:45: Du hast sie eigentlich schon wieder vergessen.

00:18:48: Und dadurch geht es dir eigentlich so wie den anderen vom Schiff, wie diesen Reichen vom Schiff.

00:18:54: Und das finde ich ist total brillant.

00:18:57: Weil sie einfach nur so am Anfang im Hintergrund tätig ist und plötzlich wird sie die Hauptfigur im dritten Akt.

00:19:03: und verändert sich total.

00:19:05: Stimmt.

00:19:06: Aber trotzdem auch ist sie in der Szene, auch wenn sie eine total kleine Szene ist mit diesem Zimmer Service, aber trotzdem sehr präsent, weil man ja auch eigentlich den ganzen Film oder fast den ganzen Film nur aus

00:19:19: Sicht oder

00:19:20: die Draufsicht auf diese Reichen hat.

00:19:22: Ja, absolut.

00:19:23: Und da auf einmal so jemand quasi wirklich von außen und ich meine auch diese ... diese Deck.

00:19:30: Bediensteten

00:19:31: sagen wir mal, die da am Anfang so angeheizt werden.

00:19:33: Von Paula, genau.

00:19:36: Also nicht erst offizieren, aber sie sozusagen die Gastbeauftragte oder so.

00:19:40: Genau.

00:19:43: Auf ein großes Trinkgeld, so alle eingeschworen werden.

00:19:46: Ja, es gibt

00:19:46: kein Nein, nur Ja.

00:19:48: Genau.

00:19:50: Aber das ist ja wie noch mal eine andere Klasse als die Cleaning.

00:19:54: Crew zum Beispiel.

00:19:55: Absolut,

00:19:56: bis im direkten Kontakt mit den

00:19:57: Passagieren.

00:19:58: Genau, und deswegen finde ich das so spannend, weil man dann in dem Moment auch so aufmerkt, weil man merkt, ist das gerade zum ersten Mal in dem Film, dass ich irgendwie jemand sehe, der hier wirklich hart arbeitet und nicht nur...

00:20:11: Und unsichtbar sein soll.

00:20:13: Ja.

00:20:14: Das ist auch das Ding.

00:20:15: Und mir ging es aber auch so beim ersten Mal betrachten des Films, dass ich sie... bis zum dritten Akt, den er vergessen hatte.

00:20:23: Das erste Mal, wenn ich die Szene sehe, ist sie im Vorlauf von dieser Nahaufnahme, klar.

00:20:28: Aber man denkt, es geht viel mehr um die beiden im Bett.

00:20:30: Es geht viel mehr um die, die sagen, keine Lust und so.

00:20:33: Und man denkt ja oft selber, im Hotel.

00:20:36: Früher war sie auch, dann hat man vergessen, draußen im Bett, die nicht stören.

00:20:39: Nein, später und so.

00:20:42: Und das führt einem das halt auch vor

00:20:44: Augen,

00:20:45: wie man dann Leute nicht wahrnimmt.

00:20:49: Voll.

00:20:51: Übrigens, was auch interessant ist, weil wir doch New Climate und Environment, weil das ja auch bei der Mundschau in der Rolle spielt, das fiel mir auch erst gestern so richtig auf.

00:21:01: Wenn wir jetzt sozusagen den ersten Akt von der Mundschau Achtung Umwelt, dann gehen wir über das Kreuzfahrtschiff und zu haltem Akt, wo natürlich Umwelt nicht kackend rollt.

00:21:10: Und den dritten Teil auf dieser einsamen Insel, wenn die dann nämlich auch suchen, wo können sie was zu essen kriegen, dann sieht man auch in so einem Teil der Bucht, dass da so ganz viel Plastikmüll angeschwemmt wurde.

00:21:21: Also das, finde ich, ist halt auch wirklich großartig, weil Ruhm-Astl und immer wieder diese Themen aufnimmt und wieder bringt.

00:21:28: Und

00:21:28: der Karl findet da doch dann ein Puffer, und ich glaube, das ist das Puffer, wo er am Anfang ausgezeigt wird, wo er Werbung macht.

00:21:36: Nein, ja, natürlich, in dieser Mappe.

00:21:38: Großartig.

00:21:40: Das ist wirklich toll.

00:21:41: Man kann ihn ja schon wieder zum dritten Mal gleich gucken, weil so viele Details drin sind.

00:21:46: die einem gar nicht auffallen können.

00:21:48: Und was ich auch so interessant finde, dass es auch eben dieses Motiv gibt, was die mit dem Parfum, was man auch verfallen ist, das ist sozusagen die Dreiecks-Konstellation, dieses Triangle, das ja auch im Titel ist.

00:22:02: Es gibt ja auf dem Schiff diesen Milliardär, Millionär, den du schon erwähnt hast, den Dimitri, der ja mit einer älteren Frau und mit so einer Drawfewive, wie man meint, da ist.

00:22:15: Man kommt, also mir ging es zu mir, ich weiß nicht, wie es du siehst, also der Schauspieler Slato Buric ist dort mit Sunni Melles und einer dritten Schauspielerin, die eine Schwede nützt, und dann komme ich gar nicht.

00:22:27: Und dann bin ich, meine Interpretation ist, dass Sunni Melles seine Ehefrau spielt, also erst mit seiner Ehefrau und seiner Geliebten auf Kreuzfahrt.

00:22:36: Ja,

00:22:36: das war ich.

00:22:38: Aber ich habe währenddessen auch gar nicht so richtig darüber nachgedacht, sondern man sieht ihn ja dann immer mal wieder in unterschiedlichen Konstellationen mit den anderen.

00:22:44: und dann ist man da, ach stimmt, ja irgendwie sind das doch, also genau, das ist auch so eine ganz eigene Dreiecksbeziehung.

00:22:50: Genau.

00:22:51: Und dann gibt es ihm auf dieser Insel das Abigail.

00:22:55: sich den Karl als Sexglafen hält, obwohl er mit Jaya zusammen ist und er auch so Jaya sagt, aber was soll ich denn tun?

00:23:06: Dann

00:23:06: gibt es ihm

00:23:08: anscheinend das eigene Erfahrung gewisse Regeln mit.

00:23:11: Geht zu ihr, aber sach ihr ganz klar, wo deine Grenze ist,

00:23:14: etc.,

00:23:14: wo man so merkt, ah ja krass, das kennt ihr aus dem Model-Business.

00:23:18: Und dann aber mit ihm auch die Grenzen immer weiter verschiebt.

00:23:23: Also irgendwann ist dann auch klar, dass er mit Ewigl schläft, aber ihr dafür sozusagen Salzstangen bringen darf.

00:23:30: Also sozusagen, sie wird mit korrumpiert und es gibt eben diese Dreiecksbeziehung nochmal unter acharischer Umständen als zwischen Dimitri, seiner Frau und seiner Geliebten auf dem Schiff.

00:23:44: Und das haben ja gestern noch so ein krasses Motiv kommt immer wieder.

00:23:49: Ja, weil ich mich auch beim ersten Schauen dachte ich noch so, warum heißt der Film eigentlich jetzt?

00:23:52: Also außer dass es am Anfang ganz kurz mal erwähnt wird, mit dem das irgendwie erreicht zwischen Nase und Augen, dass das irgendwie entspannt auch mal in Triangle of Sadness.

00:24:03: Genau, wenn man da die Falten zusammen zieht.

00:24:07: Aber ja, das ist ganz viel auch so um Dreiecksbeziehungen geht.

00:24:11: Und abgesehen davon, dass der Film auch so ganz viele kleine, lustige Momente.

00:24:16: Also ich liebe auch dieses englische Ehepaar, diese Waffenhändler.

00:24:20: Winston und Clementine.

00:24:24: Wo dann die Handgranate von den Piraten auf dem Schiff landet und sie so sagt, ist das nicht eine von unseren?

00:24:31: Dann gehen sie in die Luft.

00:24:32: Genau, weil das ist letztendlich eine Konstitzung zu dem Schiffsuntergang.

00:24:36: Neben einem riesigen Unwetter, dass sie überleben kommt dann ein Piratenschiff.

00:24:42: Und ja, genau, das sind viele kleine Episoden, die noch... sehr komisch sind.

00:24:49: Und das ist auch interessant, weil wenn es einen Clementin lernen, wir auch beim Abendessen auf Schiff kennen, weiß ich auch beschweren, dass durch Sonato-Verordnungen etc.

00:24:59: Leider, leider.

00:25:00: Das sind ja der twenty-fünf-Prozent-Einbußen.

00:25:02: Ja, genau.

00:25:03: Und dann halten sie sich ganz fest in den Händen und haben gesagt, aber gemeinsam sind wir das durchgestanden.

00:25:10: Man denkt so unglaublich.

00:25:12: Und ich muss sagen, es ging mir so, wir kommen ja später noch auf meinen Film, aber es ging mir bei beiden Filmen so, dass ich beide Filme so nicht nur ein Prentlas der Gesellschaft der damaligen Zeit empfinde, sondern beide auch

00:25:27: einen

00:25:27: wirklichen, krassen Wiederhalt unserer heutigen Zeit ziehe.

00:25:31: Also, wenn ich so Drangle of Sadness, was du gerade erwähnt hast, diese Waffenhändler, wo es einfach keine moralischen... Also, keine moralischen Schranken gibt.

00:25:43: Und auch, wie man miteinander umgeht.

00:25:45: Also, Carl, es gibt eine fantastische Szene, finde ich, relativ am Anfang.

00:25:49: Du hast ja schon erwähnt mit dieser Fliege an der Deck.

00:25:53: Also, Carl und Jaya liegen ja an der Deck und die Crew reinigt.

00:25:57: Also, es wird sowieso ein permanentes Schiff gereinigt.

00:26:00: Also, du sagst ja, die Oberfläche glänzt so und drunter ist sicher.

00:26:04: Und er geht, beschwert sich über ein Crewmitglied, so einer etwas machohaft erscheinenden Typen, verwenden wir das mal, der sich über den nackten Oberkörper, so das Deck reinigt.

00:26:17: Und er geht in Badewose, also eh selber fast komplett nackt, in das Büro von dieser Chefstür, dessen beschwert sich, dass der ja mit halt nackten Oberkörper da ist.

00:26:29: Also das ist ja auch schon so eine absurde Situation.

00:26:34: Du bist doch selber.

00:26:35: Ja, genau.

00:26:37: Ich hab mich auch so am Anfang gefragt, weil ich finde, oder erst mal so gedacht habe, der erste Teil fällt irgendwie so ein bisschen raus, oder es ist so, dann ist auf einmal so ein Sprung in diese Yacht und man lernt ganz andere Figuren kennen und so weiter.

00:26:53: Aber eigentlich sind ja auch diese Figuren von Karl und...

00:26:57: Ja, ja.

00:26:58: sind ja eben auch totale Nutzniester dieses Systems, weil sie haben ja auch diese Kreuzfahrt umsonst kommen.

00:27:04: Weil

00:27:04: sie Influencer ist.

00:27:05: Weil

00:27:05: sie Influencer ist und so.

00:27:07: und deswegen sind dir eigentlich gar nicht welche, die jetzt

00:27:11: aktiv

00:27:12: Waffenhändler sind oder ganz irgendwie so, sondern einfach nur profitieren von diesen Lehrhülsen oder von diesem System, der super reichen.

00:27:21: und da finde ich sind ja solche Szenen wo der Karl sich da beschwert im Total-Aufschlussreich.

00:27:27: Wenn man ja schon merkt, ihm ist ja auch ein bisschen unwohl dabei, das jetzt zu tun.

00:27:30: Absolut.

00:27:31: Er hat noch nicht diese Stufe von dieser einen Frau, die sich da immer beschwert, dass sie segeltreckig sind, nur dass es keine Segel gibt.

00:27:39: Also eine Motorjaft ist.

00:27:43: Das ist dann ja so schön.

00:27:44: Und dann wird ja der Mann, der damit nackt im Oberkörper, der gereinigt hat, der wird er dann auch entlassen.

00:27:50: Ja, ja.

00:27:50: Das

00:27:51: sieht er dann ja irgendwie, dass der wegfährt, davon so.

00:27:54: Und er dann merkt, okay, man handeln hat Konsequenzen.

00:27:58: Und hat ja schon gewissensbisses, hat dann keine wirklichen ... Es hat

00:28:03: keine Konsequenzen

00:28:05: für ihn.

00:28:05: Nein, nein.

00:28:06: Also, das ist, finde ich, mich auch das Interessante, dass diese Leute schlimme Dinge tun.

00:28:12: oder gedankenglose Dinge tun, die sich dann schlimme Konsequenzen haben.

00:28:16: Aber bis zum gewissen Grad haben sie für sie selber, also für ihre Entwicklung, keine Konsequenz.

00:28:23: Und das ist ja, finde ich, das erschreckend, weil man ja so merkt, wie wir als Gesellschaft, wie oberflächlich wir ja auch in vielen Dingen geworden sind.

00:28:32: Und das finde ich für da halt wirklich krass vor.

00:28:36: Voll.

00:28:37: Und das ist ja auch interessant.

00:28:39: Wir haben ja noch nicht, weil wir die ganzen wunderbaren Kapitänen dastehen, als Traumschüsse gesprungen haben.

00:28:43: Wir haben ja noch nicht über Woody Harrison als Kapitän gesprochen.

00:28:46: Richtig.

00:28:48: Weil der ist ja auch eine hochinteressante Figur, weil der ja nur noch voll akkulisiert, sozusagen, dass er trägt, Kapitänen einer solchen Luxusdampf, was zu sein.

00:28:58: Stimmt.

00:28:59: Und ja, dann diesen großartigen Austausch, mit dem Dimitri hat.

00:29:05: Ja.

00:29:07: Wo es auch finde ich total so parabelhaft wurde, weil die beeiden sich dann halt.

00:29:12: über dieses Bord-Mikro, über Kapitalismus und Sozialismus unterhalten.

00:29:19: Und somit ja alle an Bord zwingen, so ihren Ausführungen zuzuhören.

00:29:24: Und das hat noch mal irgendwie so halt wie

00:29:27: bestimmte

00:29:27: World-Lieder.

00:29:28: halt irgendwie so die Welt,

00:29:30: wo Folklären

00:29:31: mit, und eigentlich hat das ja so, USA und Russland, dann noch mal irgendwie so ...

00:29:37: Das ist auch diese wunderbare Ironie auch, dass Dimitri auch sagt, hier sitzen wir an ... Ein russischer Kapitalist und ein amerikanischer Komponist.

00:29:46: Und dann sagt er, ich bin nicht Komponist, ich bin Maxist.

00:29:50: Ja.

00:29:52: Und das ist auch wunderbar, um dein Bild mit der Fliege wieder aufzugreifen.

00:29:58: Also dieser Kapitän, der sich eigentlich auch versteckt, um sozusagen nicht... seine ganze Verachtung dafür, vor sich selbst und vor diesen Leuten zeigen zu müssen.

00:30:12: Einmal ist er beim Captain-Stinner, da reißt er sich zusammen und damit die Fassade stimmt.

00:30:16: Ist aber ein Herrn Wörger mit Pommes.

00:30:18: Ja, das sind, genau, wir haben alle anderen so ganz spezielle, ja, Rundgesien, absolut, absolut.

00:30:26: Aber das ist auch so, weil es fällt natürlich auch, aber auch das ist wieder so ein armseliges Zeichen an, ich widersetze mich.

00:30:35: Naja, ich finde, sie ist auch nicht so eine große Geste, weil er hat sich auch verkauft.

00:30:39: Er hat sich auch verkauft, so.

00:30:41: Er trägt es nicht.

00:30:42: Dann denken wir so, ja, dann isst du halt Hamburger mit Pommes.

00:30:46: Das könnte Dimitri auch machen.

00:30:48: So, das ist auch so.

00:30:51: Dann, bei dieser großartigen Besetzung ist wirklich, ich finde, in einer ihrer besten Rollen ihres Bergen.

00:31:01: Ich weiß gar nicht, wie sie heißt, aber man kann ihren Text sagen, weil sie sagt eigentlich immer nur noch in den Wolken, weil sie den Schlag hat und egal, was sie sagt.

00:31:11: Und in den verschiedensten Emotionen.

00:31:14: Und man weiß eigentlich auch immer, was sie sagen will, als Zuschauerin und nicht als die anderen Person in dem Film.

00:31:21: Aber das ist, finde ich, so toll, weil dieser Film hat sehr viele namenhafte Schauspieler und Schauspieler oder bekannte Gesichter.

00:31:29: Aber er hat gar keine richtigen Stars.

00:31:32: In dem Sinne.

00:31:33: Also für einen internationalen Film.

00:31:35: So

00:31:35: Woody Harrelson ist noch so der international so.

00:31:38: Aber ist auch eigentlich ein super Umgang, dass er so gefühlt die Hälfte des Films in seiner Kabine nur ist.

00:31:43: Ja genau.

00:31:44: So auf jeden Fall artet eigentlich die

00:31:45: größte.

00:31:46: Ja.

00:31:47: So ist es.

00:31:47: Genau.

00:31:48: Stimmt.

00:31:48: Der Kapitän ist heimlicher Star und deswegen Woody Harrelson auch.

00:31:51: Ja.

00:31:52: Aber so... Dann muss ich noch so nie Melles einfach raus.

00:31:56: Also ich finde jetzt sowieso großartig, was TV in den letzten Jahren gemacht hat.

00:32:00: Ich weiß nicht, ob du mal die Serie Altes Geld gesehen hast aus Österreich von David Schalco.

00:32:04: Nee, aber ich hab' The Zwei Flaws gesehen.

00:32:07: Ah, das hab' ich gesehen.

00:32:08: Ich glaub'

00:32:08: ich auch, ja, genau.

00:32:09: Also,

00:32:10: ich find' sie auch richtig toll.

00:32:12: So, die eine ... in diese Millionärin Skattin spielt ... So, die dann plötzlich möchte, dass es der Crew auch mal gut geht und deswegen alle mal einmal mit der Rutsche ins Meer rutschen sollen.

00:32:25: Was auch wieder so eine dekatente... Hultvolle Geste ist, die niemanden etwas bringt außer ihr, dass sie sich gut fühlt.

00:32:35: Das Gegenteil

00:32:36: wird dann eher der Fall.

00:32:37: Das ganze Dinner muss verschoben

00:32:39: werden.

00:32:40: Die Küche rotiert, weil auf einmal okay, aber dann klappt das hier alles nicht mehr und so und alle wissen da mit Badehose und sie steht dann da aber auch applaudierend und freut sich.

00:32:49: Und trinkt

00:32:50: Champagner bei.

00:32:51: Ja genau, genau wie.

00:32:52: was sie,

00:32:53: wie sie den allen

00:32:54: Gefahren getan hat.

00:32:56: Ich finde auch toll, wie die dann wirklich alle darunter rutschen, aber halt auch so nur, um sie es hinter sich zu bringen.

00:33:01: Absolut.

00:33:03: Also, das ist wirklich großartig.

00:33:05: Und dann muss man sagen, hat sie den großartigsten Kotzauftritt überhaupt in diesem Film.

00:33:10: Also, man sollte auf jeden Fall nicht mit empfindlichen Magen diesen Film

00:33:14: ansehen.

00:33:15: Das ist wahr, ja.

00:33:19: Dann würde ich noch gerne Sladko Buric hervorheben, der niedrige Spieler.

00:33:23: Ich weiß nicht, ob du Sladko Buric schon mal gesehen hast.

00:33:25: Nee.

00:33:26: Ich kenne den.

00:33:27: Es gab, ich glaube, so eine Jahrtausendwende, die sogenannte Pusher Trilogie von Nikolas Reffen-Winning mit Mats Mikkelsen.

00:33:35: Und da war Sladko Buric in allen drei Teilen dabei.

00:33:39: Er ist ein dänisch-kroatischer Schauspieler.

00:33:42: Und ich hab's jetzt gestern noch mal nachgeguckt.

00:33:44: Ich guck halt diesen ganzen Marvel-Kram nicht, aber das scheint da auch immer als russischer General wie so vorbeizugucken.

00:33:51: Aber der ist wirklich großartig, also Dimitri.

00:33:55: Ja.

00:33:56: Wie sowieso einfach alle Leute, auch die leider viel zu früh verstorben sind, Schaubidin als Jaja.

00:34:02: Ja.

00:34:04: Ich kann nur sagen, vielen Dank, dass du es noch mal angestoßen hast, weil das ist wirklich einer der besten Filme der letzten Jahre.

00:34:12: Ja.

00:34:12: Ich glaube, ich habe nur so einer der besten Filme, die ich je gesehen habe.

00:34:15: Okay.

00:34:16: Ja, also ... Ich ... ja, ich wüsste auch gar nicht so viele.

00:34:20: Also, das ist auf jeden Fall auch in

00:34:21: meiner

00:34:22: Top-Ten.

00:34:22: Also ...

00:34:24: Und nicht nur von Schifffilmen.

00:34:25: Nicht nur von Schifffilmen.

00:34:26: Ja,

00:34:27: was soll ich sagen?

00:34:28: Also, Schifffilme sind einfach engerannt.

00:34:30: Unschlagbar.

00:34:32: Ja, es ist interessant, weil Schiffe eben ... Also so abgeschlossene Räume, Schiffzüge ... Du kannst immer einen Kosmos entwerfen.

00:34:40: So ... Schlösser auch, wenn man eine Downton-Abbey-Divisorie spricht.

00:34:45: Es ist immer ein Mikrokosmos, wo du ein prines Gesellschaftsbild entdarfen kannst.

00:34:50: Und das führt uns ja auch gleich zu unserem nächsten Film, wo das ja so ähnlich ist.

00:34:55: Nur noch einmal kurz gesagt, Triangle of Sadness ist jetzt gerade auf Prime Video zu sehen.

00:35:00: Und sonst, ich als Fan von Ich sage mal, analogen Medien kann

00:35:05: nur

00:35:06: von der Criterion Collection die Ausgabe empfehlen.

00:35:09: Das ist eine amerikanische Edel-Label, die immer wahnsinnig viele Dokumentationen und Interviews dabei haben.

00:35:15: Das ist wirklich ganz toll.

00:35:18: Also, aber jetzt gehen wir an Bord des Narrenschiffs.

00:35:25: Ich höre, Sie publizieren eine nationale Zeitschrift mit gewisser Intellektuelle Tendenz.

00:35:30: Eine Zeitung der Konfektionsbranche, aber

00:35:32: fortschrittlich.

00:35:33: Sehr fortschrittlich.

00:35:34: Allzeitig heiße ich Herrn Schumann, ich bin der Schiffsarzt.

00:35:37: Der Kapitän lässt sich entschuldigen.

00:35:39: Bitte lassen Sie sich doch mich nicht stören.

00:35:41: Wir unterhalten uns gerade über Herrn Rio.

00:35:42: was Zeitdrift.

00:35:44: Ich habe bemerkt, die Schriftstelle aus dem ganzen Reich

00:35:46: aufgefordert,

00:35:46: über ein spezielles Thema

00:35:47: zu schreiben.

00:35:48: Nämlich, wie wir artfremdene Einflüsse

00:35:49: austilgen und Deutschland seine nationale Größe zurückgeben

00:35:52: können.

00:35:52: Welche artfremden Anflüsse?

00:35:55: Wenn Sie erstliche Hilfe brauchen, stehe ich zu Ihrer Verfügung.

00:35:57: Danke.

00:35:59: Was mich betrifft, Herr Doktor?

00:36:01: Ich werde sie bestimmt

00:36:02: nicht bemühen.

00:36:04: Ich halte nämlich nichts von Medikapen.

00:36:07: Ach ja.

00:36:09: Haben Sie denn etwas gefunden, was besser ist?

00:36:12: Glauben.

00:36:13: Glauben?

00:36:14: Oh, sehr gut.

00:36:16: Ja, ein kleiner Ausschnitt aus das Narrenschiff, vierunddreis, dreiunddreis, vierunddreis, ist neununddreisunddreisig, vielen Dank.

00:36:36: Auf dem Weg von Amerika nach Prima Hafen, auch dort, ein Querschnitt der Gesellschaft am Bord.

00:36:42: Von Mexiko, glaube ich, so.

00:36:43: Von

00:36:43: Mexiko, da ist vollkommen recht, oh Gott, und ich habe noch diesen Film ausgewählt und sage, Fake News, Fake News.

00:36:49: Von Mexiko genau nach Prima Hafen.

00:36:52: Und wir merken auch hier verschiedene gesellschaftliche Themen, natürlich eines der Hauptthemen der Aufkommunitionale.

00:37:01: Sozialismus, unterschwelliger, bisher deutlicher Antisemitismus.

00:37:06: Aber jetzt, lieber Justin, bevor wir in die Tiefe gehen, würde mich einfach interessieren, was war sozusagen dein erster Eindruck jetzt beim Filmgucken?

00:37:16: Vom Nachendschiff?

00:37:16: Ja.

00:37:17: Also erst mal hätte ich nie gedacht, dass ich mal einen Film mit Vivien Lise, der teilweise in Bremerhaven spielt.

00:37:26: Also ich fand den sehr spannend eigentlich von den ersten Minuten an, weil ich nie so viele Schiffs filme.

00:37:36: Weil ich so das Gefühl habe, okay, er entwirft erstmal so eine breite Palette an Figuren, die dann irgendwie im weiteren Verlauf miteinander zu tun haben werden und halt ... Also, ich finde, allein dadurch, dass ganz am Anfang schon dieses Datum, dass der Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund Dreiund So, und fand auch diese Rahmung spannend, was ja auch so ein fünftiger, sechziger Jahreding ist, dass eine Person nochmal kurz in die Kamera

00:38:23: spricht.

00:38:23: Ja, Michael Dunn, der Mister, der Schell angeguckt wird von vielen Passagieren, weil er kleinwüchsig

00:38:30: ist.

00:38:30: Genau.

00:38:32: So, und ja, ich fand, der Film hatte richtig viele tolle Elemente.

00:38:39: So, also ich hab dem sehr gerne zurückgeguckt.

00:38:42: Ja.

00:38:43: Wunderbar, weil du das gerade gesagt hast, er spricht mit der Kamera.

00:38:47: Ich springe direkt auf den Schluss, weil eben nach beiden Filmen sind es zweieinhalb Stunden lang und entwerfen dieses große Panorama der Gesellschaft auf dem Schiff.

00:38:56: Und Michael dann, der Schauspieler, sagt am Schluss in die Kamera, was das alles mit ihnen zu tun hat, gar nichts.

00:39:04: Und das fand ich ein fantastischer Satz.

00:39:07: Das ist wirklich großartig, weil ich hab auch den Roman mal gelesen, der eine Vorlage war, und da kommt das Satz so gar nicht vor.

00:39:13: Okay.

00:39:14: Und das fand ich einen genialen Einfall von den Drehbuchautoren.

00:39:19: Weil man natürlich denkt, oh Gott, oh Gott, du bist schrecklich.

00:39:22: Es gibt ja auch so wunderbar, es gibt ja so eine ältere Dame, die mit einem Juden, der auf dem Schiff gemobbt wird, so Mitleid hat und den mal so dröstet.

00:39:32: Und am Schluss ... sieht man, dass sie dann von so einem SA-Mann abgeholt wird in Bremerhaven.

00:39:38: Man

00:39:39: merkt, wie diese Gesellschaft so durchdrungen wird, von Mitläufern, von so etwas auch durch Familien ging.

00:39:49: Und Heinz Rühmann macht ja auch hier ...

00:39:51: Für Julius Löwental, ja?

00:39:53: Ja,

00:39:53: spielt einen jüdischen ... Ja.

00:39:57: Und das ist, finde ich ... Ich bin da immer und natürlich auch immer so zwiegespalten am Bevalent.

00:40:02: Wie bewert man ... Na, wenn wir Filme besetzt sind oder was haben für Regisseure, für Hintergrundgeschichten.

00:40:09: Ich finde es nur sehr, sehr seltsam, dass in dem Jahr nix in einem Hollywood-Film Heinz Rühmann einen Juden spielt.

00:40:19: Das ging mir auch so.

00:40:21: Also, das ist wirklich total absurd, wenn man so denkt, diese ganze Kriegszeit waren Schauspieler in Hollywood, die jüdische Wurzeln hatten, die ... ähm ... Gestapo Männer, SS-Leute spielen mussten, sag ich mal, um zu überleben.

00:40:39: Und dann kommt nach dem Krieg ein großer Film, der das alles aufarbeiten soll.

00:40:45: Und dann nehmen sie einen der größten Mitläufer.

00:40:48: Dann hat sie Zeit und sagt so, du spielst jetzt den Juden.

00:40:52: Noch dazu sein einziger Hollywood-Film.

00:40:53: Also die holen einen extra ausdeutscher nach Amerika, dass er das spielt.

00:40:58: Das hätte Peter van Eyck spielen können.

00:41:01: Wer auch immer.

00:41:02: Leute, die fliehen mussten, die in Hollywood waren, die da herarbeiteten.

00:41:05: Und das ist, finde ich, das verstehe ich einfach nicht.

00:41:09: Nee, ich meine, er hat ja auch wirklich teilweise ... krasse Setze, die ja dann so, also wo man so, gerade wenn man den Bogen da zum Schluss spannt, so von wegen, also wo man, also es ist auf jeden Fall eine tolle Rolle, aber ich...

00:41:27: Tolle, tolle Setze, tolle, und er spielt das auch gut.

00:41:30: Das muss man gar nicht sagen.

00:41:31: Das

00:41:31: muss gar nicht so, also so diese, und auch diese Naivität, die ja vielleicht irgendwie so, also von wegen, ich bin Geschäftsmann, ich kann mich da schon irgendwie... Also, das hat schon gepasst, aber

00:41:43: ich ... Ja, genau, dieser Löwenthaler sagt ja auch, ja, aber was sollen die dann machen?

00:41:48: Die brauchen mich ja auch.

00:41:50: Und ich war ja im Ersten Weltkrieg und alles.

00:41:52: Ich hab ja gekämpft.

00:41:53: Stimmt,

00:41:53: ja, genau.

00:41:54: Und das sind sicherlich viele Perspektiven, die da auch ... ... in der Jahr ne Rolle gespielt haben.

00:42:00: Aber ich hab mich dann auch so nacheinander noch mal so ein bisschen schlau gemacht, dass er ja wirklich auch ... Also nicht nur mit Läufer, sondern auch aktiver Nutznießer.

00:42:13: hat auch in den Kurs-Filmen über die Kinder von Goebbels Regie geführt.

00:42:21: Er war ja Teil dieser inneren Kreise, wenn er immer der liebe Onkel war, und Pfeifer mit drei F und so.

00:42:29: Ja, genau.

00:42:30: Über die Vorhalte kann ich auch noch eine eigene Geschichte erzählen, die deine Recherche stützt.

00:42:36: Ja, genau.

00:42:37: Ist ja auch vom

00:42:38: Wannsteigen noch

00:42:38: mal dreieinhalb Jahre.

00:42:39: Ziemlich spät auch.

00:42:41: Deswegen denke ich so okay.

00:42:49: Und da ist man dann eigentlich auch wieder bei, wie unpolitisch ist etwas, was so unpolitisch wie möglich ist.

00:42:54: Mal abgesehen davon, dass er auch so bei Hitler, Junge, Quecks und bei aktiven... Nee, nee,

00:42:58: schon bei Hitler, Junge, Quecks ist ja nicht dabei.

00:43:00: Da muss ich ihn trotzdem... Nee, ich dachte... Nee, du meinst Quecks in Afrika.

00:43:03: Er hat Quax, der Bruchpilot, erst gedreht.

00:43:06: Ein Film, der eben so etwas Töpfe liegen, auch bischen frechen Jungen, der dann verantwortungsvoller Flieger wird.

00:43:13: Und diesen Film kann man heute noch sehen, während Quax in Afrika nicht zugänglich ist.

00:43:18: Weil Quax in Afrika ein reiner Propagandafilm ist.

00:43:22: Deswegen, dass es bei Quax und Quax, glaub ich, ähnlich klingt.

00:43:25: Ja, klar.

00:43:26: Unser Vorherzungenbohle kann man es auch sagen.

00:43:29: Großartiger Roman von Spörl, sehr lustig.

00:43:32: Auch der Film ist stellenweise hochkomisch.

00:43:34: Allerdings, bis auf einen Schauspieler neben Heinz Rühmann von den Schülern, nämlich Hans Richter, hat kaum der Rest den Zweiten Weltkrieg überlebt, weil diese Schauspieler, die diese Schüler gespielt haben, direkt nach Ende der Dreharbeiten an die Front geschickt wurden.

00:43:53: So, also das ist das Ding.

00:43:55: Und ich weiß nicht, ob dir den Film noch präsent ist.

00:43:57: Es gibt ja diesen einen Lehrer, der dann immer, ja, der hat so schwarze Haare und sagt, die Jungen, die müssen sich ein bisschen zusammenreißen und so.

00:44:05: Der als bisschen, sozusagen, der so ein bisschen den Zugang hat.

00:44:09: Der nimmt auch Heinz Rühmann dann den Erfolg und sagt, ohne mal

00:44:12: den Spiegel

00:44:13: ab, weil da diese Tricks kennen, war ja schon und so.

00:44:17: Und diese Figur gibt's in Rumaren gar nicht.

00:44:20: Die wurde reingeschrieben um sozusagen einen arischen Lehrer, der sozusagen durchstrengen und zu sagen, weil er die auch so durchschaut, diese Alben und Jungs, die auf den wahrsten Sinne des Wortes rechten Weg trinkt.

00:44:36: Und das ist auch wirklich ganz schwierig bei einer Vorzeigampole, weil es ja bis heute so... Und ein netter Weihnachtsfilm.

00:44:44: Großes

00:44:44: Spaß, immer noch an vielen, auch an Universitäten und so.

00:44:48: Das wird ja

00:44:49: schon drunter immer noch.

00:44:50: Und es gibt auch, ich hab in der Süddeutsch mal einen sehr interessanten Artikel drüber gelesen.

00:44:55: Dieser Film ist ja zum Beispiel bis heute nicht von der Murner Stiftung restauriert worden und wird ins Programm genommen, weil die Rechte einer Dame gehören, die wohl näher zu einer Partei namens... weiß ich nicht.

00:45:11: Irgendwas wollen wir für Deutschland machen, was aber nicht so sinnbehaftet ist.

00:45:16: Also, bis heute wird das eben auch so ein bisschen kultiviert.

00:45:20: Also, das sollte man, finde ich, wissen, wenn man diesen Film guckt.

00:45:25: Aber deswegen... Und

00:45:26: bestimmte sagten, wusste man sicherlich auch in Hollywood, wenn man nur zu tfunksächzig eins lohnt, für diesen Film zu setzen.

00:45:32: Ja, ja, natürlich.

00:45:33: Das war jetzt nicht... Nee, ich kann es mir auch nicht erklären.

00:45:37: Das Einzige, was ich mir vorstellen könnte, Als Motiv ist, wenn ich Heinz Rühmann hole, dass ich Publikum dazu bekomme, die in Deutschland sind, die so sagen, naja, das war ja schon sehr ungerecht, was uns angetan, die ins Kino zu bekommen, an denen eine Geschichte zu geben.

00:46:00: Das kann ich mir als einziges Motiv vorstellen, das zu machen.

00:46:02: Aber ich finde es trotzdem hochproblematisch.

00:46:05: Ich

00:46:07: mein, er ist ja auch, er hat es ja geschafft in Anführungszeichen.

00:46:12: Mehr oder weniger nahtlos.

00:46:14: Ich glaub, es gab so eine ganz kurze Phase, wo er dann einen Vierzig-Berufsverbot hatte, aber das war wirklich ganz kurz.

00:46:19: Und also so wirklich ohne Abschläge ist er ja... Absolut.

00:46:23: ...durchgekommen, hat weitergedreht, hat dann in den Neunzigern seinen großen Ehrenbambi für das

00:46:30: größte Schauspieler

00:46:33: des zwanzigsten Jahrhunderts bekommen und so.

00:46:38: Ich meine, auch sonst ist ja der Film voll von Megastars mit Vien-Lee

00:46:43: und

00:46:44: Klimawin und so weiter.

00:46:45: Absolut.

00:46:47: Wenn man es nur aus der Sicht sieht, dann kann ich das verstehen, warum man vielleicht den bekanntesten deutschen

00:46:54: Traumspieler zurzeit

00:46:55: auch in Hollywood besetzt.

00:46:56: Aber es ist wirklich ... Ja.

00:46:59: Ich weiß zum Beispiel, Peter Lorre wäre jetzt nicht mehr möglich gewesen, er ist ein Jahr vorher gestorben, der ja auch ein großer Schauspieler war, Verhitler geflohen war.

00:47:08: Aber ich glaube, die Auswahl wäre groß gewesen.

00:47:12: Das muss man sagen, dass es wirklich einfach aus unserer Sicht mit diesem Hintergrund wissen ist, dass es ein Marketing für den Film ist.

00:47:20: Heinz Riemanns Darstellung kann man aber auch sagen, schade dem Film nicht.

00:47:25: Nee, wir haben ihn gerne zugesehen.

00:47:27: Er

00:47:27: ist ja halt der liebe Onkel so.

00:47:29: Und ich finde, auch die Gravitas, die dann bestimmte Sätze dann auch haben, das ist ja dann schon, weil das ist schon ein politischer Film, finde ich, in dem er sich dann ja auch so in dessen Dienst er sich dann auch gestellt hat, in einem antifaschistischen

00:47:46: Film.

00:47:47: Aber ich bin jetzt nicht holo unter.

00:47:49: Nein, nein, nein, genau, nach den letzten Jahren.

00:47:52: Er hat

00:47:53: gerne die Chance ergriffen.

00:47:55: Ja, absolut.

00:47:58: Dann würde ich noch gerne über diese Liebesgesichtssprechen zwischen Simon Sinore in der La Contessa und Oscar Werner als Dr.

00:48:05: Schumann.

00:48:07: Ich muss dazu sagen, ich war so irgendwie vierzehn, da gab es einen Graz im Programmkino.

00:48:11: Und es gibt heute noch das Reichbauerkino, also falls jemand mal nach Graz fährt, eines der schönsten, nettesten, charmantesten Programmkinos.

00:48:19: Gibt.

00:48:20: Und dann habe ich damals das gesehen, das Narrenschiff.

00:48:23: Und war wirklich Pfangern von Oscar Werner und Simon Signoré.

00:48:30: Ich weiß nicht gar nicht, ob diese Liebesgeschichte irgendwie ist die toll, weil das auch, sie ist heroinabhängig, glaube ich, oder Morphiumabhängig.

00:48:39: Ja, Morphium nicht herkommt.

00:48:40: Genau, Morphiumabhängig.

00:48:42: Und er gibt ihr die Spritze und er ist ja, sie sind beide irgendwie totgeweiht.

00:48:47: Sie beiden Figuren.

00:48:48: Und es ist gar nicht in dem Sinne einer richtigen Liebesgeschichte, finde ich.

00:48:52: Sondern es sind so zwei Menschen, die sich halten, weil alles verloren ist für sie.

00:48:57: Und da erinnern sie sich irgendwie.

00:49:00: Das stimmt.

00:49:00: Und das bauen sie auch sehr sukzessive so auf.

00:49:03: Am Anfang sind sie ja noch sehr ...

00:49:07: Ja, sehr reserviert und sagt, ich geb ihnen das nicht.

00:49:10: Natürlich

00:49:10: auch wahrscheinlich, weil er ja auch schon weiß, was seine Issus so sind.

00:49:16: wie er sich da eben nicht.

00:49:17: und

00:49:17: dann, ja,

00:49:19: gehen die halt Schritte aufeinander zu und es endet ja dann auch sehr tragisch, also

00:49:24: ohne dass

00:49:25: sie, also auch da.

00:49:27: Aber gut, wegen Spoilern wissen die Leute jetzt ja schon wahrscheinlich.

00:49:29: Ja, genau, genau.

00:49:31: Weil sie dann ja auf Tenerife, glaube

00:49:33: ich.

00:49:34: Genau.

00:49:35: Insektin war

00:49:36: sie, genau.

00:49:37: Sie war so die geliebte eines Putschisten-Generals, würde ich sagen, der jetzt halt auch weggeputscht wurde.

00:49:45: Und sie wird... Das habe

00:49:46: ich gar nicht genau aufgeschrieben.

00:49:48: Welcher Putsch da jetzt...

00:49:49: Ja, das wird aber auch gar nicht genau gesagt.

00:49:52: Aber es hat

00:49:52: natürlich alles... Hand und Fuß.

00:49:55: Ja,

00:49:55: das war ja auch gerade die Zeit, wo viel in südlichen Amerika, in Lateinamerika, in Umbrüchen war,

00:50:01: etc.,

00:50:02: wo dann auch viel auch dann von der CIA befördert wurde oder verhindert wurde, etc.

00:50:08: Und das finde ich aber interessant in einem Film.

00:50:11: Ach, entschuldigung, also nicht in der Zeit des CIA, sondern als der Film gedreht wurde, nicht die Zeit, in der es spielt.

00:50:17: Aber das ist sozusagen ... wird schon, so sagen, alles vorbereitet, diese Unruhe,

00:50:23: etc.,

00:50:23: etc.,

00:50:24: dass das da in diesen Ländern schon eine Rolle spielte.

00:50:27: Und dann, ich glaube, Stanley Kramer, weil der Produzent und Regisseur des Films einige interessante politische Filme in der Zeit gedreht hat.

00:50:38: Also, der hat auch über Rassismus einen der ersten Filme gemacht, nämlich Radmann, der zum Essen kommt.

00:50:44: Ich weiß nicht, ob du ihn jemals gesehen hast.

00:50:47: Catherine Hepburn und Spencer Tracy.

00:50:49: Zwei Weiße, ein altes Ehepaar, haben eine sehr junge Tochter, gespielt von Catherine Horten.

00:50:56: Und die sagt, ich komm heute Abend und bringe meinen an Verlubten mit.

00:50:59: Und ihr Verlubte ist Sidney Poitier, ein POC Schauspieler.

00:51:03: Und das Anfang der Sechzigerjahre.

00:51:06: Das muss man auch aus der Zeit noch mal sehen, was das dann für diese Familie bedeutet.

00:51:12: Und diese totale Ablehnung davon.

00:51:15: Aber natürlich, wir sind im Hollywood.

00:51:18: weiß es ihnen immer gut, dass es dann eine große Akzeptanz Verständnis ist.

00:51:23: Das ist natürlich aus heutigen Aspekten vielleicht ein Film, der nicht mehr in allen Bereichen funktioniert, der aber natürlich sehr interessant ist, weil jemand sich an dieses heiße Eisen ran gewagte.

00:51:34: Ganz oft wurde in Hollywood zu der Zeit gesagt, okay, wir können diesen Film drehen, aber können wir den auch in den Südstaaten zeigen.

00:51:41: Das war zu einer Sydney Portier, so Stanley Cramers Verdienst.

00:51:44: Er hat dann noch mit Sydney Portier einen anderen Film gemacht.

00:51:47: Sydney Portier und Tony Curtis in Flucht in Ketten.

00:51:50: Ein POC und ein weißer Striefling aneinander gekettet fliehen.

00:51:55: Und der weiße Tony Curtis ist ein Rassist.

00:52:00: Und im Laufe dieser gemeinsamen Flucht Faden Sie sich an Verständnis?

00:52:05: Beide Filme sind natürlich aus einer weißen Perspektive gedreht.

00:52:09: Wir sind halt wirklich Jahrzehnte vor Spike Lee, etc.

00:52:13: Aber trotzdem sind es die ersten Filme, die sich wirklich für ein großes breites Publikum mit Rassismus auseinandersetzen.

00:52:21: Also, das ist so Stanley Carmas Antrieb gewesen, dass der wirklich immer gesellschaftliche Themen aufgegriffen hat und ihn ganz unterhaltsame Filme zu verpacken versucht hat.

00:52:32: Ja, ein Bezug ist ja hier auch drin.

00:52:34: Ich glaube, wie wie in Lisa, das ist doch an einer Stelle, wo es dann auch darum geht, irgendwie, glaube ich, ob in Amerika, ja, wir haben ja kein Problem mit Antisemitismus und so.

00:52:42: Und dann sagt sie, na ja, vielleicht wart ihr ein bisschen zu sehr damit beschäftigt, schwarze Menschen zu lönchen.

00:52:47: Ja,

00:52:48: genau.

00:52:50: Also an einigen Stellen wird der Film so explizit und auch so, aber die Figuren haben auch dann sehr schlagfertige Antworten und so.

00:52:58: Also ich finde es schon einfach spannend gemacht.

00:53:00: Ja.

00:53:00: Ja,

00:53:02: absolut.

00:53:03: Ja, es ist sowieso diese ganze Figur von Vivien Lee, die ja auch eben, sag ich mal, ihre Paraderolle der Südstaaten-Lady wieder hoch holt.

00:53:15: Aber natürlich noch mal krasser weiter erzählt, also wenn man von Skeletor Harrah über Blanche du Bois jetzt zu dieser Frau geht, Mary Dreadwell heißt, ich glaube ich.

00:53:26: Ist das... Ich weiß es auch noch, weil ich es mir noch mal aufgeschrieben habe.

00:53:29: Das sind ja so viele Leute in diesem Film.

00:53:31: Ich habe mir auch nicht alle Namen gemerkt.

00:53:33: Aber ist es noch mal wirklich interessant, diese Frau, die alter, die aber gesehen werden will, die eigentlich auch so viel zu bieten hat, aber auch aussehen reduziert wird und sich eigentlich auch nur versucht zu sagen, über eine aussehenden Statue zu haben.

00:53:52: Es gibt ja dann diese... hochdragische Szene zwischen ihr und dem Limavin, als dieser rupige, dauerbedrohme Bill Tenney, was auch so eine traurig restliche Szene zwischen beiden ist, wo er so übergriffig wird.

00:54:10: Wo er

00:54:11: in ihre Kabine kommt und sie sich auch davor noch mal so einen großen Monolog hatte vor dem Spiegel

00:54:17: mit

00:54:18: ihr Jugend, oder was suchen die Männer eigentlich?

00:54:21: und sich dann noch mal schminkt.

00:54:23: Ja.

00:54:25: Ja, ja, also genau.

00:54:26: Die Rolle von Lima, wenn du auf jeden Fall sehr iklhaft.

00:54:31: Ja, die gibt's gar nicht im Roman.

00:54:32: Sie ist für mich nur für den Film gemacht worden.

00:54:35: Und er ja dann auch bis zum Schluss, er kriegt ja dann auch die Fresse und was nicht alles.

00:54:38: Und wenn er in Bremerhaven aussteigt, läuft wieder eine Frau vorbei und er

00:54:43: guckt

00:54:43: und läuft hinterher.

00:54:44: Absolut.

00:54:44: Und das ist nämlich auch für mich so wunderbar, diese Parallel zu Dragon of Sadness.

00:54:49: Kaum eine Figur hat irgendwas gelernt.

00:54:52: Ja.

00:54:54: Weil das ja oft so ist in so vielen Jahren, dann gibt es so, ja, und dann, weißt du, so ein erster Akt wird erklärt, wer er ist, diese Figur, ein zweiter Akt kommt die große raus, vor allem dritten Akt geht sich geläutert raus.

00:55:06: Und das das ihnen halt... im Leben nicht so einfach ist wie ein Dreierakter.

00:55:10: Das wird, finde ich, in diesem Film sehr schön gezeigt.

00:55:13: Es gibt ja auch dieses junge Paar, Jenny und David.

00:55:17: Er ist ja Mahler und schwingt ja kruse

00:55:20: Reden ähnlich

00:55:21: wie Dimitri und der Kapitän.

00:55:23: Und sie hinterfragt das aber eigentlich die ganze Zeit und führt ihm ja eigentlich auch so vor, wie wenig seine Reden und Konsequenzen haben.

00:55:34: Und daran zappere ich das ja auch so ein bisschen.

00:55:37: Wie ging es dir mit diesem Paar?

00:55:39: Das ist ja, glaube ich, so reich und er ist so

00:55:43: arm.

00:55:43: Genau.

00:55:44: Er

00:55:44: ist ein bisschen in Konstellation wie zwischen Jaya und Karl.

00:55:47: Ein

00:55:48: bisschen, ne?

00:55:48: Ein bisschen.

00:55:49: Also er ist ja doch noch sehr der Idealist und sucht auch dann die Nähe zu den ganzen Arbeitern, die da mitgenommen werden.

00:55:56: Ja.

00:55:57: Und so aktuell, da passieren ja auch dann noch wieder hochdramatische Szenen.

00:56:00: Ja.

00:56:01: Bei deren Beziehung, ja, also das hatte so große, da hatte ich so große Ups and Downs, also weil die ja schon auch so viele Momente, wo ja dann so große Eifersucht schiebt und da dann am Schluss

00:56:17: die

00:56:17: mexikanische Familie oder so da anmacht und dann auch einen in die Fresse bekommt.

00:56:23: Also,

00:56:23: ja.

00:56:24: In deren Beziehung fand ich auf jeden Fall noch aus heutiger Sicht am angestaubtesten.

00:56:30: Auch wenn sie dann, finde ich, interessante Bögen genommen haben.

00:56:34: Ja,

00:56:34: ja.

00:56:36: Ja, ich finde das irgendwie ganz interessant.

00:56:37: Ich weiß schon, was du meinst mit diesem angestaubt, was ja wirklich ganz interessant in dem Ganzen ist, dass er ja schlicht nicht gezeigt wird, als jemand, der sich Moralisch auf der richtigen Seite wehnt und deswegen nie sich hinterfragt.

00:56:55: So, das fand ich interessant an dieser Beziehung, dass sie mir immer wieder Fragen stellt und eher eigentlich nie so über sich nachdenkt.

00:57:05: Und eine andere Parallel zum Driving of Sadness ist, dass der Kapitän nicht gerne zum Captain Stiller

00:57:10: kommt.

00:57:12: Das ist auch so, also anscheinend.

00:57:14: Wenn sie nicht auf dem Traumschiff sind, scheinen sie Kapitän ihre Passagiere immer sehr zu veracht.

00:57:19: Stimmt,

00:57:20: der Kapitän bleibt ja auch eigentlich fast nur in seiner Kabine am liebsten und spielt Schach mit dem Arzt.

00:57:25: Genau.

00:57:26: So, ja, das war...

00:57:29: Also, Leute, wenn ihr das nächste Mal ein Kreuzfahrtschiff näher, die AI da bucht, dann wisst ihr Bescheid.

00:57:37: Nehmt zwei Blue Rays mit.

00:57:39: Ja, genau.

00:57:40: So ist es.

00:57:40: Nämlich Dragon of Sadness und das Narrenschiff.

00:57:43: Oder das Narrenschiff kann man auch auf YouTube sehen.

00:57:45: Da hast du es, glaube ich, auch gesehen.

00:57:47: Oder wo hast du es gesehen?

00:57:47: Ich habe es bei Plex

00:57:48: gesehen.

00:57:49: Bei Plex kann man es aufsehen.

00:57:50: Wunderbar.

00:57:51: Hast du es auf Deutsch oder auf Englisch?

00:57:52: Auf Englisch.

00:57:53: Auf Englisch, ja.

00:57:54: Genau.

00:57:55: Oder sonst auch.

00:57:56: Es gibt eine sehr schöne Ausgabe, wie ich meinen eigenen nenne,

00:57:59: auf Blu-ray.

00:58:02: Und sonst, ansonsten kann ich nur sagen, bleibt zu Hause.

00:58:08: Fahrt nicht mit diesem Kreuzfahrtschiff.

00:58:11: Hört euch den Traumschiff-Podcast an.

00:58:13: Traumschiff Ahoi, so sieht es aus.

00:58:14: Traumschiff Ahoi auf allen Portalen, wenn ich das richtig gesehen habe.

00:58:18: Auf allen Portalen, ja.

00:58:19: Sehr gut, wann kommt die neue Folge raus?

00:58:21: Weißt du es schon?

00:58:22: Ihr seid

00:58:23: heute am Donnerstag.

00:58:25: Ja?

00:58:25: Ja,

00:58:25: haben wir eine schöne neue Folge.

00:58:27: Und zwar haben wir jetzt was ganz Besonderes gewagt und zwar eine Hörspiel-Folge aufgenommen.

00:58:32: Nein.

00:58:32: Mit vielen, vielen Gaststimmen.

00:58:34: Wow.

00:58:35: Wir rollen nämlich jetzt auf.

00:58:37: Es gibt ja auch unterschiedliche Schiffe.

00:58:39: Und das zweite Traumschiff war die MS Astor.

00:58:41: Ja.

00:58:41: Und die wurde natürlich auch ganz toll gezeigt in der Serie.

00:58:45: Und dass das ein ganz tolles Schiff ist.

00:58:46: Es war auch in Hamburg gebaut und so.

00:58:48: Also viel so mit Ingenieurs Stolls und so weiter.

00:58:52: Und dann gibt's aber so eine sehr verwinkelte Spionagegeschichte, in die dann diese MS Astor verwickelt wird.

00:59:00: Es geht um DDR-Millionen, U-Boot, Pläne, Geheime.

00:59:05: Das war eine Traumschiff-Episode?

00:59:08: Nein,

00:59:09: das ist keine richtige Traumschiff, sondern es ist in echt passiert, dass nach dem Abschluss der Dreharbeiten auf der MS Astor wurde dann die MS Astor verkauft an Südafrika.

00:59:19: Südafrika war aber zu der Zeit ja Appartheitsstaat und so

00:59:22: weiter.

00:59:23: Eigentlich durfte man vor allem in militärischer Hinsicht kein Handel treiben.

00:59:27: Südafrika hat sich aber von Deutschland Militärubote gewünscht.

00:59:30: und dann hat die Werft, die auch mit der MS Astor in Zusammenhang steht, es ist sehr verwinkelt die Geschichte.

00:59:37: Aber die haben wir quasi in einem vierzigminütigen Hörspiel aufbereitet.

00:59:41: Und

00:59:41: die kommt auch heute.

00:59:42: Und

00:59:42: die kommt heute raus und für die kann ich wärmstens Werbung machen.

00:59:46: Wow,

00:59:46: super.

00:59:46: Leute, Podcast Darrell Feature.

00:59:48: Also wenn ihr jetzt noch Zeit habt, dann schaltet doch rüber oder macht's auf eure Liste.

00:59:54: Wie heißt die Episode?

00:59:55: Die

00:59:57: Akte Astor.

00:59:57: Und du sprichst und wer noch?

01:00:00: Allerlei,

01:00:00: also Friedrich Schäfer, Insa Jebens, Mario Forkel, also ein Gast von zwölf tollen Stimmen.

01:00:08: Wow,

01:00:09: cool.

01:00:09: Schöne Grüße an euch alle.

01:00:11: Mega.

01:00:12: Ja.

01:00:12: Ach, krass.

01:00:13: Es hat viel Spaß gemacht, hat aber auch jetzt ungefähr ein Jahr gedauert mit Recherche

01:00:17: und

01:00:18: Skript-Schreiben und so weiter.

01:00:19: Wow.

01:00:20: Ja, hey, Flichtermin.

01:00:22: Wow, toll.

01:00:23: Das freut mich ja, dass sich das so trifft, dass du ... hier zu Gast bist und wir gleich für so eine spezielle Episode Werbung machen können.

01:00:29: Ja, mega.

01:00:31: Vielen Dank, Justin.

01:00:32: Ich würde sagen, wir gehen raus.

01:00:33: Du musst an den Bass.

01:00:34: Ja, ich glaube auch.

01:00:35: Ich freu mich schon.

01:00:36: Ich freu mich auch.

01:00:37: Also, Leute, kommt uns ans Besuchen in Castle, Welcome to the Bates Motel, hört unsere Sachen, guckt unsere Filme, geht auch in den Jerry Lewis Abend.

01:00:46: Wenn ihr Karten bekommt, der ist auch immer sehr voll.

01:00:49: So sieht's aus.

01:00:51: Und ansonsten, wie unser musikalischer Leiter Augustin sagen würde, Bleib stabil!

01:00:55: Bleib stabil!

01:00:56: Ahoi!

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